News zum Thema

- 07.07.2011 - Zeitmangel der Hausärzte führt zu mehr Arztbesuchen

Studie: Menschen mit psychischen Erkrankungen füllen die Hausarztpraxen

Mit 18 Arztbesuchen pro Jahr halten die Deutschen den weltweiten Rekord. Das Institut für Allgemeinmedizin am Klinikum rechts der Isar der TU München konnte belegen, dass es in erster Linie Patienten mit psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen sind, die häufig ihren Hausarzt aufsuchen.Jeder Deutsche ging im Jahr 2008 laut einer Studie der Barmer GEK knapp 18 Mal zu einem Arzt. Die Arbeitsgruppe von Prof. Antonius Schneider, dem Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der TU München am... [mehr]

- 30.06.2011 - Ohne Bienen droht ein Mangel an pflanzlichen Vitaminen und Mineralien

Welche Auswirkungen hat das Bienensterben auf eine gesunde Welternährung?

Ohne Bienen droht ein Mangel an pflanzlichen Vitaminen und Mineralien

Welche Auswirkungen hat das Bienensterben auf eine gesunde Welternährung? Antwort auf diese Frage geben jetzt wissenschaftliche Untersuchungen der Leuphana Universität Lüneburg. Professorin Alexandra-Maria Klein hat zusammen mit Kolleginnen der Freien Universität Berlin und der Universitäten in  Berkeley und San Francisco eine international publizierte Studie vorgelegt. Sie weist erstmals nach, dass Kulturpflanzen mit dem höchsten Anteil an Fetten und Vitaminen A, C und E sowie einem hohen Anteil... [mehr]

- 26.05.2011 - Männer haben höheres Darmkrebsrisiko

Männer sollten mit der Darmkrebsvorsorge früher beginnen als Frauen

Koloskopie - Vorsorgeuntersuchung

Die Darmspiegelung erkennt Vorstufen – so genannte Adenome - und frühe Formen von Dickdarmkrebs. Dadurch sinkt das Risiko, an den Tumoren zu erkranken und zu sterben. Der Nutzen der „Koloskopie“ in der Vorsorge des Dickdarmkrebses gilt in der medizinischen Fachwelt mithin als gesichert. Weniger klar ist allerdings, in welchem Alter die erste Darmspiegelung erfolgen sollte. Derzeit empfehlen medizinische Fachgesellschaften Menschen ohne familiäre Vorbelastung für Dickdarmkrebs, sich ab dem 55. Lebensjahr... [mehr]

- 20.05.2011 - Von der Nasenverkleinerung zur Gesichtstransplantation

Kulturgeschichtliche, ethische und medizinpsychologische Perspektiven der Schönheitschirurgie

Begriffe wie Bodystyling und Bodytuning gehören längst zum alltäglichen Sprachgebrauch. Der mittels Schönheitschirurgie „verbesserte“ Körper ist zum Inbegriff eines neuen Sozialisationstypus geworden. „Eine kritische Reflexion der Bedeutung schönheitschirurgischer Praktiken im Austausch zwischen Kultur-, Geistes- und Humanwissenschaften und medizinischen FachvertreterInnen ist angesichts der rasanten Entwicklung neuer schönheitschirurgischer Optimierungstechniken nicht nur angebracht, sondern erforderlicher... [mehr]

- 19.05.2011 - "Magischer Ring" schützt beim Einkauf

Angel-Ring am Finger erkennt das Produkt

Wissenschaftler des Fraunhofer FIT haben ein System entwickelt, das Verbraucher durch Vibrieren eines Rings am Finger beim Ergreifen für sie unverträglicher oder unerwünschter Produkte warnt. Das System wurde auf Basis der Linksmart Middleware realisiert, die Fraunhofer FIT im EU- Projekt BRIDGE entwickelt.Herkunft und Inhaltsstoffe von Lebensmitteln sind auf Produkten oftmals unverständlich, verschleiernd oder sogar irreführend angeben. Häufig werben die Hersteller auch mit Produkteigenschaften,... [mehr]

- 15.04.2011 - Warnung vor unkontrollierter, hoch dosierter Jodeinnahme in Deutschland

Reaktorkatastrophe in Japan: übermäßige Einnahme von Jod in Europa zur Zeit völlig unnötig

Im Zusammenhang mit der Reaktorkatastrophe in Japan weist die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) darauf hin, dass eine übermäßige Einnahme von Jod in Europa zur Zeit völlig unnötig ist und für bestimmte Menschen sogar gefährlich sein kann. Dies betrifft vor allem Säuglinge und Kleinkinder, aber auch alte Menschen, Patienten mit Schilddrüsenknoten, Kropf oder einer Überfunktion der Schilddrüse. Um Verunsicherungen in der Bevölkerung hierzulande zu vermeiden, äußert sich die DGE dazu jetzt... [mehr]

- 15.04.2011 - Kürzer im Krankenhaus, kränker zur Reha

Studie zeigt Konsequenzen des Fallpauschalensystems

Seit der Einführung des Fallpauschalensystems stieg die Zahl der Patienten, die bei der Aufnahme in die Reha einen deutlich verschlechterten Gesundheitszustand aufweisen

Seit 2004 liegen Patienten in Deutschland kürzer im Krankenhaus als zuvor. Ursache ist das diagnoseorientierte Fallpauschalensystem, das damals verbindlich zur Abrechnung von Krankenhausleistungen eingeführt wurde. Nach diesem System werden Leistungen nicht abhängig vom jeweiligen Zeitaufwand vergütet, sondern pauschal pro Behandlungsfall. Seit der Einführung dieses Systems stieg jedoch die Zahl der Patienten, die bei der Aufnahme in die Reha einen deutlich verschlechterten Gesundheitszustand aufweisen.... [mehr]

- 01.04.2011 - Echte Ostereier sind gesünder als man denkt - Thema Cholesterin

Cholesterin im Ei? Hühnereier sind nicht verantwortlich für den Anstieg des Cholesterinspiegels

Hühnereier sind gesünder als der Griff zur Kalorienfalle Schokoladenei, da sie den Cholesterinspiegel im Körper nicht belasten. Wer dem traditionellen Brauch folgen will, zu Ostern gefärbte Hühnereier zu verspeisen, der kann diesem Genuss auch ohne Angst vor überschießenden Cholesterinwerten frönen. [mehr]

- 12.03.2011 - Magenband: Chirurgische Mageneingriffe in der Therapie der Adipositas und Übergewicht

Magenballon, Gastric banding und Co aus ernährungsmedizinischer Sicht

Magenballon, Gastric banding: Generell erfreuen sich chirurgische Maßnahmen zur Bekämpfung des Übergewichtes und besonders der Adipositas zunehmender Beliebtheit. Doch genauso wenig wie es die Wunderpille zum Abbau des Körpergewichtes gibt, ist auch die Chirurgie keinesfalls als "non plus ultra" anzusehen, auch wenn die Betroffenen dies gerne so hätten. Zwei bekannte und praktizierte Methoden in der Magenchirurgie sind das Einsetzen eines Magenballons oder eines Magenbandes, auch als Gastric Banding... [mehr]

- 14.02.2011 - Wachhund in Zellen wittert Krebs

Zusammenhang zwischen Zellstress und Krebsentstehung - Früher und bösartiger: Tumore bei Abwesenheit von MKK7

Tumorentstehung - Grafik Deutscher Infografikdienst

Schadstoffe, mutagene Substanzen oder Onkogene versetzen Zellen in Stress, schädigen ihr Erbgut und können so Krebs auslösen. Zellen wehren sich aber vehement gegen ihre Entartung. Wissenschaftler am  IMBA haben nun bei zwei der häufigsten Krebsarten, nämlich Lungenkrebs und Brustkrebs, eine äußerst interessante Entdeckung gemacht: Zellen besitzen einen Wachhund, der onkogenen Stress aufspürt und der Krebsentstehung entgegenwirkt.Krebs zählt zu den häufigsten Todesursachen in den Industrieländern.... [mehr]

- 01.02.2011 - Wann kann und darf eine Schönheitsoperation durchgeführt werden?

Welche Risiken bergen Schönheitsoperationen?

Der tödliche Ausgang einer Schönheitsoperation zur Brustvergrösserung bei einer 23jährigen Patientin wirft viele Fragen auf. Wodurch kann ein solcher tragischer Verlauf verursacht werden, und wie sie kann das verhindert werden? Wann darf und kann eine Schönheitsoperation durchgeführt werden, und welche Risiken bergen solche Operationen?Eine Schönheitsoperation wird nicht aus einem medizinischen Anlass durchgeführt, sondern es handelt sich um einen absoluten Wahleingriff für jemanden, der vor dem... [mehr]

- 26.01.2011 - Börsenmakler und Wirtschaftsmanager im Fokus der Neurobiologie

Dopamin-Ausschüttungen im Gehirn als Grundlage ökonomischer Entscheidungsfindungen

Emotionaler Kick oder nüchterne Kalkulation: Wissenschaftler an der RWTH Aachen gehen der Frage nach, wie die individuelle Persönlichkeit finanzielle Entscheidungen beeinflusst. Welche neurobiologischen Grundlagen bestimmen, ob ein Mensch sich eher risikofreudig oder risikoarm verhält? Haben diese persönlichen Anlagen Auswirkungen auf die Berufswahl? Um diese Fragen zu beantworten, analysieren Wissenschaftler unter Federführung von Univ.-Prof. Dr. med. Ingo Vernaleken aus der Klinik für Psychiatrie,... [mehr]

- 27.12.2010 - Untersuchungen zu Wirkung von Schokolade im Gehirn

Zusammenhang zwischen BMI und Serotoninkonzentration - Der Körper braucht ein Gleichgewicht seiner Botenstoffe

Schokolade macht glücklich, heißt es, aber nicht jeder glaubt daran

Rund elf Kilogramm Schokolade pro Jahr essen die Deutschen im Durchschnitt - einen großen Teil davon wahrscheinlich zu Weihnachten. Was Schokolade und Zucker mit unserem Gehirn anstellen, kann mit modernen Messverfahren abgebildet werden. Dr. Swen Hesse vom Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrum (IFB) für Adipositas-Erkrankungen in Leipzig ist ein Fachmann auf diesem Gebiet.Schokolade macht glücklich, heißt es, aber nicht jeder glaubt daran. Doch es stimmt tatsächlich, und Dr. Swen Hesse... [mehr]

- 13.12.2010 - Tatort Kopfschmerz – Wann ist es ein Notfall?

Unterscheidungskriterien und Handlungsleitfaden für plötzlich auftretende Kopfschmerzen

Frau M. ist heute mit starken, noch nie gekannten Kopfschmerzen aufgewacht. Sie fragt sich: Was soll ich tun? Kann ich warten bis die Kopfschmerzen zurückgehen, eine Kopfschmerztablette nehmen, oder muss ich bei einem Arzt Hilfe suchen? Sind meine Kopfschmerzen lebensgefährlich, ist es die bekannte Migräne oder ein neu aufgetretener harmloser Kopfschmerz? Solche Fragen stellen sich Betroffene in der vom Schmerz bestimmten Ausnahmesituation.In Deutschland leiden rund zehn Prozent der Menschen im ... [mehr]

- 13.12.2010 - Hilfe für Stress-Esser

Kostenlos am Trainingsprogramm der Universität teilnehmen

Voller Verlockungen ist die Zeit vor Weihnachten. Lebkuchen, Plätzchen und andere süße Verheißungen lassen dann so manchen schwach werden – gerade in der hektischen Adventszeit. Denn unter Stress neigen viele Menschen dazu, übermäßig zu essen. Wer dem ein Ende setzen will, findet Hilfe an der Universität Würzburg. [mehr]

- 04.12.2010 - Haarglättungsmittel mit Formaldehyd sind gesundheitsschädlich

Verbrauchern und Frisören wird vom Gebrauch abgeraten

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin rät vom Gebrauch von Haarglättungsmitteln ab, die Formaldehyd in teilweise hohen Konzentrationen enthalten. Aufgefallen waren den Überwachungsbehörden von Baden-Württemberg solche Mittel, die freies Formaldehyd in Konzentrationen von 1,7 bis 1,8 Prozent enthielten. „Solche Konzentrationen können die Gesundheit schädigen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Formaldehyd wirkt stark reizend auf Augen, Haut und Schleimhäute.Der... [mehr]

- 03.12.2010 - Alterswarzen: Kein Krebs trotz Mutationen

Alterswarzen weisen Krebsgene auf

Alterswarzen weisen verschiedene so genannte onkogene Mutationen („Krebsgene“) auf. Das konnte in einer Studie unter der Leitung von Regensburger Wissenschaftlern gezeigt werden, an der Forscher aus Erlangen, Leeds und Madrid beteiligt waren. Die Ergebnisse wurden im renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) veröffentlicht.Alterswarzen sind gutartige Hauttumoren, die vor allem in der zweiten Lebenshälfte in großer Zahl auftreten können. Auch wenn sie... [mehr]

- 01.12.2010 - Feiern, bis der Chemiker kommt

Partydrogen auf der Technoparty analysieren

Ecstasy ist die häufigste Partydroge, und oft enthalten die kleinen bunten Pillen noch andere Substanzen. Seit dem Jahr 2005 sind vermehrt Ecstasy-Tabletten im Umlauf, die mit Industriechemikalien gestreckt sind. Das hat das mobile Labor des Kantonsapothekeramts Bern herausgefunden. Die Pharmazeuten analysieren Partydrogen vor Ort und helfen damit bei Projekten zur Drogenprävention. Über das mobile Labor berichten die „Nachrichten aus der Chemie“.Wenn die Technoparty beginnt, fahren Daniel Allemann... [mehr]

- 22.11.2010 - Neue Schätzzahlen zum Welt-AIDS-Tag 2010

Deutschland: Hohe Zahl der HIV-Neuinfektionen

In Deutschland leben nach einer aktuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 70.000 Menschen mit HIV oder AIDS. Diese Zahl steigt seit Jahren. Dank der wirksamen medikamentösen Behandlung sterben immer weniger Menschen mit einer HIV-Infektion (etwa 550 im Jahr 2010). Die Zahl der Neuinfektionen ist erheblich höher als die Zahl der Todesfälle. Im Jahr 2010 haben sich nach der aktuellen Schätzung 3.000 Menschen neu mit HIV infiziert, ähnlich viele wie in den Vorjahren. "Die nach wie vor... [mehr]

- 22.11.2010 - Neue Grippe: Wirtswechsel mit fatalen Folgen

Minimale Änderung, atemberaubende Wirkung

Minimale Änderung, atemberaubende Wirkung: Der Austausch eines einzigen Proteinbausteins genügt, damit das Schweinegrippe-Virus neue Zielzellen befällt und lebensbedrohliche Atemwegsbeschwerden auslösen kann. Das haben Wissenschaftler aus Marburg und London herausgefunden. Die abgewandelten Viren infizieren bevorzugt bewimperte Zellen in Lunge und Bronchien.Die „Neue Grippe“ weitete sich im vergangenen Jahr zu einer weltweiten Seuche aus, verursacht durch das Influenzavirus H1N1; erst vor kurzem... [mehr]

- 30.10.2010 - Bildschirmarbeit in der Produktion verbessern

Bildschirmarbeitsplätze mangelhaft

Bildschirmarbeitsplätze in der Produktion entsprechen häufig nicht den Anforderungen der Bildschirmarbeitsverordnung. Das geht aus der aktuell veröffentlichten Studie „Bildschirmarbeit in der Produktion“ der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hervor. Alle 172 in der Studie untersuchten Arbeitsplätze wiesen Mängel auf.Ohne Computer läuft in den meisten Unternehmen heute nichts mehr. Dabei stehen die Rechner nicht mehr nur im Büro, sondern finden sich zunehmend auch im Produktionsbereich.... [mehr]

- 27.10.2010 - Neue Einflussfaktoren für die Diagnose von Typ 2 Diabetes

Typ 2 Diabetes ist eine Erkrankung des Glukose-Stoffwechsels

Insulin öffnet den Zuckermolekülen den Weg in die Zelle

Ein internationales Wissenschaftler-Team unter Beteiligung des Helmholtz Zentrums München hat neue genetische Faktoren gefunden, die die Konzentration von glykosyliertem Hämoglobin (HbA1C)* beeinflussen. HbA1C ist der wichtigste Blutwert, um den Verlauf von Typ 2 Diabetes mellitus zu verfolgen. Die Ergebnisse sind im renommierten Fachjournal Diabetes veröffentlicht.Ein internationales Wissenschaftler-Team hat mit Hilfe der Metaanalyse von genomweiten Assoziationsstudien (GWAs)** 10 Genorte identifiziert,... [mehr]

- 14.10.2010 - Sprachverlust nach Schlaganfall

Hirnforscher entdecken neue Möglichkeiten des Spracherwerbs

Jedes Jahr erleiden rund 200.000 Menschen in Deutschland einen Schlagfanfall. Knapp ein Viertel der Betroffenen behält schwerwiegende Sprachstörungen zurück. Wie es gelingen könnte, Patienten beim Wiedererlernen der Sprache zu unterstützen, fanden jetzt Wissenschaftler um Dr. med. Friedhelm Hummel vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Bereich Neurologie, heraus. Sie zeigten, dass man auch durch Hirnstimulation von nicht klassischen Spracharealen, wie z.B. dem motorischen Kortex, Spracherwerb... [mehr]

- 14.10.2010 - Beim Ausbau des Stromnetzes frühzeitig auf Fragen des Strahlenschutzes eingehen

Ausbau des Netzes mit den betroffenen Menschen planen

Der zügige Ausbau der Stromnetze ist die Voraussetzung für das ambitionierte Ziel der Bundesregierung, bis 2050 80 Prozent des Strombedarfs in Deutschland mit erneuerbarer Energie zu decken. Dabei müssen Fragen des Strahlenschutzes von Anfang an berücksichtigt werden. Das betonte der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, heute anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichtes der Behörde in Salzgitter. „Für eine moderne Energieversorgung ist es von zentraler Bedeutung,... [mehr]

- 12.10.2010 - Immer schön flexibel bleiben

Interview mit Hartmut Stern, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation e.V. (DEGEMED)

Herr Stern, welches sind Ihre Hauptaufgabengebiete bei der Klinik Bavaria?Stern: Ich befasse mich im Unternehmen vor allem mit der Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation. Dazu gehört etwa die Erstellung von neuen Konzepten, Orientierung hinsichtlich wichtiger Rechtsänderungen und die Unterstützung bei der zukunftsorientierten Ausrichtung der Klinik Bavaria. Es geht dabei immer um die künftige Entwicklung mit der Zielsetzung positive Ergebnisse für den Standort und der Arbeitsplatzerhaltung... [mehr]

- 09.10.2010 - Ursprung der Malaria in Gorillas entdeckt

Plasmodium falciparum, der Erreger der lebensgefährlichen Malaria tropica, ist vermutlich vom Gorilla auf den Menschen übergesprungen

Überträger der Malaria sind Mücken der Gattung Anopheles

Plasmodium falciparum, der Erreger der lebensgefährlichen Malaria tropica, ist vermutlich vom Gorilla auf den Menschen übergesprungen. Dies ergab die Studie  eines internationalen Teams, darunter Forscher vom Forschungsinstitut für Entwicklung und der Universität von Montpellier 1. Ihre Ergebnisse wurden am 23. September in der Fachzeitschrift Nature (2010; 467: 420-425) veröffentlicht.Anfang des Jahres wurde bereits darüber berichtet, dass der Auslöser der gefährlichen Malaria tropica auch bei ... [mehr]

- 04.10.2010 - Studie entlarvt Ausreden von Alkoholsündern

Drei Liter alkoholfreies Bier können den Test nicht täuschen

Urintests auf bestimmte Abbauprodukte von Alkohol sind besser, als so mancher Alkoholsünder denkt: Sie lassen sich durch geringe Ethanolmengen, wie sie etwa in überreifen Bananen zu finden sind, kaum irritieren. Das zeigt eine Studie der Universität Bonn, die kürzlich im International Journal of Legal Medicine erschienen ist (doi: 10.1007/s00414-010-0511-z). Wer positiv auf Alkohol getestet wird, kann sich also künftig wohl nicht mehr damit herausreden, er habe etwas Falsches gegessen oder getrunken.Hintergrund... [mehr]

- 01.10.2010 - Kopfpauschale würde 2011 mit gut 100 Euro starten und bis 2050 auf bis zu 670 Euro ansteigen

Wirtschaftswissenschaftler nutzen moderne statistische Verfahren, um Anstieg vorherzusagen

Die Kosten für die einkommensabhängige Kopfpauschale, so wie sie zurzeit von der schwarz-gelben Regierungskoalition diskutiert werden, würden nach einer Schätzung von Wissenschaftlern der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Universität Witten/Herdecke bei einer Einführung im Jahr 2011 etwa 100 Euro betragen, bis 2050 jedoch auf Werte zwischen 425 und 670 Euro steigen.Das ist das Ergebnis der Studie "Die Entwicklung der Ausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung bis 2050 - bleibende Herausforderung... [mehr]

- 24.09.2010 - Zurück ins Arbeitsleben

Medizinisch-berufsorientierte Rehabilitation unterstützt berufliche Wiedereingliederung

Die möglichst dauerhafte berufliche Wiedereingliederung und die Erhaltung der Erwerbsfähigkeit stellen übergeordnete Ziele der Rehabilitation durch die gesetzliche Rentenversicherung dar. Arbeitsbezogene und soziale Anforderungen sollen, gemäß den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation (s. ICF) und unserer Sozialgesetzgebung, in den Rehabilitationsprozess einbezogen und Wege zu deren Bewältigung vermittelt werden.Hier setzt die medizinisch-berufsorientierte Rehabilitation (MBO®) an, die in den... [mehr]

- 08.09.2010 - Zwischen Knochenschwund und Herzinfarkt

Kalzium schützt das Skelett, gefährdet aber die Blutgefäße

Kalziumpräparate können, in größeren Mengen eingenommen, die Entstehung von Herzinfarkten und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung mehrerer Studien an insgesamt 12 000 Teilnehmern. Kalziumpräparate sollten deshalb zurückhaltender und nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden, rät die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Um Knochenabbau vorzubeugen, sei eine ausreichende Kalziumzufuhr mit der Nahrung jedoch weiterhin unverzichtbar.Kalzium... [mehr]

- 01.09.2010 - Mit kleinen Molekülen gegen Blutkrebs

Deutliche Verbesserungen bei der Behandlung von Leukämien

Ermutigende Ergebnisse einer klinischen Studie zur Behandlung der häufigsten Form von Blutkrebs unter Erwachsenden haben Mediziner des Magdeburger Universitätsklinikums jetzt zusammen mit Krebsforschern aus den USA und der Universität Dresden im renommierten Fachjournal „Journal of Clinical Oncology“ vorgestellt. Die Forschungen geben Anlass zur Hoffnung, künftig noch besser jenen Menschen helfen zu können, die an einer so genannten akuten myeloischen Leukämie (AML) leiden und von einer Chemotherapie... [mehr]

- 30.08.2010 - Starke Schmerzmittel: Ärzte sind unsicher

80% verordnen Opioide, nur wenige wissen genau Bescheid - Nebenwirkungen werden überschätzt

Viele Ärzte sind bei der Verordnung von opioidhaltigen Schmerzmitteln unsicher: Eine Befragung durch Dresdener Forscher unter 226 Schmerztherapie-interessierten Ärzten hat ergeben, dass zwar über 80 % regelmäßig Opioide gegen starke Schmerzen verordnen, jedoch nur die wenigsten Fragen zur Anwendung und Medikamentenwahl nach aktuellem wissenschaftlichem Kenntnisstand richtig beantworten konnten. Die Dresdner Forscher drängen daher auf eine intensivere Ausbildung von Medizinstudierenden und Ärzten.... [mehr]

- 30.08.2010 - Bettwanzen: Typischer Gestank im Schlafzimmer

Import von Bettwanzeneiern oder -larven aus tropischen Urlaubsländern über das Reisegepäck

In den letzten Jahren werden die Gesundheitsbehörden zunehmend wieder mit dem Problem des Befalls mit Bettwanzen konfrontiert. Nicht nur bei verwahrlosten Wohnverhältnissen ("Messies") lassen sich diese unerwünschten Besucher aufspüren. Nachdem Bettwanzen bereits in in Teilen New Yorks Wohnungen, Hotels und Geschäfte unterwegs sind, machen sich die Bettwanzen auch in deutschen Ballungsgebieten breit.Mit dem Kauf antiquarischer Möbel oder Bilder kann es beispielsweise zur Verwanzung einer Wohnung... [mehr]

- 26.08.2010 - Studie untersucht erstmals allergisches Potenzial von Wein

Weinallergie: Universität verschickt 4.000 Fragebögen an Einwohner in Mainz

Ein Gläschen Wein tut dem Herzen offensichtlich gut

Allergien sind auf dem Vormarsch, aber was genau die Ursachen für diese Zunahme sind, ist nicht eindeutig geklärt. Auslöser sind oft Nahrungsmittel wie zum Beispiel Nüsse oder Milch. Zum ersten Mal überhaupt untersucht nun eine Studie, ob und in welchem Ausmaß auch Wein eine allergische Reaktion auslösen kann. Dazu schreibt die Johannes Gutenberg- Universität 4.000 Einwohner der Stadt Mainz an und bittet sie um ihre Mitarbeit bei der Beantwortung eines Fragebogens für die Weinallergie- Studie. [mehr]

- 26.08.2010 - Spitzentreffen für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie

Von der Gliedmaßenrekonstruktion bis zur Gesichtsverpflanzung: Spezialisten-Tagung zum zweiten Mal im Hamburger Hafen

Zum zweiten Mal organisiert Prof. Dr. Lars Steinsträßer vom RUB-Klinikum Bergmannsheil ein international besetztes Expertentreffen plastischer Chirurgen. Der leitende Arzt der Klinik für Plastische Chirurgie ist zugleich Präsident der europäischen Fachvereinigung „European Plastic Surgery Research Council“, die er 2009 begründet hat. In dieser Funktion wird er vom 26. bis zum 29. August 2010 gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Jan Jeroen Vranckx von der Katholischen Universität Leuven in Belgien... [mehr]

- 20.08.2010 - Neue Hilfe bei chronischen Kopfschmerzen

Botulinumtoxin zeigt Wirkung bei Patienten mit chronischer Migräne

Nicht nur gegen Falten kommt es zum Einsatz, in höherer Dosierung kann das Bakteriengift „Botoliniumtoxin“ bei Patienten mit chronischer Migräne eine sehr effektive Vorbeugung darstellen. Diese neue Hoffnung für Betroffene nähren zwei Veröffentlichungen aus dem renommierten Wissenschaftsjournal „Cephalalgia“. Beide Veröffentlichungen zeigen anhand gut kontrollierter Studien, dass sowohl die monatlichen Tage mit Migräne als auch der Medikamenten-Übergebrauch durch Gabe von Botulinumtoxin durch Injektion... [mehr]

- 19.08.2010 - Wichtiger Schritt zum Verständnis der Entstehung von Asthma

Forscher veröffentlichen neue Erkenntnisse in der Asthma-Forschung

Deutsche Atemwegsliga

Wissenschaftlern der Universitätsmedizin Mainz ist ein weiterer Schritt zu einem besseren Verständnis der Entstehung von Asthma gelungen. Für die Entwicklung von T-Helfer-9-Zellen, die nach diesen neuen Erkenntnissen eine wesentliche Rolle bei der chronischen, entzündlichen Erkrankung der Atemwege einnehmen können, ist das Gen-regulierende Molekül „IRF4“ mit entscheidend. Dies hat die Arbeitsgruppe um Dr. Tobias Bopp und Prof. Dr. Edgar Schmitt vom Institut für Immunologie jetzt in einer Arbeit ... [mehr]

- 19.08.2010 - Wasserversorgung auf Nanobasis für Überschwemmungsgebiete

Tragbare Aufbereitungsanlage für sauberes Trinkwasser

Die Flutkatastrophe in Pakistan hat unzählige Menschen nicht nur um ihr Hab und Gut gebracht. Nach Schätzungen von UNICEF Pakistan sind in dem asiatischen Land derzeit mehrere Millionen Menschen ohne sauberes Trinkwasser. Kasseler Forscher haben eine tragbare Wasseraufbereitungsanlage entwickelt, mit der im Notfall auch Dörfer versorgt werden können, die komplett von der Außenwelt abgeschnitten sind.Hilfsorganisationen setzen bei Naturkatastrophen vor allem auf große mobile Anlagen, die pro Tag ... [mehr]

- 16.08.2010 - Wie Nickelallergien entstehen

Allergien fehlgeleitete Immunreaktionen

Einen wesentlichen Beitrag zur Entschlüsselung der allergiefördernden Eigenschaften von Nickel haben jetzt Wissenschaftler der Universität Gießen gemeinsam mit Kollegen aus Mannheim, Freiburg, Münster und München geleistet. Unter Federführung der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Matthias Goebeler und Dr. Marc Schmidt (Zentrum für Dermatologie, Venerologie und Allergologie) konnte aufgeklärt werden, auf welche Weise Nickel eine Entzündung der Haut hervorruft, die einem sichtbaren Ekzem vorausgeht. Diese... [mehr]

- 11.08.2010 - Geringer Eigenschutz der Haut vor UV-Strahlung

Wer regelmäßig im Freien arbeitet, ist in überdurchschnittlichem Maß UV-Strahlung ausgesetzt und trägt damit ein erhöhtes Hautkrebsrisiko

Wer regelmäßig im Freien arbeitet, ist in überdurchschnittlichem Maß UV-Strahlung ausgesetzt und trägt damit ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Es ist jedoch bekannt, dass die Haut in gewissem Umfang einen Eigenschutz gegen UV-Strahlung aufbauen kann. Wie groß dieser Schutz tatsächlich ist, hat jetzt ein Forschungsprojekt der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) untersucht. Quintessenz der Studie: Der Eigenschutz der Haut ist so gering, dass er den Arbeitgeber nicht davon entbindet,... [mehr]

- 02.08.2010 - Empfehlungen der Ständigen Impfkommission aktualisiert

Empfehlung einer generellen Masern-Schutzimpfung für junge Erwachsene sowie die Empfehlung der Influenza-Schutzimpfung für alle Schwangeren

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert und im Epidemiologischen Bulletin 30/2010 veröffentlicht, sie sind auch auf den RKI-Impfseiten im Internet abrufbar. Die wesentlichsten Neuerungen sind die Empfehlung einer generellen Masern-Schutzimpfung für junge Erwachsene sowie die Empfehlung der Influenza-Schutzimpfung für alle Schwangeren. Bei den Impfempfehlungen für Röteln, Meningokokken, Tollwut und Cholera hat die Ständige Impfkommission... [mehr]

- 26.07.2010 - Flugtauglichkeit bei älteren Menschen - Economy-Class-Syndrom und Jet-Lag

Flugreisen und medizinische Probleme: Auf bestehende Risiken achten

Im Flugzeug können sich medizinische Probleme, bedingt durch das Economy-Class-Syndrom und den Jet-Lag ergeben

Jet-Lag beziehungsweise Economy-Class-Syndrom: ältere Menschen nehmen heute zunehmend das Angebot an Fernreisen war. Beliebte Urlaubsziele sind hierbei insbesondere Thailand, Malaysia, Indonesien, Südafrika, Kenia, Brasilien, Dominikanische Republik sowie die USA. Die Flugdauer zu diesen Destinationen kann bis zu 11 Stunden betragen. Hinzugerechnet werden müssen dabei zusätzlich noch die Anreise zum Flughafen, das Kofferabgabeprozedere, die Schlange bei der Einreise und Zollformalitäten sowie der... [mehr]

- 11.06.2010 - Listeriose: ein lebensmittel-hygienisches Problem

Listeriosen: Ursache kann Weichkäse sein

Die Listeriose ist eine bakterielle Infektion. Verursacht wird sie durch Listeria monozytogenes, ein grampositives Stäbchenbakterium, welches ubiquitär vorkommt. Listerien vermehren sich intrazellulär, wodurch sie sich vor der Immunabwehr und der Wirkung von Antibiotika bis zu einem gewissen Grade entziehen können. Die Inzidenz von Listeriosen in Mitteleuropa beträgt etwa 1 bis 10 pro Millionen Einwohner pro Jahr. Etwa ein Drittel der Erkrankungen betrifft Schwangere und Neugeborene.Infektionen ... [mehr]

- 31.05.2010 - Ärzte und Krawatten: Ein hygienischer Widerspruch?

Die Bedeutung von Krawatten bei der Weiterverbreitung von nosokomialen Infektionen darf nicht unterschätzt werden

Kravatten implizieren bei Ärzten für Außenstehende Seriosität und eine Leitungsfunktion. Derweilen sind Krawatten unter hygienisch-mikrobiologischen Aspekten nichts weiter als Keimschleudern, die bei Patienten unter Umständen zu Hospitalinfektionen führen können. Die Bedeutung von Krawatten bei der Weiterverbreitung von nosokomialen Infektionen darf wie Untersuchungen der letzten Jahre belegen nicht unterschätzt werden.Krawatten werden in Kliniken, wenn überhaupt, nur von Chefärzten bzw. Leitenden... [mehr]

- 31.05.2010 - Wieso heißen Cornflakes Cerealien?

Gesundheitstipp: Wie sollte man seine Frühstückscerealien zubereiten?

Wieso heißen Cornflakes Cerealien?

In der TV-Werbung ist ständig von "Cerealien" die Rede. Weiss denn wirklich jeder, was damit gemeint ist? Sind nur Cornflakes Cerealien oder hat es damit mehr auf sich? Welche Cerealien sind gut für uns?Wieso heißen Cornflakes Cerealien?Die Göttin Ceres ist die Namensgeberin der Cerealien. Die alten Römer verehrten Ceres als Göttin des Ackerbaus und der Futterpflanzen. Ihr zu Ehren feierten die Römer die Cerealien, ein Fest, das als Vorläufer unseres heutigen Erntedankfestes gilt. Die Römer benutzten... [mehr]

- 31.05.2010 - Sommerzeit ist Enterovirus-Zeit

Enteroviren: Ansteckungsgefahr auch beim Schwimmen

Badeurlaub

Mit Beginn der warmen Jahreszeit wird es in Deutschland erneut zu einer Zunahme von Enterovirus- Infektionen kommen. Zu den als nicht-polioviralen Enteroviren gehören insgesamt 61 verschiedene Virusserotypen, die sich aus 23 Vertretern der Coxsackie-A-Viren, 6 Coxsackie-B-Viren, 31 Echoviren und Enterovirus 68-71 zusammensetzen.Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 35 Tage. Die durch Enteroviren verursachten Krankheitsbilder sind sehr vielschichtig. Sie reichen von "Sommer-Grippe", Herpangina, Hand-Fuß-Mund-Krankheit,... [mehr]

- 27.05.2010 - Ockelbo´sche Krankheit: Arbovirose Skandinaviens

Typisch sind Fieber, Gelenkschmerzen und Exanthem

Bei der reisemedizinischen Beratung bzw. bei Reiserückkehreruntersuchung ist die Kenntnis des Vorkommens bestimmter regionsspezifischer Erkrankungen Voraussetzung. Nach Reisen in skandinavische Länder wurden wiederholt Erkrankungen an der Ockelbo´sche Krankheit beobachtet. Die Ockelbo´sche Krankheit (synonym: karelisches Fieber (Russland), Pogosta-Erkrankung (Finnland) ist durch Fieber, Exanthem und Polyarthralgien gekennzeichnet.Verursacht wird sie durch das Ockelbo-Virus (OCK), einen zu den Alphaviren... [mehr]

- 26.05.2010- Kopflausbefall: Lästiges und ansteckendes Übel

Problem für alleinerziehende, auf Kinderbetreuung angewiesene Berufstätige

Der Befall mit Kopfläusen (Pediculosis capitis) ist vermutlich so alt wie die Menschheit und betrifft seit jeher alle sozialen Schichten. Kopfläuse haben sich koevolutiv mit dem Menschen entwickelt und sich dabei auf den Menschen als Nahrungsquelle spezialisiert. Die Insekten passen in den Industrieländern heute nicht in das Bild von Sauberkeit und Hygiene, weswegen ein Befall daher zur Stigmatisierung führt. Auf der anderen Seite führt die Mobilität, worunter auch Flüchtlingsströme fallen, zu einem... [mehr]

- 22.05.2010 - Lymphozytäres Choriomeningitis-Virus (LCMV): Hamster sind Überträger

Konnatale Schädigungen sind möglich

Hamster: Übertrager eines gefährlichen Virus

Das lymphozytäre Choriomeningitis Virus (LCMV) ist ein in der ärztlichen Praxis wenig bekannter Erreger, der Schädigungen des Fetus verursachen kann. LCMV, ein zu den Arenaviridae gehörender Erreger, verursacht eine Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS). Als tierisches Reservoir und Übertrager gilt neben Hamstern, Meerschweinchen auch die Hausmaus.Die Nager, bei denen meist eine asymptomatische, persistierende Infektion vorliegt, scheiden das Virus mit dem Speichel, Urin oder Fäzes aus. Die... [mehr]

- 12.05.2010- Filariosen: Elephantiasis und Flussblindheit

Eosinophilie bei entsprechender Reiseanamnese verdächtig

Zu den weltweit wichtigen Helminthosen des Menschen werden Infektionen durch die verschiedenen Fadenwürmer gerechnet, die ~100 Millionen weltweit verursachen. Assoziiert sind  diese Infektionen mit einer z.T. grotesk anmutenden Elephantiasis oder der Flussblindheit. Übertragen werden die Nematoden durch Stechmücken oder Bremsen.Als bedeutsamste Erreger gelten hierbei Wucheria (W.) bancrofti, Brugia (B.) malayi, Onchocerca (O.) volvulus und Loa loa. Das Vorkommen dieser Nematoden ist auf die Tropen... [mehr]

- 12.05.2010 - Infektionen durch humane T-Zellleukämievirus Typ 1 und 2

Ursache virusbedingter Neoplasien oder Myelopathien

Neben dem gut bekannten humanen Immundefizienz-Virus (HIV) kommen beim Menschen noch weitere Retrovirusinfektionen vor, die von medizinischer Bedeutung sind. Unterschieden werden dabei das humane T-Zellleukämievirus Typ I (HTLV-I) und Typ II (HTLV-II). Die Erstisolierung von HTLV-I gelang im Jahr 1980. Beide Retroviren sind Onkogene und stehen in Zusammenhang mit der Ätiopathogenese verschiedener neoplastischer Erkrankungen. [mehr]

- 06.05.2010 - Giftschlangen: Biodiversität mit Biss

Weltgesundheitsorganisation stellt Giftschlangen online

Proben von Schlangengift aus Brasilien

Bei einer Pressekonferenz in ihrem Genfer Hauptquartier hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgestern eine neue Internet-Plattform mit Verbreitungskarten und Fotos von über 200 Giftschlangen-Arten vorgestellt. Ziel der ungewöhnlichen "Verbrecherkartei" ist die inhaltliche Ergänzung neuer Richtlinien zur Herstellung und Qualitätskontrolle von Immuntherapeutika zur Behandlung von Schlangenbissen, die zeitgleich veröffentlicht wurden.Kürzlich erst wurden diese Gegengifte in die WHO-Liste der... [mehr]

- 04.05.2010 - Gefahr durch Infektionen mit EHEC

Infektionsquelle: Hackfleisch, Mettwurst und nicht-pasteurisierte Milchprodukte

Ausbrüche durch Infektionen mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) kommen weltweit vor und sind in den meisten Fällen nahrungsmittelassoziiert. In die Schlagzeilen geriet dieser Erreger, der erstmals 1977 entdeckt wurde, durch Erkrankungen, die durch den Verzehr von Hamburgern verursacht wurden.EHEC unterscheiden sich von anderen E. coli-Stämmen durch die Eigenschaft bestimmte Toxine zu bilden. Das Shiga-Toxin (synonym: Verotoxin) wird von mehreren Serovaren, wie O157:H, O26:H11, O111:H2,... [mehr]

- 22.04.2010 - Leptospirose: Ansteckungsgefahr in Badeseen?

Leptospirose: Durch Freizeitaktivitäten im Sommer gehäuft Erkrankungen - Badeseen: Risiko für Leptospirose?

Leptospiren können daher während Freizeitaktivitäten wie Camping, Schwimmen, Bootsfahren oder auch Mountain-Biken erworben werden

Die Leptospirose ist eine weltweit vorkommende bakterielle Zoonose. In die Schlagzeilen geriet die Infektion, als Athleten, die am internationalen "Eco-Challenge" im August 2000 auf Borneo teilgenommen hatten, nach Rückkehr in ihre Heimatländer an Leptospirose erkrankten. Erst vor kurzem wurde in Deutschland über einen Ausbruch berichtet, der seinen Ausgang einer Erdbeerplantage nahm.Verursacht wird die Leptospirose durch Erreger der Spezies Leptospira (L.) interrogans. Zurzeit werden molekulargenetisch... [mehr]

- 20.04.2010 - Japanische Enzephalitis in Asien

Japanische Enzephalitis: Impfung insbesondere bei Südostasien-Reisen in ländliche Gebiete

Japanische Enzephalitis in Hong Kong

Die japanische Enzephalitis wird durch das gleichnamige Virus (JEV), ein zu den Flaviviridae gehörendes Agens, verursacht. Der Erreger tritt in den gemäßigten Zonen Asiens, dem Indischen Subkontinent und den nördlichen Teilen des tropischen Südostasiens endemisch auf. Die westliche Grenze der Verbreitung dieses Virus ist Pakistan. Mit einer Ausdehnung in die nördlichen Regionen Australiens muss zukünftig gerechnet werden.Die Infektion wird durch Stechmücken der Gattung Culex (Culex tritaeniorhynchus)... [mehr]

- 19.04.2010 - Bayern: Weiterhin hohe Durchseuchung mit Fuchsbandwurm

Echinokokkose: Gefahr durch Füchse in Süddeutschland

Fuchsbandwurm: gründliches Waschen von Waldfrüchten oder Pilzen vor dem Verzehr

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sind nach Untersuchungen in sieben Regierungsbezirken Bayerns durchschnittlich 29% der Füchse mit Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm) infiziert. In der Hochendemieregion, Schwäbische Alb, beträgt dieDurchseuchung der Fuchspopulation sogar 55%. Da die Fuchspopulation, nicht zuletzt bedingt durch die flächendeckende Tollwutimpfung der Tiere, in den letzten 10 Jahren um das Fünffache angestiegen ist, ist mit... [mehr]

- 07.04.2010 - LGV: Geschlechtskrankheit Risikogruppe Homosexuelle

Warnung vor Lymphogranuloma venereum - Krankheit verbreitet sich unter homosexuellen Männern in Europa aus

Immer wieder wird vor einer neuen Geschlechtskrankheit gewarnt, die sich  unter homosexuellen Männern auch in Europa ausbreitet. Dabei handelt es um Lymphogranuloma venereum (LGV). Nach dem diese Infektion im Jahre 2003 zunächst in Rotterdam  festgestellt worden war, traten seither Erkrankungen in mehreren europäischen Städten auf. Es ist jedoch davon auszugehen, dass viele Fälle von LGV nicht diagnostiziert werden. Weitere Fälle wurden vor allem in den USA in New York, San Francisco und Atlanta... [mehr]

- 05.04.2010 - FSME: Virusinfektion durch Zecken in Deutschland

Frühsommer-Meningoenzephalitis: starker Anstieg der Erkrankungszahl

FSME, Zecke

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken übertragene meldepflichtige Virusinfektion, welche durch das FSME Virus aus der Familie der Flaviviren verursacht wird. Nach erfolgter Infektion entwickelt ungefähr jeder Dritte Krankheitserscheinungen. Auf, wie grippeartige Symptomen mit Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen. Nach etwa 1 bis 3 Wochen entsteht bei etwa 10% der Infizierten eine Meningoenzephalitis, in vereinzelten Fällen kann es zum Koma kommen. Insbesondere bei älteren... [mehr]

- 05.04.2010 - Ehrlichiosen: durch Zecken übertragene Infektionen

Ehrlichiose: Bisher wenig bekannte Krankheitsbilder

Bei der Ehrlichiose handelt es um eine durch Zecken-übertragene Infektion. Unterschieden werden dabei die humane granulozytäre Ehrlichiose (HGE) und humane monozytäre Ehrlichiose (HME). Bei diesen beiden bakteriellen Erkrankungen handelt es sich um unterschiedliche Infektionen. Verursacht werden sie durch ein gramnegatives, obligat intrazelluläres Bakterium. Nachgewiesen wurden diese Infektionen bisher in Nordamerika, Europa, Japan und Malaysia. [mehr]

- 05.04.2010 - Borrelien lauern im Grünen

Die Lyme-Borreliose ist in Deutschland die häufigste durch Zecken übertragene Infektion

Zecke am Grashalm in Lauerstellung (Abbildung: Baxter)

Verursacht wird die Lyme-Borreliose durch Bakterien des Genus Borrelia. In Deutschland kommen drei Spezies vor, Borrelia (B.) garinii, B. afzelii und B. burgdorferi sensu stricto. Studien zeigten, dass B. afzelii überwiegend Hautmanifestationen verursacht, während die beiden anderen Spezies mit Arthritiden und neurologischen Komplikationen assoziiert sind.Die Durchseuchung der Zeckenpopulation reicht von 5 bis 35%. Adulte Zecken sind zu etwa 20%, Nymphen zu 10% und Larven zu 1% infiziert. Nach Beobachtungen... [mehr]

- 30.03.2010 - Trichuriasis: häufiger Wurmbefall des Menschen

Häufig bei schlechten Hygienebedingungen in warmen Ländern

Bei der Trichuriasis handelt es sich um eine weltweit verbreitete Helminthose, die durch Trichuris trichiura (Peitschenwurm) verursacht wird. In warmen Gegenden mit schlechter Hygiene oder aber fehlenden Kläranlagen oder Fäkalienbeseitigung kommen Infektionen häufiger vor.Der Peitschenbandwurm ist ein Fadenwurm, der den Dickdarm besiedelt und sich dort mit seinem Vorderende in die Schleimhaut einbohrt. Die Länge der Würmer beträgt zwischen 35 bis 45 mm. Pro Tag produziert jeder Wurm bis zu 10.000... [mehr]

- 29.03.2010 - Exanthema subitum: häufige Infektion im Kleinkindesalter

Dreitagefieber: Keine gesicherte Rolle beim Chronischen Müdigkeitssyndrom

Das Exanthema subitum (synonym: Dreitagefieber, Roseola infantum, "Sixth Disease") ist eine weltweit vorkommende Virusinfektion des Säuglings- und Kleinkindesalter. Verursacht wird das Krankheitsbild durch das zu den Herpesviridae gehörende humanen Herpes-Virus- 6B(HHV-6B); eine Rolle von HHV-7 wird diskutiert. Das mit HHV-6B eng verwandte HHV-6A scheint beim Dreitagefierber keine Rolle zu spielen. Bei der HHV-6B Infektion handelt es sich um eine sehr häufige Erkrankung, so dass man von einer Durchseuchung... [mehr]

- 26.03.2010 - Diät und Frühling

Diät: Ran an den Winterspeck mit einer Frühlingsdiät

Diät - Frühling

Diät und Frühling. Frühlingserwachen, zweiter Frühling und Frühlingsgefühle: Der Frühlingsanfang spielt im Gefühlsleben der Menschen eine besondere Rolle. Man kann auch wieder leichtere Kleidung tragen. Der ideale Zeitpunkt um über eine Diät nachzudenken. Doch wie wird man den Winterspeck los? Nicht nur das Abnehmen ist aber wichtig, sondern auch das gesund bleiben! Diplom Oecotrophologin Susanne Sonntag informiert...Warum ist Spargel besonders gut zum Abnehmen geeignet?   Sonntag: Spargel besteht... [mehr]

- 23.03.2010 - Yersiniosen - Übertragung durch kontaminierte Lebensmittel

Yersinien: Nach den Salmonellen- und Campylobacter-Spezies einer der häufigsten Erreger von bakteriellen Enteritiden in der westlichen Welt

Yersinien sind nach den Salmonellen- und Campylobacter-Spezies einer der häufigsten Erreger von bakteriellen Enteritiden in der westlichen Welt. Yersinia (Y.) enterocolitica, ist ein gramnegatives Stäbchenbakterium. Das Bakterium kommt vorwiegend in Regionen der gemäßigten Klimazone vor. Dies erklärt sich durch das Wachstumsoptimum dieses Bakteriums bei niedrigeren Temperaturen. Während in Europa vorwiegend sporadische Krankheitsfälle mit den Y. enterocolitica-Serotypen O:3, O:9 und O:5,27 beobachtet... [mehr]

- 23.03.2010 - Typhus-Gefahr durch verunreinigtes Trinkwasser und kontaminierte Lebensmittel

Typhus als reise-medizinische Erkrankung - Zunehmende Resistenzen gegen Chinolone in Südostasien

Typhus abdominalis wird durch Salmonella (S.) enterica, Serotyp typhi, ein gramnegatives Stäbchenbakterium aus der Familie der Enterobacteriaceae verursacht. Infektionen mit S. typhi kommen weltweit vor. Das regionale Vorkommen ist vom Hygienestandard sowie von der Qualität der Wasserversorgung und des Kanalisationssystems abhängig.Nach Schätzungen der WHO muss man von jährlichen 17 Millionen Erkrankungen mit 600.000 Todesfällen ausgehen. S. typhi spielt in Deutschland derzeit immer noch als reisemedizinische... [mehr]

- 22.03.2010 - Röteln-Embryopathie: Impflücken schließen

Die Infektion mit dem Rötelnvirus in der Frühschwangerschaft kann zu schweren Schädigungen beim Fetus führen

Das Rötelnvirus ist ein genetisch stabiles RNA-Virus aus der Familie der Togaviridae im Genus Rubivirus. Es ist weltweit verbreitet. Und es kommt nur ein Serotyp beim Menschen vor, der zugleich das alleinige Reservoir für die Infektion darstellt. Die weltweite Inzidenz bzw. Bedeutung der Rötelninfektion ist von der Implementierung sowie Durchsetzung von Impfprogrammen bei Kleinkindern abhängig.Die Infektion erfolgt zumeist durch Tröpfcheninfektion. Nach einer Inkubationszeit von 14 von 21 Tagen ... [mehr]

- 19.03.2010 - Tuberkulose: weltweit weiterhin häufige Todesursache

Multiresistenzen vor allem aus Osteuropa und Zentralasien

Die Tuberkulose (TB) ist weltweit heute immer noch die häufigste lebensbedrohliche bakterielle Infektionskrankheit. Noch vor 100 Jahren starb in Mitteleuropa jeder siebte Erwachsene an der chronisch verlaufenden Tuberkulose. Mit der Entdeckung des Erregers durch Robert Koch im Jahr 1882 begann das diagnostische Zeitalter der Tuberkulose. Große Fortschritte in der Therapie begannen jedoch erst nach dem II. Weltkrieg durch die Verfügbarkeit von Antibiotika, wie Streptomycin, Isoniazid und p-Aminosalicylsäure. [mehr]

- 17.03.2010 - Melioidose: Ansteckungsgefahr Reisen in die Reis-Anbaugebieten Südostasiens

Seltene Infektion in Folge des Tsunami Ende 2004

Die Melioidose gilt als eine schwer verlaufende, bakterielle systemische zoonotische Infektion mit Multiorganbeteiligung, die meist berufsbedingt auftritt. Als Folge der Überschwemmungen durch den Tsunami Ende 2004 kam es in den Folgemonaten in Indonesien zum vermehrten Auftreten von Melioidosen. Über importierte Infektionen von Reisenden liegen vereinzelte Berichte vor. Der Erreger kommt im Erdboden und im Wasser vor und gilt  als Umweltsaprophyt. Daher sind endemische Gebiete insbesondere in Reisanbaugebieten... [mehr]

- 15.03.2010 - Windpocken: Doch ein unterschätztes Gesundheitsproblem?

Varizellen: Von der Indikationsimpfung zur generellen Impfung

Impfung - Impfbuch - Windpocken - Varizellen

Die Windpocken werden von einem Herpesvirus, dem Varizella-Zoster-Virus verursacht. Bei der endogenen Reaktivierung verursachen diese Viren das Krankheitsbild der Gürtelrose, den Herpes Zoster. Die Varizellen sind weltweit verbreitet und haben als Wirt nur den Menschen. Der Kontagionsindex der Varizellen leigt nahe bei 1,0, womit sie zu den infektiösesten Viren überhaupt zählen. Die Übertragung erfolgt zumeist aerogen, mit einer Inkubationszeit von 8 bis 28 Tagen. Die Erkrankung beginnt mit einem... [mehr]

- 15.03.2010 - Mumps: Durch Impfung vermeiden

Mumps durch Impfung vermeiden - Keine Assoziation mit Diabetes mellitus

Mumps (Parotitis epidemica) wird durch das zu den Paramyxoviridae gehörende Mumpsvirus verursacht. Diese weltweit vorkommende Virusinfektion verläuft in der Regel als akute, gutartige und selbstlimitierende Erkrankung. Bei Ungeimpften kann die Infektion in jedem Lebensalter auftreten. In der Vorimpfaera traten die meisten Infektionen zwischen dem 2. bis zum 15. Lebensjahr auf. Damit galt Mumps als eine typische Kindererkrankung. Seit der Einführung der Masern/ Mumps/ Röteln-Impfung liegt die Inzidenz... [mehr]

- 08.03.2010 - Shigellose: meist aus den Tropen eingeschleppt

Blutig-eitrige Stühle verdächtig

Die Ruhr, auch als bakterielle Dysenterie bezeichnet, ist eine weltweit vorkommende, häufige Ursache von Durchfallserkrankungen. Sie tritt gehäuft in tropischen und subtropischen Ländern mit schlechtem Hygienestatus auf. Betroffen sind vor allem Kleinkinder, bei denen die Infektion ohne adäquate Behandlung letal verlaufen kann. Verursacht wird die Ruhr durch mehrere Shigellen (S.)-Spezies, darunter S. sonnei, S. flexneri, S. dysenteriae und S. boydii. Shigellen gehören zu den gramnegativen Stäbchenbakterien. [mehr]

- 04.03.2010 - Forschungsergebnis: Laufbandtraining bei Patienten mit Parkinson verbessert Gehen

Laufbandtraining kann bei Patienten mit Parkinson wichtige Gangparameter deutlich verbessern

Prof. Dr. Jan Mehrholz, Wissenschaftliches Institut an der Klinik Bavaria Kreischa

Der Einsatz von Laufbandtraining kann bei Patienten mit Parkinson wichtige Gangparameter deutlich verbessern. In einer systematischen Übersichtsarbeit einer internationalen Forschergruppe unter Leitung des wissenschaftlichen Instituts Kreischa wurden alle derzeitig vorhandenen wissenschaftlichen Publikationen zusammengefasst und ausgewertet. Die Ergebnisse liegen in der Januar- Ausgabe der Cochrane Library of Systematic Reviews, der weltweit zuverlässigsten Quelle für wissenschaftliche Gesundheitsinformationen... [mehr]

- 26.02.2010 - Kinderkrankheit Scharlach

Scharlach - gehäuftes Auftreten in den Wintermonaten

Kinderkrankheit Scharlach  - Gehäuftes Auftreten in den Wintermonaten

Scharlach, eine bakterielle Infektion, gilt als eine der klassischen Erkrankungen des Kindesalters. Verursacht wird Scharlach durch ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A, die zu den häufigsten bakteriellen Erregern von Infektionskrankheiten der oberen Atemwege gehören. Im Gegensatz zu anderen A-Streptokokken-Infektionen gilt Scharlach als eine Sonderform, da die Erkrankung durch einen Streptokokken-Typ verursacht wird, der ein erythrogenes Toxin zu bilden vermag.Übertragen wird Scharlach durch... [mehr]

- 25.02.2010 - Lepra: Frühzeitige Erkennung entscheidend

Lepra-Kranke: Absonderung heute nicht mehr notwendig

Die Lepra (synonym: Hansen-Erkrankung) hat die Menschheit durch alle Epochen begleitet. Erste Aufzeichnungen über Erkrankungen an Lepra lassen sich bis 600 v. Chr. in Indien belegen. Bis heute ist die Erkrankung jedoch nicht ausgerottet. Nach Schätzungen der WHO sind derzeit mehr als 2 Millionen Menschen an Lepra erkrankt. Weltweit wird allerdings eine stetige Abnahme von Neuerkrankungen registriert. Hauptsächlich tritt die Lepra in den Tropen und Subtropen auf. Die meisten Erkrankungsfälle finden... [mehr]

- 24.02.2010 - Kryptosporidiose: Inzwischen nicht nur bei Immundefizienten von Bedeutung

Kryptosporidien: Inzwischen nicht nur bei Immundefizienten von klinischer Bedeutung - Erreger lebensmittel-assoziierter Infektionen

Kryptosporidien sind weltweit verbreitet

Die Kryptosporidose wird durch den zu den Protozoen gerechneten Erreger, Cryptosporidium parvum, verursacht. Der erstmals 1976 entdeckte Erreger hatte bislang lediglich bei immundefizienten Patienten, wie zum Beispiel AIDS-Patienten, als Auslöser einer opportunistischen Infektion eine klinische Bedeutung. In Folge der in den letzten Jahren verbesserten Diagnostik fand sich jedoch auch eine zunehmende Relevanz dieses Protozoons als Ursache von Infektionen des Intestinaltrakts von immunkompetenten... [mehr]

- 23.02.2010 - Leishmaniose: Auch im Mittelmeerraum verbreitet

Bei nicht heilenden Hautulcera differentialdiagnostisch berücksichtigen

Leishmanien werden zu den Protozoen (Gattung Leishmania) gerechnet. Sie verursachen in Abhängigkeit von der Leishmanien-Spezies und dem Immunstatus des Patienten unterschiedliche klinische Krankheitsbilder, die von einem kutanen oder mukokutanen Befall bis hin zur viszeralen Beteiligung reichen. Als Erreger der kutanen Leishmaniose kommen im Mittelmeerraum mehrere Leishmanien-Formen in Frage: L. tropica, L. aethiopica, L. major und L. infantum. Die Erkrankung wird auch als Orientbeule, Baghdadbeule... [mehr]

- 22.02.2010 - Schlafkrankheit: eine fast ausgerottete Erkrankung

Trypanosomiasis: Infektionen auch bei Urlaubern in Ostafrika

Immer wieder wurde über mehrere Fälle von Schlafkrankheit bei Urlaubern, die sich im Serengeti- Nationalpark, Tansania, aufgehalten hatten, berichtet. Bei diesen von Urlaubern importierten Infektionen handelt es sich um eine sehr seltene tropenmedizinische Infektion. Aufgrund der zunehmenden Beliebtheit von Safari-Urlaubsreisen in Ostafrika sollte der Hausarzt jedoch mit der initialen Symptomatik dieser Erkrankung vertraut sein.Die in Afrika vorkommende Schlafkrankheit wird durch Trypanosoma (T.)... [mehr]

- 22.02.2010 - Sandmückenfieber bei Mittelmeerurlaubern

Verbreitung des Pappataci-Fieber im Mittelmeergebiet

Das Sandmückenfieber (synonym: Pappataci-Fieber; "sandfly fever") ist eine im Mittelmeerraum weit verbreitete Arbovirose. Verursacht wird die Erkrankung durch das Sandmückenfiebervirus (SFV), einem zu den Bunyaviridae gehörenden Erreger. Es zirkulieren drei SFV-Serotypen: Toskana, Naples und Sicilian. Verschiedene seroepidemiologische Untersuchungen sowie klinische Fallbeschreibungen der letzten Jahre belegen, dass das Virus in den meisten Ländern des Mittelmeerraumes sowie dem zentralasiatischen... [mehr]

- 22.02.2010 - Ross-River-Virusinfektion bei Australien-Urlaubern

RRV: Wichtige Arbovirose Australiens

Die erste Beschreibung des durch das Ross-River-Virus verursachte Krankheitsbildes, der epidemischen Polyarthritis, erfolgte im Jahr 1928. Das verursachende Virus wurde in den 1960er Jahren erstmals isoliert. Da die Infektion bisher ausschließlich auf die Region Australien und Ozeanien beschränkt war, ist sie in Deutschland noch weitgehend unbekannt. Nicht zuletzt bedingt durch den zunehmenden Tourismus nach Australien ist die Infektion heute von reisemedizinischer Bedeutung. In den 1970er Jahren... [mehr]

- 22.02.2010 - O´nyong-nyong-Fieber in Kenia

Auch Urlaubsgebiete betroffen

Beim O´nyong-nyong-Fieber, verursacht durch das gleichnamige Virus, handelt es sich um eine durch Stechmücken übertragene Infektion. Das RNA-Virus gehört zur Familie der Togaviridae, Genus Alphavirus. Es ist antigenetisch eng mit dem Chikungunya-Virus verwandt. Das Virus wurde erstmals Ende der 1950er Jahre in Uganda nachgewiesen. Seither kam es wiederholt zu größeren Epidemien in den ostafrikanischen Ländern Kenia, Tansania und Uganda. [mehr]

- 22.02.2010 - Genitale Schistosomiasis: Mitbringsel aus Afrika

Schistosomiasis - synonym: Bilharziose - ist eine Wurmerkrankung der tropischen und subtropischen Regionen - Bei Genitalwarzen Schistosomen ausschließen

Vorsciht vor Schistosomiasis (synonym: Bilharziose)

Mit der zunehmenden Reiseaktivität nach Afrika und dem Mittleren Osten muss beim Schwimmen in verseuchten Gewässern auch mit der Möglichkeit einer genitalen Schistosomiasis gerechnet werden. Schistosomiasis (synonym: Bilharziose) ist eine Wurmerkrankung (Helminthose) der tropischen und subtropischen Regionen.Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit 200 bis 300 Millionen Menschen in mehr als 70 Ländern mit Schistosomen infiziert sind. Bedingungen für einen stabilen Übertragungszyklus sind Wärme,... [mehr]

- 15.01.2010 - Toxoplasmose: gefürchtet ist die konnatale Infektion

Infektionsgefahr durch Verzehr von unzureichend gegartem Fleisch

Die Toxoplasmose ist weltweit verbreitet und gilt als eine häufige zoonotische Infektionskrankheit. Von besonderer Bedeutung ist die Infektion bei Schwangeren sowie immundefizienten Patienten. Im Gegensatz zu Frankreich und Österreich ist ein Screening in der Schwangerschaft nicht vorgeschrieben. Der Erreger, Toxoplasma gondii, gehört zu den Protozoen. Die geschlechtliche Fortpflanzung des Erregers findet nur im Darmepithel von Katzen und anderen Felidae statt, weshalb sie als Endwirt bezeichnet... [mehr]

- 12.01.2010 - Legionellen: Gefahr lauert in der Warmwasserdusche

Legionärs-Krankheit: Wie kann man sich schützen?

In Ulm gibt es seit Mitte Dezember 2009 eine ungewöhnliche Häufung an bakteriellen Infektionen durch Legionellen. Die Suche nach der Infektionsquelle läuft auf Hochtouren, ist aber mit herkömmlichen Methoden sehr langwierig. Neue Screening-Verfahren von Fraunhofer IPM könnten die Suche in Zukunft deutlich abkürzen."Erste Ergebnisse werden in einer Woche vorliegen", das liest man derzeit häufig im Zusammenhang mit der Suche nach der Infektionsquelle für Legionellen-Erkrankungen in Ulm. Dass die Laborergebnisse... [mehr]

- 06.01.2010 - Histoplasmose: Ansteckung beim Besuch von Höhlen

In der reisemedizinischen Anamnese berücksichtigen!

Als Folge des zunehmenden Tourismus muss auch an die Möglichkeit der Einschleppung von tropischen Pilzerkrankungen gedacht werden. Dabei sind besonders Ausflüge in Höhlen als Expositionsmöglichkeit zu nennen. Häufigster Erreger einer reisemedizinischen Systemmykose ist die Histoplasmose, hervorgerufen durch den dimorphen Pilz, Histoplasma (H.) capsulatum. Erst kürzlich wurde über mehrere Fälle von pulmonaler Histoplasmose bei Personen, die sich in einer Fledermaushöhle auf Kuba aufgehalten hatten,... [mehr]

- 14.12.2009 - Trichomonaden: wichtige Ursache einer nicht-gonorrhoischen Urethritis

Trichomoniasis: Übertragung auch durch nicht-gechlortes Bade- und Thermalwasser?

Bei der Trichomoniasis handelt es sich um eine Infektion der Schleimhäute des Urogenitaltrakts, die durch den Flagellaten, Trichomonas (T.) vaginalis, verursacht wird. Die Trichomoniasis ist eine weltweit vorkommende sexuell übertragene Infektion, die eng mit der sexuellen Aktivität korreliert. Daher treten die meisten Infektionen bei Jugendlichen sowie jüngeren Erwachsenen auf. Sie gilt als wichtiger Erreger einer nicht-gonorrhoischen Urethritis.Die Trichomonaden gehören zu den Protozoen. Sie sind... [mehr]

- 14.12.2009 - Norovirus: häufiger Erreger von Gastroenteritiden

Hygienemanagement: Händeschütteln verboten!

Noroviren, früher auch als Norwalk-Viren bezeichnet, gelten heute neben Rotaviren als die häufigsten Verursacher von viralen Gastroenteritiden. Die Erreger werden den Caliciviridae zugeordnet. Noroviren sind weltweit verbreitet. Infektionen kommen in allen Altersgruppen vor. Typischerweise verursachen Noroviren Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Kindergärten, Schulen und Altersheimen. Auch in Krankenhäusern kommt es regelmäßig zu über mehrere Wochen andauernden Epidemien. Der Erreger zirkuliert... [mehr]

- 13.12.2009 - Vibrio vulnificus: Eindringen des Keims durch Hautläsionen

Eindringen des Keims durch Hautläsionen - Fluch der Karibik: Schwerste Wundinfektionen nach Baden in der Ostsee

Bedingt durch die Überschwemmungen in Folge des Hurrikans Catarina kam es bei mehreren Bewohnern von New Orleans zu Todesfällen, die durch eine Infektion mit Vibrio (V.) vulnificus verursacht wurden. Das gehäufte Auftreten dieses Keims ist nicht ungewöhnlich, sondern hätte aufgrund der Biologie des Erregers durchaus erwartet werden müssen. Gerade bei den vielfach aufgetretenen Hautabschürfungen und sonstigen offenen Verletzungen durch den Hurrikan kann bei geschwächten Personen ein Kontakt mit salzhaltigem... [mehr]

- 11.12.2009 - Hepatitis-E: Seltene importierte Virusinfektion

Hepatitis-E – Meist durch kontaminierte Lebensmittel übertragen

Das Hepatitis-E-Virus (HEV), erstmals Anfang der 1980er Jahre, in Indien entdeckt, verursacht eine akute Leberentzündung, die im Verlauf der Hepatitis A ähnelt. Das Virus gehört zur Familie der Caliciviridae. Aufgrund des Vorkommens des Erregers bei verschiedenen Tierspezies, wie Schweinen, Affen, Ratten sowie Mäusen, geht man davon aus, dass es sich bei der Infektion um eine Zoonose handelt. Bisherige seroepidemiologische Studien zeigten, dass der Erreger in Südostasien, Indien, Naher Osten, Zentralasien... [mehr]

- 10.12.2009 - Hepatitis-C-Virusinfektion

Hepatitis C: Mit Zunahme infektionsbedingter Spätfolgen zu rechnen

Die Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) ist eine der häufigsten Ursachen der chronischen Hepatitis, Leberzirrhose und des hepatozellulären Karzinoms. HCV wurde 1989 als häufigster Erreger der posttransfusionellen und sporadischen Nicht-A-Nicht-B-Hepatitis identifiziert. Die verschiedenen Hepatitis C Viren bilden einen eigenen Genus in der Familie der Flaviviren. Basierend auf Sequenzhomologien lassen sich heute 6 Genotypen und mehrere Subtypen unterscheiden. Zwar konnte die genetische Organisation... [mehr]

- 09.12.2009 - Vor Urlaubsreise gegen Hepatitis A impfen

Hepatitis A: Auch bei Fettleber ist die Impfung indiziert

Hepatitis A: In Urlaubsgebieten gelten insbesondere Muscheln und Austern als Infektionsquelle

Die Hepatitis A wird durch das gleichnamige Hepatitis A Virus (HAV), einen zu den Picornaviridae gehörenden Erreger, verursacht. Die Infektion ist weltweit verbreitet, weist jedoch eine, in Abhängigkeit vom Hygienestatus der Region, unterschiedliche Prävalenz auf. In Deutschland beträgt die Durchseuchung der <50-jährigen nur etwa 5%, während Personen über 50 Jahre diese Infektion in bis zu 90% der Fälle meist bereits durchgemacht hatten [mehr]

- 08.12.2009 - Weltweit weiterhin hohe Morbidität durch Hepatitis B

Hepatitis B: Durch Impfung präventabel

Trotz Verfügbarkeit hochwirksamer Impfstoffe ist die Hepatitis B weltweit weiterhin eine Infektionskrankheit von erheblicher medizinischer Bedeutung. Nach Schätzungen der WHO haben etwa 2 Milliarden Menschen eine Hepatitis B durchgemacht und 5 bis 7 % der Weltbevölkerung sind chronisch mit dem Virus infiziert. Man geht von weltweit etwa 1 Million Hepatitis-B-assoziierter Todesfälle pro Jahr aus. In Deutschland beträgt die Durchseuchung mit Hepatitis B etwa 7%. Als chronisch mit Hepatitis-B-infiziert... [mehr]

- 07.12.2009 - Multiresistente Gonorrhö aus Südostasien

Zunahme von Gonorrhö-Erkrankungen bei jüngeren Erwachsenen auch in Deutschland

Nach einer Meldung der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) wurde in Kalifornien und Hawaii bei steigenden Fallzahlen zugleich eine zunehmende Resistenz von Neisseria gonorrhoeae gegen Fluorochinolone beobachtet. Dieser Anstieg betraf nicht nur homo-, sondern auch heterosexuelle Männer. Als wichtiger Risikofaktor erwiesen sich dabei insbesondere Reisen nach Asien.Die Gonorrhö (synonym: Blenorrhö, Tripper) wird durch aerob wachsende, gramnegative Diplokokken, den Neisseria gonorrhoeae... [mehr]

- 04.12.2009 - Steigende Fallzahlen für Q-Fieber

Q-Fieber: Fokales Vorkommen typisch

Q-Fieber ist eine zoonotische, bakterielle Infektion, die in den letzten Jahren in Deutschland wiederholt Ausbrüche verursacht hat. Während im Jahr 2004 nur 117 Erkrankungen gemeldet wurden, waren es nach der aktuellen Infektionsstatistik des Robert Koch-Institus 2005 insgesamt 416 Fälle und 2007 noch 370 Fälle. Die Erhöhung der gemeldeten Nachweise von akuten Q-Fieber-Erkrankungen ist überwiegend auf einen einzelnen Ausbruch in Thüringen zurückzuführen, der mit einer sehr hohen Fallzahl einherging.... [mehr]

- 02.12.2009 - Wann ist ein Screening auf Herpes genitalis indiziert?

HSV2: Test nur bei Beratungsangebot vor und nach dem Screening sinnvoll

Herpes genitalis, verursacht durch das Herpes-Simplex-Virus 2, ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen (STD) und derzeit wie andere STDs wieder im Anstieg. Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 7 Tage. Klinisch äußert sich der primäre Herpes genitalis durch Brennen und Schmerzen, dann Bläschen und herpetiformen Ulzerationen an Labien, Portio und Vagina bzw. Glans penis und Penisschaft. Häufig ist auch die Perianalregion betroffen. Typisch ist zudem ein teilweise beidseitige Beteiligung... [mehr]

- 02.12.2009 - Trichinellose: Trichinen-kontaminiertes Schweinefleisch

Lebensmittelhygiene mit Lücken? Letzter großer Ausbruch in NRW vor 10 Jahren

Gefährdete Wurstwaren

Die Trichinellose wird den durch Rundwurm Trichinella spiralis verursacht. Die Verbreitung dieser Helminthose ist weltweit. Der Mensch gilt für Trichinen als sehr empfänglich. Die Infektion des Menschen erfolgt durch Genuss von rohem oder ungenügend erhitztem Fleisch, welches Larven des Erregers enthält. Neben dem Menschen sind insbesondere Fleisch- und Allesfresser wie Schweine, Wildschweine, Bären, Pferde und Robben betroffen.Nach der oralen Aufnahme der eingekapselten Larven werden diese im Dünndarm... [mehr]

- 01.12.2009 - Taubenzüchter aufgepasst: Psittakose, eine seltene, durch Vögel übertragene Pneumonie

Psittakose weltweit verbreitet

Bei der Psittakose (synonym: Ornithose, Papageienkrankheit) handelt es sich um eine selten auftretende, bakterielle Infektion, die beim Menschen zu einer Pneumonie führt. Der Erreger der Psittakose (Ornithose) ist Chlamydia  (C.) psittaci. Die Gattung Chlamydia umfasst drei humanpathogene Arten: Chlamydia trachomatis, Chlamydia pneumoniae und Chlamydia psittaci.Im Gegensatz zu anderen Bakterien vermehren sich Chlamydien nur intrazellulär in Wirtszellen. Chlamydien können selbst kein ATP synthetisieren,... [mehr]

- 30.11.2009 - Tollwut in Europa und weltweit

Mehrere Organempfänger von dieser tödlichen Infektion betroffen

Die klassische Tollwut wird durch Rhabdoviren des Genus Lyssavirus, die Rabiesviren, verursacht. Deutschland und einige andere europäische Länder gelten jedoch als tollwutfrei. Die Infektion erfolgt zumeist durch Bisse und den Kontakt zum Speichel infizierter Tiere, wie Hund, Katze, Marder, Dachs etc. Auch Fledermäuse können Rabiesviren übertragen. Die Inkubationszeit der Tollwut ist variabel und reicht von 10 Tagen bis zu einem Jahr. Am kürzesten in die Inkubationszeit bei ausgedehnten Bissen am... [mehr]

- 30.11.2009 - Diphyllobotriasis – Befall mit Fischbandwurm durch Verzehr von rohem Fisch

Übertragung auch durch Austern möglich

Die Diphyllobothriasis wird durch den Befall des Menschen mit dem Fischbandwurm verursacht. Die Ansteckung erfolgt durch den Verzehr von rohem oder ungenügend erhitztem Fisch. Es lassen sich zwei Diphyllobotrium-Arten unterscheiden. Diphyllobotrium latum lebt als adulter Wurm beim Menschen, Hund, Katze, Bären und anderen fischfressenden Säugetieren. Dieser Bandwurm kann beim Menschen eine Länge von bis zu 20 m erreichen, womit er als längster Wurm überhaupt gilt. Die Gliederketten weisen dabei eine... [mehr]

- 27.11.2009 - Diphtherie: Immer noch weltweit verbreitet

Regelmässige Booster-Impfungen sichern die Herdenimmunität

Die Diphtherie hat mit der Einführung der Impfung in Deutschland ihren Schrecken verloren. Jedoch ist die Erkrankung auch heute noch weltweit verbreitet. In den Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten kommt es seit den 1990er Jahren wiederholt zu größeren Ausbrüchen. Auch in Deutschland werden, wenn auch selten, sporadische Erkrankungen gemeldet. Aufgrund der hohen Herdenimmunität der Bevölkerung ist es in Deutschland bislang nicht zur Weiterverbreitung der Infektion gekommen. [mehr]

- 26.11.2009 - Pseudomembranöse Enterokolitis nach Antibiotika-Einnahme

Clostridium difficile als Verursacher bekannt

Unter der Verabreichung von Antibiotika kann es zu Ausbildung einer Enterokolitis kommen. Diese antibiotikaassoziierte Enterokolitis und deren schwerste Form, die pseudomembranöse Kolitis, wird in der Regel durch Clostridium (C.) difficile verursacht. In seltenen Fällen wurde auch C. perfringens als Verursacher nachgewiesen.C. difficile ist ein grampositives, sporenbildendes anaerobes Stäbchenbakterium. Der Erreger findet sich bei gesunden Kindern sowie Erwachsenen regelmäßig im Stuhl. So lässt ... [mehr]

- 24.11.2009 - Campylobacter: häufige Ursache akuter Gastroenteritiden

Komplikationen sind reaktive Arthritis und Guillain-Barré-Syndrom

Campylobacter (C.) jejuni ist neben Salmonellenspezies weltweit die häufigste Ursache einer akuten infektiösen Enteritis. 1963 erhielt der von bereits von T. Escherich im 19. Jahrhundert beschriebene Keim die Bezeichnung Campylobcter jejuni. Erst Anfang der 1980er Jahre wurde die Bedeutung dieses Bakteriums als Ursache von lebensmittel-übertragenen ("food-borne") Infektionen bekannt.Campylobacter ssp. sind spiralförmige, gramnegative, bi- oder monopolar begeißelte und ß-Laktamase-bildende Spirillen.... [mehr]

- 24.11.2009 - Blastocystis hominis: wenig bekannter Erreger von Diarrhoen

Blastozysten sind weltweit verbreitet

Die Liste der humanen Pathogene, die zu gastrointestinalen Beschwerden führen, umfasst neben verschiedenen Bakterien, einschließlich deren Toxine, Viren, Würmer, Pilze sowie Protozoen, auch weniger bekannte Erreger. Als ein weniger bekannter Erreger muss Blastocystis hominis angesehen werden. Blastocystis hominis, ein zu den Protozoen gerechneter Erreger, gilt heute als fakultatives humanes Pathogen.Noch bis vor kurzem wurde seine Rolle als Verursacher von Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes... [mehr]

- 23.11.2009 - Candida albicans - meist nur bei Immundefizienz von klinischer Bedeutung

"Dysbiose"-Abklärung oder "mikrointestinales Ökogramm" sind obsolete Indikationen

Die zu den Sprosspilzen gehörenden Candida ssp. sind die Verursacher der Candidiasis (synonym: Candidose). Häufigster Erreger ist dabei Candida (C.) albicans. Daneben werden heute auch C. tropicalis, C. parapsilosis, C. glabrata und C. krusei zunehmend in klinischen Fällen nachgewiesen. C. albicans ist als Saprophyt ubiquitär verbreitet und lässt sich auch bei Gesunden im Mund, Darm und Vagina nachweisen.Bei eingeschränkter zellulärer Immunität oder bei Störungen der physiologischen bakteriellen... [mehr]

- 20.11.2009 - Katzenkratz-Krankheit

KKK: Vom Stubentiger auf den Menschen

Katzenkratzkrankheit (KKK)

Die Bartonellose (Katzenkratzkrankheit - KKK) ist eine häufig auftretende, weltweit vorkommende Infektionskrankheit, die sich typischerweise als eine subakute, gutartige, regionale Lymphknotenschwellung äußert. Verursacht wird sie durch Bartonella (B.) henselae, ein zur Familie der Bartonellaceae gehörendes gramnegatives Stäbchenbakterium. Von dieser Erkrankung sind nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene betroffen. Aus diesem Grunde sollte die KKK in der Differentialdiagnose von Lymphknotenschwellungen... [mehr]

- 19.11.2009 - Rinder- und Schweine-Bandwurm-Befall

Oftmals ein Zufallsbefund

Infektionen mit dem Schweine (Taenia (T.) solium) - oder Rinderbandwurm (Taenia saginata) kommen weltweit vor und werden, wenn auch selten, regelmäßig auch in Deutschland nachgewiesen. Typisch für den Befall mit Schweine- oder Rinderbandwurm ist der Abgang von Proglottiden mit dem Stuhl, was der Patient meist selbst bemerkt. Der Nachweis eines Bandwurmbefalls ist oftmals nur ein Zufallsbefund.Für beide Würmer ist der Mensch der Endwirt. Für T. solium kann der Mensch zudem auch Zwischenwirt sein.... [mehr]

- 18.11.2009 - Humanes Bocavirus als Erreger respiratorischer Infektionen

Identifikation eines neuen Virus durch moderne molekularbiologische Methoden

In den letzten Jahren gelang es immer wieder neue Viren unter Zuhilfenahme der sich rasant entwickelnden molekularbiologischen Nachweismethoden  zu identifizieren. Als Beispiele hiervor sind das Sin-Nombre-Virus oder SARS-Coronavirus zu nennen. Diese Erreger wurden jedoch nicht zufällig entdeckt, sondern jeweils im Rahmen der Abklärung von Epidemien. Insofern galt es zum Beginn der Arbeiten als wahrscheinlich, dass ein nicht bekanntes Virus für den Ausbruch verantwortlich ist. [mehr]

- 18.11.2009 - Askariden: Häufigste Wurminfektion des Darmes

Askariasis: Auch reisemedizinisch bedeutsam

Weltweit stellt die Askariasis die häufigste intestinale Wurminfektion des Menschen dar. Schätzungen besagen, dass ein Viertel der Weltbevölkerung, insbesondere in Gegenden mit schlechter Hygiene, von diesem Spulwurm befallen ist. Sie tritt am häufigsten in Ländern mit unterentwickelten sanitären Einrichtungen auf. Schätzungen gehen von einer Letalitätsrate von etwa 6pro100.000 Wurmträgern aus. Dies bedeutet, dass jährlich etwa 60.000 bis 80.000 Menschen an den Folgen dieses Wurmbefalls versterben.... [mehr]

- 18.11.2009 - Anisakiasis: wenn Würmer auf dem Fisch krabbeln

Vorsicht vor rohem Fisch

Anisakiasis: Vorsicht vor rohem Fisch

Das als Anisakiasis bezeichnete Krankheitsbild wird durch Larven von Fadenwürmern verursacht, die durch den Verzehr von rohem Seefisch auf den Menschen übertragen werden. Man kennt heute drei verschiedene Arten von Fadenwürmer, die Verwandte der Spulwürmer sind. Dabei handelt es sich um Pseudoterranova decipiens, Anisakis simplex und Contracaecum.Die Würmer lassen sich leicht mikroskopisch unterscheiden und finden sich bei verschiedenen Fischarten. Synonyme Bezeichnungen, wie Kabeljauwurm, Heringswurm... [mehr]

- 17.11.2009 - Orthorexia nervosa: Besessen von gesunder Ernährung

Im Gegensatz zu den Essstörungen Anorexie und Bulimie steht bei Orthorektikern nicht die Quantität der Nahrungsmittel im Vordergrund, sondern die vermeintliche Qualität

Das Streben nach gesunder Ernährung als Symptom für eine Essstörung: Bei Orthorexia nervosa (griechisch "orthos" = richtig und "orexis" = Appetit) zeigen die Betroffenen eine übersteigerte Fixierung auf gesunde Nahrungsmittel. Den Begriff Orthorexie führte der amerikanische Mediziner Steven Bratman im Jahr 1997 ein.Im Gegensatz zu den Essstörungen Anorexie und Bulimie steht bei Orthorektikern nicht die Quantität der Nahrungsmittel im Vordergrund, sondern die vermeintliche Qualität. Welche Nahrungsmittel... [mehr]

- 17.11.2009 - Befall mit Amöben nach Reisen in tropische Länder

Amöbiasis: Klinisch steht meist eine Rektokolitis im Vordergrund

Die Amöbiasis wird durch eine Infektion mit den zu den Protozoen gehörenden Entamoeba (E.)-Spezies verursacht. Unterschieden werden dabei Infektionen durch E. histolytica, die in die Darmwand eindringen können und dadurch eine klinische Symptomatik hervorrufen, von den mikroskopisch nicht unterschiedbaren apathogenen E. dispar.Infektionen durch Amöben treten insbesondere in tropischen Ländern mit niedrigem Hygienestandard auf. Nach Schätzungen geht man von 500 Millionen infizierten Menschen mit ... [mehr]

- 17.11.2009 - Aktinomykose durch Intrauterinpessare

Keime gehören zur normalen Schleimhautoberflächen-Mikroflora

Zu den Aktinomykosen werden eine Reihe verschiedenster klinischer Krankheitsbilder gerechnet, die durch Aktinomyzeten verursacht werden. Klinisch imponieren Aktinomykosen als subakute bis chronisch, granulomatös-eitrige Entzündungen. Diese bakteriellen Infektionen kommen weltweit und ganzjährig vor. Aufgrund biochemischer Eigenschaften lassen sich bei den Aktinomyzeten zwei Gruppen unterscheiden. Hierbei können Aktinomyzeten mit fermentativem von denen mit oxidativem Kohlenhydratstoffwechsel unterschieden... [mehr]

- 16.11.2009 - Syphilis in Deutschland

Lues venerea auf dem Vormarsch

Syphilis kam nach der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Oktober des Jahres 1492 mit den Seefahrern nach Europa und breitete sich dann schnell aus. Als eine der Geißeln der Menschheit galt die Syphilis noch im 19. Jahrhundert. Namhafte Syphilitiker der Zeitgeschichte, wie Nietzsche, van Gogh, Chopin und Toulouse-Lautrec, starben an der Folgen der Syphilis unter dem Krankheitsbild der progressiven Paralyse und Tabes dorsalis.Die unter der chemischen Bezeichnung "3,3`-Diamino-4,4`-dioxyarsenobenzol-dichlorhydrat"... [mehr]

- 15.11.2009 - Ulcus molle: seltenes venerisches Reisemitbringsel

Weicher Schanker: In der Differenzialdiagnose genitaler Ulzera berücksichtigen

Ulcus molle (synonym: weicher Schanker, Chancroid) gehört zu den klassischen Geschlechtskrankheiten. Die Infektion ist weltweit verbreitet, kommt aber in Deutschland nur selten vor. Allerdings wurde wiederholt über kleinere Epidemien berichtet. Erkrankungen werden meist bei Tropenrückkehrern oder aber bei Prostituierten diagnostiziert. Ansteckungsquelle sind daher meist auch Prostituierte in Ländern der Dritten Welt. Beim Ulcus molle handelt es sich um eine bakterielle venerische Infektion. Hervorgerufen... [mehr]

- 14.11.2009 - Chlamydia pneumoniae und Atherosklerose?

Bakterium könnte Atherosklerose auslösen

In die Schlagzeilen geriet Chlamydia (C.) pneumoniae in den letzten Jahren wiederholt, da über eine mögliche ätiopathogenetische Bedeutung dieses Bakteriums bei der Entstehung der Atherosklerose diskutiert wird. Ausgelöst wurde diese Diskussion durch den Nachweis vitaler C. pneumoniae in atherosklerotischen Plaques. Die Atherosklerose wird derzeit als ein chronisch-entzündlicher Prozess verstanden, der durch eine vermehrte Expression inflammatorischer und angioproliferativer Faktoren gekennzeichnet... [mehr]

- 12.11.2009 - Bornavirus: Mögliche kausale Rolle bei neuro-psychiatrischen Störungen

Antivirale Therapie der Depression mit Amantadin

Als neuer Erklärungsansatz für die Ätiologie von affektiven neuropsychiatrischen Störungen wird seit den 1990er Jahren eine virale Genese diskutiert. Seit den ersten Berichten im Jahr 1976, die zeigten, dass psychiatrische Patienten eine höhere Prävalenz von Antikörpern gegen Bornavirus aufweisen, konnte durch verschiedenste Untersuchungen dieser Zusammenhang in den letzten Jahren weiter erhärtet werden. Die heutigen Möglichkeiten der molekularbiologischen Diagnostik der Borna-Virusinfektion sowie... [mehr]

- 11.11.2009 - Tetanus-Impfschutz regelmäßig auffrischen

Wundstarrkrampf weltweit immer noch von Bedeutung

Nicht nur Hobbygärtner sollten einen Blick in ihren Impfpass werfen, ob sie noch gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) geschützt sind. Wer in den vergangenen 10 Jahren nicht geimpft wurde, bei dem ist  eine Auffrischung nötig Nach Schätzungen der WHO versterben heute trotz Verfügbarkeit einer hochwirksamen und kostengünstigen Vakzine immer noch ca. 1.000.000 Menschen weltweit an Tetanus. In Deutschland liegt die Inzidenz an Tetanus bei unter 15 Erkrankungsfällen pro Jahr, vor 1970 waren es noch weit über... [mehr]

- 11.11.2009 - Helicobacter pylori: Ursache der Ulkuskrankheit

Helicobacter pylori: Rechtzeitige Diagnose ist wichtig

Helicobacter pylori findet sich innerhalb und unterhalb der Magenschleimhaut (Illustration: mediXtra)

Helicobacter pylori, erstmals 1982 in Australien aus Magenbiopsien isoliert, ist heute als häufige Ursache von gastroduodenalen Erkrankungen bekannt. Für die Entdeckung dieses Zusammenhangs wurde der Nobelpreis für Medizin im Jahr 2005 Marshall und Warren zuerkannt. Neben der chronisch-atrophischen Gastritis, dem peptischen Ulkus und der gastroduodenalen Refluxkrankheit gilt eine Assoziation von Helicobacter pylori auch mit neoplastischen Erkrankungen des Magens als sehr wahrscheinlich. Der Name... [mehr]

- 10.11.2009 - Pertussis: Frauen mit Kinderwunsch impfen

Keuchhusten: Neue Empfehlungen der Ständigen Impfkommission

Pertussis: Risiko für das Neugeborene

Die STIKO am Robert KochRobert Koch-Institut (STIKO) hat vor kurzem ihre Empfehlungen zur Pertussis-Auffrischimpfung überarbeitet. Hintergrund hierfür ist die aktuelle Häufung von Erkrankungsfällen an Pertussis (Keuchhusten) in Deutschland. Anstelle der im Impfkalendar für Kinder im Alter von 5 bis 6 Jahren vorgesehenen Auffrischimpfung Tetanus und Diphtherie (Td) wird jetzt eine Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (TdaP) empfohlen. Weiterhin soll dann die nächste Booster-Impfung... [mehr]

- 10.11.2009 - Parvovirus B19-Infektion: Weiterhin weltweite Gefahr für den Fetus

Ringelröteln: Gefahr für den Fetus in der Schwangerschaft

Erythema infectiosum (synonym: Ringelröteln), verursacht durch das humane Parvovirus B19 (B19), ist durch ein Exanthem, grippale Symptomatik, Polyarthralgien bzw. Polyarthritis und/oder Lymphadenopathie charakterisiert. Die Morphologie des Exanthems reicht von typisch girlandenförmig oder retikulär bis zu eher rubelliformer oder morbilliformer Konfiguration. Der Gelenkbefall ist symmetrisch und betrifft insbesondere die kleinen Gelenke. Die Inkubationszeit beträgt 7 bis 12 Tage. Am häufigsten wird... [mehr]

- 10.11.2009 - Kerato-Konjunktivitis epidemica als nosokomiale Infektion

Hochansteckend und meldepflichtig - Auslöser mit Adenoviren kontaminierte Gegenstände oder Instrumente in Praxen oder Kliniken

Verursacher der Keratokonjunktivitis epidemica sind Adenoviren, die insbesondere wiederholt bei Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen (zum Beispiel Bundeswehrkasernen) zu Medieninteresse führen. Antigenetisch lassen sich 51 Subtypen differenzieren, die unterschiedliche Krankheitsbilder verursachen. Neben der Keratokonjunktivitis epidemica (Typ 8, 19, 37) sind dies akute Atemwegserkrankungen, Pharyngokonjunktivalfieber, die follikuläre Konjunktivitis, Gastroenteritiden mit oder ohne mesenterialer... [mehr]

- 10.11.2009 - Humanes Metapneumovirus – bisher wenig bekannte Ursache von Atemwegs-Erkrankungen

Humanes Metapneumovirus unbekannt: HMPV wurde erstmals 2001 in der Niederlanden isoliert

Der als humanes Metapneumovirus (HMPV) klassizierte Erreger wurde erstmals 2001 in der Niederlanden isoliert. Molekulargenetische Untersuchungen weisen HMPV als Vertreter der Familie der Paramyxoviridae aus. Aufgrund seroepidemiologischer Untersuchungen sowie Virus-Isolierungen gilt inzwischen als gesichert, dass HMPV ein weltweit, ubiquitär vorkommender Erreger von Atemwegserkrankungen ist.Neben den bekannten Viren, die Atemwegserkrankungen verursachen - genannt seien hier Influenza- A- und -B-Virus,... [mehr]

- 09.11.2009 - Respiratory-Syncytial-Virus: Infektionshäufungen mit Beginn der kalten Jahreszeit

RSP als häufiger Erreger von Atemwegserkrankungen

Als Auslöser von viralen Atemwegsinfektionen sind eine Vielzahl von Erregern bekannt. Dazu gehören Influenza-A- und –B-Viren, Parainfluenza-Viren, Adenoviren, Rhinoviren, Coronaviren, Metapneumovirus, Coxsackie-A- und –B-Viren, ECHO-Viren, das Masern-Virus und das Respiratory-Syncytial-Virus (RSV).RSV, ein zu der Familie der Paramyxoviridae (Genus Pneumovirus) gehörender Erreger, gilt als der bedeutsamste Verursacher von Infektionen der Atemwege bei Säuglingen und Kleinkindern. Auch in anderen Altersgruppen... [mehr]

- 08.11.2009 - Chlamydien-Urethritis: Lustseuche mit Komplikationen

Ping-Pong-Infektionen durch Mitbehandlung des Sexualpartners vermeiden

Bei Frauen stellen Chlamydien ein wesentlich größeres Gesundheitsproblem dar als bei Männern

Chlamydia trachomatis, ein zu den Bakterien gehörender Erreger, verursacht die nicht-gonorrhoische Urethritis (NGU), die als die häufigste sexuell übertragene Infektion gilt. Die Zahl der NGU-Fälle hat in den letzten Jahren wieder weltweit zugenommen. Wie auch bei anderen venerischen Infektionen, insbesondere der Syphilis, wird auch bei der NGU in Deutschland ein steigender Trend beobachtet. Dabei kommen auch Koinfektionen mit anderen Geschlechtskrankheiten vor. Vor allem muss eine Gonorrhoe als... [mehr]

- 03.11.2009 - Übertragung der Variante der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung durch Blut?

Wie sicher sind Blutkonserven?

Weltweit wurden  bisher etwa 200 Fälle von neuer Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) gezählt - die meisten davon in Großbritannien. Von weiteren Fällen wurde in Frankreich, Irland, Italien, Spanien, Japan, Kanada und den USA berichtet. Mit dem ersten Auftreten der Variante der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (vCJD) im Jahr 1996, wurde immer wieder die Frage nach der Möglichkeit der Übertragung des Erregers durch Blut- oder Plasmaprodukte diskutiert. Nach bisherigen Theorien steht das Auftreten von vCJD... [mehr]

- 02.11.2009 - Polio-Eradikation: Noch ein weiter Weg!

Wiederholte Virusimportation in bereits poliofreie Länder

Die Kinderlähmung, Poliomyelitis, wird durch das zu den Picornaviridae gehörende Poliomyelitisvirus verursacht. Es lassen sich drei Serotypen des Virus unterscheiden. Immunologisch bedeutsam ist, dass zwischen den drei Serotypen keine Kreuzimmunität besteht. Die Poliomyelitis wird nur von Mensch zu Mensch übertragen. Der Mensch ist somit das einzige Reservoir. Die Übertragung erfolgt auf fäkal-oralem Weg. Nach der oralen Infektion kommt es in den Darmepithelien zu einer starken Virusvermehrung. ... [mehr]

- 01.11.2009 - Affenpocken: seltene humane Erkrankung des afrikanischen Regenwaldes

Weiterübertragung des Virus durch Tröpcheninfektion möglich

Durch den Ausbruch in den USA im Jahr 2003 kamen Affenpocken, eine zoonotische Infektion, die bislang nur in entlegenen Gebieten West- und Zentralafrikas endemisch waren, in die Schlagzeilen. Durch den Import einer mit Affenpocken-infizierten guineischen Riesenratte aus Ghana traten in einer Zoohandlung im amerikanischen Bundesstaat Illinois Infektionen von Präriehunden, die in Stallungen neben diesem Nager gehalten wurden, auf. In der Folge infizierten sich mindestens 72 Personen mit diesem seltenen... [mehr]

- 31.10.2009 - Rotavirus: häufiger Erreger nosokomialer Ausbrüche von Durchfall

Rotavirus: Erkrankungsgipfel im Winter

Rotavirus ist weltweit der häufigste Erreger von Diarrhoen bis zum Alter von 2 Jahren. Nach Schätzungen der Weltgesundheitorganisation versterben in Entwicklungsländern jährlich etwa 500.000 Kinder an den Folgen dieser viralen Gastroenteritis. Zwar sind Rotavirus-assoziierte Todesfälle in den Industrieländern eher selten, jedoch ist diese Infektion für eine erhebliche Morbidität und zahlreiche Hospitalisierungen verantwortlich.Epidemiologische Studien belegen, dass bis zum Alter von 3 bis 5 Jahren... [mehr]

- 30.10.2009 - Thema Vogelgrippe: Adaptiert sich Influenza H5N1 an den Menschen?

Vogelgrippe in der Türkei: Bereits mehrere Mutationen nachgewiesen

Seit den ersten humanen Erkrankungsfällen an der Vogelgrippe H5N1 in der Türkei gibt es molekulargenetische Hinweise, dass sich der Erreger wandelt. Inzwischen konnten bereits Mutationen an 3 Aminosäurepositionen identifiziert werden. Eine der Konsequenzen dieser genetischen Rekombinationen könnte eine verbesserte Affinität zum Menschen sein. Bisher handelt es sich bei Influenza H5N1 vorrangig um ein ornithophiles Virus. Zumindest 2 dieser jetzt beobachteten Aminosäureaustausche spricht für eine... [mehr]

- 30.10.2009 - Ist ein Wiederauftreten des Pockenvirus möglich?

Pocken-Alarm: Unnötige Panikmache vor dem II. Golfkrieg

Im Gefolge der Planungen des II. Golfkrieges wurde wohl als psychologische Maßnahme der Kriegsführung die Öffentlichkeit mit der Möglichkeit bioterroristischer Anschläge konfrontiert. Die Gesundheits- wie auch Sicherheitsbehörden gefährdeter Länder waren daher gezwungen, ein Notfallkonzept zu erarbeiten. Von besonderer Bedeutung war dabei die Frage der willkürlichen Freisetzung eines Erregers, der seit 1977 nicht mehr endemisch aufgetreten ist, dem Pockenvirus. [mehr]

- 30.10.2009 - Influenza-A-Viren können Pandemien mit hoher Morbidität und Mortalität verursachen

Eine jährliche Impfung wird empfohlen

Die Influenzaviren gehören zu den Orthomyxoviren und werden in die Subtypen A, B und C eingeteilt. Sie zeichnen sich durch ein segmentiertes RNA Genom aus, welches für 11 Proteine kodiert. Für den Menschen spielen die Influenzaviren der Subtypen A und B eine Rolle, wobei vermehrte saisonale Infektionen mit Influenza B Viren ca. alle drei Jahre in Deutschland auftreten. Die epidemiologische Bedeutung der Influenza C ist für den Menschen gering. Im Prinzip könnte jedes Influenzavirus, genauer gesagt,... [mehr]

- 30.10.2009 - HPV: Infektionen mit humanen Papillomviren

Humanes Papillomavirus: Lästiges Übel mit Entartungsrisiko

Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) werden aufgrund ihrer Übertragung durch sexuelle Kontakte zu den "sexually transmitted diseases" (STD) gerechnet. Aufgrund epidemiologischer Studien nimmt man an, dass heute etwa 20% aller Frauen im Alter von 20 bis 50 Jahren hiervon betroffen sind. HPV, von denen heute mehr als 150 verschiedene Genotypen bekannt sind, verursachen verschiedene Krankheitsbilder an unterschiedlichen Körperstellen. Von besonderer Bedeutung sind hierbei Infektionen des weiblichen... [mehr]

- 29.10.2009 - West-Nil-Fieber: Weitere Ausbreitung ausgehend von den USA

Einschleppung in die USA und rasante Ausbreitung über Nordamerika

Das West-Nil-Virus (WNV) ist eine durch Stechmücken (Culex-Spezies) übertragene Arbovirose. Es wird vom Wet-Nil Virus verursacht, welches zu den Flaviviren zählt. Die Infektion erfolgt in der Regel durch den Stich einer infizierten Mücke. Nach einer Inkubationszeit von 3-12 Tagen verlaufen die meisten Infektionen asymptomatisch, bei ca. 20% der Patienten entwickelt sich jedoch abrupt eine Grippe-ähnliches Krankheitsbild. Das West-Nil-Fieber heilt in der Regel komplikationslos aus. Die Letalität ... [mehr]

- 15.09.2009 - Süßer und gesunder als Zucker: Stevia rebaudiana Bertoni

Von der Wildpflanze in Paraguay zur Feldkultur in der EU

Stevia Versuchsfeld in Südspanien

Eine Pflanze, deren getrocknete Blätter süßer sind als Zucker, die praktisch keine Kalorien liefert, vitaminschonend, nicht schädlich für die Zähne und noch dazu für Diabetiker geeignet ist – kein Traum sondern Realität! Der Name dieser Pflanze lautet Stevia rebaudiana Bertoni. In Paraguay süßen die dort ansässigen Guarani-Indianer bereits seit Jahrhunderten ihren Mate-Tee mit den hell- bis dunkelgrünen, 5 bis 8 Zentimeter langen und 2 bis 3 Zentimeter breiten Blättern von Stevia rebaudiana. Besonders... [mehr]

- 13.05.2009 Verloren im Netz: Internet-Sex-Sucht trübt den Blick für das richtige Leben

Psychotherapie bietet Hilfe für MuschiMaus, DarkMaster & Co.

Ein Beitrag von Cornelius Bischoff"Ich lebe online" – dieser Werbespruch eines führenden Anbieters von Internetdiensten ist für einen wachsenden Teil der Web-Nutzer zu einer traurigen Wahrheit geworden. Fachleute warnen, dass immer mehr Menschen über das Internet ihren Kontakt in die reale Welt verlieren. Rund zehn Prozent aller regelmäßigen Internet-Nutzer hätten inzwischen Sehnsüchte und Fantasien an die Stelle ihrer vernachlässigten Familien gesetzt, heißt es in einer aktuellen Studie. Dieses... [mehr]

- 25.04.2009 - Influenza H5N1: wie gefährlich ist das Virus wirklich?

Vogelgrippe: Überbewertung der Pandemie-Potentials

Seit dem ersten Auftreten des Vogelgrippevirus H5N1 in Hongkong 1997 bestehen Befürchtungen, dass dieses Virus der Vorbote einer neuen Influenz-Pandemie sein könnte. Tatsächlich erwies sich dieses Virus durchaus als humanpathogen. Seit 2003 wurden mindestens 232 humane Infektionen, überwiegend in Südostasien, registriert, von denen 134 tödlich verliefen. In Anbetracht der hohen Bevölkerungsdichte  in den von H5N1-Virus betroffenen Gebieten, ist die Inzidenz der humanen Infektionen äußerst gering.... [mehr]

- 23.04.2009 - Flugreisen nach operativen Eingriffen?

Gefährdete Personen unbedingt gegen Hepatitis B impfen

In Anbetracht der doch erheblichen Zahl von Operationen in den Urlaubsländern als Folge von Unfällen oder Überfällen ist die Frage der Flugreisetauglichkeit heute von zunehmender Bedeutung. Grundsätzlich gilt, dass in Abhängigkeit der Art des operativen Eingriffes ein zeitlicher Abstand vor dem Antritt einer Flugreise einzuhalten ist. Dies betrifft zum einen Personen, die nach einer überstandenen Operation zu einem Erholungsurlaub in die Ferne aufbrechen sowie diejenigen, die nach einem überraschend... [mehr]

- 20.04.2009 - Milbenbefall heute zunehmend von Bedeutung

Exposition mit Hausstaubmilben, Herbstmilben, Pelzmilben und Co.

Ein Befall mit Milben ist heute von zunehmender medizinischer Bedeutung. Milben spielen im biologischen Kreislauf eine wichtige Rolle. Ihr Wirtsspektrum reicht vom nützlichen Destruenten, der organische Produkte für noch kleinere Destruenten wie Bakterien aufspaltet, bis hin zu hoch spezialisierten Parasiten bei Menschen, Tieren sowie Pflanzen.Milben gehören zu den Gliederfüsslern (Arthropoda) und sind damit mit den Spinnen verwandt. Charakteristisch sind ihre paarigen Mundwerkzeuge. Der Körper ... [mehr]

- 19.04.2009 - Eingeschränkte Flug-Reisetauglichkeit bei vorbestehenden Erkrankungen

Tauglichkeit bei Flugreisen: Bei der reisemedizinischen Beratung berücksichtigen

Mit zunehmenden Alter kann die Flugreisetauglichkeit bei Personen mit bestehenden Vorerkrankungen eingeschränkt sein. Im schlimmsten Fall muss sogar ärztlicherseits von einer Flugreise abgeraten werden. In meisten Fällen wird zunächst der Hausarzt mit dieser Fragestellung konsultiert, der dann darüber entscheidet, ob ein flugmedizinisch erfahrener Arzt oder der flugmedizinische Dienst der Fluggesellschaft konsultiert werden muss.Ein häufiges klinisches Problem stellt die Anämie aufgrund verschiedenster... [mehr]

- 20.12.2007 - Spurensuche im Kolon

Test identifiziert Polypen und Tumorzellen

ScheBo® Tumor M2-PK-Screening Test

Polypen und Krebszellen sind an ihrem Stoffwechsel erkennbar. Diese Erkenntnis wird in einem neuen Testverfahren zur Darmkrebs-Früherkennung genutzt: der M2-PK-Stuhltest. Darmkrebs ist eine jener Krebsarten, die sich ankündigt, langsam entwickelt und geheilt werden kann – vorausgesetzt, das Karzinom wird rechtzeitig entdeckt. Darmkrebs ist mit weltweit über 600.000 Neuerkrankungen die dritthäufigste Krebsart. Die Inzidenz des Kolonkarzinoms ist in den Industriestaaten steigend, Deutschland weist... [mehr]

- 16.11.2007 - Wundinfektionen durch richtige Versorgung vermeiden

Individuelle Faktoren für Wundinfektionen mitentscheidend

Durch die richtige Durchführung von Hygienemaßnahmen lässt sich das Risiko für Krankenhausinfektionen, auch als nosokomiale Infektionen bezeichnet, deutlich verringern. Entscheidend dabei ist, dass Hygienemaßnahmen nicht bedingt durch Zwänge ökonomischer Probleme bzw. DRG-orientiertem Fallmanagement der Krankenhäuser reduziert werden. [mehr]

- 12.11.2007 - MRSA: ein zunehmendes Infektionsproblem in deutschen Krankenhäusern

Deutlicher Anstieg an Infektionen mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus

In deutschen Krankenhäusern ist es in den letzten Jahren zu einem deutlichen Anstieg an Infektionen mit Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) gekommen. Die Zunahme an Infektionen ist sogar europaweit mit am höchsten. MRSA ist für eine Vielzahl von nosokomialen Infektionen verantwortlich, die eine Verlängerung der Liegedauer des Patienten bedingen und damit zu deutlich erhöhten Kosten für Krankenhäuser führen. Durch die Notwendigkeit der Isolierung des Patienten in einem Einzelzimmer,... [mehr]

- 02.11.2007 - Weiterer Anstieg von Krankenhaus-Infektionen?

Bedeutung der Händedesinfektion oftmals unterschätzt

Krankenhausinfektionen, d. h. Infektionen, die bei einem Patienten während eines Aufenthalts einer Einrichtung des Gesundheitswesens erworben wurde, treten in Deutschland mit einer Häufigkeit von 3 bis 10% auf. In den letzten Jahren wurde nicht zuletzt bedingt durch die bessere Surveillance eine Zunahme nosokomialer Infektionen verzeichnet. Die Gründe hierfür sind vielfältig und sicherlich nicht zuletzt durch die Weiterentwicklung der modernen Medizin mit immer mehr invasiven, diagnostischen und... [mehr]

- 27.10.2007 - Willensforschung: Freier Wille, Intention, Aktion

Willensforschung: ein Literaturüberblick

Cola oder Pepsi? Rot oder grün? Töten oder nicht? Haben wir die Wahl? --Philosophen haben seit langem darüber gestritten, ob der Wille des Menschen frei sei oder nicht. Besonders Kant hob die Willensfreiheit des Menschen und damit seine Verantwortung für sein Handeln hervor. Er machte die Vernunft zum Eckstein der Aufklärung. Zweihundert Jahre später wird die Diskussion um die Freiheit des Willens auf einer anderen Ebene geführt. Die Willensfreiheit, die Autonomie des Subjekts und die Schuldfähigkeit... [mehr]

- 08.10.2007 - Brillenprojekt am Ghimbi Adventist Hospital in Äthiopien

Mit knapp 500 Brillen im Land mit 13 Monaten Sonnenschein und dem besten Kaffee

Brillenprojekt am Ghimbi Adventist Hospital in Äthiopien

Ein Beitrag von Stefan Kallenberger, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-NürnbergDie VorgeschichteVor mittlerweile fast zwei Jahren fand der letzte Besuch einer Delegation der äthiopischen Partnergemeinde der Kirchengemeinde meines Dorfes Ahlerstedt-Bargstedt (Landkreis Stade bei Hamburg)  statt. Schon damals entstand die Idee zum Projekt: Die Gäste wurden auf mehrere Familien verteilt, drei nahmen meine Eltern auf. Schon seit einiger Zeit sammelten diese in ihrer Apotheke die von Patienten... [mehr]

- 06.10.2007 - Cytomegalievirus-Infektion in der Schwangerschaft

Häufigste infektiöse Ursache kongenitaler Schädigungen

Das Cytomegalievirus (CMV) gehört weltweit zu den häufigsten Ursachen für kongenitale Infektionen mit kindlicher Schädigung. Beim Vollbild der kongenitalen CMV-Infektion kommt es zu Mikroenzephalie, Meningoenzephalitis, intrakraniellen Verkalkungen, Hepatosplenomegalie, Ikterus, Chorioretinitis und einer hämorrhagischen Diathese. Man geht davon aus, dass abhängig von der Population 0,7 bis 4,0% seronegativer Frauen während der Schwangerschaft eine CMV-Primärinfektion durchmachen. Das Risiko für ... [mehr]

- 05.10.2007 - Erythema nodosum: Oftmals aufwändige Diagnostik notwendig

Beim Erythema nodosum handelt es sich um eine entzündliche Veränderung des subkutanen Fettgewebes

Beim Erythema nodosum handelt es sich um eine entzündliche Veränderung des subkutanen Fettgewebes. Diese auch als Pannikulitis bezeichnete Erkrankung kann durch eine Vielzahl möglicher Ursachen ausgelöst werden. Aus diesem Grunde ist die Diagnostik oftmals sehr aufwendig und führt nicht selten zu keinem Erfolg. Als Hauptursache gelten diverse Infektionen, aber auch Medikamente, Malignome oder chronisch-entzündliche Ätiologien, wie Autoimmunkrankheiten müssen in der Pathogenese dieser Erkrankung ... [mehr]

- 24.06.2007 - FdH: beliebt aber nicht empfehlenswert!

Friss die Hälfte, kurz FdH, ist die beliebteste Abspeckvariante der Bundesbürger

"Friss die Hälfte", kurz FdH, ist die beliebteste Abspeckvariante der Bundesbürger. 55,6% der Abnehmwilligen versuchten innerhalb der vergangenen 12 Monate ihr Glück mit halbierten Essensrationen, so das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag der "Apotheken-Umschau". [mehr]

- 22.06.2007 - Die Jesus-Diät: Mit Brot, Fisch und Wein zu gesundem Körpergewicht?

Was würde Jesus essen?

Ein neuer Diät-Trend macht in den USA die Runde: Im Zuge der Jesus-Diät sollen sich die Menschen auf die Ernährungsweise zu biblischen Zeiten zurück besinnen. Nach Auffassung des amerikanischen Arztes Dr. Don Colbert, Autor des Buches "Was würde Jesus essen?", können Menschen, die Jesus wirklich folgen wollen, die Ernährungsgewohnheiten von Jesus nicht außer Acht lassen. [mehr]

- 18.06.2007 - Fettabsaugung hat keine medizinischen Vorteile

Liposuction zur Fettabsaugung aus ernährungsmedizinischer Sicht

Fettabsaugung (Liposuction) Illustration: mediXtra

Der immer weiter um sich greifende Einsatz der Fettabsaugung (Liposuction) ist durchaus nicht unkritisch zu sehen, da er insbesondere für den Abbau von Übergewicht – also übermäßigen Fettansammlungen im Körper – nicht geeignet ist. Die Fettabsaugung bleibt der kosmetischen Chirurgie vorbehalten und sollte auch nur aus diesem Grunde und nicht etwa bei massivem Übergewicht (Adipositas) erfolgen, weil die diätetische Therapie nicht geklappt hat. Einer im renommierten New England Journal of Medicine... [mehr]

- 15.06.2007 - Fatburner – Fettabbau - Übergewicht

Fettabbau. Immer mehr Menschen sind zu dick in Deutschland +++ Fatburner +++ mit Übergewicht gehen eine Reihe von Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck einher

Fatburner - Fatburner - Chili - Capsaicin

Immer mehr Menschen sind zu dick in Deutschland. Laut Robert-Koch-Institut sind bereits 52 bis 56% der Frauen und 66 bis 67% der Männer übergewichtig. Mit Übergewicht gehen eine Reihe von Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck einher. Eine dauerhafte Gewichtsreduktion ist also ganz im Sinne der Erhaltung der Gesundheit und damit auch im Hinblick auf ein gesundes Altern. Doch Gewichtsabnahme ist nicht gleich Gewichtsabnahme.... [mehr]

- 11.06.2007 - Selfish Brain: revolutionäre Theorie zur Entstehung von Adipositas

Das Gehirn ist sich selbst der nächste und könnte dadurch die Ursache verschiedener Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes mellitus und Anorexia nervosa sein

Das Gehirn ist sich selbst der nächste und könnte dadurch die Ursache verschiedener Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes mellitus und Anorexia nervosa sein. Das besagt eine neuartige Theorie, mit der sich Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen an der Lübecker Universität beschäftigen. [mehr]

- 01.06.2007 - Polyresistente Tuberkulose

Zunahme der aktiven Tuberkulose – viele Erkrankungen bleiben unerkannt - Anordnung der stationären Behandlung aufgrund eines Gerichtsbeschlusses

Nach den offiziellen Statistiken sterben in Deutschland jedes Jahr etwa 500 Menschen an einer Tuberkulose. Die tatsächliche Zahl könnte um einiges höher sein, denn viele, auch schwere Erkrankungen werden nicht erkannt. Weltweit ist die Tuberkulose (TB) weiterhin von großer epidemiologischer wie auch medizinischer Bedeutung. Therapieprobleme bereitet die stetige Zunahme der "Multi Drug Resistant" Tuberkulose. Als besondere Herausforderung gilt jedoch seit Jahren die Behandlung von sog. polyresistenten... [mehr]

- 31.05.2007 - Pockenvirus: doch nicht vor dem Aus

WHO setzt Vernichtung der Pockenviren nochmals aus

Nach einer Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird die Entscheidung über eine endgültige Vernichtung der letzten Proben von Pockenvirus (Variola-Virus) nochmals um 4 Jahre verschoben. Geplant eine Befragung der Referenzlabors durch die WHO im Jahr 2010, bei der der Forschungsbedarf an Pocken nochmals erhoben werden soll. Davon abhängig soll dann in einem Antrag an die 64. Weltgesundheitsversammlung im Jahr 2011 die Zerstörung der letzten Pockenvirusstämme beschlossen werden. Eigentlich... [mehr]

- 30.05.2007 - Dermacentor reticularis in Deutschland

Auwaldzecke: Neuer potenzieller Vektor für Erkrankungen

Neben der in Deutschland weit verbreiteten Zeckenart, Ixodes ricinus ("gemeiner Holzbock"), die als Überträger der Borreliose und Frühsommermeningoenzephalitis inzwischen zunehmend von hoher medizinischer Relevanz ist, hat sich eine weitere Zeckenart, Dermacentor reticularis (Auwaldzecke), in den letzten Jahren ausgebreitet. Es wird angenommen, dass diese Zeckenart ursprünglich durch Vögel nach Deutschland importiert wurde und sich inzwischen hierzulande stabil etabliert hat. Auwaldzecken gelten... [mehr]

- 19.05.2007 - Thema Salmonellen-Vergiftung

Salmonellen: Meist Speiseeis und Hühnchen als Infektionsquelle

geafrh durch Salmonellen

In den Sommermonaten werden bei Durchfallserkrankungen wie jedes Jahr vermehrt Salmonellen isoliert. Als Infektionsquelle finden sich dabei oftmals Grill-"Feten", Vereinsfeiern, Straßenfeste oder ähnliche Freizeitaktivitäten. Auch das im Sommer so beliebte Speiseeis gilt als mögliche Infektionsquelle für Salmonellosen.   Alle humanpathogenen Salmonellen gehören zur Spezies Salmonella (S.) enterica, die in 6 Subspezies und über 2.400 Serovaren vorkommen. Salmonellen sind gramnegative, bewegliche ... [mehr]

- 10.05.2007 - Kutane Mykosen: Fußpilz und Co

Mykosen: Nicht nur kosmetisch störend

Zu den kutanen Mykosen werden verschiedene, durch Fadenpilze verursachte Krankheitsbilder gezählt. Dazu gehören die Dermatophytosen, Onychomykose, Epidermophytie, Trichophytie, Mikrosporie sowie Favus. Am häufigsten sind dabei die durch Dermatophyten verursachten oberflächlichen, dass heisst auf die Epidermis beschränkten Krankheitsbilder, die als Tinea bezeichnet werden.Als Erreger kommen Trichophyton ssp, Microsporum ssp sowie Epidermophyton floccosum vor. Kinder und Jugendliche sind vornehmlich... [mehr]

- 08.05.2007 - Impfungen auch bei Allergikern möglich

Bei Allergien gegen Inhaltsstoffe achten!

In der täglichen Praxis wird der Arzt oftmals mit dem Problem der Impfung von Patienten mit Allergien konfrontiert. Dabei bestehen bei den Patienten bzw. deren Erziehungsberechtigten in vielen Fällen diffuse Ängste, die meist mit einer grundsätzlichen Skepsis gegenüber Impfungen gepaart sind. Vor einer Impfung sollte hier bei der Aufklärung sorgfältig differenziert werden, ob es sich bei zu impfenden Person um einen Allergiker oder  tatsächlich um einen Patienten handelt, der eine der nur selten... [mehr]

- 24.04.2007 - Endemische Malaria in Deutschland

Klimawandel: Wie wahrscheinlich ist eine Wiederkehr?

Die globale Klimaerwärmung wird zu einer Ausbreitung vektor-übertragener Infektionen führen. Neben verschiedenen Arbovirosen rückt dabei insbesondere die Malaria in den Blickpunkt, da diese heute in den Tropen beheimatete Erkrankung früher auch in weiten Teilen Europa endemisch war. Nach Berichten kann davon ausgegangen werden, dass die Malaria mit der römischen Besatzung Germaniens durch infizierte Legionäre und Söldner in Deutschland endemisch wurde. Ob diese Infektionskrankheit bereits zuvor ... [mehr]

- 01.04.2007 - Impfschäden: Gesetzliche Regelungen

Impfungen sind heute die wichtigste, sicherste und wirkungsvollste Form der Prävention von Infektionskrankheiten

Impfungen sind heute die wichtigste, sicherste und wirkungsvollste Form der Prävention von Infektionskrankheiten. Trotz der berechtigten Kritik an der zum 1. April 2007 in Kraft tretenden Gesundheitsreform ist positiv zu bewerten, dass ab diesem Zeitpunkt Impfungen die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen und vom Gemeinsamen Bundesausschuss positiv bewertet werden, automatisch durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden müssen. Die immer wieder von Impfgegnern angeführten... [mehr]

- 25.03.2007 - Binge drinking ist unter Jugendlichen auf dem Vormarsch

Der Alkoholkonsum Jugendlicher hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen - Alkopops verlieren an Bedeutung, aber Rauschtrinken boomt

Pro Jahr werden in Deutschland bis zu 200.000 Einwohner wegen akuter Alkoholprobleme behandelt - neue Studien zeigen: Ein Risikofaktor für Alkoholprobleme ist Arbeitslosigkeit. Bei arbeitslosen Männern werden im Vergleich zu berufstätigen 20 und bei arbeitslosen Frauen neun Mal häufiger Störungen durch Alkohol diagnostiziert. Besorgniserregend ist zudem die Steigerung der Behandlungsraten Arbeitsloser innerhalb von vier Jahren um rund 60%. Leider kompensieren zu viele Menschen ihren Stress mit gesundheitsschädigendem... [mehr]

- 10.03.2007 - Neue Variable der Adipositasentstehung entdeckt?

Cholesterinstoffwechsel beeinflusst Appetit

Tierversuche des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) weisen auf eine Beteiligung des Cholesterinstoffwechsels bei der Appetitregulation hin. Ein Wissenschaftlerteam um Professor Annette Schürmann untersuchte die Rolle des ABCG1-Gens (ATP-binding cassette transporter G1) bei der Appetitregulation. Das ABCG1-Gen ist demnach nicht nur am Cholesterintransport beteiligt und sondern auch für die Regulation von Appetit, Energiehaushalt und Fettspeicherung von Bedeutung. [mehr]

- 04.03.2007 - Einsatz von Toll-like-Rezeptor-Agonisten bei Impfstoffen

Neues Verständnis immunologischer Vorgänge

Toll-like-Rezeptor (TLR)-Agonisten sind heute als Adjuvanzien für Impfstoffe oder als Immunmodulator von zunehmender klinischer Bedeutung. Neben einem Hepatitis-B-Impfstoff für Dialysepatienten wird ein TLR-Agonist auch bei dem bivalenten Impfstoff gegen humane Papillomvirus 16/18 als Adjuvanz eingesetzt. In klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass die Verwendung eines TLR-Agonisten als Adjuvanz (AS04) zu einer deutlich gesteigerten humoralen Immunantwort führt. Durch die hierdurch induzierten... [mehr]

- 28.02.2007 - Tularämie auch in Deutschland

Medium-gebratener Hasenrücken als Infektionsquelle

Nach einem Bericht des Robert-Koch-Instituts, Berlin, ist die Tularämie (Hasenpest) auch in Deutschland endemisch. Zwar werden jährlich durchschnittlich nur 3 Erkrankungsfälle gemeldet, jedoch muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden. Die Ursache für die geringe Zahl der gemeldeten Erkrankungsfälle liegt vermutlich an der hohen Zahl inapparenter Verläufe sowie den variablen klinischen Manifestationen, die eine ätiologische Zuordnung erschweren. Seit 1949 wurden in Deutschland (einschl.... [mehr]

- 27.02.2007 - Impfung gegen Rotavirus

Darminvagination: Déjà vu?

Die amerikanische Federal Food and Drug Administration (FDA) informierte am 13. Februar 2007 die amerikanische Ärzteschaft über insgesamt 28 Fälle von intestinaler Invagination, die nach Verabreichung des in den USA zugelassenen Rotavirus-Impfstoffs RotaTeq® im Rahmen der Post-Marketing-Surveillance im Vaccine Adverse Event Reporting System bekannt wurden. Bei der Darminvagination handelt es sich um eine akut lebensbedrohliche Erkrankung, bei der es aus ungeklärter Ursache zu einer Einstülpung von... [mehr]

- 20.02.2007 - RNA-Interferenz: Therapieansatz mit enormen Potential

Die RNA-Interferenz hat sich seit einigen Jahren in der zellulären Grundlagenforschung zu einer weit verbreiteten Methode entwickelt

Die RNA-Interferenz hat sich seit einigen Jahren in der zellulären Grundlagenforschung zu einer weit verbreiteten Methode entwickelt. Bisheriger Höhepunkt dieser neuen molekularbiologischen Technik war der Gewinn des Nobelpreises 2006 durch Andrew Fire und Craig Mello. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten war ein 1 mm langer Fadenwurm (Caenorhabditis elegans), der sich für Molekulargenetiker als typischer Modellorganismus besonders eignet. Mit dieser Methode ist es jetzt möglich, Gene gezielt abzuschalten... [mehr]

- 14.02.2007 - Auswirkung der neonatalen und frühkindlichen Ernährung auf den langfristigen Gesundheitszustand

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!

Bereits vor 20 Jahren wurde die Hypothese aufgestellt, dass die prä*- und neonatale** sowie frühkindliche Ernährung starke Auswirkungen auf den langfristigen Gesundheitszustand und das Wohlbefinden hat. Erkrankungen wie zum Beispiel das metabolische Syndrom (Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, hohe Bluttfettwerte, Gefäßkrankheiten), Osteoporose, Asthma, Depressionen und Krebs können bereits im frühen Lebensalter geprägt werden. Das bedeutet, dass ein Ernährungsstimulus während einer sensiblen ... [mehr]

- 12.02.2007 - Grippe-Impfung: Sicher und gut verträglich

Impfungen sind die wichtigste und beste Form der Prävention von Infektionskrankheiten

Impfungen sind die wichtigste und beste Form der Prävention von Infektionskrankheiten. Ein Rückblick auf die letzten Jahrzehnte belegt den hohen medizinischen und volkswirtschaftlichen Nutzen der verschiedenen Impfungen eindrucksvoll. Neben der bewiesenen Wirksamkeit wurde jedoch immer auch die Frage der Verträglichkeit diskutiert.  Generell gilt die Verträglichkeit von Impfungen unbestritten als sehr gut. Trotzdem kommt es in zeitlichem Zusammenhang immer wieder, wenn auch selten, zur Häufung von... [mehr]

- 08.02.2007 - Influenza-Impfung in der Reisemedizin

Influenza auf Reisen: Unterschätzte Infektionsgefahr?

Bei der Influenza handelt es sich um eine weltweit vorkommende Infektion, weswegen auch zunehmend die Frage der Notwendigkeit eines Impfschutzes bei Reisen diskutiert wird. Wie neuere Untersuchungen belegen, kann der "durchschnittliche" Reisende, in Abhängigkeit des Ziellandes sowie der Art und Häufigkeit des Kontaktes zu Einheimischen, durchaus während einer Reise mit Influenza in Kontakt kommen. Aus diesem Grunde solte auf die Notwendigkeit einer Grippe-Impfung in der reisemedizinischen Beratung... [mehr]

- 27.01.2007 - Speisefisch auf dem Prüfstand

Kritische Naturstoffe vs. gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe

Speisefisch enthält polybromierte Substanzen organischen Ursprungs, dies zeigen Analysen von Lebensmittelchemikern der Universität Hohenheim. Brisanter Hintergrund dieser Forschungsergebnisse: Ähnliche polybromierte organische Substanzen sind seit 2004 EU-weit verboten, da sie im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. [mehr]

- 23.01.2007 - Therapie der Gonorrhö

Zunehmende Antibiotika-Resistenzen bei Gonokokken

In einer Surveillance der britischen Gesundheitsbehörden (GRASP – The gonococcal resistance to antimicrobials survellance programme) wird seit 6 Jahren die Wirksamkeit verschiedenen Antibiotika bei der Behandlung der Gonorrhoe untersucht. Insgesamt wurden seither ca. 13.000 Isolate getestet. Dabei zeigte sich eine Veränderung der antimikrobiellen Empfindlichkeit, die klinisch bei der Behandlung von Bedeutung ist. [mehr]

- 19.01.2007 - Hämorrhagisches Alkhurma-Fieber

Neue zecken-assoziierte Virusinfektion in Saudi-Arabien

Das hämorrhagische Alkhurma-Fiebervirus (AHFV) wurde erstmals 1995 aus dem Blut eines an einem hämorrhagischen Fieber Erkrankten in Saudia-Arabien isoliert. Seither wurden ca. 40 humane Erkrankungsfälle, die in verschiedenen Regionen Saudi-Arabien, aufgetreten waren, dokumentiert, so dass jetzt davon auszugehen ist, dass es sich bei dieser Infektion um eine endemische Erkrankung handelt. Beim  hämorrhagischen Alkhurma-Fieber handelt es um eine schwere Erkrankung mit einer Letalität von ca. 30%. ... [mehr]

- 17.01.2007 - Milliarden für die medizinische Forschung

Die EU startet das 7. Forschungsrahmenprogramm

Am 15. und 16. Januar präsentierten Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft vor 1500 Gästen in Bonn das weltweit größte Programm in der Forschungsförderung. Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm ist Anfang des Monats gestartet und läuft bis Ende 2013. Mit einem Gesamthaushalt von 54,4 Milliarden Euro unterstützt die Europäische Union die Forschungstätigkeit und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Universitäten, Wissenschaftszentren und Industrie. Gesundheit bildet mit einem Budget... [mehr]

- 10.01.2007 - Gesundheitsreform: Widerstand der Länder

Neuer Streit verzögert die Verabschiedung des GKV-Wettbewerbs-Stärkungsgesetzes

Obwohl sich die Regierungskoalition nach zähem Ringen auf eine Reform des Gesundheitswesens geeinigt hat, geht der Streit weiter. Querschüsse kommen nicht nur von der Opposition, sondern neuerdings auch aus dem Bundesrat. Mehrere Bundesländer haben zahlreiche Änderungsanträge zur Gesundheitsreform eingebracht. Damit verzögert sich der Zeitplan zur Verabschiedung des Reformgesetzes, das am 1. April in Kraft treten soll. Die für Mitte Januar geplante Abstimmung im Bundestag wurde erst einmal auf den... [mehr]

- 09.01.2007 - Wiederzulassung von Silikonprothesen für die Brustvergrößerung in den USA

Wiederzulassung von Silikonprothesen für die Brustvergrößerung in den USA nach wissenschaftlicher Datenauswertung durch die FDA

Anläßlich der kürzlich erfolgten Wiederzulassung von Silikonprothesen für die Brustvergrößerung in den USA nach wissenschaftlicher Datenauswertung durch die FDA besteht erneut ein Informationsbedürfnis für Patientinnen und solche Frauen, die sich mit dem Gedanken an eine Brustvergrößerung tragen, mehr über die Hintergründe und Auswirkungen dieser Entscheidung zu erfahren. In einem aktuellen Interview mit Prof. Horch, dem Leiter der Plastischen und Handchirurgischen Abteilung am Universitätsklinikum... [mehr]

- 07.01.2007 - Angeborene Immundefekte häufiger als angenommen

In Deutschland 8.000 Menschen mit angeborenen Immundefekten

Angeborene Immundefekte, wie zum Beispiel die hereditäre oder nichtfamiliäre Hypogammaglobulinämie, der selektive Mangel an Immunglobulin-G-Subklassen, der Immundefekt bei erhöhtem Immunglobulin M, der Antikörpermangel bei Normo- oder Hypergammaglobulinämie oder der schwere kombinierte Immundefekt mit retikulärer Dysgenesie werden in der ärztlichen Praxis oftmals erst verspätet diagnostiziert. Bei einer geschätzten Inzidenz von 1:10000 pro Einwohner leben in Deutschland etwa 8.000 Menschen mit angeborenen... [mehr]

- 04.01.2007 - Shigellose: Neue Life Style-Infektion bei Homosexuellen

Infektionen bei homosexuellen Männern

Die Shigellose (bakterielle Ruhr) ist eine weltweit vorkommende, häufige Ursache von Durchfallserkrankungen. Schätzungen gehen von 165 Millionen Erkrankungsfällen mit 1 Million Todesfällen pro Jahr aus. Bislang beschränkte sich die Shigellose auf Gegenden mit schlechten hygienischen Bedingungen. Eine deutliche Zunahme dieser Infektion in den USA weist jedoch auf eine neue epidemiologische Bedeutung dieser Infektion hin. [mehr]

- 02.01.2007 - Ausbruch von Rift-Valley-Fieber in Kenia

Starke Regenfälle und Überschwemmmungen begünstigen Stechmücken-Verbreitung

Aus Garissa, der Hauptstadt der nordöstlichen Provinz Kenyas, wird ein Ausbruch von Rift-Valley-Fieber gemeldet. Seit Beginn des Ausbruchs Anfang Dezember 2006 sind bereits über 50 Menschen an dieser Arbovirose verstorben. Eine weitere Zunahme von Erkrankungs- und Todesfällen ist wahrscheinlich. Typisch für diese Epizoonose ist zunächst ein Tiersterben, gefolgt von dem zeitlich verzögerten Anstieg von humanen Erkrankungsfällen. Als Ursache des Ausbruchs werden starke Regenfälle in der Region angesehen,... [mehr]

- 28.12.2006 - Rift-Valley-Fieber: Ausbreitung von Afrika auf die Arabische Halbinsel

Infektionen bei Nutztieren

Seit dem 21. Dezember 2006 wurde aus dem Nordosten Kenias über 11 Todesfälle von Rift-Valley-Fieber-Virus (RVFV) berichtet. Betroffen sind die Bezirke Korakora, Shanta Abak, Shell Gulliet und Shimbirey. Rift-Valley-Fieber kam in die Schlagzeilen, als es im Jahr 2000 erstmals außerhalb des afrikanischen Kontinents, in Saudiarabien und Jemen, eine große Epidemie verursachte. Ursache war der Import infizierter Rinder aus Somalia. Erst vor kurzem wurden aus Saudiarabien erneut Infektionen bei Nutztieren... [mehr]

- 19.12.2006 - Variante Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung: Weiterer transfusions-assoziierter Todesfall im Vereinigten Königreich

Übertragung von vCJD durch Blutkonserven

Seit der Erstbeschreibung der Variante Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (vCJD) musste die Einschätzung der epidemiologischen Bedeutung wiederholt revidiert werden. Ausgeblieben ist die befürchtete humane Epidemie mit mehreren 100.000 Fällen, die durch den Verzehr von BSE-haltigem Fleisch befürchtet wurde. Lediglich, wenn auch tragische ca. 160 Todesfälle, wurden bislang im Vereinigten Königreich und einigen anderen Ländern registriert. Nichts desto trotz bleibt das Thema aktuell. [mehr]

- 15.12.2006 - Adipositas-Therapie beeinflusst Depressions-Neigung

Übergewicht und Adipositas erhöhen das Risiko für physische und psychische Erkrankungen

Es ist unbestritten, dass Übergewicht und Adipositas das Risiko für verschiedene physische Erkrankungen erhöhen. Darüber hinaus gibt es aber auch psychische Folgen. So leiden 25 bis 30% der Frauen zwischen 18 und 65 Jahren mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 40 kg/m² (extreme Adipositas), während ihres Lebens an einer Depression. Dagegen tritt eine Depression nur bei 17% der normalgewichtigen Frauen auf. [mehr]

- 11.12.2006 - Die Testphase der Gesundheitskarte beginnt

Tests für elektronische Gesundheitskarte

Mit einem Jahr Verzögerung beginnt heute in Schleswig-Holstein die Erprobung der elektronischen Gesundheitskarte. In Flensburg erhalten jeweils 10.000 Bürger die neue Chipkarte mit Lichtbild, um deren Praxistauglichkeit zu testen. An diesem Großversuch sind außerdem jeweils 25 Ärzte und zwei Krankenhäuser beteiligt. Auf den Gesundheitskarten sind zunächst nur die darauf enthaltenen Krankenversicherten-Daten lesbar. Ab 2007 werden schrittweise weitere Funktionen, wie etwa das elektronische Rezept... [mehr]

- 05.12.2006 - Meningitis: Generelle Meningokokken-Impfung aller Kinder in Deutschland

Meningokokken-Erkrankungen stellen ein weltweit bedeutsames Gesundheitsproblem dar

meningokokken Erreger (Abbildung: Baxter)

Meningokokken-Erkrankungen stellen ein weltweit bedeutsames Gesundheitsproblem dar. Regelmäßig kommt es zu schweren Epidemien, insbesondere im Meningitisgürtel Afrikas, und selbst moderne Therapien in Industrieländern können bis zu 10% letale Ausgänge sowie schwere Folgen nicht verhindern. Meningokokken-Erkrankungen werden durch die gramnegativen, semmelförmigen Bakterien, den Neisseria meningitidis, verursacht. Aufgrund der Struktur der Kapselpolysaccharide lassen sich 13 verschiedene Serogruppen... [mehr]

- 04.12.2006 - Sind Impfungen in der Schwangerschaft möglich?

Impfungen und Schwangerschaft: Was beachtet werden muss

Grundsätzlich sollte angestrebt werden, bei Frauen mit Kinderwunsch, alle erforderlichen Schutzimpfungen rechtzeitig vor einer Schwangerschaft durchzuführen. Dies verhindert zum einen eine Gefährdung des Kindes vor einer konnatalen Infektion, andererseits erwirbt das Neugeborene über den diaplazentären Transfer von spezifischen IgG-Antikörpern die so wichtige Leihimmunität für die ersten Lebensmonate. Seit wenigen Jahren werden zur Prävention des konnatalen Varizellen-Syndroms sowie der neonatalen... [mehr]

- 30.11.2006 - Pneumokokken-Impfung schützt Senioren vor ambulant erworbener Pneumonie

Pneumokokken-Impfung: Bisher nur geringe Durchimpfrate in Deutschland

Schwere Infektionen durch Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken) sind hinsichtlich ihrer Morbidität und Mortalität in allen Altersgruppen von erheblicher Bedeutung. Zur Prävention von invasiven Pneumokokken-Infektionen steht für Kleinkinder heute eine wirksame Vakzine zur Verfügung, die in mehreren Industrieländern bereits in den Impfkalendar aufgenommen worden und dort inzwischen zu einer signifikanten Reduktion von Erkrankungsfällen geführt hat. Aus diesen Gründen erweiterte die Ständige Impfkommission... [mehr]

- 30.11.2006 - Impfstoff gegen HIV

HIV-Infektion: Licht am Ende des Tunnels?

HIV Zyklus (Illustration: Deutscher Infografikdienst)

Vor 9 Jahren kündigte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton in einer Rede am Morgan State College an, dass innerhalb von 10 Jahren ein HIV-Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Als zentrale Schaltstelle wurde hierzu das Vaccine Research Center (VRC) an den National Institutes of Health (NIH) in Bethesda, Maryland (USA) gegründet. Die angepeilten 10 Jahre sind nunmehr fast vergangen und das Fazit sieht enttäuschend aus. Im 2007 wird definitiv kein HIV-Impfstoff zur Verfügung stehen, noch sind Kandidat-Vakzinen... [mehr]

- 30.11.2006 - Bestimmen Gene die Vorliebe für Süßes?

Woher kommt die Vorliebe für den süßen Geschmack?

Vanillekipferl, Dominosteine, Lebkuchen, Marzipan und viele Leckereien mehr verführen den Verbraucher in der Adventszeit dem Verlangen nach Süßem nachzugeben. Woher kommt die Vorliebe für den süßen Geschmack – wird sie anerzogen oder durch die Werbung für solche Produkte schmackhaft gemacht? Eine aktuelle Übersichtsarbeit, die sich mit den Ursachen und den Konsequenzen der Süßpräferenz beschäftigt, kommt zu dem Schluss, dass vor allem bei Kindern die Gene eine wichtige Rolle spielen (1). [mehr]

- 28.11.2006 - Hepatitis-B: Bedeutung von Virusmutanten für Impfung und Diagnostik

Aufgrund der hohen Fehlerrate der Hepatitis-B-Polymerase bei der Replikation entstehen ständig neue Varianten

Das Oberflächenprotein (Surface Antigen) des Hepatitis-B-Virus (HBsAg) ist der erste Marker, der bei einer akuten Infektion nachgewiesen wird. Eine Persistenz von HBsAg definiert eine chronische Hepatitis-B-Infektion und gibt zugleich Hinweise auf die Infektiosität des Patienten. HBsAg weist eine große Variabilität auf. Unterschieden werden 8 Genotypen, mehrere Subgruppen und Subtypen sowie eine große Anzahl von Mutanten. Aufgrund der hohen Fehlerrate der Hepatitis-B-Polymerase bei der Replikation... [mehr]

- 22.11.2006 - Venezolanische Pferde-Enzephalitis: auch für den Menschen pathogen

Potenzieller Erreger für biologische Waffen

Die venezolanische Pferdeenzephalitis (VEE) ist eine Arbovirose mit erheblicher veterinär- als auch humanmedizinischer Bedeutung in einigen Regionen Mittel- und Südamerikas. Erstmals wurde das Virus 1938 in Venezuela aus dem Gehirn eines an einer Enzephalitis erkrankten Pferdes isoliert. In den letzten 40 Jahren kam es wiederholt zu größeren Epidemien in der Pferdepopulation Mittelamerikas. Bei einer Epidemie im Jahr 1995 erkrankten an die 100.000 Menschen in Venezuela sowie Kolumbien. Das venezolanisches... [mehr]

- 20.11.2006 - Hepatitis C-Virus nur selten sexuell übertragen

Immunsystem kann sich dem Angriff weniger Viren erwehren

Nach Schätzungen sind 3% der Weltbevölkerung mit Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert. Weltweit gilt die Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) als eine der häufigsten Ursachen der chronischen Hepatitis, Leberzirrhose und des hepatozellulären Karzinoms. Ausgehend von epidemiologischen Untersuchungen wurde für Deutschland eine Prävalenz der HCV-Infektion von 0,4% errechnet. Damit ist die HCV-Infektion hinsichtlich Morbidität und Mortalität sowie der hierdurch verursachten Kosten von erheblicher Bedeutung.... [mehr]

- 13.11.2006 - Wirkstoff Rimonabant muss von Krankenkassen nicht erstattet werden

Verordnung durch Ärzte auf Kassenrezept nicht möglich

Mitte Oktober klassifizierte der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) das Medikament Acomplia®, das den Wirkstoff Rimonabant enthält, als Lifestyle-Medikament. Damit ist eine Verordnung durch Ärzte auf Kassenrezept nicht möglich.Rimonabant wirkt als Appetitzügler, der in das Endocannabinoid-System eingreift. Bei Hunger schüttet der Organismus vermehrt Endocannabinoide wie Anandamid aus, die unter anderem den Cannabinoid Rezeptor 1 (CB1) aktivieren, der hauptsächlich im Gehirn, in verschiedenen Organen... [mehr]

- 08.11.2006 - Influenza in der südlichen Hemisphäre

Grippe: Was ist im Sommer 2007 zu erwarten?

Noch hat die Influenza-Epidemie in der nördlichen Hemisphäre dieses Jahr nicht begonnen, wird bereits über die Impfstoffkomposition für den Winter auf der südlichen Erdhalbkugel beraten. Die Wintermonate in der südlichen Hemisphäre dauern von Mai bis Oktober. Bei der Wahl der Antigenzusammensetzung werden einerseits die in den vergangenen Monaten zirkulierenden Influenza-Virus-A- und -B-Stämme wie auch die Situation in den nächsten Monaten in der nördlichen Hemisphäre berücksichtigt. Zwischen Februar... [mehr]

- 24.10.2006 - Lebensmittelbedingte Infektionen

Vom tropischen Anbaugebiet frisch auf die Ladentheke - Foodborne Diseases

Die letzten Jahre sind durch eine Zunahme lebensmittelbedingter Infektionen in den Industrienationen geprägt. Bedingt sind diese Infektionen zum einen durch neue, bisher nicht bekannte Erreger und zum anderen durch das Wiederauftreten von Infektionen, die bis vor kurzem eingedämmt waren. Einige Ursachen hierfür sind die Massentierhaltung, der Import von Gemüse und Obst aus Ländern der Dritten Welt, der Verzehr von nicht-ausreichend gegarten Speisen sowie neue technische Verfahrensweisen zur Produktion... [mehr]

- 19.10.2006 - Zunahme von Gelbfieber in Afrika

Gelbfieber: Stabile Situation in Südamerika

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich eine Übersicht zum Vorkommen von Gelbfieber veröffentlicht. Im Vergleich zu den Meldungen des Jahres 2004 haben die Fallzahlen 2005, bedingt durch mehrere Epidemien, erheblich zugenommen. Erkrankungsfälle mit Laborbestätigung wurden in 5 Ländern Südamerikas und 8 Ländern Afrikas nachgewiesen. In Südamerika traten Infektionen wie bisher unverändert in Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Peru und Venezuela auf. Insgesamt wurden in diesen Ländern 117 laborbestätigte... [mehr]

- 08.10.2006 - Vorsicht Giftpilze: Knollenblätterpilz & Co

Maßnahmen bei einer Pilzvergiftung

Grüner Knollenblätterpilz

Pilzsammler werden wie jedes Jahr wieder eindringlich vor dem lebensgefährlichen Knollenblätterpilz gewarnt. Er ist dieses Jahr aufgrund der feuchten Witterung besonders zahlreich. Pilze sollten entweder vor dem Verzehr von einem Pilzsachverständigen bestimmt werden oder man sollte ganz auf den Verzehr verzichten, um sich nicht in Gefahr zu bringen, raten die Giftnotrufzentralen.Bei Pilzvergiftungen hat man es mit einem irreführenden Phänomen zu tun:  Je gefährlicher ein Giftpilz ist, desto länger... [mehr]

- 07.10.2006 - Weltraum-Medizin: Vorsichtiger Griff zu den Sternen

Scheitert der Weltraumtourismus an den physischen Grenzen des Menschen?

Weltraumhotel - abbildung: Spacefuture.com

Wie schwierig es ist, Ideen in die Realität umzusetzen, zeigt sich am Beispiel der Raumfahrt. Ein Flug zum Mond fand bereits 1865 statt -  in der Phantasie von Jules Verne. Doch erst 1961 umkreiste der Russe Jurij Gagarin die Erde, 1969 betrat Neil Armstrong endlich den Mond. Mit der ersten Mondlandung nahmen die Wünsche und Ideen des Menschen wiederum neue Dimensionen an: Man träumte von Spaziergängen auf dem Mond, im All würden Hotels gebaut, eine neue Art des Tourismus sollte entstehen. Umfragen,... [mehr]

- 05.10.2006 - Chronische Erkrankungen oftmals durch Infektionen bedingt

Zunehmende Bedeutung von Infektionskrankheiten

Seit langem wurde angenommen, dass bestimmte chronische Erkrankungen durch infektiöse Agenzien verursacht oder unterhalten werden, auch wenn im Einzelfall noch kein Erreger nachgewiesen werden konnte. In den letzten Jahren gelang es jedoch, u.a. bedingt durch neue labordiagnostische Möglichkeiten, eine Reihe von Erregern als Verursacher von chronischen Erkrankungen zu bestätigen. Durch eine rechtzeitige Therapie lässt sich daher nicht nur die akute Erkrankung behandelt werden, sondern auch die in... [mehr]

- 04.10.2006 - Rezidivierende Zystitis

Persistieren die Bakterien im Blasenepithel?

Als Ursache für rezidivierende Infektionen der weiblichen Harnblase wurden bislang meist iatrogene Ursachen angeschuldigt. So wurde der Intestinaltrakt und die Vagina als Reservoir angesehen, was bedeutete, dass die Keime, insbesondere E. coli, mitunter durch falsche Hygienepraktiken in die Blase gelangten. Neue Untersuchungen (Mysorekar IU et al.: Mechanisms of uropathogenic Escherichia coli persistence and eradication from the urinary tract. Proc Natl Acad Sci USA 103:14170-14175 (2006)) belegen... [mehr]

- 26.09.2006 - HIV-Postexpositions-Prophylaxe: Wann ist sie indiziert?

Empfehlungen aktualisiert

In der Schweiz wurden bereits 1997 Empfehlungen zur HIV-Postexpositionsprophylaxe (PEP) außerhalb des medizinischen Bereichs (non-occupational postexposure prophylaxis (nPEP)) erarbeitet. Diese Empfehlungen umfassten eine akzidentielle Exposition mit Blut oder Genitalsekret, wie zum Beispiel bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr, Sexualverkehr, bei welchem das Kondom wegrutscht oder platzt oder die Verwendung von bereits durch andere benutzte Injektionsmaterialien. Zwar wurde die Wirksamkeit der ... [mehr]

- 18.09.2006 - Impfung von Reisenden gegen japanische Enzephalitis

Neue Impfstoffe vor der Einführung

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich in einem Positionspapier die Bedeutung von Impfstoffen gegen japanische Enzephalitis neu bewertet. Diese Stellungnahme soll als Grundlage für Impfempfehlungen der Mitgliedsländer dienen. Während in Ländern, in  denen japanische Enzephalitis endemisch vorkommt, meist generelle Impfempfehlungen bestehen, ist in Europa weder einer Impfstoffe bisher zugelassen, noch bestehen zum Beispiel in Deutschland offizielle Empfehlungen hinsichtlich des Einsatzes... [mehr]

- 13.09.2006 - Gutes Entlassungs-Management sichert die post-stationäre Nachsorge

Führt das DRG-System zur vorzeitigen Entlassung von Patienten?

Führt das DRG-System zur vorzeitigen Entlassung von Patienten? Seitdem die Krankenhäuser pro Patient nur noch eine Fallpauschale erhalten, häufen sich  Klagen darüber, dass Patienten zu früh in die hausärztliche Nachsorge oder zur Reha-Behandlung geschickt werden. Schon 2002 bewies eine im British Medical Journal veröffentlichte Studie, dass Patienten, die passend zum Wochenende entlassen wurden, überproportional häufig wiederaufgenommen werden mussten – der berühmte Drehtür-Effekt. Zu ähnlichen... [mehr]

- 11.09.2006 - Lähmung nach Zeckenstich

In der Differenzialdiagnose von akuten Paralysen berücksichtigen

den USA wurde in den letzten Monaten wiederholt akute, symmetrische, aufsteigende, schlaffe Lähmungen beobachtet, die im Zusammenhang mit einem Zeckenstich aufgetreten waren. Dieses neue Krankheitsbild, bezeichnet als "Tick Paralysis", trat vor allem im Bundesstaat Colorado auf, wo es erstmals 2006 zu einer Häufung von Erkrankungsfällen gekommen war. Ursächlich angeschuldigte Zeckenart waren Dermacentor ssp., insbesondere Dermacentor andersoni (Rocky-Mountain Waldzecke) und Dermacentor variabilis... [mehr]

- 08.09.2006 - Lassa-Patient: Akute Lassa-Infektion ist überwunden

Lassa-Fieber: Risiko für Afrika-Urlaub?

Dorf in West-Afrika (Senegal) - Foto: mediXtra

Nach nun mittlerweile 50 Tagen Behandlung in der Isolierstation der Universitätsklinik der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main ist der Patient mit schwerer Lassa-Infektion seit über 14 Tagen nicht mehr intensivmedizinisch behandlungsbedürftig und alle virologischen Kontrolluntersuchungen zeigen auch seit dieser Zeit, dass er seine akute Lassa-Infektion überwunden hat und nicht mehr ansteckungsfähig ist. Folglich konnte auch vor einer Woche die strenge Isolationspflicht aufgehoben... [mehr]

- 05.09.2006 - HIV/ AIDS: Dialog jenseits von Afrika

Jenseits von Afrika? Lessons learned und die Folgerungen für die Therapie von Migranten

Auf mehr als 30 Foren,  Workshops und Diskussionsrunden des 6. Kongresses "HIV im Dialog" im Roten Rathaus Berlin tauschten sich rund 500 Experten, Betroffene und Interessierte zum Thema HIV/AIDS aus. Zahlreiche nationale und internationale Initiativen berichteten über Erfolge und Misserfolge im Kampf gegen HIV/AIDS sowohl in Dritte-Welt-Ländern als auch hierzulande. [mehr]

- 30.08.2006 - Feldmäuse, Hamster, Meerschweinchen: Potentielle Überträger des LCMV-Virus

Interview zum Thema Lymphozytäres Choriomeningitisvirus: Keine Nagetiere als Haustiere in der Schwangerschaft ohne tierärztliche Undenklichkeitsbescheinigung

Durch die  in den USA aufgetretenen Todesfälle in Folge der Übertragung von Organen eines an mit dem lymphozytären Choriomeningitisvirus (LCMV)-infizierten Organspenders, ist eine Infektion in das Interesse der Medien gerückt, die bislang nur wenig bekannt war. Wir befragten hierzu den Würzburger Mikrobiologen, Prof. Dr. Tino F. Schwarz, Zentrallabor des Krankenhauses der Stiftung Juliusspital:Handelt es sich bei den LCMV-Infektionen im Rahmen von Organtransplantationen um Ereignisse, mit denen ... [mehr]

- 26.08.2006 - Physiologische Aspekte der Geiselhaft

Was spielt sich im Körper einer Geisel ab?

Dass Opfer von Geiselnahmen nach ihrer Freilassung unter psychischen Folgeschäden leiden können, beschäftigt nicht nur Psychotherapeuten, sondern auch Forscher. Nach Angaben des deutschen Instituts für Psychotraumatologie (DIPT) erleben die Opfer in Gedanken bestimmte Situationen und Gefühle immer wieder neu. Bei einem Drittel von ihnen drohen Spätfolgen wie Depressionen oder psychosomatische Beschwerden.  Das erst kürzlich stattgefundene Geiseldrama im kaukasischen Beslan zeigt, dass Geiselnehmer... [mehr]

- 23.08.2006 - Parvovirus B19 als Ursache schwerer Anämien in den Tropen

Erythema infectiosum: Bisher unterschätzte Bedeutung?

Das humane Parvovirus B19, der Erreger des Erythema infectiosum (synonym: Ringelröteln), ist von weltweiter Bedeutung. Während das Virus in Europa als Ursache einer endemischen Infektion seit Jahren bekannt ist, war seine Bedeutung in tropischen Ländern bis auf wenigen Studien noch nicht gut untersucht worden. Eine neue Studie, die bei Kindern in Papua Neuguina durchgeführt wurde, zeigt jetzt, dass das Virus dort auch für schwere Anämien verantwortlich ist (J Infect Dis 194:146-153, 2006). Zwar ... [mehr]

- 11.08.2006 - Generelle Impfung gegen Meningokokken der Gruppe C

Jetzt auch in Deutschland empfohlen

Für alle Kinder wird jetzt von der Ständigen Impfkommission (STIKO) im 2. Lebensjahr zum frühest möglichen Zeitpunkt eine Impfung gegen Meningokokken empfohlen. Hierdurch soll die Inzidenz wie auch Morbidität invasiver Meningokokken-Infektionen bei Kleinkindern reduziert werden. Invasive Meningokokken-Infektionen führen zu Hospitalisierung, schweren klinischen Komplikationen, wie z. B. dem Waterhouse-Friderichsen-Syndrom, sowie Residualschäden. Tödliche Verläufe kommen trotz intensivmedizinischer... [mehr]

- 10.08.2006 - Bedeutung für Träger der CCR5-Deletionsvariante

Erhöhtes Risiko schwerer Verläufe der West-Nil-Virusinfektion?

Der CCR5-Chemokin-Rezeptor ist seit der Entdeckung im Jahr 1996 ein wichtiges Target für die Entwickler von antiviralen Substanzen geworden. Allerdings trüben Ergebnisse neuerer Studien möglicherweise die hochgesteckten Erwartungen. Der CCR5-Chemokin-Rezeptor ist heute im Verständnis der Ätiopathogenese der HIV-Infektion von großer Bedeutung. Es konnte gezeigt werden, dass Menschen, die die homozygote Form der Deletionsvariante des CCR5-Rezeptors besitzen, nicht mit HIV infiziert werden und daher... [mehr]

- 09.08.2006 - Chagas nach Organ-Transplantation

Neues Infektionsproblem bei Transplantationen und Bluttransfusionen

In den USA wurden vor kurzem zwei weitere tödlich verlaufende Organtransplantationen bekannt, bei denen sich die Organempfänger durch die übertragenen Organe mit dem Erreger der amerikanischen Trypanosomiasis (Trypanosoma cruzi) infiziert hatten. Zuvor waren bereits drei Infektionen, die durch Organe eines Spenders übertragen wurden, im Jahr 2001 dokumentiert worden. Trypanosoma cruzi kann jedoch nicht nur durch Organe, sondern auch durch Blutkonserven übertragen werden, wie seit längerem bekannt.... [mehr]

- 25.07.2006 - Syphilis: die Lustseuche zurück in Deutschland

Syphilis: Zunehmend heterosexuelle Übertragungen

Nach einer Mitteilung des Robert-Koch-Instituts wurden in Deutschland im Jahr 2005 insgesamt 3.210 Erkrankungen an Syphilis gemeldet. Damit blieb die Fallzahl zwar auf dem Niveau des Vorjahres, jedoch deuten Auswertungen der Infektionsfälle auf eine zunehmende Bedeutung der Prostitutionsassoziierten heterosexuellen Übertragungen hin. Besonders auffällig war eine Infektionshäufung im Großraum Aachen, die auf Kontakte mit weiblichen Prostituierten zurückgeführt werden konnte. Seit Beginn dieses Ausbruches,... [mehr]

- 25.07.2006 - Generelle Impfempfehlung für Mädchen gegen humane Papillomviren

Wirksame Prävention des Zervikarzinoms jetzt verfügbar

Als einen Meilenstein in der Krebsprävention wird die Einführung einer Impfung zur Verhinderung des Zervixkarzinoms angesehen, die seit wenigen Wochen zur Verfügung steht.  Das Advisory Committee on Immunization Pratices (ACIP) (vergleichbar der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland) hat am 29.06.2006 eine generelle Impfempfehlung für alle Mädchen im Alter von 11 bis 12 Jahren gegen humane Papillomviren (HPV)  in den USA ausgesprochen. Die Impfserie, bestehend aus 3 Teilimpfungen, kann... [mehr]

- 24.07.2006 - Lebensmittel-Vergiftung Botulismus: Infektionsquelle Hausmacherwurst und selbstgemachte Marmelade

Auf´s richtige Konservieren kommt es an, wenn es keine Lebensmittelvergiftung werden soll

Clostridium botulinum: Die Sporen sind sehr hitzeresistent

Unter Botulismus (abgeleitet von "botulus" - lateinisch für Wurst) versteht man eine neuromuskuläre Vergiftung durch Clostridium botulinum-Toxin. Verantwortlich für diese Lebensmittelvergiftung ist ein sporentragendes, obligat anaerobes, grampositives Bakterium, Clostridium botulinum, welches 7 verschiedene Toxine produziert. Für Intoxikationen sind beim Menschen in der Regel die Toxine der Typen A, B, E oder eher seltener F verantwortlich. Die Toxine A und B, beides Proteine, gelten als besonders... [mehr]

- 19.07.2006 - Functional Food - können Lebensmittel funktionieren?

Essen wir in Zukunft nur noch Lebensmittel mit Zusatznutzen?

In Zukunft könnte die Frage beim Einkaufen nicht mehr lauten "Was möchte ich essen?" sondern "Was möchte ich durch die Mahlzeit erreichen?". Der Trend der funktionellen Lebensmitteln ist aus den USA und Japan zu uns herübergeschwappt. Statt einem allgemeinen gesundheitlichen Nutzen ist das Functional Food unserer Zeit eine Lösung für spezielle Probleme.Der Begriff "Functional Food" beschreibt Lebensmittel, die einen gesundheitlichen Zusatznutzen haben. Zum Beispiel gibt es Margarine und Milchprodukte,... [mehr]

- 15.07.2006 - Antibiotika-Resistenz bei Enterobacteriaceen

Weltweit Zunahme von ESBL und KPC

Enterobactericeen sind als Verursacher von klinisch relevanten Infektionen heute von großer Bedeutung. Die zu den gramnegativen Stäbchenbakterien gehörenden Keime finden sich als Verursacher von Pneumonien, Wundinfektionen, gastrointestinalen Infektionen sowie Urogenitalinfektionen. Wichtige Vertreter sind insbesondere E. coli, Klebsiella ssp., Enterobacter ssp., Serratia ssp. sowie Proteus ssp. In den letzten Jahren wird eine zunehmende Resistenzentwicklung gegen diese Keime beobachtet, die insbesondere... [mehr]

- 13.07.2006 - Taillenumfang und Waist-to-Hip-Ratio korrelieren mit Kolonkrebs-Risiko

Bei Männern besteht eine positive Korrelation zwischen Body-Mass-Index (BMI) und dem Kolonkrebs-Risiko

Männer und Frauen mit einem großen Taillenumfang bzw. großer Waist-to-Hip-Ratio (WHR) haben ein höheres Risiko, an Kolonkrebs zu erkranken. Bei Männern besteht zudem eine positive Korrelation zwischen Body-Mass-Index (BMI) und dem Kolonkrebs-Risiko. Diesen Schluss ziehen Wissenschaftler in einer aktuellen Veröffentlichung nach Auswertung von Daten der EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition)-Studie (1). [mehr]

- 03.07.2006 - Gesundheitsreform: Einstieg in den System-Umbau

Wird das Gesundheitswesen zukünftig mit Steuermitteln finanziert?

Die Bundesregierung hat ihr Ziel, noch vor der Sommerpause die Gesundheitsreform zu beschließen, erreicht. Gestern  trafen sich die Spitzen der Regierungsparteien, um nach wochenlangem Streit die wesentlichen Eckpunkte festzulegen.Eine große Strukturreform steht dem Bürger jedoch nicht bevor. Zwar herrschte über die Ziele der Gesundheitsreform parteiübergreifend Einigkeit: - Die medizinische Versorgung der immer älter werdenden Bevölkerung soll finanziell sichergestellt werden. - Für die Unternehmer... [mehr]

- 24.06.2006 - Sportmedizin - Richtiges Training, empfehlenswerte Sportarten

Sportmedizin: Empfehlenswerte Sportarten aus sportmedizinisch-orthopädischer Sicht: 8 Sportarten im Überblick...

             Einleitung         In unterschiedlicher Häufigkeit   und Intensität widmen sich mehr als zwei Drittel der Deutschen in ihrer   Freizeit der körperlichen Aktivität. Immerhin ein Drittel aller Bundesbürger   treibt mindestens einmal pro Woche Sport.  Regelmäßige Bewegung wirkt sich in jedem Alter unmittelbar auf die Gesundheit   aus und hält jung und fit. In der heutigen "Bewegungsmangel-Gesellschaft"   raten Sportmediziner, täglich mindestens 300 Kilokalorien durch sportliche   Aktivität... [mehr]

- 24.06.2006 - Fettleber-Hepatitis: Zu viele Pfunde belasten die Leber

Übergewicht bedroht auch die Leber - Fettleberhepatitis

Fettleberhepatitis - Leber

Die Fettleber ist nicht immer Folge eines zu hohen Alkoholkonsums. Was viele Menschen nicht wissen: auch Übergewicht ist ein Risikofaktor für diese Lebererkrankung. Die beste Therapie in solchen Fällen ist eine Gewichtsreduktion. Dadurch ist es möglich, den Verfettungsprozess nicht nur aufzuhalten, sondern auch rückgängig zu machen. In den westlichen Industrienationen sind schätzungsweise 20 bis 40% der Bevölkerung von einer Fettleber betroffen. So genannte Neutralfette lagern sich in die Leberzellen... [mehr]

- 23.06.2006 - Mobiltelefone im Krankenhaus: Keep your distance?

Handy-Verbot in Krankenhäusern unnötig - Störungen der Klinik-Elektronik kaum möglich

Könnte das Handy-Verbot in Kliniken aufgehoben werden? (Foto: mediXtra)

Für Handy-Verbote in Krankenhäusern gibt es aus  wissenschaftlicher Sicht kaum eine Begründung. Bereits in einem Meter Abstand stören Mobiltelefone elektronische Klinikgeräte nicht mehr, so zwei unabhängig voneinander entstandene Studien der amerikanischen Mayo-Klinik und der Universität Gießen. In der Klinik der medizinischen Hochschule Hannover wurde das Handyverbot bereits aufgehoben. Kritiker vermuten  schon länger, dass das Verbot eher dem Zweck dient, die  Festnetztelefone der Kliniken auszulasten,... [mehr]

- 20.06.2006 - Orthomolekulare Medizin

Die Theorie der richtigen Moleküle

Der zweifache Nobelpreisträger und Vitamin-Forscher Linus Pauling (1901-1995) prägte den Begriff der Orthomolekularen Medizin. Pauling war davon überzeugt, dass die Einnahme großer Mengen bestimmter Vitamine Krankheiten vorbeugen könnte. Er beschrieb das Wirkprinzip der Orthomolekularen Medizin folgendermaßen: "Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen, die normalerweise im Körper vorhanden und... [mehr]

- 18.06.2006 - Sommerfrische: Vorsicht Bienengiftallergie!

Die akute allergische Reaktion mit Kreislaufkollaps nach dem Stich einer Biene ist gefürchtet und kann lebensbedrohlich sein

Bei bekannter Bienengiftallergie sollte vor allem während der warmen Jahreszeit die Notfallmedikation immer verfügbar sein

Die akute allergische Reaktion mit Kreislaufkollaps nach dem Stich einer Biene ist gefürchtet und kann lebensbedrohlich sein. Nach wie vor ist eine Insektengiftallergie die häufigste Ursache für Notfallaufnahmen mit Diagnose Anaphylaxie.Die Diagnose einer Anaphylaxie wird meist in einer Klinik gestellt und ist in der Regel unproblematisch. Erstaunlicherweise liegen epidemiologische Daten zur Anaphylaxie nur begrenzt vor, insbesondere zum hochgefährlichen und lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock.Allergologen... [mehr]

- 12.06.2006 - Rickettsiosen: Eine Vielzahl unterschiedlicher Krankheitsbilder

Bei Fieber, Exanthem und Eschar differenzialdiagnostisch erwägen

Zu der Gruppe der Rickettsiosen gehören eine Reihe von Erkrankungen, die weltweit vorkommen und zum Teil sehr verschiedenartige Krankheitsbilder verursachen. Rickettsiosen sind typischerweise Anthropozoonosen. Die Erreger sind kleine, gramnegative, kokkoide Stäbchenbakterien. Im Gegensatz zu anderen Bakterien lassen sich Rickettsien nicht mit den üblichen mikrobiologischen Medien anzüchten, sondern bedürfen heute Nukleinsäureamplifikationstests, Zellkulturen oder dem Tierversuch. Manche Rickettsiosen,... [mehr]

- 12.06.2006 - Masern lassen sich durch Impfung verhindern

Zahlen für Masernerkrankungen gestiegen - Elimination der Masern nur durch hohe Durchimpfraten erreichbar

Während der Fußball-WM 2006 in Deutschland findet eine verstärkte Überwachung von Infektionskrankheiten statt.  In Deutschland besteht wegen des anhaltenden Masernausbruches in der Region Duisburg (Nordrhein-Westfalen) eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber Masernerkrankungen. Die Erkrankungszahlen sind zur Zeit rückläufig. Das Ausbreitungsrisiko in Zusammenhang mit der WM nimmt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts ab.Generell sind in Deutschland die Erkrankungszahlen für Masern nach zweijähriger... [mehr]

- 07.06.2006 - Gelbfieber im tropischen Afrika und Südamerika

Gelbfieber-Impfempfehlungen bei Urlaubsreisen unbedingt beachten

Gelbfieber ist eine durch Stechmücken übertragene Virusinfektion. Verursacht wird Gelbfieber durch das gleichnamige Virus, das zu den Flaviviridae gehört. Aufgrund molekularer Untersuchungen lassen sich mehrere genetisch distinkte Typen (so genannten Topotypen) unterscheiden. Diese Unterschiede haben epidemiologisch-klinische Konsequenzen. Zum einen unterscheiden sich die Gelbfieber-Topotypen durch ihr Potential humane Epidemien zu verursachen und zum anderen bedingt dies eine typenspezifische Affinität... [mehr]

- 03.06.2006 - Zahneingriffe mit Endokarditis-Prophylaxe?

Wer ist gefährdet?

Seit fast 50 Jahren wird Menschen, die an einer Erkrankung der Herzklappen leiden, empfohlen, Zahneingriffe nur unter einer antibiotischen Prophylaxe durchführen zu lassen. Hintergrund ist das vermutete Risiko einer infektiösen Endokarditis, in Folge einer Aussaat von bakteriellen Keimen der Mundhöhle. Allerdings wurden dieser Zusammenhang bisher nie systematisch untersucht. Eine aktuelle Untersuchung aus Frankreich, veröffentlicht in Clinical Infectious Diseases, 2006, versuchte jetzt das tatsächliche... [mehr]

- 02.06.2006 - Ätiopathogenese des Prostata-Karzinoms

Welche Rolle spielen Retroviren?

Das Prostata-Karzinom ist eine der häufigsten neoplastischen Veränderungen des Mannes in Industrieländern. Die Ursachen dieses Tumors waren bisher weitgehend unbekannt. Bereits seit einigen Jahren werden zunehmend virale Erreger mit der Ätiopathogenese von Tumoren in Zusammenhang gebracht bzw. wurde deren kausale Rolle bestätigt. Als gesichert gilt der Zusammenhang zwischen humanen Papillomviren und dem Zervixkarzinom, Vulvakarzinom, Larynxkarzinom, Peniskarzinom sowie Analkarzinom. Auch das Epstein-Barr-Virus... [mehr]

- 30.05.2006 - Johannisbrotbaum-Fruchtmark beeinflusst Blutfettwerte und Fettverbrennung

Kann Carob Fettstoffwechselstörungen und Übergewicht vorbeugen?

Nach Einnahme von entzuckertem Johannisbrotbaum-Fruchtmark (Carob) sinken die Triglyzeridwerte im Blut und die Fettverbrennung steigt. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler im Rahmen einer aktuell veröffentlichten Interventionsstudie gekommen, die am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) durchgeführt worden ist (1). [mehr]

- 26.05.2006 - MRSA: Zunehmende Verbreitung von Staphylococcus aureus

Resistente Stämme auch außerhalb der Krankenhäuser

Infektionen durch Staphylococcus (S.) aureus sind eine häufige Ursache für Hospitalinfektionen. S. aureaus, ausgestattet mit einer Vielzahl von Pathogenitätsfaktoren, kann eine Vielzahl von Krankheitsbildern auslösen. Dazu gehören Haut-, Wundinfektionen, Abszesse, Harnwegsinfektionen, Osteomyelitiden, Pneumonien und Sepsis. [mehr]

- 26.05.2006 - Infektionen bei Senioren vorbeugen

Erkennen von Risikofaktoren und gezielte Therapie

Mit dem stetigen Anstieg des Anteils von älteren Menschen in den Industrieländern gewinnen geriatrische Erkrankungen, dabei insbesondere auch diverse Infektionen, in der hausärztlichen Praxis wie auch im Krankenhaus zunehmend an Bedeutung. Im ambulanten wie auch stationären Bereich ist In Deutschland in Folge ökonomischer Zwänge (EBM, DRG) in vielen Fällen eine adäquate Diagnostik und damit eine kausale Therapie oft nur eingeschränkt möglich. Da 30% der Hospitalisierungen von älteren Menschen durch... [mehr]

- 24.05.2006 - Neue Geschäftsfelder in der Medizin

Der Export von Gesundheits-Dienstleistungen lohnt sich auch für deutsche Krankenhäuser

Während viele DRG-geplagte Krankenhäuser gegen die Insolvenz kämpfen, ist man im Universitätskrankenhaus Eppendorf überzeugt, die Talsohle durchschritten zu haben und ab 2009 mit einem ausgeglichenen Budget wirtschaften zu können. Die bei der Reorganisation des Krankenhauses bewiesene unternehmerische Kompetenz will der Vorstandsvorsitzende Professor Jörg Debatin nun sogar exportieren. Da Erfahrung im Klinik-Management international gefragt ist, wurde im März 2006 die UKE Consult- und Management... [mehr]

- 10.05.2006 - Beschäftigungsverbot zum Schutz vor einer Parvovirus B19-Infektion unzulässig!

Bisherige Praxis aus medizinischen sowie juristischen Gründen fragwürdig

Parvovirus B19, der Erreger der Ringelröteln, kann bei Schwangeren einen Hydrops fetalis mit resultierendem intrauterinen Fruchttod verursachen. Dieser Zusammenhang wurde erstmals vor mehr als 20 Jahren publiziert. Seit mehreren Jahren wird jetzt diskutiert, wie mit seronegativen Schwangeren, die in kinderbetreuenden Einrichtungen beschäftig sind, zu verfahren ist. Denkbar wäre zum Beispiel während eines epidemischen Ausbruchs ein vorübergehendes Beschäftigungsverbot, um hierdurch eine mütterliche... [mehr]

- 01.05.2006 - Empfehlungen zur Diagnostik der Borreliose

Sinnvolle Tests – unsinnige Methoden!

Als eines der "heikelsten" Kapitel der Labormedizin ist auch Jahre nach der Identifizierung des Erregers die Diagnostik der Borreliose anzusehen. Von der Deutschen Gesellschaft für Mikrobiologie und Hygiene wurde im Jahr 2000 ein stufendiagnostisches Vorgehen (MiQ 12, Lyme-Borreliose) als Qualitätsstandard publiziert, welches auf evidenz-basierten Daten beruht. Diese Stufendiagnostik ist die Arbeitsgrundlage für medizinische Laboratorien sowie auch der ärztlichen Rechnungsstellung (EBM, GOÄ). Mit... [mehr]

- 29.04.2006 - Cholera-Epidemie in Angola

Cholera-Ausbruch in Angola breitet sich aus

Zehn Wochen nach Ausbruch der  Epidemie in der angolanischen Hauptstadt Luanda ist die Zahl der Infizierten auf  20.000 gestiegen. Etwa 900 Menschen starben bereits an der schweren Durchfallerkrankung. Allein am 25. April 2006 gab es 929 neue Krankheitsfälle und 25 Tote. Die Cholera hat sich bereits in die meisten Landesteile ausgebreitet. so die internationale Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen"  in einer Pressemeldung.Cholera-Infektionen treten in anderen Teilen Asiens, Afrikas und Südamerikas... [mehr]

- 28.04.2006 - Schlankheitsmittel aus ernährungs- wissenschaftlicher Sicht

Schlankheitsmittel sind in aller Munde, doch welche sind wirksam?

Sind Schlankheitsmittel wirklich sinnvoll?

Schlankheitsmittel sind in aller Munde. Doch sind Schlankheitsmittel wirklich wirksam? Wir sprachen darüber mit Dipl. troph. Susanne Sonntag.Sind Schlankheitsmittel wirklich sinnvoll?Sonntag: Schlankheitsmittel, die ihre Wirkungen in Studien nachweisen konnten, helfen Übergewichtigen beim Abnehmen. Allerdings allein ohne dauerhafte Ernährungsumstellung und ausreichend Bewegung lösen sie nicht das Problem Übergewicht. Schlankheitsmittel sollten nicht über den Direktversand oder das Internet bestellt... [mehr]

- 19.04.2006 - Mikrobiologisch-serologische Diagnostik wichtiger

Krankheitserscheinungen in der hausärztlichen Praxis

Mikrobiologisch-serologische Diagnostik im Labor

Zu den wichtigsten und häufigsten Symptomen, die in der hausärztlichen Praxis auf eine Infektion hinweisen, gehören Fieber, Husten, Exantheme und Durchfall. Da aufgrund des eingeschränkten finanziellen Budgets nur wenig mikrobiologische bzw. serologische Diagnostik durchgeführt werden kann, sollte diese stets gezielt veranlasst und zu einer hohen Trefferquote führen. Gerade bei bakteriologischen Untersuchungen gilt es präanalytische Fehler, wie zum Beispiel unsinnige Indikation, falsche Materialentnahme,... [mehr]

- 18.04.2006 - FSME: Anstieg von 400%

Frühsommer-Meningoenzephalitis: 422 FSME-Fälle in 2005 in Deutschland gemeldet

FSME - Zecke

Die Zahl der FSME-Infektionen - eine durch Zecken übertragene Virusinfektion - ist in Deutschland 2005 auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin mitteilte, wurden bis zur 50. Kalenderwoche 422 Fälle der von Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) registriert. Das waren so viele wie noch nie seit Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001. Im gesamten Jahr 2004 erkrankten nur 274 Menschen an FSME. Insgesamt sei ein Anstieg von 400%  zu verzeichnen.... [mehr]

- 05.04.2006 Vorher-Nachher-Bilder in der Schönheitschirurgie nach der 14. AMG-Novelle

Heilmittel-werberechtliche Beurteilung: Folgen für die Werbung in der Schönheitschirurgie

Dr. med. Markus Weidenbach, Rechtsanwalt

Die 14. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG) ist am 6.September 2005 in Kraft getreten. Bestandteil der Gesetzesnovelle ist unter anderem eine Änderung des Heilmittelwerbegesetzes (HWG), wonach nunmehr auch schönheitschirurgische Eingriffe in den Anwendungsbereich des HWG fallen. Der Gesetzgeber hat jedoch in Hinblick auf die Änderung des HWG, die jetzt am 1.April 2006 in Kraft getreten ist, eine entsprechende Schonfrist gelassen, damit sich die Betroffenen auf die strengeren Vorschriften einstellen... [mehr]

- 29.03.2006 - Impfungen bei immundefizienten Patienten möglich

Kontraindikation: Lebendimpfstoffe

Nicht erst seit dem Beginn der HIV-Pandemie wird eine Zunahme der Zahl der Patienten mit Immundefizienz beobachtet. Neben den angeborenen oder erworbenen Erkrankungen mit Immundefizienz nimmt auch die Zahl der Patienten, die immunsuppressive Therapien erhalten, zu. Eine besonderes Ziel ist es diese Patienten vor impfpräventablen Erkrankungen zu schützen. Damit Impfungen bei diesem Personenkreis nicht aus unbegründeten Ängsten unterbleiben, empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) daher, dass... [mehr]

- 28.03.2006 - Hepatitis C: Neue Therapieansätze in Aussicht

Bald Hoffnung für bisherige Therapieversager?

Die Hepatitis-C-Virus (HCV)-Infektion gilt weltweit als eine der häufigsten Ursachen der chronischen Hepatitis, Leberzirrhose und des hepatozellulären Karzinoms. Weltweit sind mehr als 170 Millionen Menschen mit HCV infiziert. In Deutschland sind etwa 0,4% der Bevölkerung von dieser Infektion betroffen, was einer Zahl von 275.000 Virusträgern entspricht. In Europa dürften nach Schätzungen 2 bis 5 Millionen HCV-infizierte Menschen leben. [mehr]

- 25.03.2006 - Syphilis: Auffällige Zunahme von Erkrankungen in den USA

Rückkehr einer alten Lustseuche durch das Internet!

Die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) weist in einer aktuellen Meldung auf eine Zunahme von Erkrankungszahlen an Syphilis (Lues) in den USA hin. Während im Jahr 2000 mit 2,1 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner die seit dem Beginn der Erfassung im Jahr 1941die niedrigste jemals gemessene Inzidenz beobachtet wurde, kam es bis 2004 zu einem stetigen Anstieg bis auf 2,7/100.000. Von der Zunahme der Erkrankungen waren fast ausschließlich schwarze, nicht-hispanische Männer betroffen. Bei... [mehr]

- 21.03.2006 - Schon wieder neuer Ebola-Ausbruch im Kongo?

Ebola-Fieber: Weiterhin ein Mysterium - Ebolavirus lauert im tropischen Regenwald

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vor kurzem wieder eine Warnung herausgegeben vor einem möglicherweise neuerlichen Ebola-Ausbruch im Kongo: Demanch wiesen 2 vor kurzem verstorbene Personen Ebola-ähnliche Symptome auf. Ein Rischka-Fahrer und sein Fahrgast starben an den Folgen eines hämorrhagisches Fiebers in Bumba, 500 km nördlich von Mbandaka. Erst vor einem halben Jahr, im Sommer 2005, hatten nationale und internationale Gesundheitsbehörden bei einem Ebola-Ausbruch umfangreiche Maßnahmen... [mehr]

- 17.03.2006 - Impfung gegen Gürtelrose vor der Zulassung

Neues Prophylaxe- und Therapiekonzept

Mit der Verfügbarkeit eines attenuierten Varizella-Lebendimpfstoffs für die Impfung von über 60-Jährigen zur Prävention der Gürtelrose ist in Kürze zu rechnen. Damit steht erstmals eine effiziente Möglichkeit zur Verhinderung einer Reaktivierung dieser Virusinfektion bei Senioren zur Verfügung. Neben den akuten Beschwerden klagen die Patienten mit Gürtelrose oftmals über die zum Teil lang andauernden postherpetischen Neuralgien.Die Gürtelrose (Herpes zoster) wird durch die Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus... [mehr]

- 17.03.2006 - Chikungunya-Fieber auf Mauritius, Seychellen und La Réunion auf dem Vormarsch

Chikungunya-Fieber: Gelenkschmerzen nach Afrika und Südostasien-Urlaub - Chikungunya-Fieber nur selten diagnostiziert

Auf Mauritius, den Seychellen und vor allem auf La Réunion im Indischen Ozean sind innerhalb eines Jahres über 15.000 Menschen am Chikungunya-Fieber erkrankt. Dies entspricht einem Fünftel der Bevölkerung. Allein auf den Seychellen haben sich an die 2.000 Personen an dem durch Mücken übertragenen Chikungunya-Fieber infiziert. Die Zahl der Infektionen steigt nach Angaben der Gesundheitsbehörden seit November 2005 stetig an, allein im Januar 2006 wären über 1.000 Fälle gemeldet worden.Seit Jahresanfang... [mehr]

- 13.03.2006 - Impfung gegen Cholera schützt auch vor ETEC

Life-Style-Impfstoff sichert die schönsten Tage des Jahres vor Reisedurchfall

Ein neuer, oral zu verabreichender Impfstoff induziert nicht nur einen guten antibakteriellen und antitoxischen Schutz vor Cholera, sondern bewirkt aufgrund struktureller Ähnlichkeiten des Cholera-Toxins mit dem hitzelabilen Toxin von enterotoxischen E. coli (ETEC) auch eine Protektion vor der häufigsten Ursache der Reisediarrhoe. Damit lässt sich ein Großteil unangenehmer Episoden von Reisedurchfall vermeiden. [mehr]

- 08.03.2006 - Reisemedizinische Beratung in der hausärztlichen Praxis muss geplant sein

Individuelle Gesundheitsleistungen: Die reisemedizinische Beratung birgt einige besondere Probleme

Der Schwerpunkt der reisemedizinischen Beratung liegt sicherlich bei impfpräventablen Erkrankungen. Dabei gilt es neben ggf. notwendigen Auffrischung von Standardimpfungen reisespezifische Impfungen, wie gegen Hepatitis A, Hepatitis B, Frühsommer-Meningoenzephalitis, Meningokokken, Typhus, Tollwut, Cholera und japanische Enzephalitis zu besprechen und abhängig vom Reiseziel, der Reiseart und der Unterbringung mit dem Impfling zu besprechen. [mehr]

- 06.03.2006 - Immun-Prophylaxe der Rotavirus-Infektion

Neue Rotavirus-Impfstoffe verhindern schwere Gastroenteritiden bei Kleinkindern

Weltweit gilt die Rotavirus-Infektion als die wichtigste Ursache für schwere diarrhoe-bedingte Erkrankungen sowie Todesfälle bei Säuglingen und Kleinkindern. Nach Schätzungen der WHO muss jährlich mit 25 Millionen Rotavirus-bedingten Krankenhausaufenthalten sowie mehr als 600.000 Todesfällen bei Kindern gerechnet werden. Seit Jahren war die Entwicklung wirksamer und sicherer Vakzinen von hoher Priorität. Ein im Jahr 1999 in den USA zugelassener tetravalenter Rotavirus-Impfstoff (Rotashield®) wurde... [mehr]

- 13.02.2006 - Trichinellose in Osteuropa

Trichinellose: Weiterhin ein lebensmittelhygienisches Problem?

Trotz der in vielen Ländern implementierten staatlichen Lebensmittelüberwachung und Fleischbeschau treten regelmäßig Erkrankungen an Trichinellose auf. Dabei kann es entweder zu sporadischen Einzelfällen oder aber zu epidemischen Ausbrüchen kommen. Gerade in Osteuropa, Russland sowie den Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion ist die Trichinellose weiterhin von medizinischer Bedeutung.Verursacht wird die Trichinellose durch den Rundwurm Trichinella spiralis. Die Infektion des Menschen erfolgt... [mehr]

- 12.02.2006 - Schützt die männliche Circumcision vor HIV?

Beschneidung: Vorteil nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen

Die männliche Circumcision (Beschneidung; Entfernung der Vorhaut) ist in einigen Religionen, wie zum Beispiel bei Juden wie auch Muslimen, obligatorisch und hat eine lange Tradition. So waren zum Beispiel bereits die Mumien in alten Ägypten beschnitten. Auch in den USA wurden Ende der 1970er Jahre noch fast bei 90% aller Neugeborenen eine Circumcision durchgeführt. Verschiedenste Studien zeigen zudem, dass eine Circumcision keine negative Auswirkung auf die Sexualität hat. Gerade die gesundheitlichen... [mehr]

- 09.02.2006 - Dengue-Fieber: ein weltumspannendes medizinisches Problem

Kein Aspirin in Dengue-Endemie-Gebieten!

Dengue-Fieber

Die Denguevirus (DEN)-Infektion ist die häufigste vektor-übertragene Virusinfektion des Menschen. Bedingt durch die Verschleppung infizierter Vektoren kommt DEN heute weltumspannend im tropischen und subtropischen Gürtel vor. Es lassen sich vier unterschiedliche DEN-Serotypen (DEN-1 bis DEN-4) unterscheiden, die entweder in abgegrenzten oder überlappenden Endemiezonen vorkommen. In einigen Regionen Südostasiens (zum Beispiel Kambodscha) wurde die gleichzeitige Zirkulation aller vier Serotypen berichtet.... [mehr]

- 20.01.2006 - HTA: Hilfe für Entscheidungsträger

HTA –Berichte sind ein Qualitätsmanagement-Instrument

Wie schon der Name verrät, wurde Health Technology Assessment (HTA) im englischsprachigen Raum entwickelt und in den USA und Schweden zuerst eingesetzt. Als Qualitätsmanagement-Instrument dienen HTA -Berichte seit den 70-er Jahren zur Entscheidungsfindung mit dem Ziel, unter Experten und Betroffenen von medizinischen Prozessen einen Konsens herzustellen.  Primär geht es um die Beurteilung (engl. Assessment) von Health Technology. Gemeint ist Medizin-Technologie im Sinne von Arzneimitteln, Medizinprodukten,... [mehr]

- 16.01.2006 - Sapo-Virusinfektion: Wichtiger Erreger von Diarrhöen bei Kindern?

Ausbrüche oftmals in kinderbetreuenden Einrichtungen

Als Ursache von viralen Gastroenteritiden bei Kindern sind eine Reihe von Erregern bekannt. Neben Rota-Viren, Adeno-Viren, Noro-Viren, Astro- und Coronaviren müssen seit kurzem auch Sapo-Viren differenzialdiagnostisch mitberücksichtigt werden. Sapoviren wurden erstmals in Sapporo isoliert, was zur Bezeichnung "Sapo" geführt hat.Sapo-Viren gehören zur Familie der Caliciviridae, Genus Sapo-Virus. Das Genom der Erreger besteht aus linearer, einzelsträngiger RNA positiver Polarität. Die Familie der ... [mehr]

- 11.01.2006 - Vogelgrippe: Panikmache, Mediengetöse oder reelle Gefährdung für den Menschen?

Unterschied beachten zwischen Vogelgrippe und Influenza - Vogelgrippe in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vorgestern mitgeteilt, dass in der Türkei 10 weitere Fälle einer Infektion mit dem Vogelgrippevirus H5N1 bei Menschen bestätigt wurden, darunter sind drei Patienten aus der Provinz Ankara, außerdem kommen Patienten aus den Provinz Agri und Van im Osten der Türkei sowie aus den Provinzen Kastamonu, Corum und Samsun im zentralen Norden des Landes.Damit gibt es insgesamt 14 laborbestätigte Vogelgrippe-Infektionen in der Türkei. Die beiden ersten Erkrankten ... [mehr]

- 09.01.2006 - La-Crosse-Enzephalitis: Wichtige Arbovirose Nodamerikas

La-Crosse-Enzephalitis - auch von reisemedizinischer Bedeutung

Neben dem West-Nil-Fieber  und der St. Louis-Enzephalitis gehört die La-Crosse-Enzephalitis mit zu den häufigsten zoonotischen Ursachen viraler Affektionen des zentralen Nervensystems in Nordamerika. Mit dem La-Crosse-Virus verwandte Erreger, das Jamestown-Canyon-, Trivittatus- und Cache-Virus kommen regional vor und können ebenfalls in selteneren Fällen eine Enzephalitis verursachen. Von schwerer verlaufenden klinischen Verläufen der La-Crosse-Enzephalitis sind insbesondere Kinder im Alter von ... [mehr]

- 02.01.2006 - Tularämie bei Jägern in Südhessen ungeklärt

Hasenpest: Sonderform einer reisemedizinischen Infektion

Die Herkunft des seltenen Hasenpest-Erregers in Südhessen bleibt ungeklärt. Auch weitere Untersuchungen des Landeslabors in Gießen brachten keinen Aufschluss, wie die Krankheit auf Menschen übertragen wurde. Bei den bislang untersuchten Tiere konnten keine Hasenpest-Erreger nachgewiesen werden. Die sieben Männer im Alter zwischen 46 und 73 Jahren - alle kommen aus Südhessen - hatten am 29. Oktober 2005 an einer Treibjagd in Griesheim teilgenommen und die erlegten Feldhasen anschließend ausgeweidet.... [mehr]

- 27.12.2005 - Ärzte wandern aus

Ärzte: Arbeiten & Karriere im Ausland

Angesichts schrumpfender Honorartöpfe und langer Arbeitszeiten hält die Abwanderung deutscher Ärzte ins Ausland an. Aber auch in Deutschland gibt es Abwanderungstendenzen: viele ostdeutsche Mediziner ziehen lieber in den Westen. Grund dafür ist das Wohlstands- und Einkommensgefälle. Da die Bezahlung in den neuen Bundesländern unter dem westlichen Niveau liegt, bleiben in Krankenhäusern und Arztpraxen immer mehr Stellen unbesetzt. [mehr]

- 26.12.2005 - Verbrennungsstation für Ost-Sri Lanka: "Bald geht es richtig los"

1 Jahr nach dem Tsunami: Ein neues Leben kommt zurück

Zwei Missionen möchte Dr. Jürgen Toennissen, Plastischer Chirurg von Interplast-Germany, in Sri Lanka erfüllen: Eine Verbrennungsstation im Osten Sri Lankas errichten und sehen, wie es seinen Tsunami-Patienten nach dem letzten Einsatz im Januar geht. Mit einem fünfköpfigen Team besuchte er gerade Ampara im Osten des Landes.Im Januar waren Sie das letzte Mal vor Ort in Ampara. Wie haben Sie die Situation knapp ein Jahr nach dem verheerenden Tsunami erlebt?Dr. Toennissen: Ein neues Leben kommt zurück.... [mehr]

- 21.12.2005 - Murray-Valley-Enzephalitis: wichtige Infektionskrankheit in Australien

Für Urlauber von reisemedizinischer Bedeutung

Die Murray-Valley-Enzephalitis, eine Arbovirose Australiens sowie Papua Neuguineas, ist nicht zuletzt des zunehmenden Tourismus nach "Down Under" auch von reisemedizinischer Bedeutung. Die Erkrankung gilt als eine wichtige Ursache von viralen Affektionen des zentralen Nervensystems auf dem 5. Kontinent. Erst kürzlich wurde ein importierter Fall einer schwer verlaufenden Murray-Valley-Enzephalitis aus Deutschland berichtet.Das Murray-Valley-Fieber wird durch das gleichnamige Virus verursacht. Der... [mehr]

- 20.12.2005 - St. Louis-Enzephalitis: häufige Arbovirose Nordamerikas

St. Louis-Enzephalitis: auch von reisemedizinischer Bedeutung

Die St. Louis-Enzephalitis ist neben dem West-Nil-Fieber die häufigste vektor-übertragene virale Infektion, die zu einer Affektion des zentralen Nervensystems in Nordamerika führt. Wiederholt wurde diese Infektion auch bei Reisenden, die sich in den USA aufgehalten hatten, diagnostiziert.Die St. Louis-Enzephalitis wird durch das gleichnamige Virus, einen zu den Flaviviridae gehörenden Erreger, verursacht. Bei den Flaviviridae handelt es sich um RNA-Viren.Die Übertragung des Virus erfolgt durch den... [mehr]

- 19.12.2005 - Herpes-Virus-Typ 8-Infektion und Kaposi-Sarkom

Kausalität bei HIV-Infektion gesichert

Kurz nach der Erstbeschreibung der ersten AIDS-Fälle wurde auch das Kaposi-Sarkom mit dieser Immunschwächekrankheit assoziiert. Wenngleich schon bald eine infektiöse Genese vermutet wurde, dauerte es doch etwa 10 Jahre bis ein Zusammenhang mit einem bis dato unbekannten Vertreter der Herpesviridae, dem humanen Herpesvirus Typ-8 (HHV-8), belegt werden konnte. Im Gewebe von Patienten mit Kaposi-Sarkom ließen sich HHV-8-Sequenzen nachweisen, so dass die Kausalität bewiesen werden konnte.Neben den anderen... [mehr]

- 19.12.2005 - Frühsommer-Meningoenzephalitis: Stetige Zunahme von Erkrankungsfällen

Prävention von Infektionen durch aktive Impfung

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist in umschriebenen Gebieten Mitteleuropas endemisch. Nicht nur die bisher bekannten Regionen, wie Süddeutschland und Österreich, verzeichnen regelmäßige Erkrankungen an FSME, sondern auch aus der Schweiz wurde durch das Bundesamt für Gesundheit jetzt eine erheblich Zunahme von Erkrankungsfällen im Jahr 2005 gemeldet. Während im Jahr 2004 noch 134 Erkrankungsfälle beobachtet wurden, stieg die Zahl bis August 2005 bereits auf 141 Fälle an. Dies entspricht... [mehr]

- 06.12.2005 - Low Carb = high risk?

Kohlenhydratarme Diät Low Carb erhöht Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten

Ein populärer Diät-Trend schadet der Gesundheit möglicherweise mehr, als ihr zu Nutzen. Diesen Schluss ziehen Wissenschaftler der Universität Göttingen aus der ersten Zwischenuntersuchung einer aktuellen Studie. Demnach steigt bei Low-Carb-Diäten die Homocysteinkonzentration im Blut schon nach wenigen Wochen deutlich an und erhöht damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.Forscher der Universität Göttingen untersuchen derzeit anhand von 160 Probandinnen die Wirksamkeit von Low-Carb- und Low-Fat-Diätkonzepten... [mehr]

- 25.11.2005 - Coltiviren: Seltene durch Zecken übertragene Erreger

Unklare medizinische Bedeutung

Bei den verschiedenen zecken-assoziierten, humanmedizinisch relevanten Coltiviren handelt es um eine Gruppe von Erregern, die in unterschiedlichen geographischen Regionen vorkommen und febrile Krankheitsbilder mit Affektionen des zentralen Nervensystems (ZNS) verursachen können. Coltiviren sind RNA-Viren und gehören zur Familie der Reoviridae. Zu den humanrelevanten Coltiviren werden dem Colorado-Zeckenstich-Fieber-Virus (CTFV), das Eyach-Virus und Bannavirus gerechnet. CTFV, erstmals 1946 isoliert,... [mehr]

- 24.11.2005 - Mehr Sicherheit für Nahrungsmittel-Allergiker: EU verschärft Kennzeichnungspflicht

Neue EU-Richtlinie hinsichtlich der Angabe der in Lebensmitteln enthaltenen Zutaten

Ab dem 25. November 2005 gelten neue Vorschriften für die Lebensmittelkennzeichnung: Die EU-Richtlinie 2003/89/EG verschafft Nahrungsmittelallergikern mehr Durchblick im Zutatendschungel. Lebensmittelhersteller sind dann dazu verpflichtet, detailliertere Angaben über potenziell allergene Bestandteile zu machen. Das gilt auch für Hilfsmittel, die nur während der Produktion mit dem Lebensmittel in Berührung kommen. [mehr]

- 18.11.2005 - Pneumokokken-Infektionen: Prävention durch Impfung möglich

Infektionen durch Streptococcus pneumoniae gehören mit zu den schwersten Erkrankungen des Menschens

Infektionen durch Streptococcus pneumoniae (syn. Pneumokokken) gehören mit zu den schwersten Erkrankungen des Menschens und führen weltweit pro Jahr zu etwa 2 Millionen Todesfällen. Von Infektionen durch dieses Bakterium sind insbesondere Kinder in den ersten 5 Lebensjahren sowie ältere Menschen betroffen. Pneumokokken sind grampositive Kugelbakterien, die von einer Polysaccharidkapsel umgeben sind. Nach der dänischen Nomenklatur werden derzeit 90 verschiedene Kapselpolysaccharid-Typen unterschieden,... [mehr]

- 12.11.2005 - Dick ist nicht gleich dick: Abdominale Adipositas birgt höheres Gesundheitsrisiko

Rimonabant ist neuer Hoffnungsträger für Adipöse

Das Taillen-Hüft-Verhältnis ist ein besserer Indikator zur Bestimmung des Risikos von kardiovaskulären Erkrankungen als der Body-Mass-Index (BMI) . Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle globale Studie, bei der Forscher BMI, Taillen-Hüft-Verhältnis, Taillenumfang und Hüftumfang von über 27.000 Menschen aus 52 Ländern untersuchten (2). Während die eine Hälfte der Probanden bereits einen Herzinfarkt erlitten hatte, handelte es sich bei der anderen Hälfte um nach Alter und Geschlecht angepasste Kontrollen.... [mehr]

- 10.11.2005 - Clostridium difficile: neuer Stamm verursacht epidemisches Auftreten

Erreger der pseudo-membranösen Kolitis

Clostridium (C.) difficile ist der Erreger der pseudomembranösen Kolitis. Dieses Krankheitsbild ist hinreichend bekannt und ist die häufigste Ursache für eine antibiotika-assoziierte Diarrhoe. Seit kurzem grassiert in Quebec, Kanada, ein neuer Stamm (NAP1/027), der sich durch eine höhere Produktion von Toxinen ausweist und daher pathogener zu sein scheint. Erste Befunde zeigen, dass dieser Stamm eine 16-fach höhere Produktion von Toxin A und 23-fach mehr Toxin B produziert. Es steht zu erwarten,... [mehr]

- 09.11.2005 - Kein Marburg-Virus mehr in Angola

Marburg-Fieber: Virusbedingtes hämorrhagisches Fieber aus dem afrikanischen Regenwald

Angola wurde jetzt offiziell für frei von Marburg-Fieber erklärt, teilte das hiesige Gesundheitsministerium mit. Es gäbe seit dem 27.Juli 2005 keine neuen Fälle mehr.Das angolanische Gesundheitsministerium zog am 19.September 2005 Bilanz infolge des Ausbruch von Marburg-Fieber: Demnach gab es insgesamt 374 festgestellte Fälle, davon 329 Todesfälle (davon 16 Schwestern und 2 Ärzte). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte im April diesen Jahres einen Ausbruch des Marburg-Fiebers in der Grenz-Provinz... [mehr]

- 07.11.2005 - Akute Fazialisparese: Krankheitsbild mit einer Polyätiologie

Vielzahl möglicher infektiöser und nicht-infektiöser Ursachen

Bei der akuten peripheren Fazialisparese handelt es sich um ein Syndrom, das durch eine Vielzahl möglicher infektiöser sowie nicht-infektiöser Ursachen bedingt sein kann. Insofern stellt das Krankheitsbild für den behandelnden Arzt oftmals eine diagnostische Herausforderung dar. Oftmals jedoch lässt sich keine ursächliche Diagnose finden, was sowohl für den Patienten als auch den Arzt frustan ist.Unterschieden werden bei der akuten Fazialisparese eine komplette oder inkomplette, uni- oder bilaterale,... [mehr]

- 04.11.2005 - Cluster-Bildung im Gesundheitswesen

Netzwerke als Antwort auf die Globalisierung

In der globalisierten Welt stehen nationale Gesundheitswesen vor neuen Herausforderungen. Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen schränken den Sozialstaat und damit die Finanzierung des Gesundheitswesens ein. Sind Netzwerke ein Ausweg aus der Krise?Nach dem Konzept der Network-Society von Manuel Castells (Prof. für Soziologie in Berkeley, USA) ist die globalisierte Welt durch widerstrebende Kräfte bestimmt. Politische, gesellschaftliche und private Institutionen passten sich dieser Entwicklung... [mehr]

- 28.10.2005 - Antibiotika schützen vor Meningokokken

Wenn alle Kontaktpersonen eines Meningokokken-Infizierten mit dem richtigen Antibiotikum prophylaktisch behandelt werden, verringert sich das Ansteckungsrisiko um fast 90%

Wenn alle Kontaktpersonen eines Meningokokken-Infizierten mit dem richtigen Antibiotikum prophylaktisch behandelt werden, verringert sich das Ansteckungsrisiko um fast 90%. Bislang gibt es keine einheitliche Strategie zur Kontrolle des Meningokokken-Infektionsrisikos in allen EU-Staaten. In manchen Ländern wird eine Kurztherapie mit Antibiotika (Rifampicin, Ciprofloxacin) für Kontaktpersonen befürwortet, obwohl die Effizienz dieser Maßnahme wissenschaftlich nicht hinreichend gesichert ist. Zudem... [mehr]

- 26.10.2005 - West-Nil-Fieber in den USA

Erneut Infektionen durch Organspenden

West-Nil-Fieber, eine bislang wenig beachtete Arbovirose, ist seit der Einschleppung in die USA und der raschen landesweiten Ausbreitung mit hohen Erkrankungszahlen, im Blickpunkt der amerikanischen Epidemiologen, Virologen, Entomologen und Veterinäre. Da inzwischen wiederholt auch über durch Urlauber importierte Erkrankungsfälle aus Europa berichtet wurde, ist diese Infektion inzwischen auch von reisemedizinischer Bedeutung.Nach Meldungen der amerikanischen Seuchenkontrollbehörde wurden im Jahr... [mehr]

- 24.10.2005 - Pflegeberufe bieten Zukunft für junge Menschen mit Herz und Verstand

Ausbildungsreform öffnet FH-Studium für Realschul-Absolventen - auf Feinheiten achten

„Pflegeberufe sind in der Öffentlichkeit völlig unterbewertet“, sagt Klara Schäfer. Die 23-Jährige steht kurz vor ihrem Examen zur Gesundheits- und Krankenpflegerin. Nicht nur in den strukturschwachen Regionen der Republik bieten die Berufe der Gesundheits- und Krankenpflege eine Perspektive für junge Menschen, die Wert auf eine Ausbildung mit ausgeprägten Möglichkeiten zur  beruflichen Fort- und Weiterbildung legen. „Krankenschwester, Krankenpfleger, Krankenpflegehelfer, waren bislang Berufe, die... [mehr]

- 24.10.2005 - Fructose als Dickmacher entlarvt

Aufnahme von Fruchtzucker könnte die Körperfett- und Gewichtszunahme steigern...

Mäuse, die eine Fructoselösung trinken, nehmen stärker an Gewicht und Körperfett zu als Artgenossen mit alternativen Flüssigkeitsquellen. Das fanden Forscher des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke in einer aktuellen Studie heraus (1).Im Rahmen der Studie erhielten die Mäuse entweder eine 15%ige Fructoselösung, ein Saccharose-haltiges Erfrischungsgetränk (10% Saccharose), ein kalorienfreies, Süßstoff-haltiges Diät-Getränk oder Wasser. Bei den Mäusen der Fructose-Gruppe ... [mehr]

- 19.10.2005 - Aufdeckung von Infektionen durch Falldefinition

ICD-10 - Hilfreiches epidemiologisches Instrument

Gerade beim Auftreten einer neuen Infektion, für noch keine diagnostischen Nachweisverfahren bestehen bzw. bei Infektionen, die auf sonstigem Wege nicht diagnostizierbar sind, ist die Erarbeitung von Falldefinitionen von Bedeutung. Gemäß Infektionsschutzgesetz §4 Abs.2 Nr.2a hat das Robert-Koch-Institut (RKI) die Aufgabe Falldefinitionen zu erstellen, welche die Kriterien für die Übermittlung vom Gesundheitsamt an die zuständige Landesgesundheitsbehörde und von dort an das RKI festlegen.Eine Falldefinition... [mehr]

- 16.10.2005 - Bedeutung der analytischen und experimentellen Infektions-Epidemiologie

Wichtiges Instrument bei der Aufklärung von Infektionen

Infektionskrankheiten besitzen weltweit nach wie vor eine große Bedeutung für die Mortalität des Menschen. Seit einigen Jahrzehnten sind neu und vermehrt auftretende Infektionskrankheiten auch für das Krankheitsgeschehen in den Industrieländern wieder von größerer human- als auch veterinärmedizinischer Bedeutung. Genannt seien hierbei Vogelgrippe, SARS, West-Nil-Fieber, die bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) , Variante der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (vCJK) , oder auch Viren, die als Kofaktoren... [mehr]

- 16.10.2005 - Aufspüren neuer Infektionserreger durch genotyp-basierte Identifikation

Große Fortschritte in den letzten Jahren

Die Möglichkeiten des Auffindens und Identifikation von Pathogenen  haben sich durch die Entwicklung molekularbiologischer Techniken wesentlich geändert. Obgleich die Kultivierung des Erregers nach wie vor den Goldstandard in der Erregerdiagnostik darstellt, haben sich molekularbiologische Methoden bei vielen diagnostischen Fragestellungen als Bestätigungsmethode bewährt. Weitere Indikationsbereiche  für den sequenz-basierten Nachweis von Erregern sind das langsame Wachstum von Bakterien,  die Diagnostik... [mehr]

- 12.10.2005 - Milch und Joghurt als Cholesterinsenker

Cholesterin senken - Phytosterine machen es möglich

Die Palette der Lebensmittel mit cholesterinsenkendem Effekt wird immer größer. War zunächst nur Brotaufstrich mit diesem Zusatznutzen erhältlich, finden sich nun im Kühlregal auch Milch und Milchprodukte als funktionelle Lebensmittel. Möglich machen es Phytosterine, die von Natur aus in geringen Mengen in Sonnenblumenkernen, Nüssen, Hülsenfrüchten sowie Gemüse enthalten sind. Die Wirksamkeit angereicherter Brotaufstriche ist bereits umfangreich wissenschaftlich untersucht und dokumentiert. Ein ... [mehr]

- 11.10.2005 - Guillain-Barré-Syndrom nach Meningokokken-Impfung?

Vermutlich ledig zufällige Häufung

In einer aktuellen Mitteilung weisen die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) und die Centers for Disease Control and Prevention (CDC) auf eine ungewöhnliche Häufung an Fällen (n=5) von Guillain-Barré-Syndrom, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Verabreichung des tetravalenten Meningokokken-Konjugatimpfstoffs Menactra® aufgetreten waren, hin. Seit Februar 2005 besteht in den USA eine generelle Impfempfehlung für Meningokokken für alle Jugendlichen im Alter von 11 bis 12 Jahren. Zudem... [mehr]

- 10.10.2005 - Kyasanurwald-Krankheit: Indiens virusbedingtes hämorrhagisches Fieber

Schwere Infektion mit regionaler Begrenzung

Die Kyasanurwald-Krankheit ist eine ausschließlich im indischen Bundesstaat Karnataka vorkommende zoonotische Virusinfektion. Aufgrund ihrer Übertragung auf den Menschen durch Zecken gilt sie als Arbovirose. Erstmals wurde man auf die Erkrankung im Jahr 1957 aufmerksam. In der Reisemedizin spielt die Erkrankung bislang keine Rolle.Das Kyasanurwald-Krankheitvirus gehört zur Familie der Flaviviridae, Genus Flavivirus. Damit ist der Erreger eng mit dem in Mitteleuropa beheimateten Frühsommer-Meningoenzephalitisvirus... [mehr]

- 07.10.2005 - DRG-Anpassung mit Hindernissen

Konvergenz und Landes-Basisfallwerte

Auf dem 1. Gesundheitswirtschaftskongress im September kritisierte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister Austermann die Uneinheitlichkeit der Landes-Basisfallwerte für die Krankenhäuser. In einer Untersuchung hatte man nämlich festgestellt, dass die Kliniken Schleswig-Holsteins finanziell besser ausgestattet wären, würde für sie der Landes-Basisfallwert (LBFW) von Hamburg gelten.Am 6. Oktober forderte der Verband der Klinikdirektoren (VKD) eine bundeseinheitliche Krankenhausvergütung und... [mehr]

- 04.10.2005 - Gesundheitspolitik: was wird kommen?

Bürgerversicherung contra Kopfpauschale

"Bürgerversicherung contra Kopfpauschale" - in der Gesundheitspolitik liegen SPD und CDU/CSU weit auseinander. Eine medizinisch notwendige Versorgung soll auch in Zukunft für alle Menschen garantiert werden - darin sind sich alle Parteien einig. Gestritten wird jedoch über die Finanzierung unseres Gesundheitssystems. Angesichts des demographischen Faktors – unsere Gesellschaft vergreist und verursacht damit immer mehr Kosten -  will man die Sozialsysteme konsolidieren. Je nach politischer Couleur... [mehr]

- 09.09.2005 - Wachstum durch Gesundheits-Wirtschaft

Bericht vom 1. Gesundheitswirtschaftskongress in Hamburg

"Das Gesundheitswesen ist wie eine Feuerwehr, die jeden Brand löschen soll, dazu aber nur eine begrenzte Menge Wasser erhält." Mit  dieser Metapher brachte Berlins Gesundheitssenator a.D. Ulf Fink in seiner Eröffnungsrede zum 1. Gesundheitswirtschaftskongress die Probleme der Branche auf den Punkt. Im Gegensatz zum Berliner Hauptstadtkongress versteht sich der Gesundheitswirtschaftskongress vor allem als Forum für die im Gesundheitswesen agierenden Unternehmen. [mehr]

- 08.09.2005 - BSE durch menschliche Leichenteile im Tiermehl verursacht?

Eine neue Hypothese sieht den Mensch als Ursache für BSE

Eine neue, aufsehenerregende Untersuchung beschreibt einen Zusammenhang zwischen der Verwendung von menschlichen Leichenteilen bei der Herstellung von Tiermehl und dem Auftreten der bovinen spongiformen Enzephalopathie (BSE). Seit Mitte der 1980er Jahre ist BSE immer wieder in den Schlagzeilen. Die Epidemie hatte in mehreren Ländern seither erhebliche wirtschaftliche, politische sowie auch medizinische Auswirkungen. Zeitlich verzögert kam es zum Auftreten der Variante der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung... [mehr]

- 07.09.2005 - Update: Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit und Übertragung durch plasmatische Faktorenkonzentrate?

VCJK: mögliches Übertragungsisiko durch die Transfusion von Blut- oder Plasma bzw. der Verabreichung von aus Plasma hergestellten Präparaten

Die pessimistischen Vorhersagen über eine starke Zunahme von Erkrankungsfällen an der Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (VCJK) im Gefolge der Epidemie mit der bovinen spongiformen Enzephalopathie sind zwar nicht bzw. bisher nicht eingetroffen, jedoch werden kontinuierlich Fälle aus verschiedenen Ländern gemeldet. Inzwischen gibt es bestätigte Fälle aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Irland, Portugal, Italien, Spanien, Niederlande, Kanada, USA und Saudiarabien. Von besonderer Bedeutung... [mehr]

- 31.08.2005 - Qualitätsberichte: Neue Unübersichtlichkeit

Bis zum 31. August 2005 müssen alle Krankenhäuser einen Qualitätsbericht veröffentlichen

Glaubt man den Ankündigungen von Gesundheitsministerium und Krankenkassen, wird mit der Veröffentlichung von Krankenhaus-Qualitätsberichten eine neue Ära eingeleitet. Ab 1. September 2005 sollen Patienten nach der Lektüre der Qualitätsberichte selbst entscheiden können, welches der bundesweit 2.200 Krankenhäuser sie zur Behandlung ihrer Erkrankungen aufsuchen möchten. Der dadurch ermöglichte  Leistungsvergleich soll den Wettbewerb der Krankenhäuser fördern und zugleich das interne Qualitätsmanagement... [mehr]

- 16.08.2005 - Von Fall zu Fall: Empfehlungen und Impftipps bei Reisen nach Thailand

Unterschiedliche Reiseformen - unterschiedliche Gesundheitsrisiken

5 Fragen an Prof. Tino F. Schwarz, Chefarzt am Zentrallabor, Gelbfieber-Impfstelle, Stiftung Juliusspital in Würzburg, Facharzt für Laboratoriumsmedizin, Medizinische Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie

5 Fragen zum Thema Reisemedizin und Thailand:1. Frage, Last-Minute-Urlauber fragt: Ich habe ein Schnäppchen gemacht, in drei Stunden Abflug nach Bangkok. Impfungen sind da ja nicht mehr möglich und auch nicht nötig - die Reiseveranstalter/ Fluglinie werden ja schon Bescheid wissen...   Prof. Schwarz: Für Reisende, die spontan eine Reise antreten - sinnvoll wäre es natürlich gewesen, dass sich der Urlauber im Vorfeld einer "geplanten" Last-Minute-Reise, unabhängig vom Reiseziel, die wichtigsten Reiseimpfungen... [mehr]

- 11.08.2005 - Q-Fieber auch in Deutschland

Q-Fieber: Bisher unterschätzte Bedeutung für Schwangere

Q-Fieber: Als wichtigste Infektionsquelle gelten Schafe bzw. deren Nachgeburt

Q-Fieber steht auch der Liste möglicher Krankheiten mit bioterroristischen Potential, wie auch Pocken oder Milzbrand. Als Infektionsträger kommen wahrscheinlich Schafe und Ziegen in Frage. Nun meldete gestern das Health State Department von Colorado 13 humane Erkrankungsfälle, einschließlich 6 Fälle in Weld County.Das durch Coxiella burnetti verursachte Q-Fieber ist eine weltweit vorkommende Zoonose. In Deutschland tritt Q-Fieber am häufigsten in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordhein-Westfalen,... [mehr]

- 02.08.2005 - Bittergeschmack beeinflusst menschliche Evolution

Zusammenhang zwischen Bittergeschmack-Gen und Malaria-Resistenz

Der Bittergeschmacksrezeptor TAS2R16 hatte möglicherweise einen Einfluss auf die menschliche Evolution. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle genetische Untersuchung eines "Bittergeschmacks-Gens" (1). Grundlage der Analyse war die Erbsubstanz von 997 Menschen aus 60 verschiedenen Weltpopulationen.Die Forscher fanden heraus, dass heute, mit Ausnahme der Afrikaner, 98% aller Menschen eine "neue" Genvariante aufweisen, die vor etwa 80.000 bis 800.000 Jahren als Mutation aus dem "alten" Geschmacksrezeptor-Gen... [mehr]

- 29.07.2005 - Rot fermentierter Reis

Traditionelle chinesische Lebensmittelzutat mit pharmakologischer Wirkung

Seit Jahrhunderten ist rot fermentierter Reis in China bekannt als Konservierungsmittel und Lebensmittelfarbstoff. Ein typisches Beispiel für die färbende Wirkung ist die Peking Ente. Die Herstellung dieses traditionellen roten Reismehls erfolgt durch die Fermentation von Reis mit Schimmelpilzen der Gattung Monascus. Aufgrund seiner konservierenden Eigenschaften ist rot fermentierter Reis auch als Nitrit-Ersatz in Fleischprodukten denkbar.Beinahe so lange, wie das rote Reismehl zum Färben und Konservieren... [mehr]

- 28.07.2005 - Nahrungsmittel, Nahrungs-Ergänzungsmittel oder Arznei?

EU-Direktive zu Traditionellen Arzneimitteln lässt auf sich warten

Seit etwa einem Jahr wartet man in der EU auf die Verabschiedung der geplanten EU-Direktive zu Traditionellen Arzneimitteln. Vorgesehen war, dass im September nach umfangreichen Konsultationen, insbesondere auch der neuen Mitgliedsstaaten die zuständige EU-Kommission eine entsprechende Vorlage erarbeitet. Unter dem Begriff "Traditionelle Arzneimittel" werden Arzneimittel mit langer Tradition ohne nachvollziehbare Wirksamkeitsbelege verstanden. Der Begriff umfasst aber auch Nahrungsmittel und Nahrungsmittelergänzungen,... [mehr]

- 27.07.2005 - Erster Pest-Ausbruch in New Mexico

Pest: immer wieder Ausbrüche

Die Zeit um 1350 war geprägt durch den Ausbruch der großen Pest, dem "schwarzen Tod", der damals über ein Drittel der Menschen in Europa hinwegraffte. Der plötzliche massenhafte Tod erschütterte die Menschen tief

Der erste Fall von Pest in New Mexico (USA) wurde bei einem Erwachsenen im Santa Fe County festgestellt. Der Erkrankte erholt sich derzeit im Krankenhaus, teilte gestern KOB-TV mit. In den nördlichen Landkreisen New Mexikos gibt es viele an Pest infizierte Hunde, Katzen und Nagetiere. Von besonderer Bedeutung ist, dass auch die USA als Pest-Endemiegebiet gelten. Ende 2004 wurde über einen tödlich verlaufenden autochthonen Pestfall aus dem Bundesstaat Colorado berichtet. Erkrankt war ein 66-jähriger... [mehr]

- 27.07.2005 - Erneuter Tollwutfall nach Urlaub in Indien

Tollwut-Impfung vor der Reise in hochendemische Gebiete empfohlen

Vorsicht Tollwut!

Nach Meldungen der britischen Gesundheitsbehörden verstarb eine 39-jährige Frau, die im indischen Goa von einem streunenden Hund gebissen worden war, jetzt in Liverpool an Tollwut. Goa gilt gerade bei Briten als beliebtes Urlaubsziel und dieser Tollwutfall verdeutlicht die reisemedizinische Bedeutung dieser Infektion. Die Urlauberin hatte vor der Reise keine präexpositionelle Impfung gegen Tollwut erhalten. Der aktuelle Fall im Vereinigten Königreich reiht sich in die Liste von importierten Tollwutfällen... [mehr]

- 22.07.2005 - Anstieg von Hantavirus-Infektionen in Deutschland, Belgien und Frankreich

Hanta-Virus: Folge der Zunahme der Rötelmaus-Population?

Unter den Nager-assoziierten Erkrankungen, die in mehreren Regionen Deutschlands endemisch auftreten, sind Infektionen durch Hantaviren von besonderer Bedeutung. Der in Deutschland dominierende Hantavirus-Serotyp Puumala (PUU) verursacht eine leichtere Form des hämorrhagischen Fiebers mit renalem Syndrom, welches auch als Nephropathia epidemica bezeichnet wird. Ein vermehrtes Auftreten von Hantavirus-Erkrankungen seit dem Frühjahr 2005 wurde in sowohl in Belgien, Deutschland als auch in Frankreich... [mehr]

- 18.07.2005 - Bioterrorismus-Experten: Botulismus-Toxin in der Milch

Mögliches bioterroristisches Anschlagsszenario

Die kürzlich erfolgten terroristischen Anschläge in London und Madrid verdeutlichen erschreckend, dass auch weiterhin mit perfiden Attacken gegen die Zivilbevölkerung zu rechnen ist. Zwar erwiesen sich die Anschuldigungen gegen den Irak wegen des Besitzes von biologischen Waffen vor Beginn des II. Golfkrieges als haltlos, jedoch wurde hierdurch eine wissenschaftlich Diskussion über die Möglichkeiten des Einsatzes solcher Agenzien gegen die Bevölkerung ausgelöst. Die wiederholte Freisetzung von Anthrax... [mehr]

- 13.07.2005 - Nipah-und Hendra-Virus: Entdeckung des Zellrezeptors erklärt Pathogenität

Nipah-Virus gilt als potenzielles bioterroristisches Agens

Nipah-Virus, ein neu aufgetretener Erreger, der in den Jahren 1998/99 in Malaysia und Singapur eine humane Epidemie mit Enzephalitis-Fällen verursacht hatte, gilt inzwischen als eine wichtige Modellinfektion für zoonotische Paramyxoviridae. Aufgrund molekulargenetischer Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass es sich bei Nipah-Virus um einen Erreger handelt, der über Passagen in Fledermäusen und Schweinen auf den Menschen übertragen werden kann. Neben Nipah-Virus machte das Hendra-Virus, ein ... [mehr]

- 12.07.2005 - Nipah-Virus: Neuer Erreger aus Südostasien

Zoonotische Paramyxovirose als Folge genetischer Rekombination zwischen Tierspezies

In den Jahren 1998/99 kam es in Malaysia und Singapur zum erstmaligen epidemischen Auftreten von zoonotischen Infektionen mit einem bis dato unbekannten Paramyxovirus, dem Nipah-Virus, benannt nach dem malayischen Dorf Nipah. Wie sich auf Grund molekulargenetischer Untersuchungen belegen ließ, gelangte der Erreger bedingt durch die industrielle Schweinehaltung von Fledermäusen über Schweine in die humane Population. Von dieser neuen ("emerging") Erkrankung waren dabei mehrere hundert Menschen betroffen.... [mehr]

- 08.07.2005 - Werbung für Schönheits-Operationen künftig den Regeln des Heilmittelwerberechts unterworfen

Vorher-Nachher-Bilder in der "Schönheitschirurgie"

Der Bundesrat hat in seiner heutigen 813. Sitzung beschlossen, dem vom Deutschen Bundestag am 16. Juni 2005 verabschiedeten Gesetz gemäß Artikel 84 Abs. 1 des Grundgesetzes zuzustimmen. Der Deutsche Bundestag hatte mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen und der CDU/CSU-Fraktion das 14. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes beschlossen. Im Heilmittelwerbegesetz blieb es bei dem Vorschlag der Bundesregierung, dass die Werbung für Schönheitsoperationen künftig den Regeln des Heilmittelwerberechts... [mehr]

- 01.07.2005 - G-BA: Weichenstellung im Gesundheitswesen

Managed Care oder Evidenzbasierte Medizin

Heute am 1. Juli tritt die neue Verfahrensordnung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in Kraft. Beschlossen wurde sie schon am 15. März - gegen die Stimmen der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Auf Widerstand stieß dabei vor allem die Regelung, dass der Nutzen einer  diagnostischen oder therapeutischen Methode "durch qualitativ angemessene Unterlagen der Evidenzklasse 1... zu belegen" ist, also durch wissenschaftlich einwandfreie Studien mit größter Aussagekraft.Bisher galt eher das Prinzip... [mehr]

- 30.06.2005 - Impfung schützt vor persistierender HPV-16/18-Infektion

Impfstoffe: geplante Zulassung im Jahr 2007

Ergebnisse von Phase-II-Studien mit einem rekombinanten HPV-16/18- sowie HPV-6/11/16/18-Impfstoff belegen eine ausgezeichnete Protektion von 89 bis 100%. Da neben der Wirksamkeit die Verträglichkeit der beiden Impfstoffs ebenfalls sehr gut war, dürfte der geplanten Zulassung im Jahr 2007 nichts entgegen stehen. Seit den grundlegenden Arbeiten Ende der 1970er Jahre, die eine Assoziation zwischen dem Zervixkarzinom und humanen Papillomviren postulierten, wird an der Entwicklung einer prophylaktischen... [mehr]

- 16.06.2005 - Neue Facharzt-Bezeichnung für Schönheitschirurgen

Neuer Zusatz künftig Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie

Mit einen großen Mehrheit der Stimmen der Delegierten Ärzte hat der Deutsche Ärztetag im Mai beschlossen, die Facharztbezeichnung "Facharzt für plastische Chirurgie" um den Zusatz "ästhetische" zu ergänzen. Die neue Facharztbezeichnung lautet jetzt "Facharzt/ Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie". Die neue Facharztbezeichnung, die in Bayern schon seit dem letzten Jahr gilt, muss nun von allen Landesärztekammern in die Weiterbildungsordnung aufgenommen werden.Durch diese Veränderung... [mehr]

- 15.06.2005 - Brucellose im Mittelmeerraum

Maltafieber: Auch Rohmilchprodukte als Ansteckungsquelle

Brucellose: Rohmilchprodukte als Ansteckungsquelle

39 Patienten wurden in den letzten 5 Monaten mit Brucellose in die Sarajevo Kosevo Klinik überwiesen, wurde gestern berichtet. Es werden weitere Krankheitfälle befürchtet oder sich sogar eine Epidemie entwickelt. Die meisten infizierten Personen stammen aus dem Zentral-Bosnien.Ende März 2005 hatten bulgarische Nachrichtenagenturen auch über einen Ausbruch von Brucellose bei 40 Farmarbeitern berichtet, die als Gastarbeiter in Griechenland in der Viehzucht tätig waren. Das Malta-Fieber (synonym: Mittelmeerfieber,... [mehr]

- 14.06.2005 - Spielball Mehrwertsteuer

Thema Umsatzsteuerpflicht für Ärzte

Seit im Jahr 2001 in Deutschland die Umsatzsteuerpflicht für Ärzte eingeführt wurde, gab es regelmäßig Diskussionen darüber, ob die Besteuerung wieder abgeschafft werden sollte. Dabei ist für viele Ärzte nach wie vor unklar, welche Bereiche ihrer Tätigkeit überhaupt der Besteuerung unterliegen. [mehr]

- 11.06.2005 - Pneumokokken-Impfung bei Kindern

Pneumonie: Positive Auswirkung auf die Herdenimmunität auch bei Senioren

Nach aktueller WHO-Statistik stellen Infektionskrankheiten mit 41% die weltweit häufigsten Todesursache dar, wie vorgestern bei der Eröffnung des 8. Kongresses für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin in Hamburg berichtet wurde. Unter den Infektionskrankheiten wiederum hat die Pneumonie (Lungenentzündung) mit 11% der gesamten Todesursachen die größte Bedeutung. In der Reihenfolge ihrer Häufigkeit kommen Tuberkulose, Diarrhoe, Malaria, Aids und Hepatitis B.Pneumokokken-Infektionen gehören zu den... [mehr]

- 01.06.2005 - Registriert - Größtes Krebsregister Europas in NRW

Seit heute werden in Münster alle Krebserkrankungen in einem landesweiten Register erfasst

Bei einem Patientenkongress haben verschiedene Experten, wie schon häufiger in der Vergangenheit, die Krebsversorgung in Deutschland kritisiert - dies berichtete die Frankfurter Rundschau am 26 April. Dabei wurde gefordert, die Strukturen so zu vernetzen, dass es nicht dem Zufall überlassen bleibt, wie und von welchem Arzt Krebserkrankungen behandelt würden. Notwendig seien nationale Krebszentren, die Behandlungsstandards definierten und systematisch Studien betrieben. Mit dem größten Krebsregister... [mehr]

- 28.04.2005 - Functional Food: Medikamente in Lebensmitteln?

Die neue Generation der funktionellen Lebensmittel

Mittlerweile sind sie in aller Munde und in jedem Supermarkt erhältlich: Funktionelle Lebensmittel oder auch  "functional food" genannt. Die neue Generation von Lebensmitteln, entwickelt von Ernährungswissenschaftlern und Ernährungsmedizinern, verspricht jede Menge Gesundheit und Wohlbefinden. Die Werbung behauptet, dass diese Lebensmittel die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie das seelische Wohlbefinden beeinflussen. Slogans wie "bringt die Darmflora ins Gleichgewicht", "senken das... [mehr]

- 28.04.2005 - Die Montignac-Methode – Essen und dabei abnehmen?

Von zentraler Bedeutung bei der Montignac-Methode ist der glykämische Index wie bei der Glyx-Diät

Der französische Politik- und Wirtschaftswissenschaftler Michel Montignac setzt bei der nach ihm benannten Methode zur Gewichtsreduktion auf die "richtigen" Kohlenhydrate. Diese können nach bestimmten Regeln mit protein- und fetthaltigen Lebensmitteln kombiniert werden. Von zentraler Bedeutung bei der Montignac-Methode ist der glykämische Index (GI), der beispielsweise auch für die Glyx-Diät die Grundlage bildet. Der GI beschreibt die Blutzuckersteigerung nach dem Verzehr eines kohlenhydrathaltigen... [mehr]

- 26.04.2005 - Klinik-IT: Schlüsselfunktion oder Problemfall?

Heute beginnt die "Messe und Dialog im Gesundheitswesen" in Frankfurt

Glaubt man dem Alex & Gross Markt Monitor, dann wird die Anschaffung von Klinik – IT zu 45% durch den Besuch von Fachmessen beeinflusst. Insofern ist dies eine gute Voraussetzung für die am 26.April beginnende Fachmesse "ITeG" (IT- Messe und Dialog im Gesundheitswesen). Zum zweiten Mal präsentieren Klinik - IT- Unternehmen ihre Produkte auf dem Frankfurter Messegelände, ergänzt durch Vorträge und Fachforen. Ob sich die Messe zu einem zentralen Branchentreff entwickelt, bleibt abzuwarten.Wünschenswert... [mehr]

- 26.04.2005 - Brainfood für Senioren

Bis ins Seniorenalter geistig fit mit der richtigen Ernährung, Bewegung und Denksport

Gehirnaktivität und Ernährung stehen in einem engen Zusammenhang. Aus diesem Grund ist eine gesunde Ernährungsweise, die dem Körper alle lebensnotwendigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge liefert, unerlässlich für die Erhaltung der kognitiven Fähigkeiten bis ins hohe Alter hinein.Das Gehirn ist auf essenzielle Nährstoffe angewiesen ist, um seine volle Funktionsfähigkeit zu entfalten. Auch ein Verfall dieser Funktionen mit zunehmendem Alter muss nicht zwangsläufig sein.... [mehr]

- 24.04.2005 - Binge-Eating: eine neue Zivilisationskrankheit?

Binge-Eating-Disorder: in Deutschland die häufigste Essstörung

Die Binge-Eating-Disorder (BES: Disorder = Störung) ist ein relativ neuer Krankheitsbegriff, der erstmals 1959 in den USA geprägt wurde, den es aber erst seit 1994 als eigenständige Diagnose gibt. Die BES betrifft etwa 2% der Bevölkerung in Deutschland und ist damit die häufigste Essstörung. Immer mehr Menschen sind aufgrund von Modetrends, Schlankheitswahn und Überfluss an Lebensmitteln bereits von der Krankheit betroffen, so dass sich Binge-Eating-Disorder zu einer weiteren Zivilisationskrankheit... [mehr]

- 23.04.2005 - Dinner Cancelling aus ernährungs-medizinischer Sicht

Ist Anti Aging überhaupt möglich und welche Einflussfaktoren hat das Dinner Cancelling?

Weltweit nimmt das durchschnittliche Lebensalter zu und die Menschen in den westlichen Industrienationen streben danach, gesund zu altern. Das bezeichnen Mediziner als Well-Aging. Das oftmals postulierte Anti-Aging ist schon biologisch betrachtet ausgeschlossen, da die Alterung schon mit der Befruchtung der Eizelle stattfindet und durch keinen Effekt, außer den Tod, aufgehalten werden kann. Während in der Vergangenheit Well-Aging, also gesundes Altern, von Medizinern insbesondere mit einer hormonellen... [mehr]

- 20.04.2005 - South-Beach-Diät: Mit der Glyx-Formel zur Bikinifigur?

South-Beach-Diät ist sinnvoller als die Atkins-Diät

South-Beach Diät 2. Phase Vollkornprodukte - Glyx-Formel

Die von dem amerikanischen Mediziner Dr. Arthur Agatston entwickelte Diät ist eine weiterentwickelte Form der Atkins-Diät. Sie macht dieser echte Konkurrenz und ist ernährungsmedizinisch sinnvoller. Ursprünglich wollte Dr. Arthur Agatston nur eine Diät entwickeln, die bei seinen herzkranken Patienten den Cholesterin-, und Insulinspiegel im Blut senken sollte. Es funktionierte, und zusätzlich purzelten noch ein paar Kilos. Die South-Beach Diät war geboren. Sie basiert auf der Glyx-Formel. Glyx steht... [mehr]

- 14.04.2005 - Einschränkung des Werberechts für Schönheits-Operationen

Gesetzentwurf: Schönheits-Operationen sollen in den Anwendungsbereich des Heilmittelwerbegesetzes einbezogen werden

Das Bundeskabinett hat gestern den Entwurf eines 14. Gesetzes zur Änderung des Arzneimittelgesetzes beschlossen. Im Heilmittelwerbegesetz (HWG) werden die Schönheitsoperationen in den Anwendungsbereich des Gesetzes einbezogen. Damit soll irreführende, suggestive "und ethisch bedenkliche" Werbung für Schönheitsoperationen verboten werden. Werbung für Schönheitsoperationen wie Brustvergrößerungen oder Fettabsaugungen, "die an sich nicht medizinisch notwendig sind", sollen eingeschränkt werden, lautete... [mehr]

- 13.04.2005 - Weltweite Zunahme von multiresistenten Bakterien

Antibiotika-Pipeline am Austrocknen?

Antibiotika stellen zwar den drittgrößten Markt im Arzneimittelsektor dar, jedoch sind Neuentwicklungen in den letzten Jahren zunehmend spärlicher geworden. Dies, obwohl der Bedarf an Innovationen in Anbetracht der zunehmenden Zahl von Infektionen mit resistenten und multiresistenten Bakterien, heute umso größer ist. Innovation bedeutet dabei nicht nur die Verbesserung der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik bei unverändertem Wirksamkeitsspektrum bekannter Substanzen bzw. Substanzgruppen, sondern... [mehr]

- 12.04.2005 - Warum Probiotika für Säuglinge wichtig sind

Studien zeigen eine verminderte Häufigkeit von Darmerkrankungen und Allergien bei Säuglingen und Kleinkindern

Interview zum Thema "prebiotische Babykost" mit Diplom Oecotrophologin Daniela Rösler:   1) Einige Lebensmittel sind mittlerweile standardmäßig mit gesundheitsförderlichen Probiotika angereichert...   Rösler: Mütter, die ihre Babys mit Säuglingsmilchnahrung füttern, sollten darauf achten, dass die Babykost prebiotische Ballaststoffe enthält.  Denn prebiotische Säuglingsmilchnahrung stimuliert das Wachstum gesundheitsförderlicher Darmkeime, stärkt dadurch die Abwehrkraft und beugt Allergien vor... [mehr]

- 08.03.2005 - Milzbrand nach Urlaub?

Anthrax: Renaissance einer vergessenen Erkrankung - Milzbrand und Bioterrorismus

Bei einer 30 Jahre alte Belgierin, die vom 12. Dezember 2004 bis 22.Januar 2005 durch Namibia, Botswana und Süd-Afrika gereist war, besteht der Verdacht, an Hautmilzbrand erkrankt zu sein. Dies teilte gestern das Tropenmedizinische Institut in Antwerpen mit. Die Urlauberin hatte verschiedene Wildparks mit zwei verschiedenen Touristen-Gruppen besucht. Am 8. Januar 2005, kurz nach einem Besuch im Chobe National Park in Botswana, bermerkte sie eine fortschreitende schmerzlose Wunde auf der Rückseite... [mehr]

- 04.03.2005 - Botox voll im Trend

Umfrage unter Plastischen Chirurgen: 700.000 Eingriffe pro Jahr, Gewebeunterfütterungen im Trend

Die Mitglieder der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen führen etwa 700.000 Eingriffe im Jahr durch. Darüber informierten heute die Fachverbände der Plastischen Chirurgen auf ihrer Jahrespressekonferenz in Berlin. Rein ästhetische Eingriffe würden dabei nur einen Anteil von etwa 25% ausmachen. [mehr]

- 18.02.2005 - Brustkrebs: Kein Schutz durch Gemüse und Obst

Kein Einfluss des Obst- und Gemüseverzehrs auf das gesamte Krebsrisiko

Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Gemüse und Obst und dem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Diesen Schluss ziehen Wissenschaftler aus der Analyse der Ernährungsgewohnheiten von 285.526 Frauen im Alter zwischen 25 und 70 Jahren aus acht europäischen Ländern (1). Die Daten wurden im Rahmen der prospektiven EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) erhoben die im Jahr 1992 startete und Aufschluss über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs... [mehr]

- 11.02.2005 - Werbung für Schönheits-OPs soll eingeschränkt werden

Bundesgesundheitsministerium: Irreführende und suggestive Werbung für Schönheitsoperationen soll künftig verboten werden

Das Bundesgesundheitsministerium will irreführende und suggestive Werbung für Schönheitsoperationen künftig verbieten. Durch eine entsprechende Novelle im 14.Arzneimittelgesetz (AMG) soll Werbung für Schönheitsoperationen wie Brustvergrößerungen oder Fettabsaugungen, "die an sich nicht medizinisch notwendig sind", eingeschränkt werden, indem Schönheitsoperationen in den Anwendungsbereich des Heilmittelwerbegesetzes (HWG) einbezogen werden. So sollen beispielsweise Vorher-Nachher-Fotos in der Werbung... [mehr]

- 09.02.2005 - Säuglings-Ernährung: Woraus besteht der erste Brei?

Experten-Interview: Sind Fertigprodukte fürs Baby geeignet? Kann ich mein Baby auch vegetarisch oder vegan ernähren?

Nach knapp einem halben Jahr reicht Milch als Mahlzeit für ein Baby nicht mehr aus. Das Baby befindet sich im Wachstum, ist aktiver, wird schneller hungrig und benötigt weitere Nährstoffe. Was sollte ein Baby als erste Breimahlzeit bekommen?Ab wann sollte ein Säugling die erste Breimahlzeit bekommen und woraus besteht der erste Brei?Ein Baby sollte seinen ersten Brei ab dem fünften bis siebten Lebensmonat erhalten. Der Brei wird erst zugefüttert und ersetzt später eine ganze Milchmahlzeit. Empfehlenswert... [mehr]

- 03.02.2005 - West-Nil-Fieber in Nordamerika und jetzt auch auf Kuba

Weitere Ausbreitung des West-Nil-Fiebers in den USA - West-Nil-Virus besetzt ökologische Nische in der Vogel- und Pferdepopulation

Mangels Verfügbarkeit einer Impfung liegt die einzige Schutzmöglichkeit in der Vermeidung von Mückenstichen

Das West-Nil-Fieber ist in den Schlagzeilen. Seit der Einschleppung in die USA und der rasanten Ausbreitung über Nordamerika mit hohen Erkrankungszahlen ist diese Infektion inzwischen zunehmend von reisemedizinischer Bedeutung. Nun hat auch Anfang Februar 2005 das kubanische Gesundheitsministerium die ersten 3 West-Nil-Virus-Infektionen beim Menschen bestätigt.Das West-Nil-Fieber  ist eine durch Stechmücken (Culex-Spezies)  übertragene Arbovirose. Seit der Einschleppung in die USA und der rasanten... [mehr]

- 03.02.2005 - Count calories, not carbs!

Amerikanische Regierung stellt neue Ernährungsempfehlungen vor

Die Gesundheit fördern und das Risiko von chronischen Erkrankungen durch Ernährung und Bewegung reduzieren -  so lauten die Ziele der neuen amerikanischen Ernährungsempfehlungen. Der amerikanische Minister für Gesundheit, Tommy G. Thompson, und die US-Ministerin für Landwirtschaft, Ann M. Veneman, stellten im Januar die 6. Ausgabe der Ernährungsempfehlungen für Amerikaner vor, die einen größeren Schwerpunkt auf Kalorienreduktion und Sport legt. Das ist vor allem vor dem Hintergrund der stetig wachsenden... [mehr]

- 28.01.2005 - Refurbished Systems: Aus alt mach neu. Medizintechnik

Der Markt für gebrauchte Medizintechnik boomt

Interview mit Dipl.Ing. Hans-Peter Seubert, Leitung Refurbished Systems Siemens Medical Solutions

Kliniken und Praxen, die in punkto Medizintechnik "up to date" sein möchten, können ihren Gerätepark auf den neuesten Stand zu bringen, ohne die Budgetgrenzen zu strapazieren. Das Zauberwort heißt "Refurbished Systems" und steht für Gebrauchtgeräte, die vollständig instand gesetzt werden. Nachdem Ersatzteile eingebaut, Software-Programme aktualisiert und die Farben aufgefrischt wurden, erhalten die Apparaturen ein neues Qualitätssiegel  und eine einjährige Sachmängelhaftung. Anschließend werden ... [mehr]

- 21.01.2005 - Erektile Dysfunktion und Impotenz: Sprachlosigkeit führt zu einem Teufelskreis

Impotenz in Form von Erektionsstörungen sind kein Thema – und dies ist bereits ein Teil des Problems - Experten-Interview zum Thema Erektile Dysfunktion

Prof. Dr. med. Ulrich Wetterauer, Ärztlicher Direktor die Abteilung Urologie des Universitätsklinikums Freiburg und 1. Vorsitzender ISG - Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit e.V. Freiburg

Erektionsstörungen sind kein Thema – und dies ist bereits ein Teil des Problems. Nur ein Bruchteil der von Impotenz Betroffenen vertraut sich einem Arzt oder einer Beratungsstelle an. Wir sprachen über das Thema mit Prof. Dr. med. Ulrich Wetterauer, Ärztlicher Direktor die Abteilung Urologie des Universitätsklinikums Freiburg und 1. Vorsitzender ISG - Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit e.V. Freiburg.Prof Wetterauer, sind Erektionsstörungen eine Krankheit?Prof. Wetterauer: In der Tat... [mehr]

- 21.01.2005 - Case Management und Kunden-Zufriedenheit

Case Manager können zu mehr Kundenorientierung beitragen

Wie bestimmt man den Wert einer Gesundheitseinrichtung? Shareholder Value ist in den deutschen Krankenhäusern noch nicht das Maß aller Dinge, doch die ökonomischen Zwänge sind stärker geworden. Durch die mit der Einführung der DRG´s verbundene Verkürzung der Verweildauer hat sich für die Patienten auch die Zeitspanne verkürzt, die ihnen der Mediziner widmen kann. [mehr]

- 20.01.2005 - Plastische Chirurgen nach Flutwelle in Sri Lanka im Einsatz

Plastische Chirurgie in Sri Lanka: Interplast Germany hilft nach der Tsunami-Katastrophe

Wenige Wochen nach der Tsunami-Katastrophe in Ostasien operiert ein Ärzteteam von Interplast Germany (http:/www.interplast-germany.de) im General Hospital Ampara/Sri Lanka diejenigen Opfer, die bereits erste Hilfe bekommen haben. Etwa 1.000 Patienten wurden nach der Flutwelle dort behandelt. Dr. Jürgen Toennissen, Chefarzt der Plastischen Chirurgie der Katholischen Kliniken Duisburg und Leiter der dortigen Interplast-Sektion, arbeitet derzeit mit einem zehnköpfigen Team aus Chirurgen, Anästhesisten... [mehr]

- 10.01.2005 - Zukunft der Schädelbasis-Chirurgie in Deutschland

Experten-Interview: Neue Entwicklungen in der Schädelbasischirurgie

Prof. Dr. Jörg Schipper, Leitender Klinischer Oberarzt an der Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik Freiburg / Interdisziplinäres Zentrum für Schädelbasis- und Craniofaciale Chirurgie Freiburg

Deutschland ist nachwievor international führend im Bereich der Medizintechnik. Nicht nur die Technologie der Navigation, sondern auch die der Mikrochirurgie und chirurgischen Mikrosystemtechnik wurde in Deutschland unter anderem entwickelt: Technologien, die die Grundlage bilden für die Weiterentwicklung der Schädelbasischirurgie.Wir unterhielten uns zum Thema "Neue Entwicklungen in der Schädelbasischirurgie" mit Prof. Dr. Jörg Schipper, Leitender Klinischer Oberarzt an der Universitäts-Hals-Nasen-Ohren-Klinik... [mehr]

- 05.01.2005 - Hohe Virussicherheit von Immunglobulinen

Derzeitige industrielle Verfahren auch bei neuauftretenden Erregern wirksam

Immunglobuline stellen heute im klinischen Alltag zunehmend eine wichtige Säule bei der Behandlung von Patienten mit diversen akuten oder chronischen Erkrankungen dar. Der AIDS-Skandal Anfang der 1990er Jahre hat die Virussicherheit von Blut- und Plasmaprodukten in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Auch heute noch fokussieren sich die Ängste von Patienten auf mögliche Virusinfektionen durch die Verabreichung von Blut- bzw. Plasmaprodukten. In den letzten Jahren wurden mit großem Erfolg erhebliche... [mehr]

- 02.12.2004 - Hypophysen-Insuffizienz nach Schädel-Hirn-Trauma: Problem mit hoher Dunkelziffer

SHT ist die häufigste Ursache für Tod oder Behinderung bei jungen Erwachsenen

Ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) und aneurysmatische Subarachnoidalblutungen (SAB) verursachen offensichtlich sehr viel häufiger als bisher angenommen eine Störung der Hypophysenfunktion mit konsekutiver Insuffizienzsymptomatik, die durch Substitution behandelbar wäre. [mehr]

- 30.11.2004 - Enzyme: Biokatalysatoren des Lebens

Enzyme sind für den menschlichen Stoffwechsel von zentraler Bedeutung

Enzyme sind für den menschlichen Stoffwechsel von zentraler Bedeutung. Chemische Reaktionen benötigen häufig Energie, beispielsweise in Form von Wärme, um ablaufen zu können. Der Körper wäre jedoch überfordert, wenn er zur Erhaltung der lebensnotwendigen Funktionen entsprechende Energiemengen zur Verfügung stellen müsste. Durch eine Verminderung der benötigten "Aktivierungsenergie" sorgen die Enzyme dafür, dass die biochemischen Vorgänge des Organismus bereits bei Körpertemperatur stattfinden können.... [mehr]

- 23.11.2004 - Neurodermitis: Langzeitkontrolle ohne Steroide gefordert

In Deutschland leiden etwa 2,3 Millionen Menschen an atopischem Ekzem

Schnittbildansicht gesunder (links) und ekzematöser Haut (rechts) des Augenlids

Präemptive, langfristig nicht-steroidale Therapiestrategien für Patienten mit atopischem Ekzem sind seit langem überfällig. Diese Forderung stützen die auf dem EADV-Kongress in Florenz erstmals vorgestellten Ergebnisse der ISOLATE-Studie. Die bislang einzige effiziente steroidfreie Behandlungsoption sind topische Calcineurin-Inhibitoren wie Pimecrolimus.In Deutschland leiden etwa 2,3 Millionen Menschen an atopischem Ekzem, einer chronischen, mit entzündlichen Schüben verlaufenden allergischen Erlrankung.... [mehr]

- 18.11.2004 - Kliniken: Schließung oder Privatisierung?

Der Konkurrenzkampf zwischen privaten Klinikketten und kommunalen Krankenhausverbünden ist noch nicht entschieden

"Der Gesundheitsmarkt wird langfristig von wenigen großen, meist börsennotierten Klinikketten beherrscht. Der verbleibende, wesentlich reduzierte Anteil der öffentlichen Krankenhäuser wird überwiegend von privaten Betreibern geführt" – diese radikale Prognose wagte vor kurzem die HypoVereinsbank. Dabei haben bereits die geänderten Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre zur Schließung von mehr als 15% der deutschen Krankenhäuser geführt. Durch die Einführung der DRG wird die Transformation des deutschen... [mehr]

- 17.11.2004 - Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) weiterhin im Zunehmen

An Influenza- und Pneumokokken-Impfung denken - World COPD Day

Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) weiterhin im Zunehmen

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) stellt weltweit ein beträchtliches Gesundheitsproblem dar und gilt weltweit als die vierthäufigste Todesursache. Dies dürfte sich allerdings nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Zukunft ändern. So rechnet die WHO damit, dass die COPD bis 2020 an die zweite Stelle der Todesursachen klettern wird. In Deutschland leiden 4 bis 5 Millionen Menschen an COPD. Betroffen sind dabei insbesondere Männer im höheren Lebensalter. Generell... [mehr]

- 12.11.2004 - Impfung gegen das Zervixkarzinom

Meilenstein in der Tumorprävention

Zur wirkungsvollsten kausalen Prophylaxe gegen einen Tumor zählt die Impfung. Durch die Impfung gegen Hepatitis B lässt sich heute bereits das Hepatitis-B-assoziierte Leberzellkarzinom verhindern. Jetzt steht in Kürze auch eine Impfung gegen das Zervixkarzinom zur Verfügung, was als Meilenstein in der Prävention angesehen werden muss.Das Zervixkarzinom, die dritt häufigste Krebserkrankung der Frau, ist ein impfpräventabler Tumor. Bereits seit Ende der 1970er Jahre ist bekannt, dass das humane Papillomvirus... [mehr]

- 05.11.2004 - Abmahnungen gegen niedergelassene Ärzte

Standes- und wettbewerbsrechtliche "Fettnäpfchen"

Um als niedergelassener Arzt wirtschaftlich überleben zu können, ist neben Know-how vor allem Flexibilität gefragt. Doch in unserem überregulierten Gesundheitssystem drohen viele Fallstricke. Intern wird die  ärztliche Tätigkeit durch die Berufsordnung definiert und begrenzt. Bei fehlender Vorsicht geraten innovative Mediziner aber auch schnell mit anderen Gesetzen in Konflikt.Obwohl die Gesetzgebung in den vergangenen Jahren liberalisiert wurde, werden nach Angaben der Wettbewerbszentrale immer... [mehr]

- 03.11.2004 - US-Wähler: Für den Verfall des Gesundheitssystems?

Wahlsieger entscheidet auch über das zukünftige US-Gesundheitssystem

Green Card - USA - Wahlen - gesundheitssystem in den USA

Anders als bei Bill Clintons Wahlsieg über George Bush senior ist die Gesundheitspolitik bei der aktuellen US-Präsidentenwahl nicht das Top -Thema. Dabei gäbe es dafür gute Gründe: Wenn Bush junior im Amt bleiben sollte, ist eine weitere Verschlechterung des amerikanischen Gesundheitssystems zu erwarten.Statistisch gesehen haben 1,4 Mill. US-Bürger im vergangenen Jahr ihren Krankenschutz verloren, über 40 Mill. US-Bürger sind nicht krankenversichert. Gleichzeitig ist das US-Gesundheitssystem eines... [mehr]

- 08.10.2004 - Functional Food nur eine Werbestrategie?

Functional Food: gesundheitsfördernd oder nur aufgepeppt? Experten-Interview

Cand. oec. troph. Stephanie Schirmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik

Functional Food: Die neue Generation von Lebensmitteln, entwickelt von Ernährungswissenschaftlern und Ernährungsmedizinern, verspricht jede Menge Gesundheit und Wohlbefinden. Wir sprachen darüber mit Cand. oec. troph. Stephanie Schirmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e. V.Was versteht man unter dem Begriff "funktionelle Lebensmittel"?Schirmer: Funktionelle Lebensmittel (englisch: functional food) sind Lebensmittel, denen bestimmte Stoffe zugesetzt... [mehr]

- 22.09.2004 - Plastische Chirurgen in Düsseldorf äußern Kritik auf Jahrestagung über Schönheits-Operationen im Privatfernsehen

Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen (Ästhetisch-) Plastischen Chirurgen in Düsseldorf - 2-tägiger OP-Kurs, 202 Vorträge, 4 Workshops, 8 Panel-Gespräche. Stellungnahme zu Schönheitsoperationen im Fernsehen

Plastische Chirurgie - Facelift - Operationskurs in Düsseldorf (Foto: mediXtra)

Heute begann der alljährliche gemeinsame Kongress der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC) und der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) in Düsseldorf-Kaiserswerth. Die 35. Jahrestagung der VDPC und die 9.Jahrestagung der VDÄPC laufen noch bis zum 25.September 2004. Tagungspräsidenten sind VDÄPC-Präsident Prof. Rolf Rüdiger Olbrisch aus Düsseldorf und VDPC-Sekretär Prof. Giulio Ingianni aus Wuppertal. Etwa 700 Tagungsteilnehmer werden erwartet. Die ... [mehr]

- 14.09.2004 - Binge-Eating: Fress-Anfälle bis der Kühlschrank leer ist

Binge-Eating-Erkrankung: 2% der Bevölkerung leiden unter der Binge Eating Störung mit Heißhungerattacken

Stephanie Schirmer, wissenschaftliche Mitarbeiterin cand. oec. troph.

Die Binge-Eating-Erkrankung (BES: Disorder = Störung) ist ein relativ neuer Krankheitsbegriff, der erstmals 1959 in den USA geprägt wurde, den es aber erst seit 1994 als eigenständige Diagnose gibt. Die BES betrifft etwa 2% der Bevölkerung in Deutschland und ist damit die häufigste Essstörung. Wir sprachen darüber mit cand. oec. troph Stephanie Schirmer.Was ist eine Binge Eating Störung und wodurch ist sie gekennzeichnet?"To binge" kommt aus dem Amerikanischen und heißt übersetzt "ein Fressgelage... [mehr]

- 10.09.2004 - Insulin aus der Spraydose

Insulin kommt nicht mehr aus der Spritze sondern aus der Spraydose oder als Pille

Mit der Zukunft der Insulin-Anwendung bei Typ-1- und Typ-2-Diabetikern befassten sich zahlreiche Studien, die auf dem Diabetologen-Kongress EASD 2004 in München vorgestellt wurden: Insulin kommt nicht mehr aus der Spritze sondern aus der Spraydose oder als Pille.Viele Typ-2-Diabetiker scheuen bei unzureichender Blutzuckerkontrolle die Umstellung von oralen Antidiabetika auf subkutane Insulin-Injektionen. Orales oder inhalatives Insulin könnten eine willkommene Alternative für viele Diabetiker darstellen.Stoffwechselforscher... [mehr]

- 31.08.2004 - Schmerzfreie Magensonde

Vor Magensondierung lokal betäubendes Lidocain-Spray

Wenn Sie kein Notfall-Patient sind und bei Ihnen eine Magensondierung erforderlich ist: Bestehen Sie darauf, dass vor Einführen der Sonde durch die Nase ein lokal betäubendes Lidocain-Spray angewendet wird - ein sehr unangenehmer Eingriff wird dadurch erträglicher.Die Insertion einer Magensonde durch die Nasenöffnung (nasogastral) ist eine übliche Prozedur in Notfallambulanzen – und sie ist immer sehr unagenehm und schmerzhaft für den Patienten, das muss nicht sein. Australische Notfallärzte prüften... [mehr]

- 31.08.2004 - Sauermilch senkt hohen Blutdruck

Calpis hilft bei Hypertonie

Gesundheitsbewusste Männer mit tendenziell erhöhtem Blutdruck bzw. grenzwertiger Hypertonie könnten auf bittere Pillen verzichten, wenn sie täglich ein fermentiertes Milchgetränk konsumieren – bislang eine Option bevorzugt für japanische Männer.In Japan gibt es seit Jahren einen populären Softdrink (Calpis), der aus fettarmer Milch mit Lactobacilli-Additiv und anchließender Fermentierung hergestellt wird. Die Geschmacksrichtung entspricht in Wasser aufgelöstem Joghurt. Der Name "Calpis" ist von ... [mehr]

- 30.08.2004 - Fischöl bessert Lupus-Beschwerden

Systemischer Lupus erythematosus (SLE): Nahrungsergänzung mit Fischöl kann Beschwerden lindern

Biomediziner untersuchten die Wirkung einer Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren in Fischöl bei SLE-Patienten

Systemischer Lupus erythematosus (SLE) ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung der Haut und Bindegewebe, die vor allem Frauen betrifft. Nahrungsergänzung mit Fischöl kann Beschwerden lindern und die Befindlichkeit verbessern.Biomediziner im nordirischen Belfast untersuchten die Wirkung einer Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren in Fischöl allein oder kombiniert mit Kupfer auf die Krankheitsaktivität bei SLE-Patienten. In tierexperimentellen Modellversuchen (Maus, Ratte) hatte sich bereits ... [mehr]

- 25.08.2004 - Krieg um ausländische Patienten

Patientenvermittler "German Health" schuldet Hamburger Uni-Klinik 2,1 Mio Euro

Die Kooperation zwischen der German Health GmbH und der Hamburger Uni-Klinik Eppendorf (UKE) endete jetzt in einem handfesten Rechtsstreit. Der Wettbewerb um zahlungskräftige Patienten fordert damit erste Opfer.Darunter hat vor allem der Ruf der Patienten-Vermittlungsagentur German Health gelitten. Wurde noch 2002 in der renommierten Wochenzeitung "Die Zeit" über die Erfolge der German Health GmbH berichtet, so reichte die Hamburger Uni-Klinik am vergangenen Dienstag gegen das Fürther Unternehmen... [mehr]

- 12.08.2004 - Tätowierungen entfernen: Lasertherapie stark nachgefragt

Lasertherapie zur Entfernung von Tattoos liegt im Trend

Tätowierungen entfernen: Lasertherapie stark nachgefragt

Die Mode geht, das Tattoo bleibt. Was tun, wenn das eigene Tattoo plötzlich "out" ist oder als Karrierehindernis eingestuft wird? Lasertherapie zur Entfernung von Tattoos liegt im Trend.Stars wie David Beckham oder Britney Spears machen es vor und Tausende folgen ihrem Beispiel, lassen sich tätowieren. Doch modische Trends sind zeitlich begrenzt und für viele Tattoo-Fans stellt sich irgendwann die Frage, ob die permanente Hautbemalung beibehalten oder entfernt werden soll.Einem Bericht im britischen... [mehr]

- 12.08.2004 - Kosmetische Brust-Rekonstruktion zufriedenstellend

Mastektomie: Die vorsorgliche Entfernung beider Brüste zur Senkung eines erhöhten Brustkrebsrisikos kann mit einem Eingriff zur kosmetischen Rekonstruktion der Brüste kombiniert werden

Kosmetische Brust-Rekonstruktion

Die vorsorgliche Entfernung beider Brüste zur Senkung eines erhöhten Brustkrebsrisikos kann mit einem Eingriff zur kosmetischen Rekonstruktion der Brüste kombiniert werden. Frauen, die sich für diese Option entscheiden, sind in der Regel mit dem Ergebnis sehr zufrieden.Die prophylaktische Entfernung beider Brüste (Mastektomie) bei Frauen, die sich wirksam gegen Brustkrebs schützen wollen, wird häufig gleichzeitig mit einer anschließenden kosmetischen Rekonstruktion der Brüste verbunden. Frauen aus... [mehr]

- 11.08.2004 - Nasenkorrektur ohne Langzeitrisiko

Nasenkorrekturen: Keine Beeinträchtigung der Nasenatmung

Nasenkorrektur - Plastische Chirurgie - Schönheitschirurgie

Wer sich einen kosmetisch störenden Nasenhöcker plastisch-chirurgisch entfernen lässt, muss nicht damit rechnen, dass es langfristig zu Problemen mit der Nasenatmung kommt – wenn der Eingriff schonend und korrekt durchgeführt wird.Offensichtlich ist die Vorstellung weit verbreitet, dass nach chirurgischer Beseitigung eines Höckers auf der Nase (nasale Osteotomie, Rhinoplastie) Nasenknorpel geschädigt werden kann und langfristig respiratorische Störungen auftreten – ein Kollaps der mittleren Nasenhöhle... [mehr]

- 10.08.2004 - Postpolio muskuläre Dysfunktion

Spätfolge der Poliomyelitis: Bei neuromuskulären Schmerzen über 40-Jähriger an ein Postpolio-Syndrom denken

Die Bemühungen der WHO, die Eradikation der Poliomyelitis (synonym: Kinderlähmung) in den nächsten Jahren endgültig zu erreichen, werden durch gelegentliche, meist politisch bedingte Probleme, wie zum Beispiel aktuell in Nigeria, weiterhin erschwert. Ungeachtet dessen wird ein Krankheitsbild heute von zunehmender Bedeutung, das wahrscheinlich die Spätfolge einer früher durchgemachten Poliomyelitis darstellt. Bekannt ist dieses Krankheitsbild unter der Bezeichnung "Postpolio-Syndrom". [mehr]

- 29.07.2004 - Super Size Me

Wer dauerhaft super size isst, endet beim XXL-Gewicht

Super Size Me: Der Regisseur Morgan Spurlock

Die Story der in den Kinos laufenden Filmdoku "Super Size Me" ist schnell erzählt: Morgan Spurlock, Versuchskaninchen und Regisseur in einer Person, futtert 30 Tage Fastfood und wird fett. Konsumiert wird nur, was es bei McDonald's zu kaufen gibt, jedes Gericht auf der Karte muss mindestens einmal verzehrt werden. Wenn dem Hauptdarsteller eine XXL-Portion ("supersize") angeboten wird, darf er sie nicht ablehnen und: er muss alles aufessen, was auf dem Tablett ist - bis zum Erbrechen. Das Ergebnis:... [mehr]

- 23.07.2004 - Russische Medizintouristen: Flucht vor der medizinischen Misere

Ausländische Patienten schätzen deutsche Kliniken

Russische Patienten schätzen deutsche Kliniken

Als der ehemalige russische Präsident Boris Jelzin sich wegen seiner Herzerkrankung in einem Berliner Krankenhaus behandeln ließ, gab es einen Skandal. Russische Bürger waren verärgert, weil Jelzin erst das Land verfallen ließ und dann sein Heil im Westen suchte. Empörung gab es vor allem darüber, dass viele Russen nicht so einfach ins Ausland reisen können.Das hat sich inzwischen geändert. Medizintourismus ist weltweit zum lukrativen Geschäft geworden. Bis zu 6 Mrd. Dollar geben  US-Bürger für ... [mehr]

- 20.07.2004 - Klimatherapie bei kombinierter Psoriasis empfohlen

Hilft die Klimatherapie Patienten mit Schuppenflechte oder handelt es sich bloß um Freizeitaktivität?

Hilft die Klimatherapie Patienten mit Schuppenflechte oder handelt es sich bloß um Freizeitaktivität? Bei mäßig bis schwerer Psoriasis profitieren Betroffene tatsächlich von einer adjuvanten Klimabehandlung.Klimatherapie, etwa in der Region des Toten Meeres, gehört zu den etablierten Therapieoptionen bei Psoriasis oder Gelenkpsoriasis (Arthritis-Psoriasis). Dermatologen des Osloer Rikshospitalet bieten diese Option ihren Patienten seit Jahren an, erstmals auch Patienten mit kombinierter Psoriasis... [mehr]

- 15.07.2004 - Wie gesund sind Silikon-Brustimplantate?

Studie Brustvergrößerung: Frauen mit Silikon-Brustimplantaten müssen langfristig nicht mit ungünstigen Konsequenzen oder wesentlichen Risiken für die eigene Gesundheit rechnen

Runde texturierte Silikonimplantate zur Brustvergrößerung - Silikonbrust

Frauen mit Silikon-Brustimplantaten müssen langfristig nicht mit ungünstigen Konsequenzen oder wesentlichen Risiken für die eigene Gesundheit rechnen, abgesehen von etwas häufiger auftretenden gelegentlichen Brustschmerzen. Plastische Chirurgen überprüften Daten zur Langzeitsicherheit kosmetischer Silikon-Brustimplantate. Symptome, Befindlichkeiten sowie die Nutzung von Arzneimitteln wurden bei 190 dänischen Frauen mit Silikon-Implantaten, bei 186 Frauen mit chirurgischer Brustverkleinerung und ... [mehr]

- 15.07.2004 - JoJo-Diät schwächt Immunsystem. Abnehmen nach JoJo-Effekt

Wiederholte Gewichtsabnahme ist für das weibliche Immunsystem langfristig schädlich. JoJo-Effekt?

JoJo-Diät schwächt Immunsystem

Abspecken mit der angesagten ultimativen Diät hat sich in den zunehmend von Übergewicht geplagten westlichen Industriegesellschaften zum Volkssport entwickelt. Dass sich wiederholte Gewichtsabnahme für das weibliche Immunsystem langfristig schädlich auswirkt, ist nun erstmals wissenschaftlich nachgewiesen worden.Oftmals gelingt es Frauen, mit einer Diät störende Pfunde zunächst erfolgreich los zu werden. Die eigentliche Anstrengung besteht jedoch darin, das reduzierte Körpergewicht dann stabil zu... [mehr]

- 15.07.2004 - Carnitin beschleunigt Spermien

L-Carnitin: Durch konsequente Nahrungsergänzung kann werden Nachwuchschancen erhöht

Trägen Samenzellen kann man(n) durch kombinierte Anwendung von L-Carnitin und L-Acetylcarnitin wieder "Beine machen" – vor allem Männer mit unterdurchschnittlicher Spermienbeweglichkeit profitieren von verbesserten Nachwuchschancen. Physiopathologen der römischen La-Sapienza-Universität untersuchten in einer randomisierten plazebokontrollierten Doppelblindstudie die Wirksamkeit einer kombinierten Nahrungsergänzung mit L-Carnitin und L-Acetylcarnitin bei männlicher Unfruchtbarkeit (Oligo-Astheno-Teratozoospermie).... [mehr]

- 15.07.2004 - Besenreiser im Gesicht beseitigen

Silikon-Gel gegen blaurot schimmernde, unschön erweiterte Äderchen im Gesicht - Thema Besenreiser

Besenreiser im Gesicht beseitigen

Blaurot schimmernde, unschön erweiterte Äderchen im Gesicht können kosmetisch sehr störend wirken. Eine Verödung solcher fazialer Teleangiektasien gelingt nicht immer – der Einsatz von Silikon-Gel könnte die Erfolgschancen verbessern. Türkische Hautärzte untersuchten in einer Studie, ob durch den Einsatz von Silikon-Gel die Ergebnisse einer Verödung (Sklerotherapie) von Besenreisergefäßen im Gesicht (erweiterte Venolen, Kapillaren oder Arteriolen) wirksam verbessert werden können. In der Regel lassen... [mehr]

- 09.07.2004 - Schweißdrüsen-Entfernung: Liposuktion oder offene OP? Hilfe bei übermäßigem Achselschweiß

Hyperhidrose: Achselschweiß kann in manchen Fällen zum großen Problem werden

Hyperhidrose - Schweißdrüsenentfernung: Liposuktion oder offene OP?

Achselschweiß kann in manchen Fällen zum großen Problem werden, wenn starke unangenehme Geruchsentwicklung vorliegt und/oder gelegentlich hässliche Flecken in der Kleidung entstehen. Beidseitige Schweißdrüsenentfernung unter den Achseln beseitigt das Problem, mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen – abhängig von der Methode.Übermäßige Schweißproduktion unter den Achseln (axilläre Osmodrosis) ist zwar nicht lebensbedrohlich, für den Betroffenen allerdings unangenehm und lästig. Plastische Chirurgen... [mehr]

- 09.07.2004 - Mehr Potenz durch Khat

Natürliche Potenz-Helfer: Blätter des Khat-Baumes enthalten Stoffe, die die Spermienreifung und das Befruchtungsvermögen fördern

Mehr Potenz durch Khat

Männer, die ihre Zeugungskraft verbessern möchten, können möglicherweise schon bald auf eine ungewöhnliche pflanzliche Ressource zurückgreifen: Blätter des Khat-Baumes enthalten Stoffe, die die Spermienreifung und das Befruchtungsvermögen fördern.Khat (Qat, Catha edulis) gehört zu einer Familie von Baumgewächsen (Calastraceae), die etwa 55 Arten umfasst, kommt bevorzugt in Ostafrika vor und kann bis zu 25 Meter hoch wachsen. Die leicht bitter schmeckenden Khat-Blätter werden traditionell gekaut ... [mehr]

- 05.07.2004 - Brustverkleinerung senkt Krebsrisiko

Frauen mit hohem Krebsrisiko, die sich beide Brüste entfernen lassen, sind zu 90% vor Brustkrebs geschützt

Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko standen bisher vor der kaum akzeptablem Entscheidung, prophylaktisch beide Brüste entfernen zu lassen. Eine Studie der amerikanischen Gesellschaft für Ästhstisch-Plastische Chirurgie (ASAPS) zeigt nun, dass durch Brustverkleinerung das Krebsrisiko deutlich gesenkt werden kann - eine gute Nachricht für alle Frauen.Im Jahr 2004 sind in den USA 215.999 neue Erkrankungen an Brustkrebs und etwa 40.000 durch Brustkrebs verursachte Todesfälle zu erwarten. Studienergebnisse... [mehr]

- 05.07.2004 - Anti-Aging für Frauen: Bewegung oder Anabolika?

Altwerden - Was hilft? – Anaboler Hormonersatz oder körpereigene Hormonaktivierung durch Bewegung?

Frauen sind von altersabhängigen körperlichen Veränderungen stärker betroffen als Männer: Muskelmasse schwindet, Knochen werden dünner und die Kräfte lassen nach. Was hilft? – Anaboler Hormonersatz oder körpereigene Hormonaktivierung durch Bewegung?Ein Biologe aus dem kanadischen New Brunswick befasste sich in einer Übersichtsarbeit mit der Frage, welche Rolle muskelaufbauende (anabole) Hormone für weibliche Alterungsprozesse spielen, ob Hormondefizite durch Hormonersatz ausgeglichen werden sollten... [mehr]

- 04.07.2004 - Weibliche Libidobooster

Die weibliche Potenzpille? Jede dritte Frau in Europa und den USA von Störungen des sexuellen Antriebs betroffen

Schätzungen zufolge ist jede dritte Frau in Europa und den USA von Störungen des sexuellen Antriebs betroffen. Gegenwärtig gibt es aber noch keine zugelassene weibliche "Potenzpille". Die Ergebnisse tierexperimenteller und klinischer Studien weisen auf die neuesten Entwicklungen hin.Neurobiologie-Verhaltensforscher der Concordia-Universität in Montréal hatten die Wirkung der experimentellen Substanz PT-141, ein Peptidanalog des alpha-Melanozyten-stimulierenden Hormons (alpha-MSH), auf sexuelle Verhaltensmuster... [mehr]

- 03.07.2004 - Plastische Chirurgen: Doppelkinn minimal invasiv korrigieren

Kinnkorrektur: verschiedene OP-Techniken zur Doppelkinn-Straffung untersucht

Wenn das Kinn sichtbar hängt, wird so mancher Betroffene über eine kosmetische Kinnkorrektur nachdenken. Vor allem ältere Menschen mit Doppelkinn fragen einen solchen, das Aussehen verjüngenden Eingriff zunehmend nach.  Plastische Chirurgen der Universität Alabama im amerikanischen Birmingham stellten die Ergebnisse von Eingriffen zur Kinnkorrektur bei Patienten während des Zeitraums von 1994 bis 2000 im Rückblick vor. Für die Korrektur des Doppelkinns stehen zahlreiche unterschiedliche Techniken... [mehr]

- 25.06.2004 - Laser glättet Gesichtshaut

Laserchirurgie hilft - Notorische Sonnenanbeter müssen mit vorzeitig gealterter Haut, Keratosen und erhöhtem Hautkrebsrisiko rechnen

Haut Querschnitt

Notorische Sonnenanbeter profitieren zunächst von sportlicher Gesichtsbräunung. Die Kehrseite der Medaille könnten aber vorzeitig gealterte Haut, Keratosen und erhöhtes Hautkrebsrisiko darstellen. Bedeckt lichtgeschädigte Haut einen Großteil des Gesichts, kann die Gesichtshaut durch Komplett-Lasertherapie langfristig vor erneuten Lichtschäden und Hautkrebs geschützt werden.Es gibt zwar wirksame Behandlungsmöglichkeiten für einzelne Herde lichtgeschädigter Haut (aktinische Keratose), bei zahllosen... [mehr]

- 23.06.2004 - Verjüngter Blick nach Augenbrauen-Lifting

Endoskopisches Brauen-Lifting sicheres und wirksames Verfahren, um die Pupillen wieder voll zur Geltung zu bringen

Plastische Chirurgen aus dem Londoner Wellington Hospital beschäftigten sich mit den objektiven Langzeitergebnissen des endoskopischen Augenbrauen-Liftings

Obwohl sich endoskopisches Augenbrauen-Lifting zur Verjüngung des oberen Drittels des Gesichts seit etwa 10 Jahren großer Beliebtheit erfreut, gibt es bislang kaum verlässliche Daten zum Langzeitergebnis unterschiedlicher Brauen-Fixierungstechniken. Einer Analyse zufolge ist endoskopisches Brauen-Lifting ein sicheres und wirksames Verfahren, um die Pupillen wieder voll zur Geltung zu bringen.Plastische Chirurgen aus dem Londoner Wellington Hospital beschäftigten sich mit den objektiven Langzeitergebnissen... [mehr]

- 23.06.2004 - Fiktion männliche Wechseljahre: Andropause und Sexualhormone beim Mann

Andropause bei Männern fraglich

Bekannt ist, dass beim Mann im höheren Lebensalter die Blutspiegel männlicher Sexualhormone progressiv absinken. Ob dieses Hormondefizit allerdings mit typisch männlichen Altersbeschwerden und sexuellen Funktionsstörungen im Sinne von "männlichen Wechseljahren", "Andropause" oder "männlichem Klimakterium" überzeugend in Beziehung zu bringen ist, ist äußerst fraglich. Häufige Beschwerden des alternden Mannes umfassen etwa nachlassende Konzentrationsfähigkeit, Nervosität, nachlassendes Gedächtnis,... [mehr]

- 22.06.2004 - Vorzeitigen Samenerguss erfolgreich blockieren

Ejakulation als vorzeitiger Samenerguss - Männern, die zu schnell kommen, kann durch Vergrößerung der Eichel geholfen werden.

Männern, die "zu schnell kommen", kann durch Vergrößerung der Eichel offensichtlich geholfen werden: Nach Injektion von Hyaluronsäure in die Penisspitze sinkt die Empfindlichkeit der Eichel und der Samenerguss wird effizient verzögert.Vorzeitige Ejakulation stellt für betroffene Männer ein großes Problem dar, das das männliche Selbstwertgefühl und die Partnerbeziehung schwer belasten kann. Urologen aus dem koreanischen Seoul untersuchten die Wirkung einer Vergrößerung der Eichel (Glans penis) durch... [mehr]

- 21.06.2004 - South-Beach-Diät aus ernährungs-medizinischer Sicht

South-Beach-Diät ist eine weiterentwickelte Form der Atkins-Diät - Experten-Interview: Ist die South-Beach–Diät geeignet das Körpergewicht zu reduzieren?

South-Beach-Diät: Die Variante der Atkins-Diät wurde vom US-Kardiologen Arthur Agatston entwickelt, als er eine aus medizinischen Gesichtspunkten "gesunde" Ernährungsweise für seine Herzpatienten erstellte. Nach Agatstons Wohnort in Florida wurde später auch seine Diät genannt: South-Beach-Diät. Wir befragten Dipl. oec. troph. Anke Petruschka, wie die South-Beach-Diät funktioniert, welche Risiken es gibt und worauf man achten sollte. [mehr]

- 11.06.2004 - Mehr Potenz für Diabetiker

Wenn die Viagrapille als Potenzmittel bei Diabetikern mit Impotenz versagt, verhilft Levitra mit fast sechsfach höherer Wahrscheinlichkeit zur erfolgreichen Erektion

Viagra bei Diabetikern mit Impotenz - erektile Dysfunktion, ED - Mehr Potenz für Diabetiker

Wenn Sildenafil (Viagra) bei Diabetikern mit Impotenz (erektile Dysfunktion) versagt, verhilft Vardenafil (Levitra) mit fast sechsfach höherer Wahrscheinlichkeit zur erfolgreichen Erektion. Im Vergleich zur Normalbevölkerung ist das Impotenzrisiko diabetischer Männer dreifach erhöht. Darüber hinaus kommt es bei 50% der Männer innerhalb von 10 Jahren nach einer Diabetes-Diagnose zur erektilen Dysfunktion, die bei Typ-2-Diabetikern besonders schwer zu behandeln ist. In vielen Fällen ist Impotenz sogar... [mehr]

- 11.06.2004 - Blutzuckermessung ohne Blut

Messen Blutzucker. In naher Zukunft könnte der schmerzhafte Stich in die Fingerkuppe durch unblutige Verfahren zur Blutzuckermessung ersetzt werden

In naher Zukunft könnte der schmerzhafte Stich in die Fingerkuppe durch unblutige Verfahren zur Blutzuckermessung ersetzt werden. Mehrere Forschergruppen stellten auf dem Diabetologen-Kongress in Orlando, Florida, innovative unblutige Methoden zur Messung des Blutzuckers bei Diabetikern vor.Wissenschaftler der University of California entwickelten eine Analysetechnik, mit der Anteile flüchtiger organischer Substanzen in der ausgeatmeten Luft sehr genau bestimmt werden können. In einem Test mit zehn... [mehr]

- 08.06.2004 - Landgericht befaßt sich mit Fettwegspritze

Maulklappe für Fachgesellschaften wegen Fettwegspritze?

Fettwegspritze - handfeste Interessen oder alles nur Schmu?

Am Landgericht Verden/Aller wurden zwei unterschiedliche Verfahren zur umstrittenen Fettwegspritze verhandelt. Auf Anfrage von medixtra.com wurde gestern in einem Verfahren (AZ 10-O-38/04) ein Vergleich geschlossen: Demnach verpflichtete sich die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch Plastische Chirurgie (DGÄPC) freiwillig, in ihrem Internet-Tipp vom Januar 2004 auf ihrer Homepage einen Hinweis einzusetzen, dass es sich bei der Warnung vor der Fettwegspritze um die Meinung des Verbandes handele und... [mehr]

- 01.06.2004 - Sojaprotein schützt vor Endometriumkrebs

Überwiegend Soja basierte Ernährung senkt offensichtlich das Risiko, an Gebärmutterschleimhautkrebs zu erkranken

Überwiegend Soja basierte Ernährung senkt offensichtlich das Risiko, an Gebärmutterschleimhautkrebs zu erkranken. Ein Team von Ärzten aus Shanghai und Nashville hatte in einer Studie den Sojaverzehr von 832 zufällig aus einem Krebsregister ausgewählten Frauen mit Endometriumkrebs mit 846 Kontrollen verglichen. Die Mediziner stellten eine umgekehrte Beziehung zwischen der Sojaaufnahme und dem Risiko für Endometriumkrebs fest: Mit zunehmendem Sojaverzehr verringerte sich die Krebswahrscheinlichkeit.... [mehr]

- 01.06.2004 - Hüftspeck ist gut fürs Herz

Fett absaugen? Die Fettverteilung im Körper lässt Rückschlüsse auf das Risiko einer Herzerkrankung zu – für übergewichtige Frauen, die Fettabsaugung erwägen, kein unwichtiger Aspekt

Die Fettverteilung im Körper lässt Rückschlüsse auf das Risiko einer Herzerkrankung zu – für übergewichtige Frauen, die Fettabsaugung erwägen, kein unwichtiger Aspekt. Biomedizinforscher aus Louisiana konnten nachweisen, dass die Fettmasse in den Beinen mit einem verminderten Risiko bzw. Bauchfett mit einem erhöhten Risiko für die koronare Herzkrankheit (KHK) assoziiert ist. Bei 128 bewegungsarm lebenden, übergewichtigen oder adipösen Frauen (34 bis 66 Jahre) war die Körperkomposition mit Röntgenabsorptiometrie... [mehr]

- 01.06.2004 - Bluthochdruck und Körpergewicht

Zuviel Pfunde können die Entwicklung von Bluthochdruck begünstigen

Zuviel Pfunde können die Entwicklung von Bluthochdruck begünstigen, insbesondere bei jungen Frauen. In einer Querschnittanalyse stellten amerikanische Ärzte fest, dass ein Zusammenhang zwischen dem Körpergewicht und dem Risiko von Bluthochdruck existiert. [mehr]

- 28.05.2004 - Bluthochdruck mit Hormonen behandeln

Eine Hormontherapie mit niedrig dosiertem Estradiol/ Progestin ermöglicht die wirksame systolische Blutdrucksenkung bei Frauen nach den Wechseljahren

Eine Hormontherapie mit niedrig dosiertem Estradiol/ Progestin ermöglicht die wirksame systolische Blutdrucksenkung bei Frauen nach den Wechseljahren. An einer multizentrischen Studie der Universität Connecticut hatten 212 postmenopausale Frauen (45 bis 80 Jahre) teilgenommen, um die Wirkung einer blutdrucksenkenden Therapie mit niedrig dosiertem Estradiol und synthetischem Progestin (Drospirenon) zu prüfen. Die Frauen mit Basisblutdruckwerten von 140-159/90-99 mmHg wurden randomisiert 1Wochen mit... [mehr]

- 26.05.2004 - Krätze - Teebaumöl tötet Krätzmilben

Krätze: Die äußerliche Anwendung von Teebaumöl auf Hautbereichen, die von Skabies befallen sind, könnte eine neue wirksame Waffe gegen Krätzmilben sein

Die äußerliche Anwendung von Teebaumöl auf Hautbereichen, die von Skabies (Krätze) befallen sind, könnte eine neue wirksame Waffe gegen Krätzmilben sein. Teebaumöl (Melaleuca alternifolia) ist ein traditionelles Heilmittel der australischen Aborigines mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und nachgewiesener antimikrobieller Wirksamkeit. Forscher aus Darwin untersuchten nun antiparasitäre Wirkungen von Teebaumöl in vitro. Krätzmilben wurden 5%igem Teebaumöl, der aktiven Wirkkomponente Terpinen-4-ol... [mehr]

- 25.05.2004 - Vitamin-B12-Creme bei Neurodermitis

Antioxidativ wirksames Vitamin B12 eignet sich als Cremeanwendung offensichtlich gut zur Behandlung von Juckreiz und Hautrötung bei Neurodermitis

Antioxidativ wirksames Vitamin B12 eignet sich als Cremeanwendung offensichtlich gut zur Behandlung von Juckreiz und Hautrötung bei Neurodermitis. Dermatologen der Ruhr-Universität Bochum wiesen nach, dass eine Vitamin-B12-haltige Creme wirksam und verträglich als mögliche Alternative zur Behandlung von Beschwerden bei Neurodermitis eingesetzt werden kann. [mehr]

- 25.05.2004 - Schutz vor Leberschaden mit Kaffee und Koffein

Je höher der Kaffeekonsum, desto besser ist die Leber bei einem Alkoholiker vor Schädigung geschützt – ein bislang unerklärlicher Zusammenhang

Je höher der Kaffeekonsum, desto besser ist die Leber vor Schädigung geschützt – ein bislang unerklärlicher Zusammenhang. Auf der Grundlage von Gesundheitsdaten aus den Jahren 1988 bis 1994, die von 5944 erwachsenen Amerikanern stammten (NHANES III-Studie), konnten Forscher aus den USA nachweisen, dass sich durch Kaffee- und Koffeinkonsum das Risiko für Leberschäden senken lässt. [mehr]

- 21.05.2004 - Botox hilft bei Problemen mit Blase und Prostata

Botox. Injektionen von Botulinumtoxin A können Harnwegsbeschwerden wirksam behandelt werden

Mit Injektionen von Botulinumtoxin A (Botox) in den Blasenboden oder die Prostata können Harnwegsbeschwerden wirksam und schonend behandelt werden.   Auf dem amerikanischen Urologenkongress wurden  Resultate von Studien vorgestellt, die Botox-Injektionen als Therapiealternative bei  Blasen- und Prostataproblemen ausweisen. 110 Patienten (Männer und Frauen, 19 bis 82 Jahre) mit unterschiedlichen Blasenfunktionsstörungen  (überaktive Blase, Prostatavergrößerung, Blasenhalsverengung, interstitielle... [mehr]

- 19.05.2004 - Stillen stärkt Herz und Kreislauf

Kinder, die gestillt werden, sind im Erwachsenenleben weniger anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Kinder, die gestillt werden, sind im Erwachsenenleben weniger anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ärzte des Institute of Child Health in London wiesen nach, dass Brustfütterung die Gesundheit im späteren Leben, insbesondere das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen günstig beeinflusst. In zwei parallelen Studien wurden 926 Frühgeborene untersucht, die gestillt bzw. mit Formelnahrung aufgezogen worden waren. Für 216 Individuen standen Kenngrößen zur Beurteilung des Herz-Kreislauf-Risikos (Atherosklerose)... [mehr]

- 14.05.2004 Ansteigendes Risiko für Depression vor Beginn der Wechseljahre

Auch ohne besondere Veranlagung verdreifacht sich das Risiko für eine Depression mit Beginn der Wechseljahre

Bereits vor einsetzender Menopause kann sich die Häufigkeit und Stärke der Monatsblutungen der Frau verändern und die Gefahr für depressive Stimmungsstörungen deutlich ansteigen. Psychiater der Harvard Medical School analysierten Daten zur Zyklusaktivität und Stimmung von mehr als 4.000 prämenopausalen Frauen (36 bis 44 Jahre). Es zeigte sich, dass 644 Frauen die Kriterien einer echten Depression erfüllten, ohne dass in der Vorgeschichte eine Depression oder Risikofaktoren für eine Depression nachweisbar... [mehr]

- 13.05.2004 - Nahrungsergänzungsmittel machen Frauen fruchtbarer bei Kinderwunsch

Zufuhr von Vitalstoffen als Nahrungsergänzung verbessert die Chance bei Wunsch nach einem Kind

Gute Ernährung ist eine der wichtigsten Vorbedingungen für die Fruchtbarkeit und eine erfolgreiche Schwangerschaft, insbesondere bei über 30-jährigen Frauen mit Kinderwunsch. Reproduktionsmediziner der kalifornischen Stanford University untersuchten in einer Doppelblindstudie mit 30 Frauen (24 bis 46 Jahre), die bislang vergeblich versucht hatten, schwanger zu werden, den Einfluss eines Nahrungsergänzungsmittels (Extrakte von Keuschlammfrüchten und Grüntee, L-Arginin, Folat, Vitamine, Mineralstoffe)... [mehr]

- 06.05.2004 - Ringelröteln: Gefahr in der Schwangerschaft

Ringelröteln geht in Kindergärten um - Ringelröteln hat nichts mit Röteln zu tun

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Parvovirus B19 (Bild: Prof. Schwarz, Würzburg)

Ringelröteln geht um, das Virus wird unter anderem in Kindergärten übertragen. Wir befragten dazu Prof. Tino Schwarz vom Juliusspital zur Infektionsgefahr.Ich plane eine Schwangerschaft und möchte wissen, ob ich noch für Ringelröteln empfänglich bin oder nicht? Aktuell bestehen keine ringelrötel-artigen Beschwerden.Prof. Schwarz: In diesem Fall empfiehlt sich die Durchführung einer Antikörperbestimmung (Anti-B19 IgG) im Blut. Wird Anti-B19 IgG nachgewiesen, wurde bereits früher eine B19-Infektion... [mehr]

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Dermatochalasis

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Professor Raymund E. Horch, Extraordinarius für Plastische und Handchirurgie verbunden mit der Leitung der Abteilung für Plastische und Handchirurgie an der Universität Erlangen Nürnberg

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