"Friss die Hälfte", kurz FdH, ist die beliebteste Abspeckvariante der Bundesbürger. 55,6% der Abnehmwilligen versuchten innerhalb der vergangenen 12 Monate ihr Glück mit halbierten Essensrationen, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag der "Apotheken-Umschau".
24.06.2007 - FdH: beliebt aber nicht empfehlenswert!
Friss die Hälfte, kurz FdH, ist die beliebteste Abspeckvariante der Bundesbürger
Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist die Verkleinerung der bisherigen Portionsgrößen jedoch nicht sinnvoll. Übergewicht und Adipositas entstehen in der Regel durch eine unausgewogene Energiebilanz aufgrund der Bevorzugung energiereicher Speisen, die aber häufig arm an Wirkstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen oder sekundären Pflanzenstoffen sind. Erfolgt nun eine Reduzierung der Essensmenge wird zwar eine Reduzierung der Energiezufuhr erreicht, gleichzeitig sinkt aber auch die Aufnahme an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, deren Bedarf sich jedoch nicht mindert und somit schlechter abgedeckt ist.
Von heute auf morgen einfach weniger zu essen führt darüber hinaus bei den meisten auch zu vermehrtem Hungergefühl und Hunger ist der größte Feind jedes Abspeckversuchs. Da durch FdH kein neues Ernährungsverhalten erlernt wird, fallen die Abnehmwilligen unweigerlich wieder in ihre alten Verhaltensmuster zurück, die für die Entstehung des Übergewichts erst verantwortlich waren.
Eine sinnvolle und dauerhafte Gewichtsreduktion sollte in jedem Fall eine individuelle Ernährungsumstellung beinhalten, die sich selbstverständlich an den Vorlieben und Abneigungen jedes einzelnen orientiert. Für diesen Weg haben sich in den letzten 12 Monaten immerhin 44,6% der abnehmwilligen Bundesbürger entschieden. Andere beliebte Abspeckmethoden waren Trennkost (12,6%), ein intensives Sport- oder Bewegungsprogramm (12%), Weight Watchers (9,5%) und eingeschränktes Fasten oder eine Null-Diät (jeweils 6%).
Im Rahmen der repräsentativen GfK-Umfrage wurden 2.039 Bundesbürger ab 14 Jahre befragt, darunter 12,7%, die versucht hatten, in den vergangenen 12 Monaten abzunehmen. (Daniela Rösler, Diplom Oecotrophologin)
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