Es gibt ‚gutes’ und ‚schlechtes’ Essen. Gut ist meist das, was allgemein als gesund gilt, uns aber nicht immer schmeckt. Schlecht bedeutet, zu viele Kalorien und zu fettig, aber man würde gerne mehr davon konsumieren. Angela Drees meint: "Schluss mit den althergebrachten Bewertungen" und fordert einen genussvollen Umgang mit Nahrung ohne ständiges Kalorienzählen. Dass man mit dieser Maxime auch noch abnehmen kann, verrät Drees in ihrem Buch "Typgerecht zum Wunschgewicht mit dem 5-Elemente-Prinzip".
Das Problem herkömmlicher Diäten sei nach Meinung Drees der ständige Kampf gegen seine Vorlieben. "Der eigene Hunger soll mit Willensstärke überwunden werden. Diese Rechnung geht jedoch nicht auf, da sich unsere seelischen Bedürfnisse nicht austricksen lassen", meint die Fachärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren. Sie kommt zu dem Schluss, dass man das Problem ‚Übergewicht’ nie allein über eine Einschränkung der Kalorienzufuhr auf körperlich-materieller Ebene lösen könne. Eine weitere irrige Annahme moderner Diäten sei außerdem, dass eine bestimmte Diätform für alle Menschen gleichermaßen gut sein soll. Denn: "Menschen sind von ihrer Konstitution her grundverschieden", so Drees.
Die Geheimformel heißt "Typgerechte Ernährung"
Eine alternative Diät- und Ernährungsform hat Drees in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gefunden. Nach den Richtlinien der 5-Elemente-Ernährung ist der Genuss fast aller Lebensmittel erlaubt. Es kommt dabei nur auf die Menge und typgerechte Zusammensetzung an. "Jedes Nahrungsmittel ist einem der Fünf Elemente zugeordnet. Ob Sie sich nach dem Essen übersättigt fühlen oder energiegeladen sind, hängt nicht zuletzt vom Gleichgewicht der Fünf Elemente Ihrer Mahlzeit ab", erläutert die TCM-Therapeutin.
Mit Hilfe eines Fragebogens können die Leser ihren speziellen Ernährungstyp ermitteln. Ist man beispielsweise ein Erdtyp, können durch eine Schwächung des Erdelements Störungen in der Verdauung entstehen. Gerade durch unsere moderne Ernährung, in der zu viele befeuchtende und abkühlende Lebensmittel wie Milchprodukte, Salate, Zitrus- und Tropenfrüchte, Weißbrot oder Trockenmüsli vorkämen, entstehe ein Energiemangel im Element Erde und damit eine Behinderung von Stoffwechselprozessen, so die Autorin.
Warum ein Rohkostsalat sich nicht zum Abnehmen eignet
Da bei Menschen mit Gewichtsproblemen die Funktionen des Elements Erde gestört seien und somit das "Verdauungsfeuer eher schwach brennen", würden bei einer diätetischen Mahlzeit von einem Käsebrot und einem Rohkostsalat mit Joghurtsoße der Stoffwechsel nicht angeregt. Drees vergleicht das Gewebe bei Übergewicht mit einer Sumpflandschaft, in der viel kaltes Wasser stehe, aber nur wenig fließe. Dem Zuviel an Feuchtigkeit könne man mit Lebensmitteln begegnen, die das Erdelement stärkten. Dies seien vor allem wärmende und trocknende Nahrungsmittel, die außerdem eine natürliche Süße aufwiesen wie Mais, Hirse, Hafer oder Karotten... [mehr]