20.05.2011 - Von der Nasenverkleinerung zur Gesichtstransplantation

Kulturgeschichtliche, ethische und medizinpsychologische Perspektiven der Schönheitschirurgie

Begriffe wie Bodystyling und Bodytuning gehören längst zum alltäglichen Sprachgebrauch. Der mittels Schönheitschirurgie „verbesserte“ Körper ist zum Inbegriff eines neuen Sozialisationstypus geworden. „Eine kritische Reflexion der Bedeutung schönheitschirurgischer Praktiken im Austausch zwischen Kultur-, Geistes- und Humanwissenschaften und medizinischen FachvertreterInnen ist angesichts der rasanten Entwicklung neuer schönheitschirurgischer Optimierungstechniken nicht nur angebracht, sondern erforderlicher denn je“ so die Medizinhistorikerin der Uni Magdeburg Prof. Dr. Eva Brinkschulte.

Am 20. und 21. Mai 2011 diskutieren an der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität internationale Experten verschiedener Wissenschaftsgebiete kulturgeschichtliche, ethische und medizinpsychologische Perspektiven der Schönheitschirurgie. Historiker, Psychologen, Soziologen und Mediziner analysieren disziplinübergreifend und aus verschiedenen Blickwinkeln Ursachen und Wirkungen schönheitschirurgischer Eingriffe. Ziel der Wissenschaftler ist es, bisher streng fachspezifische Diskurse zu überwinden und interdisziplinär allgemeingültige Forschungsergebnisse zu befördern. Mit renommierten  Referenten aus der Schweiz, den Niederlanden, Österreich und Neuseeland wird zudem die internationale Perspektive auf das Thema eröffnet.


Terminhinweis:
Internationales Symposium „Schönheitschirurgisches Enhancement: Kulturgeschichtliche, ethische und medizinpsychologische Perspektiven der Schönheitschirurgie“
20. und 21. Mai 2011, jeweils 10.00 bis 13.00 Uhr
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, D-39106 Magdeburg, Gebäude 05, Raum 205 (Senatssaal)

Schönheitschirurgie - Schönheitsoperationen im TV?