17.12.2004 - Macht Deutschland zum weltweit führenden Medizinstandort!
Zukunftsbranche Medizin: Grönemeyers neues Buch über Potenziale in der Gesundheits-Wirtschaft als Zukunftsmodell für Deutschland
In seinem heute erschienen Buch "Gesundheitswirtschaft - Die Zukunft für Deutschland" plädiert der Bochumer Medizinprofessor Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer, dass nicht weniger, sondern mehr für unser Gesundheitssystem ausgegeben werden sollte. Sein Credo: Gesunde Wirtschaft durch Gesundheitswirtschaft".
Grönemeyer betrachtet das Thema "Gesundheit" aus eher betriebswirtschaftlicher Sicht und drängt darauf, die Potenziale zu erkennen, die in der Gesundheitswirtschaft liegen. Es gelte, die positiven Möglichkeiten zu nutzen in den assoziierten Branchen der Medizin, angefangen von der Medizintechnik, über Pharmazie, Telematik bis hin zu Fitness, Wellness und Naturheilkunde: "Das Gesundheitswesen selbst, die medizinische Versorgung, ist nur ein Teilbereich dieses umfassenderen Feldes der Gesundheitswirtschaft."
Grönemeyer, Inhaber des Lehrstuhls für Radiologie und MikroTherapie der Universität Witten/Herdecke, ist seit Jahren engagierter Verfechter einer Gesundheitsreform, die den Menschen wieder in den Mittelpunkt stellt, die darüber hinaus aber den Blick weg von den Kosten hin zum gesamtgesellschaftlichen Nutzen richten will. Seine erstes Kapitel heißt daher auch: "Heilen statt Kranksparen".
"Das Problem ist nicht die so genannte Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Diese gibt es ja gar nicht, denn die Gesundheitsausgaben sind seit Jahren in etwa konstant. Das Problem sind die Defizite durch mangelnde Einzahlungen aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit. Genau deshalb geht es vordringlich um die Schaffung neuer Arbeitsplätze - und die liegen in besonderer Weise in der Gesundheitswirtschaft“, betont Grönemeyer.
Darüber hinaus gebe es im Gesundheitswesen erhebliche Möglichkeiten zur Kostenoptimierung, die ausgelotet werden können, "zum Beispiel durch den Einsatz innovativer Medizin, durch ambulante Methoden, durch die Vermeidung durch Doppeluntersuchungen oder die Verbindung von HighTech-Medizin und Naturheilkunde."
Besonderes Augenmerk legt Dietrich Grönemeyer auch auf eine verbesserte betriebliche Gesundheitsförderung, die durch Ausnutzen ambulanter Therapieverfahren und gute Präventionsprogramme für die Arbeitnehmer dazu beiträgt, den Krankenstand und damit die Produktionsausfallkosten bzw. Lohnnebenkosten zu senken: "Es gilt mehr denn je, den Standort Deutschland zu stärken." Daher kann sich Grönemeyer auch vorstellen, dass in 10 Jahren 20% aller Deutschen im Gesundheitswesen arbeiten werden... [mehr]