Es gibt keinen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Gemüse und Obst und dem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Diesen Schluss ziehen Wissenschaftler aus der Analyse der Ernährungsgewohnheiten von 285.526 Frauen im Alter zwischen 25 und 70 Jahren aus acht europäischen Ländern (1).
Die Daten wurden im Rahmen der prospektiven EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) erhoben die im Jahr 1992 startete und Aufschluss über die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Krebs sowie anderen chronischen Erkrankungen geben soll.
18.02.2005 - Brustkrebs: Kein Schutz durch Gemüse und Obst
Kein Einfluss des Obst- und Gemüseverzehrs auf das gesamte Krebsrisiko
Allein im Jahr 2003 starben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, in Deutschland 209.255 Menschen in Folge von bösartigen Neubildungen. Sowohl in Europa als auch in den USA läuft seit Beginn der 1990er Jahre die Kampagne "5-am-Tag", die eine Erhöhung des Gemüse- und Obstverzehrs zum Ziel hat.
Grund für diese Kampagne war die Annahme, dass sich durch eine Änderung der Ernährungsgewohnheiten viele Krebserkrankungen vermeiden ließen. Der heutigen Datenlage zu Folge ist die präventive Wirkung von Gemüse und Obst auf Krebserkrankungen nicht so stark ausgeprägt wie vermutet und auf einzelne Krebsarten beschränkt.
Der Verzehr von Gemüse und Obst hat jedoch nicht nur für die Krebsprävention Bedeutung, sondern schützt auch vor Herz-Kreislauferkrankungen. Dieser Effekt ist durch Studien belegt. Daher unterstützt das Deutsche Institut für Ernährungsforschung, Potsdam-Rehbrücke, in einer Stellungnahme zum Schutz vor Krebserkrankungen durch Gemüse und Obst auch weiterhin die allgemeine Empfehlung, den Obst- und Gemüseverzehr in Deutschland auf durchschnittlich 650 Gramm pro Tag anzuheben. (Daniela Rösler, Diplom Oecotrophologin)
Quelle: (1) van Gils C et al.: Consumption of vegetables and fruits and risk of breast cancer. JAMA 293:183-193 (2005)
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