Drei Wissenschaftler der Universität Bremen und ein Mitglied des Psychoanalytischen Instituts Bremen haben jetzt ein grundlegendes Werk zur "Volkskrankheit" Stress geschrieben. Die Biologen Ludger Rensing, Michael Koch, Volkhard Rippe sowie der Psychoanalytiker Bernhard Rippe beleuchten die sehr komplexe Thematik auf 420 Seiten in einem breit angelegten Fachbuch. Verständlich und doch auf hohem Niveau wendet es sich in erster Linie an Mediziner, Biologen, Pharmakologen, Gesundheitswissenschaftler, Psychologen, Psychotherapeuten und Psychoanalytiker sowie Studierende dieser Disziplinen. Es versucht aber zugleich, die Zusammenhänge durch kurze Überblicke auch für interessierte Laien zu erschließen.
Stress erleben wir immer wieder - als Kind, Jugendlicher, Erwachsener und alter Mensch. Mal sind es kurze Momente von Angst, dann wieder langfristige Belastungen in der Familie, am Arbeitsplatz oder durch Krankheit. Kurzer, kontrollierbarer Stress kann stimulieren. Intensive traumatische Ereignisse und Dauerstress hingegen verursachen oft psychische und physische Erkrankungen - Schlaflosigkeit, Depressionen, Angststörungen, chronische Entzündungen oder Arteriosklerose. Unsere Gesundheit wird zudem durch Stressoren gefährdet, die direkt unsere Zellen und Gewebe schädigen: Umweltgifte, Strahlen, Sauerstoffradikale, Bakterien und Viren.
Drei Wissenschaftler der Universität Bremen und ein Mitglied des Psychoanalytischen Instituts Bremen haben jetzt ein grundlegendes Werk zur "Volkskrankheit" Stress geschrieben. Die Biologen Ludger Rensing, Michael Koch, Volkhard Rippe sowie der Psychoanalytiker Bernhard Rippe beleuchten die sehr komplexe Thematik auf 420 Seiten in einem breit angelegten Fachbuch. Verständlich und doch auf hohem Niveau wendet es sich in erster Linie an Mediziner, Biologen, Pharmakologen, Gesundheitswissenschaftler, Psychologen, Psychotherapeuten und Psychoanalytiker sowie Studierende dieser Disziplinen. Es versucht aber zugleich, die Zusammenhänge durch kurze Überblicke auch für interessierte Laien zu erschließen.
"Mensch im Stress" ist insofern ein besonderes Buch, als es versucht, Stress in seinen vielfältigen Formen zu erfassen - vom subjektiven Erleben bis zu zellulären/molekularen Prozessen. Eine solche fachübergreifende Darstellung gibt es zu diesem Thema bisher nicht, obwohl "Stress" ein universelles Thema ist und unsere Lebensqualität in vielfältiger Weise beeinflusst.
Das subjektive Erleben von Stress mit Gefühlen von Angst, Wut oder Hilflosigkeit ist individuell verschieden und von den Vorerfahrungen bis in die frühe Kindheit abhängig. Es erschließt sich anderen Menschen nur mühsam über Selbstbeobachtung und Einfühlungsvermögen - etwa im Rahmen einer analytischen Psychotherapie.
Die grundlegenden Prozesse im Gehirn, im Hormonsystem und letzten Endes in den Zellen und Molekülen sind Gegenstand der Neurobiologie, Hormonphysiologie sowie der Zell- und Molekularbiologie/-genetik. Das Verständnis beider Ansätze - der Psychoanalyse und der naturwissenschaftlichen Forschung - wird in dem Band genutzt, um Stress zu verstehen und gegebenenfalls bei Stressfolgeerkrankungen therapeutisch zu beeinflussen.
Der gegenwärtige Stand der Erkenntnis auf vielen dazu relevanten Gebieten und auf der Grundlage ihrer eigenen Forschungstätigkeit wird von den Autoren anhand von zahlreichen Beispielen, Abbildungen und Tabellen dargestellt. Es wird auch der Versuch unternommen, dieses Wissen durch Einführungen, Übersichten und Zusammenfassungen zugänglich zu machen.
Die einzelnen Kapitel-Überschriften machen deutlich, dass das Problem "ganzheitlich" angegangen wird. Nach einer Einführung lauten Sie: Was macht uns Stress? - Psychischer Stress - Neurobiologische Grundlagen von Stressreaktionen - Die zentrale Rolle des neuroendokrinen Systems bei der Übermittlung von Stresssignalen - Zellulärer Stress und die Stabilisierungssysteme der Zelle - Das Immunsystem und seine Störungen durch psychosozialen Stress - Stress und Gesundheitsrisiken - Mensch im Stress, ein Überblick... [mehr]