Zöliakie hat viele Gesichter. Eine sichere Diagnose zu erstellen ist schwierig, da die Krankheit oft sehr unterschiedlich verläuft. Doch was bedeutet es für den Betroffenen, an Zöliakie zu erkranken? Die Wissenslücke zwischen bruchstückhafter Internetinformation und Kochbüchern zur glutenfreien Ernährung schließt der Ratgeber "Zöliakie: Mehr wissen – besser verstehen" von Andrea Hiller. Er bietet medizinisches Wissen verständlich erklärt, gibt Tipps für die Ernährungsumstellung, diskutiert Therapiemöglichkeiten und hilft, den Alltag sicher zu meistern.
Zöliakie ist eine Erkrankung, die hauptsächlich die Verdauungsorgane betrifft: Der Körper verträgt das in Weizen, Roggen, Gerste und Hafer enthaltene Eiweiß Gluten nicht. Es reizt die Dünndarmschleimhaut, die so nicht mehr ausreichend Verdauungsenzyme bildet und die Nährstoffe nicht mehr vollständig aufnehmen kann. Als Folge treten Nährstoffmangelerscheinungen auf.
"Eine glutenfreie Ernährung ermöglicht den Betroffenen ein unbeschwertes und aktives Leben", weiß die ebenfalls an Zöliakie leidende Autorin. Ausführlich erklärt sie, was bei der Lebensmittelauswahl zu beachten ist und welche Alternativen zu Weizen und Co. bestehen. So lernen Betroffene den sicheren Umgang mit der Krankheit.
Gerade für Frauen stellt sich die Frage nach Risiken für eine Schwangerschaft durch Zöliakie sowie die Angst, dem Kind die Krankheit zu vererben. Andrea Hiller nimmt sich auch diesem Thema an. Eine Zöliakie ist kein Grund, auf ein Kind zu verzichten. "Wenn eine Schwangerschaft geplant ist, sollte sich die Patientin vom Arzt bestätigen lassen, dass ihr Körper keine Mangelerscheinungen aufweist", rät die Autorin, die ebenfalls Mutter ist.... [mehr]