04.09.2004 - Navigation im Ozean der Gefühle

Bipolar: Leben mit extremen Emotionen - Depression und Manie

Was haben Robbie Williams, Mozart und van Gogh gemeinsam?
Was haben Robbie Williams, Mozart und van Gogh gemeinsam?

Eine Frau, die mit 25 Jahren bipolar erkrankt, hat eine um 9 Jahre verkürzte Lebenserwartung und verliert 12 Jahre normalen gesunden Lebens sowie 14 Jahre normaler beruflicher und familiärer Lebensaktivität. Etwa 4% aller Frauen und Männer weltweit, das ist jeder 50., leiden einmal im Leben an bipolaren Stimmungsstörungen.

In Deutschland sind mindestens 1,5 Millionen Menschen von einer bipolaren Erkrankung betroffen: Jeder, der das "Gelächter der Manie" und die Seelenqual der Depression selbst durchlitten oder als Beobachter miterlebt hat, kennt die Sprengkraft bipolarer Stimmungszustände!

In der deutschen Öffentlichkeit ist der Begriff "bipolar" noch weitgehend unbekannt, der historische Terminus "manisch-depressive" Erkrankung zumindest geläufig – kompetente und verständliche Information über diese gleichermaßen schreckliche wie faszinierende Erkrankung ist ein dringendes Anliegen. Die bipolare Erkrankung betrifft den Patienten selbst, dann vor allem die nächsten Angehörigen, gefolgt vom Partner, Freundeskreis und dem beruflichen Umfeld bis hin zu Ärzten, Polizisten und Justiz.

Das Buch "Bipolar - Leben mit extremen Emotionen - Depression und Manie" informiert erstmals umfassend über alle Aspekte der bipolaren Erkrankung. Worüber Psychiater mit Patienten und Angehörigen ungern oder überhaupt nicht sprechen, darüber gibt dieses Buch offen Auskunft. Und es ist ein Angebot der Information und Hilfe für Patienten, Angehörige, Partner, Freunde, Kollegen und alle Interessierten – eine gleichermaßen spannende wie informative Lektüre.

Bipolar – Depression und Manie

Die bipolare Erkrankung ist eine chronische unheilbare und lebensbedrohliche Erkrankung vor allem junger Menschen. Fortschritte in der Diagnostik und der Therapie ermöglichen heute in den meisten Fällen eine erfolgreiche Kontrolle der Symptomatik – aber nur dann, wenn Betroffene über alle Möglichkeiten der Hilfe und Unterstützung Bescheid wissen:

• Verbesserte Diagnosekriterien, die in diesem Buch vorgestellt werden, erlauben eine genauere Bewertung der vielfältigen Symptome.
• So genannte Stimmungsstabilisierer und neue verträglichere Arzneistoffe helfen dabei, die psychische Stabilität zu verbessern und extreme Stimmungsschwankungen in den Griff zu bekommen.
• Überdies profitieren Patienten von Psychotherapie, Psychoedukation, Krisenmanagement und der Unterstützung durch Selbsthilfegruppen.
• Informationen über rechtliche und berufliche Fragen sowie praktische Hinweise zur Problemlösung stärken das Selbstbewusstsein und verhindern, dass Betroffene zum Spielball eines seelenlosen Medizinbetriebs werden.

Die rechtzeitige Diagnose und Therapie eröffnet bipolaren Patienten heute tatsächlich die erfreuliche Perspektive eines weitestgehend normalen Lebens mit der Krankheit. Dieses Buch zeigt Wege zur Hilfe und Selbsthilfe auf – es ist auch ein Wegweiser durch das Labyrinth der eigenen Gefühlszustände... [mehr]