Das Auftreten von neuen Infektionen wie der Schweinegrippe, Vogelgrippe oder SARS beweist, dass sich der Mikrokosmos der Krankheitserreger in einem ständigen Veränderungs- und Anpassungsprozess befindet. In den vergangenen Jahren warnten Pressemeldungen die Bevölkerung regelmäßig vor der zunehmenden Resistenz einiger Bakterien gegen Antibiotika. Infektionskrankheiten sind weltweit die häufigste Todesursache.
In unseren Breiten sind viele Infektionskrankheiten eher unbekannt. Daher setzen sich Touristen bei Reisen in exotische Ländern häufig dem Risiko aus, durch Unwissen oder Unachtsamkeit an gefährlichen Krankheiten wie der Legionellose oder dem Ebola-Fieber zu erkranken. In Westeuropa wiederum wird unterschätzt, dass einige der als besiegt geltenden Krankheiten wie Influenza oder die Polio in ihrer Gefährlichkeit zugenommen haben.
Am 28.10.2010 findet im Marta-Fraenkel-Saal, Deutsches Hygienemuseum Dresden, Lingnerplatz 1 bereits zum nunmehr 3. Hygienetag statt. Das Leitmotiv des 3. Hygienetages
lautet diesmal „Ausbruchsmanagement und evidenzbasierte Hygienemaßnahmen“.
Die Veranstaltung beginnt um 09:30 Uhr. Geplant ist ein einführender Vortrag zum Thema
„Ausbruchsmanagement bei Infektionskrankheiten“, Herr Prof. Dr. J. Klewer von der Westsächsischen Hochschule Zwickau, anschließend geht es um die Fragen „Hygienemaßnahmen: Was ist bewiesen? Was ist empfohlen? Was ist sinnvoll? “ vorgetragen von Prof. Dr. Mehrholz, Wissenschaftliches Institut der Klinik Bavaria Kreischa und um „Erfahrungen über Ausbrüche bei infektiösen Durchfallerkrankungen“ von Chefarzt Herr Dr. Pohl, Hygienebeauftragter Arzt der Klinik Bavaria Kreischa. Die Veranstaltung wird mit einer Diskussion zu den Vorträgen gegen 12:00 Uhr beendet. Der Hygienetag richtet sich an vor allem an Pflegende und in Gesundheitsberufen Tätige.
Terminhinweis:
3. Hygienetag am 28.10.2010 im Deutschen Hygienemuseum Dresden - Thema: „Ausbruchsmanagement und evidenzbasierte Hygienemaßnahmen“
http://www.rehabilitationsforschung-kreischa.de/termine.html