13.03.2007 - Fast 20% Zuwachs bei Medizinischen Versorgungszentren

MVZ: Höchster Anteil in Bayern, Berlin und Niedersachsen

Die seit Januar 2004 bestehende Möglichkeit, ein medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zu gründen, wird mehr und mehr von Ärzten in Deutschland wahrgenommen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat hierzu wieder aktuelle Zahlen veröffentlicht.

So ist die Zahl der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) auch im vierten Quartal 2006 weiter gestiegen. Wie aus einer aktuellen Erhebung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervorgeht, gab es am 31. Dezember 2006 bereits 666 MVZ in Deutschland. Drei Monate zuvor waren es noch 562. Das bedeutet einen Anstieg um fast 20%. Die meisten dieser Zentren liegen in Bayern, Berlin und Niedersachsen.

In den MVZ arbeiten insgesamt 2.624 Ärzte. Das sind über ein Fünftel mehr als im dritten Quartal 2006, als 2.183 Ärzte registriert waren. Von ihnen sind 1.696 – fast zwei Drittel – als Angestellte beschäftigt. Im Durchschnitt arbeiten in einem Zentrum vier Ärzte, darunter vor allem Hausärzte, Internisten und Chirurgen. Fast zwei Drittel sind in reiner Trägerschaft von Vertragsärzten.

Im zweiten Quartal 2006 war die Zahl der MVZ auf 491 gestiegen. Im ersten Vierteljahr 2006 waren es bundesweit noch 420 MVZ.

Anfang 2004 bestanden sieben MVZs. Nach dem ersten Jahr waren es bereits 70, in denen 251 Ärzte tätig waren.  MVZs sind ein Teil der Gesundheitsreform 2004. Es sind fachübergreifende, ärztlich geleitete Einrichtungen. Bereits der Zusammenschluss von zwei Ärzten ermöglicht die Gründung eines MVZs. Einrichtungen wie diese bieten die Chance, Ärzte, auch ohne Zulassung, anzustellen. Nichtärztliche Leistungserbringer, zum Beispiel Physiotherapeuten und Pflegedienste, können ebenfalls an einem MVZ teilnehmen.


Quelle: kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung