28.02.2007 - Richtig gut essen bei Histamin-Intoleranz

Abwechslung in der Küche auch ohne Histamin - Richtig lagern und zubereiten ist wichtig

Für Menschen mit einer Histamin-Unverträglichkeit sind viele Lebensmittel tabu. Doch Langeweile auf dem Tisch? Das muss nicht sein! Der Ratgeber "Köstlich essen bei Histamin-Intoleranz" stellt 110 Koch- und Backrezepte vor, die leicht nachzukochen und gut bekömmlich sind. Außerdem erfahren Betroffene, welche Lebensmittel kein oder nur wenig Histamin enthalten, wie sie richtig gelagert und zubereitet werden.

Sich gesund zu ernähren bedeutet nicht automatisch, sich auch gesund zu fühlen. Ob frische Tomaten, köstliche Erdbeeren oder würziges Sauerkraut: Wer von einer Histamin-Intoleranz betroffen ist, leidet nach dem Verzehr scheinbar gesunder Speisen nicht selten an Beschwerden. "Doch eine strenge Schonkost einhalten und auf jegliche kulinarische Genüsse verzichten, das muss nicht sein", wissen die Autoren Thilo Schleip und Isabella Kedzierski.

Ihr Ratgeber enthält verschiedene Koch- und Backideen für ein abwechslungsreiches Frühstück, Mittag und Abendbrot. Auch Süßspeisen und Gebäck sind bei Histamin-Intoleranz nicht tabu. Alle Zutaten sind im Supermarkt, Bioladen, Reformhaus und Metzger erhältlich. "Schlemmen Sie nach Herzenslust und finden Sie Freude am Zubereiten köstlicher Mahlzeiten, vom Snack bis zum Drei-Gänge-Menü!", sagen die Autoren.

Histamin ist ein natürlicher Bestandteil unseres Körpers und vieler Nahrungsmittel. Lagert ein Lebensmittel lange, dann entwickelt es sich zu einer wahren "Histaminbombe": Sauerkraut, Fischkonserven, Dauerwurst, Rotwein oder Hefeprodukte sind nur einige Beispiele. Bei Menschen mit Histamin-Intoleranz wird der Stoff im Dünndarm nicht ausreichend abgebaut. Schon geringe Mengen führen zu Sodbrennen, Übelkeit oder Brechreiz. Auch Hautprobleme, Migräne und Atembeschwerden können auftreten.

"Kaufen Sie alle Lebensmittel frisch und bereiten Sie unverzüglich zu. So vermeiden Sie Nährstoffverluste", raten die Autoren. Längerfristig lassen sich Lebensmittel nur tiefgefroren aufbewahren, da die Histaminentwicklung deutlich verlangsamt wird. Viele bedenkliche Lebensmittel lassen sich durch gut verträgliche ersetzen. Paprikamus beispielsweise ist eine schmackhafte Alternative zum Tomatenmark. So kann jeder seine Lieblingsrezepte abwandeln und muss nicht darauf verzichten... [mehr]