- 27.07.2010 - Ötzi-Forschung: Jetzt geht’s aufs Ganze!
Bioinformatiker setzen mit modernsten Technologien Meilenstein in der Erforschung der Gletschermumie
Alles andere als auf Eis gelegt – Ötzi, dem Mann aus dem Eis, stehen turbulente Zeiten bevor. Erstmals in der Geschichte seit dem Fund vor knapp 20 Jahren liegt das gesamte Erbgut der weltbekannten Mumie vor. Damit sind die Weichen gestellt, um weitere Rätsel rund um den Eismann in nächster Zukunft aufzulösen.Um das komplette Ötzi-Erbgut zu erstellen, haben Experten dreier Institutionen ihre Kompetenzen eingebracht: Albert Zink, der Leiter des Instituts für Mumien und den Iceman an der Europäischen... [mehr]
- 27.07.2010 - Wie wachsen unsere Finger?
Berliner Forscher entschlüsseln die Genetik des Fingerwachstums
Die menschliche Hand ist ein Kunstwerk. Wohl jeder hat schon einmal die Virtuosität eines Klavierspielers bewundert, dessen Finger sich mit fast unglaublicher Geschicklichkeit und Präzision über die Tasten bewegen. Die außerordentlichen mechanischen Leistungen menschlicher Hände beruhen auf der individuellen Gestalt und Funktionsfähigkeit ihrer Finger. Wie die korrekte Entwicklung der Hand und das Wachstum der einzelnen Finger gesteuert werden, war bislang jedoch unbekannt. In der renommierten Fachzeitschrift... [mehr]
- 27.07.2010 - Medizinstudenten gehen auf Zeitreise
Im Geriatrie-Seminar am Universitätsklinikum Jena altern die Studenten künstlich
Der Rücken ist krumm, die Knie sind steif, und die dicke Brille lässt gerade hell und dunkel erahnen: Markus Engelmann, Medizinstudent in Jena, eigentlich 24 Jahre alt, fühlt sich wie 80. Prompt wird ihm das offene Fenster fast zum Verhängnis, auf den angebotenen Stuhl kann sich der künstlich gealterte junge Mann nicht setzen, sondern nur plumpsen lassen.„Ich habe mich schon sehr hilflos gefühlt“, beschreibt der angehende Mediziner sein Erlebnis mit dem Alters-Simulations-Set. Die damit erzeugte... [mehr]
- 27.07.2010 - Gesundheitspolitik: Mythen drängen die Fakten in den Hintergrund
Gesetzlich Versicherte glauben zu Unrecht an Kostenexplosion im Gesundheitswesen und drastisch steigende Verwaltungskosten der Kassen
Die gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland halten die Verwaltungskosten der Krankenkassen für eine der Hauptursachen der Kostenexplosion im deutschen Gesundheitswesen – und liegen damit falsch. Dem Gesundheitsmonitor der Bertelsmann Stiftung zufolge glauben fast 60 Prozent der Versicherten, dass die Verwaltungskosten der Kassen drastisch gestiegen sind. Tatsächlich liegen sie aber seit Jahrzehnten bei moderaten 5 bis 6 Prozent. Und von einer Kostenexplosion, von der fast jeder Versicherte... [mehr]
- 26.07.2010 - Verdächtige Fette
Genabschnitte für Herzerkrankungen erkannt
In einer ausgedehnten Studie unter Federführung von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät Leipzig und des Universitätsklinikums konnte erstmals ein Zusammenhang zwischen bestimmten genetischen Faktoren gezeigt werden, die gleichzeitig den Anteil von pflanzlichen Sterolen im Blut und die koronare Herzerkrankung beeinflussen. Diese Daten sind von Bedeutung, weil pflanzliche Sterole häufig in Lebensmitteln zugesetzt werden. Bei Menschen mit bestimmten genetischen Konstellationen könnte dies negative... [mehr]
- 26.07.2010 - Mit kühlem Kopf Herzproblemen vorbeugen
Forscher klären Ursache des Flushing-Effekts bei der Cholesterin-Behandlung mit Nikotinsäure auf
Cholesterin beeinflusst die Gesundheit von Herz und Blutgefäßen. In gängigen Therapien versucht man deshalb, den Spiegel des „schlechten“ Cholesterins, des LDL-Cholesterins, im Blutplasma zu senken. Den umgekehrten Weg, nämlich die Konzentration des „guten“ HDL-Cholesterins durch das Medikament Nikotinsäure zu erhöhen, nahmen Patienten bisher nur ungern auf sich. Das liegt daran, dass die Behandlung mit Nikotinsäure eine wenn auch ungefährliche, so doch unangenehme Nebenwirkung hat: Die Patienten... [mehr]
- 26.07.2010 - Augen im Sommer besonders gut schützen
Augenärzte warnen vor Schäden an Bindehaut
Vor allem jetzt in den Sommermonaten reizen Sonne, Wind und Sand die Bindehaut des Auges. Bei einigen Menschen verursacht dies eine lachsfarbene Wucherung auf dem Weiß des Auges am Übergang zur Hornhaut. Dieses so genannte Pterygium ist zwar gutartig. Es kann aber das Sehen erheblich behindern, wenn es auf die Hornhaut übergreift. Häufig hilft dann nur noch eine Operation. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) rät deshalb dazu, die Augen im Freien durch eine geeignete Sonnenbrille zu... [mehr]
- 25.07.2010 - Erreger der Legionärskrankheit zapfen Materialtransport von Immunzellen an
Erreger der Legionärskrankheit verursacht bei Infektion der Lunge eine akute Lungenentzündung
Der Erreger der Legionärskrankheit, Legionella pneumophila, verursacht bei Infektion der Lunge eine akute Lungenentzündung. Das Bakterium geht dabei besonders raffiniert vor: Es dringt gezielt in Zellen des menschlichen Immunsystems ein und injiziert eine Fülle von Proteinen, die in die normalen zellulären Prozesse eingreifen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Physiologie in Dortmund haben nun herausgefunden, wie Legionella die Zellen reprogrammiert, um das eigene Überleben... [mehr]
- 23.07.2010 - Milzbranderreger ist nicht gleich Milzbranderreger
Variante des Milzbranderregers vollständig entschlüsselt
Ein Wissenschaftler-Team unter Federführung des Robert Koch-Instituts und der Universität Göttingen hat zum ersten Mal das Erbgut einer Variante des Milzbranderregers vollständig entschlüsselt und analysiert. Es handelt sich dabei um das erste Bakterium, das Milzbrand verursacht und nicht zu den bekannten Milzbrandbakterien (Bacillus anthracis) gehört. Die Arbeit veröffentlichten Silke Klee, Heiko Liesegang und ihre Kollegen in dem im Internet frei zugänglichen Online-Journal PLoS ONE (PLoS ONE ... [mehr]
- 23.07.2010 - Medizin aus Moos
Menschliches Protein im Moosbioreaktor produziert
Diabetiker benutzen in Bakterien produziertes Insulin zur Behandlung ihrer Stoffwechselstörung. Auch sonst sind gentechnisch hergestellte Proteine in der Medizin auf dem Vormarsch: Sie werden sowohl in der Diagnose als auch in der Therapie eingesetzt. Früher wurde Insulin aus Schlachthausabfällen gewonnen, heute wird es gentechnisch in Bakterien produziert. Komplexere Proteine müssen jedoch in komplexeren Organismen synthetisiert werden. Dies geschieht meistens in Bioreaktoren mit tierischen Zelllinien.... [mehr]
- 23.07.2010 - Abgetrennte Hand nach Arbeitsunfall replantiert
Handchirurgen retten in einem zehnstündigen Eingriff 25jährigem die linke Hand
In einem zehnstündigen Eingriff haben die Handchirurgen des Universitätsklinikums Jena einem 25jährigen Mann die linke Hand wieder replantieren können. Der Thüringer Metallbauer hatte sich bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt, dabei wurde durch eine Maschine die Hand im Handgelenk abgetrennt.Oberarzt Dr. Reinhard Friedel operierte zehn Stunden, um Muskeln, Sehnen, Knochen, Nerven und Gefäße wieder herzustellen und dem 25jährigen Hans S. die linke Hand zu retten. „Alle Strukturen der vollständig... [mehr]
- 22.07.2010 - Tausendfach Gesund
Aktueller Forschungsstand Sekundäre Pflanzenstoffe
Sie machen Chilis scharf, Pampelmusen bitter, färben Tomaten rot und lassen beim Zwiebel schneiden die Augen tränen: Unter dem Dachbegriff „Sekundäre Pflanzenstoffe“ werden zehntausende von pflanzlichen Verbindungen zusammengefasst, deren Bedeutung oft noch gar nicht genau geklärt ist. Viele sekundäre Pflanzenstoffe dienen dem Schutz der Pflanzen vor UV-Licht, Sauerstoffradikalen oder Schädlingen. Allein die Top-30 Nahrungspflanzen – die weltweit 90% des Kalorienverbrauchs ausmachen – enthalten ... [mehr]
- 22.07.2010 - Neue Medikamente gegen Gicht
Stoffwechselstörung aktiviert Immunsystem
Rund zwei Prozent der Bundesbürger leiden an Gicht. Bei dieser Stoffwechselstörung häuft der Körper so viel Harnsäure an, dass sich deren Kristalle in den Gelenken ablagern und dort Entzündungen verursachen. Mediziner haben inzwischen entschlüsselt, dass die körpereigene Abwehr bei der Erkrankung eine maßgebliche Rolle spielt. Vor allem zwei Wirkstoffe können die immun vermittelten Entzündungen gezielt stoppen und sind jetzt kurz vor der Zulassung. Über das Potenzial dieser Substanzen diskutieren... [mehr]
- 22.07.2010 - Mehr Demenzpatienten bei Hitze?
Vor allem ältere Menschen sind bei anhaltend hohen Temperaturen häufiger verwirrt und leiden unter Konzentrationsstörungen
Hochsommer in ganz Deutschland. Bei Temperaturen um oder über 30° Celsius freuen sich Bäder und Biergärten über großen Andrang. Aber auch Ärzte und Krankenhäuser vermelden steigende Patientenzahlen. Neben Hitzekollaps, Kreislaufschwäche und Sonnenbrand gibt es in dieser Zeit auch vermehrt Anfragen von zumeist älteren Personen. Sie befürchten, dass jetzt mehr oder minder plötzlich auftretende Symptome Anzeichen einer beginnenden oder bereits manifesten Demenzerkrankung, wie z.B. der Alzheimer Demenz,... [mehr]
- 19.07.2010 - Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen
Starkes Übergewicht (Adipositas) gehört zu den größten Risikofaktoren für die Gesundheit
Das Bundesgesundheitsblatt setzt sich gleich in vier Ausgaben mit dem Thema Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen auseinander. Das erste Heft – die soeben erschienene Ausgabe vom Juli 2010 – befasst sich mit der Verbreitung und den Ursachen. Das zweite Heft, das für März 2011 vorgesehen ist, wendet sich den Ansätzen der Prävention zu (es sind die Kinder, bei denen Maßnahmen zur Vorbeugung von Übergewicht und Adipositas den größten Erfolg versprechen), die dritte Ausgabe legt den... [mehr]
- 19.07.2010 - Was Landkinder vor Heuschnupfen schützt
Forscher finden Stoff im Stallstaub
Der schützende Stoff schlummert im StallstaubBochumer Forscher haben im Stallstaub den Stoff entdeckt, der Landkinder möglicherweise vor Allergien und allergischem Asthma schützt: Arabinogalaktan, ein pflanzliches Zuckermolekül, hindert das Immunsystem an überschießenden Abwehrreaktionen, wenn es im ersten Lebensjahr in hoher Konzentration eingeatmet wird. Das Molekül kommt in großen Mengen in Futterpflanzen wie dem Wiesenfuchsschwanz (Alopecurus pratensis) vor. Die Forscher aus Bochum, München ... [mehr]
- 16.07.2010 - Prävention: Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen
Folgen einer Alkoholvergiftung sind bei Kindern und Jugendlichen gravierender als bei Erwachsenen
„Die Zahl der mit Alkoholvergiftung in deutsche Krankenhäuser eingewiesenen Kinder und Jugendlichen hat in wenigen Jahren dramatisch zugenommen“ sagte Prof. Dr. med. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit, bei der Wissenschaftlichen Fachtagung: „Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen“ im Dr. von Haunerschen Kinderspital im Klinikum der Universität München.Die Zahl stieg von 9.500 im Jahr 2000 auf knapp 26.000 im Jahr 2008. 38 % dieser Kinder mit schwerer Alkoholintoxikation... [mehr]
- 15.07.2010 - Mit Antibiotika nachhaltig gegen Malaria vorbeugen
Antibiotika-Behandlung während des Leberstadiums der Malaria erzeugt eine schützende Immunität bei Mäusen
Bekommen Mäuse über drei Tage ein Antibiotikum verabreicht und werden sie zur gleichen Zeit mit Malariaerregern infiziert, so treten keine krankmachenden Parasiten im Blut auf. Die so behandelten Tiere entwickeln zusätzlich eine stabile, lang anhaltende Immunität gegen nachfolgende Infektionen. Dieses hat jetzt ein Team um Steffen Borrmann aus dem Department für Infektiologie des Universitätsklinikums Heidelberg in Zusammenarbeit mit Kai Matuschewski vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie... [mehr]
- 15.07.2010 - Licht am Ende des Tunnels
Neue Ansätze zur Therapie genetisch bedingter Blindheit
Die Achromatopsie ist eine erblich bedingte und bislang unheilbare Augenkrankheit. Die Betroffenen nehmen Farben nicht wahr, haben eine sehr geringe Sehschärfe und leiden unter erhöhter Lichtempfindlichkeit sowie Augenzittern. Einem Forscherteam um den LMU-Pharmakologen Professor Martin Biel und Professor Mathias Seeliger vom Universitätsklinikum Tübingen ist es im Tiermodell erstmals gelungen, die Sehfähigkeit bei Achromatospie wiederherzustellen. Das schwere Augenleiden beruht auf einem genetischen... [mehr]
- 15.07.2010 - Infrarot A der Sonne schädigt die Haut nicht
Spezieller Schutz vor dem Infrarot A der Sonne erübrigt sich
Aktuelle wissenschaftliche Publikationen widerlegen Bedenken hinsichtlich des Infrarot A (IRA) in der Sonnenstrahlung. Ein spezieller Schutz vor dem Infrarot A der Sonne erübrigt sich damit. Hinsichtlich des Ultraviolett (UV) in der Sonnenstrahlung gilt dagegen auch weiterhin die Notwendigkeit eines ausreichenden Schutzes.Zwei neue Publikationen der Charité Berlin und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz [1] sowie der Universität Stuttgart-Hohenheim [2] bestätigen frühere Untersuchungen zur ... [mehr]
- 15.07.2010 - Essstörungen behandeln
Wirksamkeit verschiedener Therapieverfahren
Studienteilnehmer mit Binge-Eating-Störung gesuchtAngeleitete Selbsthilfe mit Internetunterstützung oder Einzelsitzungen mit Therapeuten: Welche Form der Therapie gegen Essstörungen besser wirkt, untersuchen Forscher der Ruhr-Universität Bochum in einer groß angelegten Studie. Im Fokus der Untersuchung, die durch das Bundesforschungsministerium (BMBF) finanziert wird, steht die so genannten Binge-Eating-Störung, die sich durch unkontrollierbare Essattacken auszeichnet. Übergewichtige Studienteilnehmerinnen... [mehr]
- 14.07.2010 - Pilotprojekt zur Online-Arztsuche
Patientenerfahrungen dienen ab Herbst 2010 als Basis für Online-Arztsuche neuer Qualität - AOK-Versicherte in Berlin, Hamburg und Thüringen können an Befragung teilnehmen
Die AOK und die Weisse Liste entwickeln gemeinsam ein nicht-kommerzielles Internetportal, das Patienten und Versicherte bei der Arztsuche unterstützen soll. Dazu starten sie heute ein Pilotprojekt in Hamburg und Berlin. Thüringen wird in Kürze als dritte Pilotregion hinzukommen. AOK-Versicherte aus den drei Pilotregionen können unter aok-arztnavi.de an einer wissenschaftlich fundierten Online-Befragung zu ihren Ärzten teilnehmen und ihre Erfahrungen als Patienten einbringen. Die Ergebnisse der Befragung... [mehr]
- 14.07.2010 - Geballte Gesundheit: Obst und Gemüse unersetzlich
Ausgewogene Ernährung sichert gute Vitaminversorgung
Fast jeder weiß, dass Möhren Provitamin A enthalten, viel Vitamin C in Zitronen steckt und der Lebertran hat es wegen seines hohen Vitamin-D-Gehalts gar zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernährt, hat in Sachen Vitamine schon gewonnen. Wie die Nationale Verzehrsstudie II – die vom Max Rubner- Institut (MRI) durchgeführt wurde - zeigt, nehmen die Menschen in Deutschland mit dem, was sie essen, von fast allen Vitaminen im Normalfall ausreichende Mengen... [mehr]
- 13.07.2010 - Halstabletten für Bastian Schweinsteiger und der Händedruck der Kanzlerin
Sportmedizinische Versorgung der Fussball-Nationalmannnschaft
Ein tolles Fußballfest, viele Tore, eine super Leistung und am Ende Platz drei – das ist die Bilanz der deutschen Fußballnationalmannschaft. Auch ein Professor der Saar-Uni hat zu diesem Erfolg beigetragen: Tim Meyer, seit 2001 Arzt der Fußballnationalmannschaft, sorgte während der WM dafür, dass kranke Spieler und Betreuer wieder fit wurden."Die meisten gesundheitlichen Probleme, mit denen ich zu tun hatte, waren Infektionen und Magen-Darm-Probleme. Am häufigsten habe ich Lutschtabletten für den... [mehr]
- 13.07.2010 - Großer Kopf – besseres Gedächtnis?
Studie belegt Zusammenhang zwischen größerem Kopfumfang und besserer kognitiver Leistung bei Alzheimer-Patienten
Eine neue Studie des Psychiaters PD Dr. Robert Perneczky, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie (Direktor: Prof. Hans Förstl) am Klinikum rechts der Isar der TU München, stellt einen Zusammenhang zwischen Kopfumfang und Gedächtnisleistung bei Patienten mit Alzheimer-Demenz her. Danach haben Menschen mit großen Köpfen, die an Demenz leiden, weniger Schwierigkeiten bei Denk- und Gedächtnistests als Personen mit geringerem Kopfumfang. Die Unterschiede konnten nachgewiesen werden, obwohl bei den Patienten... [mehr]
- 12.07.2010- Welt der Infektions-Krankheiten
Über 100 Infektions-Krankheiten alphabetisch gelistet -Vortrag auf dem 3. Hygienetag am 28.10.2010 im Deutschen Hygienemuseum Dresden
Das Auftreten von neuen Infektionen wie der Schweinegrippe, Vogelgrippe oder SARS beweist, dass sich der Mikrokosmos der Krankheitserreger in einem ständigen Veränderungs- und Anpassungsprozess befindet. In den vergangenen Jahren warnten Pressemeldungen die Bevölkerung regelmäßig vor der zunehmenden Resistenz einiger Bakterien gegen Antibiotika. Infektionskrankheiten sind weltweit die häufigste Todesursache.In unseren Breiten sind viele Infektionskrankheiten eher unbekannt. Daher setzen sich Touristen... [mehr]
- 09.07.2010 - Wurde der Kopf geraubt? Todesursache bleibt unbekannt
Radiologen untersuchen Münster-Mumie - Computertomographie liefert exakte 3D-Aufnahmen - Keine Hinweise auf Arthrose
1,65 Meter groß, zum Todeszeitpunkt ca. 30 Jahre alt, gestorben wahrscheinlich vor fast 3.000 Jahren, eindeutig männlich, Kopf und Teile der Wirbelsäule fehlen: Das sind die ersten Ergebnisse aus medizinischer Sicht der Computertomographie-Untersuchung einer komplett einbandagierten Mumie im Institut für Klinische Radiologie am Universitätsklinikum Münster (UKM). Die Mumie zählt zum Bestand des Archäologischen Museums der Westfälischen Wilhelms-Universität. Auch nach der gründlichen Untersuchung... [mehr]
- 09.07.2010 - Betäubender Duft: Jasmin als Valiumersatz
Unerwartete Wirkung von Düften: Duftstoffe statt Beruhigungstabletten - Effekt ist vergleichbar mit potenten Psychopharmaka
Statt Schlaftablette oder Stimmungsaufheller könnte auch eine Nase Jasminduft aus Gardenia jasminoides helfen: Bochumer Forscher um Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt haben in Kooperation mit Dr. Olga Sergeeva und Prof. Helmut Hass von der Heinrich Heine Universität Düsseldorf entdeckt, dass die beiden Duftstoffe Vertacetal-coeur (VC) und die chemische Variante (PI24513) den gleichen molekularen Wirkmechanismus haben und genauso stark wirken wie die häufig verschriebenen Barbiturate oder das Propofol.... [mehr]
- 06.07.2010 - Mehr Selektivverträge im Gesundheitswesen: Regulierung muss Qualität sichern
Neue Studie zu Vorteilen und Risiken
Wenn Krankenkassen selektiv Verträge mit Kliniken oder Arzneimittelherstellern ihrer Wahl abschließen, kann das für niedrigere Kosten und mehr Qualität sorgen - oder Kranke faktisch von Leistungen ausschließen. Entscheidend ist eine gute Regulierung, zeigt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Studie.Das Berliner IGES Institut hat darin ein Instrument untersucht, von dem sich viele Gesundheitsökonomen neue Impulse beim Wettbewerb um Kosten und Qualität im Gesundheitswesen versprechen:... [mehr]
- 06.07.2010 - Farbige Warnung
Selektive, empfindliche CO-Detektion mit Rhodium-Komplex
Kohlenmonoxid ist ein heimtückisches Gift, denn es ist farb- und geruchlos und bereits bei niedrigen Konzentrationen toxisch. Ursachen für die Unfälle sind meist Verbrennungsmotoren oder eine nicht vollständige Verbrennung in Gasheizungen oder holzbefeuerten Kaminen. Spanische Forscher um Ramón Martínez-Máñez haben jetzt einen empfindlichen und selektiven Detektor entwickelt, der Kohlenmonoxid (CO) zuverlässig in Luft nachweist. Wie die Wissenschaftler vom IDM Research Institute an der Polytechnischen... [mehr]
- 05.07.2010 - Zecken-Risiko in Baden-Württemberg am höchsten
Experten nennen Gefahren, Impfung und neue Bekämpfungs-Methoden - Symposium an der Universität Hohenheim: Zecken kein unbeherrschbares Risiko
Insgesamt 42 Kreise in Baden-Württemberg sind vom Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet für Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erklärt worden. Baden-Württemberg ist damit besonders gefährdet, was das FSME-Risiko angeht. Auf dem Symposium diskutieren Experten von Forschung, Kliniken und Landesgesundheitsamt die tatsächlichen Risiken, die Sicherheit und Verträglichkeit einer Impfung und neue Ansätze, mit denen sich Zecken alternativ bekämpfen lassen. Es sind ungewöhnliche Methoden, die Biologen... [mehr]
- 05.07.2010 - Studie: Stillkinder brauchen rechtzeitig eisenreiche Beikost
Nach vier bis sechs Monaten sind die Eisenspeicher erschöpft - Muttermilch bleibt die Nahrungsquelle der Wahl
Mütter, die ihre Kinder voll stillen, sollten nach vier bis spätestens sechs Monaten damit beginnen, eisenreiche Breinahrung zuzufüttern. Ansonsten droht ein möglicherweise gefährlicher Eisenmangel. Das zeigt eine Studie des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE), das der Universität Bonn angegliedert ist. Die Wissenschaftler betonen, dass Muttermilch in den ersten Lebensmonaten die ideale Säuglingsnahrung sei. Sie müsse aber zur rechten Zeit mit eisenreicher Beikost ergänzt werden. Die Studie... [mehr]
- 02.07.2010 - Warum rauchen Menschen?
Individueller Aufwand ist entscheidend für Einstieg und Entzug
Soziologen haben in dem Projekt „Theorie und Empirie des Zigarettenkonsums“ untersucht, warum Menschen überhaupt rauchen. „Bisherige Studien haben sich vor allem auf das Umfeld der Raucher konzentriert“, sagt der LMU-Soziologe Thomas Wimmer. „Das klingt dann etwa so: Peter raucht, weil sein bester Freund Dieter raucht.Dieter raucht, weil seine Eltern rauchen, und Dieters Eltern rauchen, weil ihre besten Freunde damals alle geraucht haben.“ Weil dieses Imitationsprinzip letztlich zirkulär ist, haben... [mehr]
- 30.06.2010 - "Haben Sie den Clown gesehen?"
Das Handy hat unsere mobile Kommunikation revolutioniert
Mit einem Einrad fahrenden Clown starteten Erfurter Studierende der Kommunikationswissenschaft im Juni ein Experiment auf dem Willy-Brandt-Platz mitten in der Erfurter Innenstadt. Die Frage, die sich ihnen stellte: Nimmt die Aufmerksamkeit für die Umwelt beim Telefonieren mit dem Handy ab? Die Ergebnisse ihrer Studie präsentierten sie jetzt an der Universität Erfurt.Das Handy hat unsere mobile Kommunikation revolutioniert. Es dient heute als Internet-Terminal, Fotoapparat, Walkman oder eben als ... [mehr]
- 29.06.2010 - Schizophrenie verändert Blutfluss im Gehirn
Ohne Kontrastmittel und Strahlung - Geringere Durchblutung verursacht Denkstörungen
Menschen, die an Schizophrenie leiden, zeigen im Vergleich zu Gesunden in bestimmten Hirnregionen eine verminderte, in anderen eine verstärkte Durchblutung. Forschern der Universität Bonn ist es gelungen, diese Blutflussmuster mit einem besonders schonenden Verfahren sichtbar zu machen. Die von ihnen verwandte Methode kommt völlig ohne belastende Strahlung oder Kontrastmittel aus. Die Studie erscheint in Kürze in der Zeitschrift Radiology, ist aber bereits online abrufbar (doi: 10.1148/radiol.10091224).Der... [mehr]
- 29.06.2010 - eBay-Beschwerden: Deutsche drohen, Briten fluchen
Vulgäre Flüche, geringes Schuldbewusstsein
„rotten service!!“, „nie wieder!!!!!!“ Frustrierte eBay-Kunden nehmen im anonymen Feedback-Forum der Handelsplattform meist kein Blatt vor den Mund. Die Linguistin und Anglistin Marja Meinl war von diesen noch kaum erforschten Online-Sprechakten so begeistert, dass sie ihre Dissertation zu kulturellen Vergleichen britischer und deutscher Beschwerdeeinträge bei eBay schrieb. Ergebnis: Deutsche drohen schneller mit dem Anwalt als eBay-Kunden von der Insel. Letztere zeigen sich dafür in der Anonymität... [mehr]
- 28.06.2010 - Klimaschutz durch bewusste Ernährung
Milch und Fleisch machen wirklich einen Unterschied
Den Verzehr von Fleisch- und Milchprodukten einzuschränken und landwirtschaftliche Produktionsmethoden anzupassen, würde die globalen Emissionen von Treibhausgasen deutlich vermindern. Bis zum Jahr 2055 könnte der landwirtschaftlich bedingte Ausstoß von Methan und Lachgas um mehr als 80% reduziert werden, berichten Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Die Ergebnisse ihrer Modellierungsstudie wurden kürzlich im Fachmagazin "Global Environmental Change" veröffentlicht."Milch... [mehr]
- 28.06.2010 - Insulin vom Gemüsebeet
Bittergurke senkt den Blutzuckerspiegel und wirkt gewichtsreduzierend
Bittergurke senkt den Blutzuckerspiegel und wirkt gewichtsreduzierend. Das ergaben Forschungsarbeiten, die von Wissenschaftlern der Universität Gießen und des Internationalen Gemüseforschungszentrums AVRDC gemeinsam durchgeführt wurden. Die in der Bittergurke enthaltenen Lipide wirken blutzuckersenkend, die Saponine gewichtssenkend. In einem nächsten Schritt sollen sämtliche Bittergurkensorten, die in der Genbank des AVRDC lagern, auf ihre "Diabeteswirksamkeit" getestet werden. Mit neuen Anbaumethoden... [mehr]
- 28.06.2010 - Die Ästhetik der Nase bestimmt die Funktion mit
Formstörungen der inneren und äußeren Nase
Prof. Dr. Gerhard Rettinger, Ärztlicher Direktor der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Ulm, und Oberarzt Prof. Dr. Jörg Lindemann haben maßgeblich an einer Leitlinie zu "Formstörungen der inneren und äußeren Nase (mit funktioneller und/oder relativer ästhetischer Beeinträchtigung)" als Leitlinienkoordinatoren mitgearbeitet, die nun den aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse und damit auch der chirurgischen Behandlung beschreibt.Universitätskliniken haben... [mehr]
- 28.06.2010 - Deutsche Patienten offenbar weniger leicht zufriedenzustellen
International vergleichende Umfrage zeigt starke Diskrepanz zwischen Erfahrungen und deren Bewertung - Hälfte der deutschen Befragten sieht grundlegenden Reformbedarf
Weltweit gibt es kein Industrieland, in dem das Gesundheitswesen nicht seit Jahren immer wieder reformiert wird. Doch möglicherweise gehen Patienten in anderen Nationen entspannter mit den anhaltenden Diskussionen und ständigen Änderungen um als deutsche. Diese Schlussfolgerung legt eine vergleichende internationale Umfrage nahe, die vom Commonwealth Fund, einer privaten Stiftung aus den USA, koordiniert wurde: Zwar sind die Erfahrungen der deutschen Patienten meist nicht schlecht, im internationalen... [mehr]
- 24.06.2010 - Wider den Jetlag
Nebennieren-Uhr stabilisiert den Ist-Zustand
Am 29. Oktober 2006 wird um 03.00 Uhr die Uhr um eine Stunde zurückgestellt und von der Sommer- auf die Winterzeit umgestellt. Der Zeitforscher und Professor an der Universität der Bundeswehr München, Karlheinz Geißler steht dieser Prozedur skeptisch gegenüber:Jedes Jahr die gleiche Prozedur: Im Frühjahr wird uns eine Stunde genommen und im Herbst wird sie uns wieder zurückgegeben. Das stimmt natürlich nicht. Genommen wird uns gar nichts und geschenkt bekommen wir ebenso wenig. Wir manipulieren,... [mehr]
- 23.06.2010 - Zweifel an mutmaßlicher Todesursache Tutanchamuns
Tropenmediziner vermuten eine Sichelzellerkrankung
Mediziner des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) stehen der kürzlich aufgestellten These der Gruppe um den Ägyptologen Dr. Zahi Hawass zur Todesursache des Pharaos Tutanchamun kritisch gegenüber. "Malaria in Kombination mit der Köhler-Krankheit als Grund für den frühen Tod Tutanchamuns erscheint uns eher unwahrscheinlich", sagen Dr. Christian Timmann und Prof. Christian Meyer vom BNI. Sie vermuten vielmehr eine Erbkrankheit als eigentliche Todesursache1: „Die Sichelzellkrankheit ist... [mehr]
- 23.06.2010 - Neues Rettungsfahrzeug erleichtert den Verletztentransport in unwegsamem Gelände
Tests auf der Insel Wangerooge, Wacken Open Air und bei Rock am Ring
Die Sonne ist untergegangen, aus den Boxen dröhnen die ersten Takte der Band Rammstein. Über 86 000 Besucher des Festivals Rock am Ring sind aus dem Häuschen, tanzen ekstatisch oder bewegen dem Kopf zur Musik. Mit dabei Studierende des Studienganges Rescue Engineering der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW Hamburg). Doch die Studierenden sind nicht zum Vergnügen hier: Sie wollen das neue Rettungsfahrzeug S.A.M., das von der Firma Seewald + Seewald Fahrzeugtechnik derzeit entwickelt... [mehr]
- 23.06.2010 - Mit Rheuma ins Fitness-Studio?
Go für Rheumapatienten nur nach Check-up und unter fachlicher Anleitung
Bewegungstherapie ist wichtiger Teil bei der Behandlung entzündlichen Rheumas. Ziel ist, die Funktion von Gelenken, Muskeln und Bändern und damit die Mobilität zu erhalten. Spezielle Trainingsprogramme berücksichtigen Belastbarkeit und Funktionsstatus der Patienten. Darüber hinaus wollen aber vor allem junge Betroffene nicht auf ihren Sport im Fitness-Studio verzichten. Doch dort fehle es oft an fachlicher Expertise, um den speziellen Anforderungen der Erkrankung gerecht zu werden. Zu diesem Fazit... [mehr]
- 23.06.2010 - Fußball: Fitness für Spielsportler
Hat Jogi Löw bald einen Ernährungsexperten im Team?
Ausgewogen essen und trinken für mehr Leistung – das ist inzwischen ein Thema im Spitzensport. Während Fußballer zu Sepp Herbergers Zeiten noch durstig aufs Spielfeld gingen, weiß man heute: "Die Schpieler müsse nicht drocke sein“", wenn sie mit dem Kicken beginnen. Tatsächlich galt damals: Wer wenig trinkt, schwitzt wenig und verliert weniger wichtige Mineralstoffe. Genau das Gegenteil ist aber der Fall: "Ausreichend trinken und essen machen fit, nicht schlapp", so Dr. Andrea Lambeck, Kongresspräsidentin... [mehr]
- 18.06.2010 - Abschaffung des Schicksals?
1. Freiburger Symposium zu Grundfragen des Menschseins in der Medizin
Das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin der Universität Freiburg veranstaltet am 18. und 19. Juni 2010 ein zweitägiges Symposium zum Thema "Abschaffung des Schicksals? Menschsein zwischen Gegebenheit des Lebens und medizin-technischer Gestaltbarkeit". Der Kongress möchte mit der Thematisierung des Schicksals im Kontext der modernen Medizin eine zentrale Frage des Menschseins zur Diskussion stellen, die sich in Anbetracht der Entwicklungen der modernen Medizin in brisanter und neuer Form... [mehr]
- 17.06.2010 - Die Sonne gefahrlos genießen
Sonnenschutzmittel: Mehr als Cremes und Sprays
Lang hat es gedauert – nun ist der Sommer endlich in Deutschland angekommen. Die damit verbundenen Sonnenfreuden haben allerdings auch ihre Schattenseiten. Zuviel Sonne schadet der Haut, lässt sie schneller altern und erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Gerade junge Menschen sind in Sachen Sonnenschutz häufig nachlässig. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gibt anlässlich des bevorstehenden Informationstages Sonnenschutz am 21. Juni 2010 Tipps für den richtigen... [mehr]
- 16.06.2010 - Wochenbettdepression: Mehr als nur Melancholie
Neurowissenschaftler untersuchen, wie Wochenbettdepressionen entstehen und wie sie verhindert werden können
Innerhalb der ersten Woche nach der Geburt ihres Kindes leiden bis zu 70% der Mütter unter Wochenbettmelancholie. Während sich die meisten Frauen bald davon erholen, klingen bei etwa 13% die Symptome nicht wieder ab, sondern manifestieren sich innerhalb der ersten drei Monate nach der Geburt zu einer Wochenbettdepression. Eine maßgebliche Rolle bei diesem Stimmungsabfall spielt, wie bei anderen Depressionen auch, eine zu geringe Konzentration von Neurotransmittern im Gehirn. Julia Sacher vom Leipziger... [mehr]
- 16.06.2010 - Pflanzliche Wirkstoffe gegen Krebs und Malaria
Weiter Weg zu neuen Medikamenten: Aktiv gegen Leukämie und Malaria - Strukturen aufgeklärt, Synthesen realisiert
Afrikanische Pflanzen aus der Familie der Affodill-Gewächse enthalten interessante Naturstoffe: Einige davon wirken im Laborversuch gegen Malaria-Erreger und Tumorzellen. Professor Gerhard Bringmann von der Universität Würzburg erforscht diese Naturstoffe; er kooperiert dabei mit den Universitäten Johannesburg (Südafrika) und Nairobi (Kenia).Das afrikanisch-deutsche Forschungsteam hat aus den Pflanzen mehrere potenzielle Wirkstoffe gegen Tumoren und den Malaria-Erreger isoliert und ihre chemischen... [mehr]
- 16.06.2010 - Manche Männchen mögen’s warm – Buntbarsche ganz besonders
Hormonfreie Produktion von Tilapia
Die Männchen unter den Tilapien, den afrikanischen Buntbarschen, geben Gas. Sie wachsen doppelt so schnell wie ihre weiblichen Artgenossen. Für die Fischproduktion macht sie diese biologische Besonderheit zum bevorzugten Geschlecht. Denn so lässt sich der beliebte Speisefisch schnell erzeugen. Doch wird dafür in manchen Ländern zu umweltbelastenden Methoden gegriffen – etwa zur Verfütterung von männlichen Hormonen. Gelangen diese in Oberflächengewässer, beeinträchtigen sie andere Lebewesen. Die ... [mehr]
- 16.06.2010 - Erste Obduktionsergebnisse von Elefantenbaby Jamuna Toni
Hellabrunner Elefantenmädchen Jamuna Toni wegen rapide fortschreitender Knochenerkrankung eingeschläfert worden
Das Elefantenmädchen Jamuna Toni aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn ist tot. Am Wochenende hatte sich der Gesundheitszustand des sechs Monate alten Elefantenbabys innerhalb kürzester Zeit dramatisch verschlechtert. Eine Ethikkommission entschied Montagmittag, Jamuna Toni aus Tierschutzgründen und wegen der aussichtslosen Prognose zu erlösen. Wildtiermediziner des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) untersuchen nun, an welcher Erkrankung das Elefantenbaby litt.Die Symptome... [mehr]
- 14.06.2010 - Ein gesunder Kopf auf einem gesunden Körper
Wie Jugendliche Kopfschmerzen und Migräne vorbeugen können
Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Beeinträchtigungen der Gesundheit überhaupt: Etwa 70% der Bevölkerung leiden unter chronischen oder wiederkehrenden Kopfschmerzen – am häufigsten unter Spannungskopfschmerz und Migräne. Auch Jugendliche sind häufig von diesen Beschwerden betroffen. Nun hat ein Forscherteam um die LMU-Epidemiologen Dr. Astrid Milde-Busch und Professor Rüdiger von Kries erstmals in einer groß angelegten Studie untersucht, wie sich der Konsum von Alkohol, Zigaretten und Kaffee... [mehr]
- 11.06.2010 - Fußball-Weltmeister mit Hepatitis
"Helden von Bern" litten vermutlich an Hepatitis C
Ein heute erschienener Beitrag im Deutschen Ärzteblatt beschäftigt sich mit der Frage, ob mehrere Spieler der Mannschaft, die 1954 in Bern Weltmeister wurde, sich mit dem Hepatitis C-Virus angesteckt haben. Bekannt ist, dass einige der Spieler im Herbst 1954 an Gelbsucht erkrankten. Die Gelbsucht ist eines der wenigen eindeutigen Symptome für eine Leberentzündung, die u. a. als Folge einer Infektion mit einem Hepatitis-Virus auftreten kann. Untersuchungen zeigten dann auch, dass nahezu die gesamte... [mehr]
- 08.06.2010 - Werbeverbot für Beihilfe zum Suizid: Gesetzentwurf in der Kritik
Gravierende rechtliche Bedenken: kommerzielle Werbung für Suizidbeihilfe strafwürdig, kommerzielle Suizidbeihilfe selbst aber nicht?
Der Bundesrat berät zurzeit einen Gesetzentwurf des Landes Rheinland-Pfalz, der ein Werbeverbot für die Beihilfe zum Suizid vorsieht. „Gegen dieses Vorhaben bestehen gravierende rechtliche Bedenken“, erklärt der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Gunnar Duttge, Leiter des Zentrums für Medizinrecht der Universität Göttingen."Außerdem weist es in der vorliegenden Fassung eine Reihe handwerklicher Fehler auf." In der Begründung des Entwurfs heißt es, Menschen in verzweifelten Lebenssituationen zum Suizid... [mehr]
- 07.06.2010 - Übergewicht nicht immer von Nachteil
Werden die Deutschen immer dicker?
Der Leiter der Adipositas Ambulanz des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum AdipositasErkrankungen (IFB), Dr. Mathias Faßhauer, relativiert Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes, nach denen die Deutschen immer dicker werden.Dr. Faßhauer, mehr als jeder zweite in Deutschland hat Übergewicht, meldet das Statistische Bundesamt gestern. Damit ist auch klar, die Deutschen sind in den letzten zehn Jahren immer dicker geworden, wie beurteilen Sie diese Entwicklung?Dr. Faßhauer: Zunächst muss... [mehr]
- 07.06.2010 - Die Illusion des Kaffee-Konsums
Koffein wirkt gegen Entzugseffekte – und kann Angst auslösen
Kaffee, Tee und Energy-Drinks: Weltweit konsumieren Menschen Koffein, um morgens wach zu werden oder abends fit zu bleiben. Wer sich vom Kaffeeautomaten durch den Tag begleiten lässt, gewöhnt sich schnell an die Effekte – und muss schon bei kurzem Entzug mit Müdigkeit, Kopfschmerzen und nachlassender Konzentration rechnen. Bei Menschen mit einer bestimmten Genvariante kann die Naturdroge Koffein sogar Angst auslösen. Eine Forschergruppe aus Bristol, London, Würzburg und Münster hat den Zusammenhang... [mehr]
- 01.06.2010 - Initiative privater Krankenhausträger entwickelt Klinikportal für Qualitätsvergleiche
Klinikbewertungsportale: Darstellung von Qualität in Krankenhäusern
Drei der größten deutschen privaten Krankenhausträger haben genau vor einem Monat im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin ihre neu gegründete gemeinsame "4QD - Qualitätskliniken.de GmbH" vorgestellt, die Mitte 2010 ein neues Internet-Klinikportal in Betrieb nehmen will. Heute wurde das Portal Portal Qualitätskliniken.de im Rahmen des "1. Forum Qualitätskliniken" der Öffentlichkeit vorgestellt und in Betrieb genommen. Zur Teilnahme eingeladen waren Klinikvertreter und Fachleute.Ziel des Portals... [mehr]
- 31.05.2010 - Erster spezifischer Bitterblocker identifiziert, der bitteren Beigeschmack von Süßstoffen mindert
Bittergeschmacks-Wahrnehmung ist angeboren - auch Babys können Bitterstoffe wahrnehmen
In Zusammenarbeit mit der Firma Givaudan Flavors Corporation und der University of New Mexico in Albuquerque hat ein Wissenschaftlerteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) erstmalig einen spezifischen Bitterblocker identifiziert und charakterisiert, der unter anderem den bitteren Beigeschmack der Süßstoffe Saccharin und Acesulfam K mindert. Der Bitterblocker hemmt reversibel sechs von 18 untersuchten menschlichen Bittergeschmackssensoren und könnte künftig zur Geschmacksverbesserung... [mehr]
- 29.05.2010 - Fußball macht übergewichtige Kinder fit
Auch übergewichtige Kinder können intensiv Sport treiben
Durch regelmäßiges Fußballtraining werden übergewichtige Kinder mindestens genauso fit und selbstbewusst wie durch ein Standard-Fitnessprogramm. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Wissenschaftler des Instituts für Sport- und Präventivmedizin der Saar-Uni zusammen mit der Universität Paderborn und dem medizinischen Forschungszentrum des Weltfußballverbandes FIFA durchgeführt haben. An der Studie nahmen insgesamt 22 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren teil, die alle stark übergewichtig... [mehr]
- 26.05.2010 - Hitzewellen werden häufiger
Hitzewellen setzen der Gesundheit zu - Risikofaktoren nehmen zu
Infolge der Klimaveränderung werden die Gesundheitsrisiken in Südeuropa stärker zunehmen, als bisher angenommen. Hitzewellen werden häufiger, länger und ausgeprägter. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Nationalen Forschungsschwerpunkts Klima (NFS Klima), die von Forschern der ETH Zürich durchgeführt wurde.Hitzewellen setzen der Gesundheit zu. Das wurde der Bevölkerung spätestens im Hitzesommer 2003 klar, unter dem vor allem ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen zu leiden hatten.... [mehr]




