Krebspatienten, die ihre medizinische Therapie abgeschlossen haben, fühlen sich häufig hilflos und haben Angst davor, dass die Erkrankung erneut ausbricht. Sie suchen gezielt Wege, um dies zu verhindern. Viele sind jedoch durch die zahlreichen Methoden verunsichert. Professor Dr. med. Josef Beuth stellt in dem Ratgeber "Gesund bleiben nach Krebs" Nachsorge-Verfahren vor und bewertet sie aus wissenschaftlicher Sicht.
Sind Chemo-, Strahlen- oder Hormontherapie beendet, fallen viele Betroffene in ein so genanntes Therapieloch. Von ihrem Arzt erhalten sie meist nur den Rat "ganz normal weiterzuleben". "Dieser ärztliche Hinweis erfüllt die meisten Betroffenen eher mit Skepsis und Unbehagen, als dass er wirklich weiterhelfen könnte", kritisiert Beuth. Es sei also kein Wunder, dass Patienten Tipps von Angehörigen, Freunden oder auch selbst ernannten Spezialisten annehmen. "Die Erkrankung lockt jedoch zweifelhafte Anbieter an, die Betroffene mit haltlosen Versprechen finanziell auszunehmen versuchen. Gesundes Misstrauen ist angesagt", so Beuth.
In seinem Ratgeber zeigt er Patienten wissenschaftlich gesicherte Maßnahmen zur Vorbeugung eines Rückfalls oder einer erneuten Krebserkrankung auf. Neben den anerkannten Maßnahmen stellt Beuth auch zweifelhafte Diagnostik- und Therapiemaßnahmen vor und begründet, warum diese Methoden aufgrund der medizinisch-wissenschaftlichen Einschätzung nicht oder noch nicht sinnvoll sind.
In den Kapiteln Ernährung, Sport, Immunsystem, vorbeugende Maßnahmen sowie Diagnostik- und Therapieangebote informiert der Ratgeber unter anderem über Psychoonkologie, Akupunktur, Mistelprodukte, Enzymtherapie und nicht hinreichend geprüfte Ansätze wie Colon-Hydro-, Magnetfeld- oder Fiebertherapie... [mehr]