12.05.2004 - Magnesium schützt vor Zuckerkrankheit

Zuckerkrankheit und Magnesium. Hoher Magnesiumanteil der Nahrung reduziert das Risiko für einen Typ-2-Diabetes um bis zu 34% – Übergewichtige profitieren besonders

Insulin öffnet den Zuckermolekülen den Weg in die Zelle
Insulin öffnet den Zuckermolekülen den Weg in die Zelle

Ein hoher Magnesiumgehalt der Nahrung kann einem Typ-2-Diabetes vorbeugen. Zu diesem Ergebnis kommen zwei wissenschaftliche Studien, die jetzt im angesehenen Fachjournal "JAMA" veröffentlicht wurden.

Die Autoren empfehlen daher, regelmäßig den Magnesiumspiegel im Blut zu bestimmen und die Zufuhr mit der Nahrung bei Bedarf anzupassen. Einen hohen Magnesiumanteil weisen beispielsweise Nüsse und Weizenkeime auf. So decken 200 Gramm gerösteter Erdnüsse bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Für ihre Untersuchung werteten die Forscher Daten von über 160.000 Teilnehmern aus. Das Resultat war eindeutig: Personen, die viel Magnesium zu sich nahmen, entwickelten seltener einen so genannten Altersdiabetes. Die Erkrankungswahrscheinlichkeit reduzierte sich dabei um 11 bis 34%.

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Besonders ausgeprägt war der vorbeugende Effekt einer hohen Magnesiumzufuhr bei Übergewichtigen. Die Wissenschaftler vermuten, dass das Spurenelement in dieser besonders gefährdeten Gruppe die Glukosetoleranz verbessert. (Alexander Großkopf)   

Quelle: JAMA (2004); 291: 1056-57

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