Einleitung   Inline-Skating bzw. Inlineskating
Inline-Skating hat sich in den letzten Jahren von einer Modeerscheinung zum Volkssport entwickelt und in der Sportlandschaft etabliert. Durch die gleitenden, runden Bewegungsabläufe ist das Skaten vergleichbar mit dem Schlittschuh- und Skilanglauf. Im Zeitalter des Bewegungsmangels motiviert diese Breitensportart durch ihren hohen Erlebniswert und Spaßfaktor alle Altersgruppen zu einer aktiveren, bewegungsintensiveren Gestaltung des Alltags. Circa 17% aller Deutschen schnallen sich mittlerweile regelmäßig die modernen "Rollschuhe" an.
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 Aqua-Fitness
 Inline-Skating
 Krafttraining
   

Weltweit betreiben schätzungsweise 16 Millionen Menschen den gelenkschonenden und Herz-Kreislauffördernden Ausdauersport. Sogar fast die Hälfte der 14 bis 29jährigen genießt das Gefühl der Freiheit auf Rollen - im richtigen Rhythmus geradezu schwerelos dahinzugleiten.

Inline-Skating steigert nicht nur die konditionelle Fitness im Sinne eines gesundheitsfördernden Herz-Kreislauf-Trainings (durch die langsamen, gleitenden Bewegungen ermüdet die Muskulatur nicht so schnell), es beansprucht zugleich die wichtigsten Muskelgruppen und fördert Kraft, Koordination (vor allem Gleichgewichtsfähigkeit) und Beweglichkeit.

Sportmedizin (Deutscher Infografikdienst)

Vor allem die wichtigsten haltungsstabilisierenden Muskelgruppen der Lenden-Becken-Hüft-Region (Rückenstreck-, Oberschenkel- und Gesäßmuskulatur) werden durch den ständigen Wechsel von Gleiten und Abstoßen stark beansprucht und gekräftigt, was zu einer besseren Stabilisation dieses Bereiches führt und Rückenerkrankungen vorbeugt. Auch Menschen mit bestehenden Rückenproblemen ist das Inlinen bei gemäßigter Belastung zu empfehlen.

Durch die harmonischen, runden und fließenden Bewegungen treten nur geringe Belastungen des Stütz- und Bewegungsapparates auf, was das Inline-Skating aus orthopädischer und sportmedizinischer Perspektive sehr empfehlenswert macht.

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Im Vergleich zum Jogging führen reduzierte Beschleunigungswerte und fehlende Flugphasen zu einer Reduktion der Krafteinflüsse auf den Bewegungsapparat und folglich zur Entlastung des körpereigenen Dämpfungssystems. Die für die Stoßabsorption hauptverantwortlichen Gelenke (Fuß-, Knie und Hüftgelenke) sowie die S-förmige Wirbelsäule mit ihren Wirbelgelenken und Bandscheiben werden weniger stark beansprucht. Die Gelenke sollten beim Skaten stets im Lot belastet werden bzw. in der Gleitphase sollten Nase, Knie- und Fußgelenke eine gerade Linie bilden. Knie- und Hüftgelenke sind stets leicht gebeugt.

Das Verletzungsrisiko beim Inline-Skating ist geringer als häufig in den Medien dargestellt. Trotzdem kommt es nach Stürzen immer wieder zu Verletzungen. Besonders gefährdet sind Hand-, Ellbogen- und Kniegelenke. Gründe hierfür sind häufig das Nichtbeherrschen der richtigen Fahr-, Brems- und Falltechnik, d.h. eine Diskrepanz zwischen erreichter Geschwindigkeit und Fahrkönnen sowie fehlende Schutzausrüstung.

Sportmediziner empfehlen, richtiges Inline-Skaten unter fachlicher Anleitung in Übungskursen zu erlernen. Derartige Kurse werden mittlerweile von vielen Inline-Skating-Schulen und Vereinen angeboten. Je besser die Sportart beherrscht wird, desto geringer ist das Verletzungsrisiko und desto deutlicher werden gesundheitsfördernde Aspekte.

Neben der richtigen Technik sind Helm und Protektoren für Hand-, Ellbogen- und Kniegelenke ein Muss - nicht nur für jeden Neueinsteiger.

Verletzungen im Freizeitsport - mediXtra die medizinische Enzyklopädie - Medizin und Gesundheit im Internet - Infografik - Medical Illustration

Sehen Sie von einem "Back Flip" (Rückwärtssalto), einem "Gumpy Air" (Sprung mit halber Drehung, bei dem die Skates der angewinkelten Beine hinter dem Rücken gegriffen werden) und einem "Invert" (Drehung beim Herunterkommen aus dem einarmigen Handstand) ab, gewährleistet Ihre Schutzausrüstung in der Regel, dass Sie nach einem Sturz mit dem Schrecken davonkommen.

Insbesondere für Anfänger und ältere Menschen, die eine längere Sportpause hinter sich haben, kann der gelenkschonende Ausdauersport der ideale Weg zum Wiedereinstieg in den Sport sein. Übergewichtige werden schnell überflüssige Pfunde los und stärken ihren Kreislauf. Achten Sie aber darauf, mit einer geringen Trainingsintensität zu beginnen und diese langsam und kontinuierlich zu steigern. Trainieren Sie regelmäßig, aber gönnen Sie sich die notwendigen Erholungspausen und bereiten Sie sich durch ein adäquates Aufwärmprogramm physisch und mental auf die Belastung vor. (Meike Bürklein, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Sportwissenschaften, Abteilung Sportmedizin)

© Medizinische Enzyklopädie 2010

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