Im kommenden Jahr soll in Deutschland die elektronische Gesundheitskarte (eGK)eingeführt werden. Allerdings markiert sie nur eine Etappe auf dem steinigen Weg zu elektronischer Patientenakte und elektronischem Rezept. Dies ist Anlass genug für eine Studie über die eHealth – Gepflogenheiten in Deutschland: Wie gut sind die betroffenen Akteure im Gesundheitswesen über die bevorstehenden Innovationen informiert. Welche Kenntnisse haben sie generell über eHealth ? Und wie steht es mit der Einführung der notwendigen Hardware und Software?
Zu diesem Zweck wurden ca. 12000 Entscheider aus allen Bereichen des Gesundheitswesens vom Herausgeber der Studie, der Wegweiser GmbH, schriftlich befragt. Die Studie "Monitoring eHealth 2005/2006" wurde im "Jahrbuch eHealth Deutschland 2005/2006" veröffentlicht. Das Ergebnis offenbart zum Teil frappierende Defizite:
Deutschlands Krankenhäuser nutzen zu 75% die Dienste externer IT-Experten und kooperieren im eHealth-Bereich zu 70% mit anderen Gesundheitseinrichtungen. Trotzdem bezeichnen 80% der Krankenhäuser ihre IT-Ausstattung als verbesserungswürdig. Tiefergreifende Defizite zeigen sich bei den niedergelassenen Ärzten - ein Großteil von ihnen bewertet die eGK als wenig nutzbringend. Nur ca.2% haben die Health Professionell Card (Sicherheits- und Identifizierungs- Instrument) bisher eingeführt. 21% wollen auch in Zukunft keinen Internet- Zugang.
Es gibt also noch viel zu tun. Dabei ist dieses eHealth-Jahrbuch behilflich. Im Anschluss an die Studie wird die Thematik in zahlreichen Fachbeiträgen erläutert: Die Bedeutung der eGK und der elektronischen Patientenakte für die Integrierte Versorgung, Effektivitäts- und Wirtschaftlichkeits-Aspekte, Outsourcing von Dienstleistungen und (ganz wichtig) Standardisierung der IT, um die Kompatibilität von unterschiedlicher Hard- und Software sicherzustellen. Redundanzen sind bei dieser Form der Präsentation unvermeidbar, andererseits wird die Wichtigkeit der Thematik hervorgehoben.
Ein Glossar und ausführliche Firmenportraits runden das Buch ab. Wer also Nachholbedarf verspürt, kann sich sofort an einen geeigneten Ansprechpartner wenden – Kontaktadressen sind beigefügt. Das „Jahrbuch eHealth 2005/2006 ist ein nutzbringendes Buch. (Holger Schmidt, Redaktion medixtra.com)... [mehr]