News zum Thema: Gesundheits-Wirtschaft

- 07.07.2011 - Zeitmangel der Hausärzte führt zu mehr Arztbesuchen

Studie: Menschen mit psychischen Erkrankungen füllen die Hausarztpraxen

Mit 18 Arztbesuchen pro Jahr halten die Deutschen den weltweiten Rekord. Das Institut für Allgemeinmedizin am Klinikum rechts der Isar der TU München konnte belegen, dass es in erster Linie Patienten mit psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen sind, die häufig ihren Hausarzt aufsuchen.Jeder Deutsche ging im Jahr 2008 laut einer Studie der Barmer GEK knapp 18 Mal zu einem Arzt. Die Arbeitsgruppe von Prof. Antonius Schneider, dem Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der TU München am... [mehr]

- 15.04.2011 - Kürzer im Krankenhaus, kränker zur Reha

Studie zeigt Konsequenzen des Fallpauschalensystems

Seit der Einführung des Fallpauschalensystems stieg die Zahl der Patienten, die bei der Aufnahme in die Reha einen deutlich verschlechterten Gesundheitszustand aufweisen

Seit 2004 liegen Patienten in Deutschland kürzer im Krankenhaus als zuvor. Ursache ist das diagnoseorientierte Fallpauschalensystem, das damals verbindlich zur Abrechnung von Krankenhausleistungen eingeführt wurde. Nach diesem System werden Leistungen nicht abhängig vom jeweiligen Zeitaufwand vergütet, sondern pauschal pro Behandlungsfall. Seit der Einführung dieses Systems stieg jedoch die Zahl der Patienten, die bei der Aufnahme in die Reha einen deutlich verschlechterten Gesundheitszustand aufweisen.... [mehr]

- 12.10.2010 - Immer schön flexibel bleiben

Interview mit Hartmut Stern, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED)

Herr Stern, welches sind Ihre Hauptaufgabengebiete bei der Klinik Bavaria?Stern: Ich befasse mich im Unternehmen vor allem mit der Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation. Dazu gehört etwa die Erstellung von neuen Konzepten, Orientierung hinsichtlich wichtiger Rechtsänderungen und die Unterstützung bei der zukunftsorientierten Ausrichtung der Klinik Bavaria. Es geht dabei immer um die künftige Entwicklung mit der Zielsetzung positive Ergebnisse für den Standort und der Arbeitsplatzerhaltung... [mehr]

- 01.10.2010 - Kopfpauschale würde 2011 mit gut 100 Euro starten und bis 2050 auf bis zu 670 Euro ansteigen

Wirtschaftswissenschaftler nutzen moderne statistische Verfahren, um Anstieg vorherzusagen

Die Kosten für die einkommensabhängige Kopfpauschale, so wie sie zurzeit von der schwarz-gelben Regierungskoalition diskutiert werden, würden nach einer Schätzung von Wissenschaftlern der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Universität Witten/Herdecke bei einer Einführung im Jahr 2011 etwa 100 Euro betragen, bis 2050 jedoch auf Werte zwischen 425 und 670 Euro steigen.Das ist das Ergebnis der Studie "Die Entwicklung der Ausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung bis 2050 - bleibende Herausforderung... [mehr]

- 24.09.2010 - Zurück ins Arbeitsleben

Medizinisch-berufsorientierte Rehabilitation unterstützt berufliche Wiedereingliederung

Die möglichst dauerhafte berufliche Wiedereingliederung und die Erhaltung der Erwerbsfähigkeit stellen übergeordnete Ziele der Rehabilitation durch die gesetzliche Rentenversicherung dar. Arbeitsbezogene und soziale Anforderungen sollen, gemäß den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (s. ICF) und unserer Sozialgesetzgebung, in den Rehabilitationsprozess einbezogen und Wege zu deren Bewältigung vermittelt werden.Hier setzt die medizinisch-berufsorientierte Rehabilitation (MBO®) an, die in den... [mehr]

- 17.01.2007 - Milliarden für die medizinische Forschung

Die EU startet das 7. Forschungsrahmenprogramm

Am 15. und 16. Januar präsentierten Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft vor 1500 Gästen in Bonn das weltweit größte Programm in der Forschungsförderung. Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm ist Anfang des Monats gestartet und läuft bis Ende 2013. Mit einem Gesamthaushalt von 54,4 Milliarden Euro unterstützt die Europäische Union die Forschungstätigkeit und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Universitäten, Wissenschaftszentren und Industrie. Gesundheit bildet mit einem Budget... [mehr]

- 10.01.2007 - Gesundheitsreform: Widerstand der Länder

Neuer Streit verzögert die Verabschiedung des GKV-Wettbewerbs-Stärkungsgesetzes

Obwohl sich die Regierungskoalition nach zähem Ringen auf eine Reform des Gesundheitswesens geeinigt hat, geht der Streit weiter. Querschüsse kommen nicht nur von der Opposition, sondern neuerdings auch aus dem Bundesrat. Mehrere Bundesländer haben zahlreiche Änderungsanträge zur Gesundheitsreform eingebracht. Damit verzögert sich der Zeitplan zur Verabschiedung des Reformgesetzes, das am 1. April in Kraft treten soll. Die für Mitte Januar geplante Abstimmung im Bundestag wurde erst einmal auf den... [mehr]

- 11.12.2006 - Die Testphase der Gesundheitskarte beginnt

Tests für elektronische Gesundheitskarte

Mit einem Jahr Verzögerung beginnt heute in Schleswig-Holstein die Erprobung der elektronischen Gesundheitskarte. In Flensburg erhalten jeweils 10.000 Bürger die neue Chipkarte mit Lichtbild, um deren Praxistauglichkeit zu testen. An diesem Großversuch sind außerdem jeweils 25 Ärzte und zwei Krankenhäuser beteiligt. Auf den Gesundheitskarten sind zunächst nur die darauf enthaltenen Krankenversicherten-Daten lesbar. Ab 2007 werden schrittweise weitere Funktionen, wie etwa das elektronische Rezept... [mehr]

- 13.09.2006 - Gutes Entlassungs-Management sichert die post-stationäre Nachsorge

Führt das DRG-System zur vorzeitigen Entlassung von Patienten?

Führt das DRG-System zur vorzeitigen Entlassung von Patienten? Seitdem die Krankenhäuser pro Patient nur noch eine Fallpauschale erhalten, häufen sich  Klagen darüber, dass Patienten zu früh in die hausärztliche Nachsorge oder zur Reha-Behandlung geschickt werden. Schon 2002 bewies eine im British Medical Journal veröffentlichte Studie, dass Patienten, die passend zum Wochenende entlassen wurden, überproportional häufig wiederaufgenommen werden mussten – der berühmte Drehtür-Effekt. Zu ähnlichen... [mehr]

- 03.07.2006 - Gesundheitsreform: Einstieg in den System-Umbau

Wird das Gesundheitswesen zukünftig mit Steuermitteln finanziert?

Die Bundesregierung hat ihr Ziel, noch vor der Sommerpause die Gesundheitsreform zu beschließen, erreicht. Gestern  trafen sich die Spitzen der Regierungsparteien, um nach wochenlangem Streit die wesentlichen Eckpunkte festzulegen.Eine große Strukturreform steht dem Bürger jedoch nicht bevor. Zwar herrschte über die Ziele der Gesundheitsreform parteiübergreifend Einigkeit: - Die medizinische Versorgung der immer älter werdenden Bevölkerung soll finanziell sichergestellt werden. - Für die Unternehmer... [mehr]

- 23.06.2006 - Mobiltelefone im Krankenhaus: Keep your distance?

Handy-Verbot in Krankenhäusern unnötig - Störungen der Klinik-Elektronik kaum möglich

Könnte das Handy-Verbot in Kliniken aufgehoben werden? (Foto: mediXtra)

Für Handy-Verbote in Krankenhäusern gibt es aus  wissenschaftlicher Sicht kaum eine Begründung. Bereits in einem Meter Abstand stören Mobiltelefone elektronische Klinikgeräte nicht mehr, so zwei unabhängig voneinander entstandene Studien der amerikanischen Mayo-Klinik und der Universität Gießen. In der Klinik der medizinischen Hochschule Hannover wurde das Handyverbot bereits aufgehoben. Kritiker vermuten  schon länger, dass das Verbot eher dem Zweck dient, die  Festnetztelefone der Kliniken auszulasten,... [mehr]

- 24.05.2006 - Neue Geschäftsfelder in der Medizin

Der Export von Gesundheits-Dienstleistungen lohnt sich auch für deutsche Krankenhäuser

Während viele DRG-geplagte Krankenhäuser gegen die Insolvenz kämpfen, ist man im Universitätskrankenhaus Eppendorf überzeugt, die Talsohle durchschritten zu haben und ab 2009 mit einem ausgeglichenen Budget wirtschaften zu können. Die bei der Reorganisation des Krankenhauses bewiesene unternehmerische Kompetenz will der Vorstandsvorsitzende Professor Jörg Debatin nun sogar exportieren. Da Erfahrung im Klinik-Management international gefragt ist, wurde im März 2006 die UKE Consult- und Management... [mehr]

- 20.01.2006 - HTA: Hilfe für Entscheidungsträger

HTA –Berichte sind ein Qualitätsmanagement-Instrument

Wie schon der Name verrät, wurde Health Technology Assessment (HTA) im englischsprachigen Raum entwickelt und in den USA und Schweden zuerst eingesetzt. Als Qualitätsmanagement-Instrument dienen HTA -Berichte seit den 70-er Jahren zur Entscheidungsfindung mit dem Ziel, unter Experten und Betroffenen von medizinischen Prozessen einen Konsens herzustellen.  Primär geht es um die Beurteilung (engl. Assessment) von Health Technology. Gemeint ist Medizin-Technologie im Sinne von Arzneimitteln, Medizinprodukten,... [mehr]

- 27.12.2005 - Ärzte wandern aus

Ärzte: Arbeiten & Karriere im Ausland

Angesichts schrumpfender Honorartöpfe und langer Arbeitszeiten hält die Abwanderung deutscher Ärzte ins Ausland an. Aber auch in Deutschland gibt es Abwanderungstendenzen: viele ostdeutsche Mediziner ziehen lieber in den Westen. Grund dafür ist das Wohlstands- und Einkommensgefälle. Da die Bezahlung in den neuen Bundesländern unter dem westlichen Niveau liegt, bleiben in Krankenhäusern und Arztpraxen immer mehr Stellen unbesetzt. [mehr]

- 04.11.2005 - Cluster-Bildung im Gesundheitswesen

Netzwerke als Antwort auf die Globalisierung

In der globalisierten Welt stehen nationale Gesundheitswesen vor neuen Herausforderungen. Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen schränken den Sozialstaat und damit die Finanzierung des Gesundheitswesens ein. Sind Netzwerke ein Ausweg aus der Krise?Nach dem Konzept der Network-Society von Manuel Castells (Prof. für Soziologie in Berkeley, USA) ist die globalisierte Welt durch widerstrebende Kräfte bestimmt. Politische, gesellschaftliche und private Institutionen passten sich dieser Entwicklung... [mehr]