Ein erster, bewusst erlebter oder beobachteter epileptischer Anfall bleibt Menschen mit Epilepsie sowie Angehörigen nicht selten dramatisch in Erinnerung. Betroffene wissen häufig nur, dass innen etwas "komisches" passiert ist und sind durch Aussagen Dritter verunsichert. Dr. Günter Krämer informiert in "Der erste epileptische Anfall" über einzelne Anfälle, das Krankheitsbild Epilepsie und darüber, was Patienten und Angehörige im Alltag beachten sollten.
"Bei epileptischen Anfällen handelt es sich um vorübergehende Funktionsstörungen von Nervenzellen des Gehirns, die sich vermehrt und gleichzeitig entladen", erklärt Dr. Günter Krämer. Daraufhin kommt es zu einer unwillkürlich ablaufenden Änderung des Bewusstseins, Verhaltens, Wahrnehmens, Denkens, Gedächtnisses oder der Muskelanspannung. Die Auswirkungen hängen davon ab, welche Nervenzellen betroffen sind. Muskelzuckungen können, müssen aber nicht auftreten.
Ein erster epileptischer Anfall muss dabei keineswegs gleichbedeutend mit einer Epilepsie sein. Es gibt anfallsartige Störungen, wie Ohnmachtsanfälle und Hyperventilation, die durchaus mit epileptischen Anfällen verwechselt werden können. Erst nach ausführlichen Untersuchungen kann der Arzt feststellen, ob es bei einem einzelnen Ereignis bleiben wird oder nicht. Von einer Epilepsie nach dem ersten Anfall kann erst gesprochen werden, wenn sich bei näherer Untersuchung Veränderungen am Gehirn feststellen lassen. Die Anfallshäufigkeit allein ist nicht ausschlaggebend.
Neben medizinischen Informationen gibt der Ratgeber Epileptikern Antworten darauf, wie sich die Krankheit auf ihre Berufstätigkeit oder ihre Fahrtauglichkeit auswirkt. Angehörige erfahren, welches die wichtigsten ersten Hilfemaßnahmen bei einem Anfall sind.... [mehr]