26.04.2005 - Brainfood für Senioren

Bis ins Seniorenalter geistig fit mit der richtigen Ernährung, Bewegung und Denksport

Gehirnaktivität und Ernährung stehen in einem engen Zusammenhang. Aus diesem Grund ist eine gesunde Ernährungsweise, die dem Körper alle lebensnotwendigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge liefert, unerlässlich für die Erhaltung der kognitiven Fähigkeiten bis ins hohe Alter hinein.

Das Gehirn ist auf essenzielle Nährstoffe angewiesen ist, um seine volle Funktionsfähigkeit zu entfalten. Auch ein Verfall dieser Funktionen mit zunehmendem Alter muss nicht zwangsläufig sein. Durch eine gesunde Ernährung kann Jeder seinem Gehirn die benötigten Stoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stellen. Immerhin macht das Gehirn nur etwa 2% des Körpergewichts aus, benötigt aber 20% des geatmeten Sauerstoffs und ebensoviel der zugeführten Energie. Der Kraftstoff des Gehirns ist Glucose. Es ist daher empfehlenswert, reichlich Kohlenhydrate in Form von Vollkornprodukten, Gemüse und Obst zu verzehren.

Für ein perfektes Zusammenspiel der einzelnen Nervenzellen benötigt der Körper Neurotransmitter, die er aus Eiweiß herstellt. Eiweißquellen sind beispielsweise Fleisch und Milchprodukte, aber auch Hülsenfrüchte und Sojaprodukte.

Omega-3-Fettsäuren sorgen für das Funktionieren der Zellmembranen. Zur ausreichenden Versorgung mit diesen Fettsäuren ist regelmäßiger Fischverzehr ratsam. Außerdem liefert beispielsweise auch Rapsöl Omega-3-Fettsäuren. Unerlässlich für eine optimale Gehirnfunktion ist darüber hinaus eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Besonders Senioren müssen darauf achten, dass sie ausreichend trinken, da mit dem Alter häufig das Durstempfinden nachlässt. Bei Flüssigkeitsmangel dickt das Blut ein und die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen verschlechtert sich. Folge können Verwirrtheitszustände sein, die nicht mit einer Demenz verwechselt werden dürfen. Denn bei Ausgleich des Flüssigkeitsdefizits lassen die Verwirrtheitszustände wieder nach. Empfehlendwert ist eine Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern pro Tag in Form von Mineralwasser, Saftschorlen oder ungesüßten Früchte- und Kräutertees.

Eine gesunde Ernährungsweise alleine reicht aber für die Aufrechterhaltung der kognitiven Fähigkeiten bis ins hohe Alter hinein nicht aus. Auch regelmäßige Bewegung darf nicht fehlen, da hierdurch die Durchblutung der Gehirnmasse steigt und die Merkfähigkeit sowie die Funktion des Kurzzeitgedächtnisses stimuliert wird. Auch Gehirnjogging ist notwendig, denn nur, wer sich geistig fordert, kann das Gehirn jung erhalten. (Daniela Rösler, Diplom Oecotrophologin)

© Medizinische Enzyklopädie 2010