21.08.2006 - Welche Mistel gegen welchen Krebs?
Von Esche, Linde, Ahorn oder Kiefer: Seit vielen Jahrzehnten setzen Therapeuten die Mistel in der Behandlung von Krebspatienten ein
Seit vielen Jahrzehnten setzen Therapeuten die Mistel in der Behandlung von Krebspatienten ein. Doch welche Rolle für eine erfolgreiche Behandlung spielen die Bäume, an denen die Misteln wachsen? Die Bedeutung der so genannten Wirtsbäume steht im Mittelpunkt des Buches "Misteltherapie – Differenzierte Anwendung der Mistel nach Wirtsbäumen". Der Autor Dr. med. Johannes Wilkens informiert Therapeuten darin über die verschiedenen Mistel-Wirtsbäume.
Im Mitteleuropa wachsen Misteln auf über 100 Baumarten. 13 davon sind Wirtsbäume von Misteln, die zur Krebstherapie verwendet werden. Der Autor beschreibt diese 13 Wirtsbäume – darunter Esche, Kiefer, Linde, Birke oder Apfelbaum – ausführlich unter verschiedenen Blickwinkeln: So analysiert er beispielsweise den Namen eines Baumes und seine Rolle in der Mythologie. Außerdem geht er auf botanische Aspekte sowie die Bedeutung des Baumes in der Pflanzenheilkunde und in der Homöopathie ein.
"Von entscheidender Bedeutung für die Wahl eines Mistelpräparates ist letztendlich der zum entsprechenden Wirtsbaum passende soziale Typus des Patienten", erläutert Dr. Wilkens. Dieser Typ ergibt sich aus den Merkmalen des Wirtsbaumes der Mistel. Diese detaillierte Betrachtung ermöglicht schließlich, das richtige Mistelpräparat für eine bestimmte Krebserkrankung auszuwählen. Dies gilt nach Meinung des Autors auch für Präparate, um Krebs vorzubeugen.
Das Fachbuch bietet Therapeuten einen umfangreichen Hintergrund zu den Wirtsbäumen der Misteln. Zahlreiche Fallbeispiele und Illustrationen verdeutlichen die Hinweise. Die Therapeuten erhalten damit wichtige Informationen zur Behandlung von Krebserkrankungen mithilfe von Mistelpräparaten. Der Autor Dr. med. Johannes Wilkens ist im Geriatrischen Rehabilitations-Zentrum an der Alexander von Humboldt Klinik in Bad Steben tätig... [mehr]