22.09.2006 - Schmerzen sind kein Schicksal

Schmerzen: Welche Therapie leistet was?

Acht Jahre dauert es, bis ein chronischer Schmerzpatient eine angemessene Behandlung findet. Denn Schmerz ist sehr komplex. Es gibt nicht die eine Therapie, die jedem Patienten verlässlich hilft. Möglichkeiten der medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien stellt der Ratgeber "Endlich weniger Schmerzen" vor.

"Wichtig für das Verständnis chronischer Schmerzen war in den letzten Jahren die Erkenntnis, dass für einen empfundenen Schmerz nicht unbedingt eine körperliche Ursache vorhanden sein muss. Der Schmerz kann sich verselbständigen", erklären die Autoren Dr. med. Robert Reining und Dr. rer. nat. Anita Schweiger. Beim chronischen Schmerz hat der Schmerz seine Warn- und Schutzfunktion verloren. Er wird zu einem eigenständigen Krankheitsbild. Gegenwärtig leiden in Deutschland mehr als 20% der Bevölkerung an chronischen Schmerzen. Allein chronische Rückenschmerzen verursachen jährlich Kosten von mehreren Milliarden Euro.

"Es gibt heute viele Medikamente sowie bewährte und anerkannte nicht medikamentöse Behandlungen", informieren die Autoren. In ihrem Ratgeber bieten sie einen Überblick über die verschiedenen Schmerzarten und die Möglichkeiten der medikamentösen Therapie durch beispielsweise Opioide, Co-Analgetika und Lokalanästhetika. Darüber hinaus informieren sie über nicht medikamentöse Behandlungen wie Akupunktur, Elektrotherapie oder Autogenes Training.
 
Eine individuell zugeschnittene Betreuung gibt Patienten Hoffnung auf ein schmerzfreieres Leben. "Der Körper kann den Schmerz nicht nur lernen, sondern mit der richtigen Therapie auch wieder verlernen", sind sich Reining und Schweiger sicher. Der Ratgeber wird empfohlen von der Deutschen Schmerzliga e.V... [mehr]