Nicht jede Veränderung der Prostata bedeutet Krebs und nicht jeder Prostatakrebs muss operiert werden. In seinem neuen Buch "Die Wahrheit über Prostatakrebs" übt der Urologe Prof. Dr. Klaus Maar harte Kritik an der üblichen Praxis, sofort zu operieren und die Patienten nicht ausreichend über die Spätfolgen zu informieren.
In seinem neuen Ratgeber setzt der "Rebell gegen den Krebs"- Autor, der seit 15 Jahren die von ihm entwickelte Biologische Intensivtherapie bei Prostatakarzinom überaus erfolgreich einsetzt, die Patientenaufklärung in aller Offenheit fort und scheut auch Tabuthemen wie Stuhlinkontinenz nicht.
Objektiv betrachtet, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise, dass die operative Entfernung der Prostata, Chemotherapie oder Bestrahlung den Prostatakrebs dauerhaft heilt oder für längere Zeit außer Gefecht setzt. Untersuchungsserien zeigen, dass bis zu 65% der Männer, deren Prostata entfernt wurde, innerhalb von 5 bis 10 Jahren wieder an Krebs erkranken. Umso mehr erstaunt, dass bei den meisten Prostatakarzinom-Patienten genau diese Therapieformen eingesetzt werden.
Befragt man einen Fachmann nach der optimalen Behandlungsmethode, wird immer sein eigenes Spezialgebiet als einzige und beste Lösung dargestellt: Der Chirurg empfiehlt die Operation, der Radiologe die Bestrahlung und der Alternativ-Guru die Einnahme von Vitaminen. Als dramatisch beschreibt Prof. Maar die mangelnde Aufklärung der Patienten über die Nebenwirkungen und Spätfolgen der verschiedenen Therapieformen: Impotenz und Inkontinenz (Harn und Stuhl) stehen hier an erster Stelle. Auch dass Hormonbehandlungen Männern häufig Brüste wachsen lassen, bleibt gänzlich unerwähnt.
Die operative Entfernung der Prostata birgt die Chance, den Krebsherd zu beseitigen. Mit diesem Argument überreden die meisten Chirurgen ihre Patienten zur Operation. Was kaum jemandem vor Augen geführt wird: nicht nur die komplette Entfernung der Prostata führt zur Impotenz. Auch die meisten der neuen, so genannten „Nerven schonenden“ Operationsformen können nicht verhindern, dass der Patient keinen Geschlechtsverkehr mehr haben kann. Psychische und private Problem sind die häufigen Folgen, ergänzend zu den Kräften zehrenden Nebenwirkungen der Strahlen- oder Chemotherapie.
Ein operativer Eingriff ist nach der Erfahrung von Prof. Maar nur zu empfehlen, wenn sichergestellt ist, dass sich der Tumor noch innerhalb der Prostatakapsel befindet und sich noch keinerlei Metastasen gebildet haben. Dies lässt sich u.a. zuverlässig durch eine Magnetresonanztomographie (MRT) feststellen, die laut Prof. Maar allerdings viel zu selten eingesetzt wird. Bei kleinen, gut abgegrenzten Tumoren gibt es eine Alternative zur Operation: Nach einer Langzeitstudie der amerikanischen "Veterans Administration" (die „Veterans Administration“ ist für die medizinische Versorgung ehemaliger U.S. Soldaten zuständig und hat zu vielen Themen wertvolle wissenschaftliche Arbeit geleistet) haben Patienten, deren Prostatakarzinom operativ entfernt wird, die gleiche Lebenserwartung wie Patienten, die keine Behandlung durchführen, sondern nur abwarten und beobachten, also ein "Watchful Waiting" praktizieren.
Ein Tumor ist nur in den seltensten Fällen ein lokales Problem. Krebs passiert im ganzen Körper. Weitaus mehr Menschen sterben an Metastasen als am ursprünglichen Tumor. Prof. Maar setzt deshalb auf eine ganzheitliche "Kampfstrategie", indem er den Tumor lokal angreift und parallel die Eigenabwehr des Körpers, das Immunsystem, aufbaut. Bei der von ihm entwickelten Biologischen Intensivtherapie nutzt er anerkannte und bekannte Prinzipien. Doch die Kombination der Therapiemodule und die Intensität, mit der er sie anwendet, sind in dieser Form einmalig und werden auf jeden Patienten individuell zugeschnitten.
Die vielleicht wichtigste Einzelkomponente ist die Kurzwellen-Hyperthermie. Hierbei wird das Prostatagewebe von innen (durch eine Sonde, die durch einen Katheter über die Harnröhre eingeführt wird) auf bis zu 52 Grad erhitzt. Diese hohen Temperaturen zerstören nicht nur die Krebszellen, sondern die hierbei entstehenden Hitzeschockproteine unterdrücken die Reparaturmechanismen in den Tumorzellen.
Darüber hinaus können die Tumorzellen durch die Anlagerung der Proteine durch das Immunsystem besser erkannt und somit bekämpft werden. Ergänzend wird meist Mistelextrakt, allerdings nicht wie üblich subkutan, sondern in hoher Konzentration intravenös verabreicht. Das pflanzliche Medikament Prostasol, eine Körperentgiftung durch eine Colon-Hydrotherapie oder eine Ozontherapie unterstützen den Körper bei seiner Arbeit.
Zum Wohl seiner Patienten wird sich Prof. Maar auch zukünftig mit kritischen Fragen beschäftigen. Mit seinem neuen Buch möchte er Patienten und ihren Angehörigen aktuelles Wissen vermitteln, um ihnen eigenverantwortliche Entscheidungen zu ermöglichen... [mehr]