- 13.12.2010 - Tatort Kopfschmerz – Wann ist es ein Notfall?
Unterscheidungskriterien und Handlungsleitfaden für plötzlich auftretende Kopfschmerzen
Frau M. ist heute mit starken, noch nie gekannten Kopfschmerzen aufgewacht. Sie fragt sich: Was soll ich tun? Kann ich warten bis die Kopfschmerzen zurückgehen, eine Kopfschmerztablette nehmen, oder muss ich bei einem Arzt Hilfe suchen? Sind meine Kopfschmerzen lebensgefährlich, ist es die bekannte Migräne oder ein neu aufgetretener harmloser Kopfschmerz? Solche Fragen stellen sich Betroffene in der vom Schmerz bestimmten Ausnahmesituation.In Deutschland leiden rund zehn Prozent der Menschen im ... [mehr]
- 01.12.2010 - Feiern, bis der Chemiker kommt
Partydrogen auf der Technoparty analysieren
Ecstasy ist die häufigste Partydroge, und oft enthalten die kleinen bunten Pillen noch andere Substanzen. Seit dem Jahr 2005 sind vermehrt Ecstasy-Tabletten im Umlauf, die mit Industriechemikalien gestreckt sind. Das hat das mobile Labor des Kantonsapothekeramts Bern herausgefunden. Die Pharmazeuten analysieren Partydrogen vor Ort und helfen damit bei Projekten zur Drogenprävention. Über das mobile Labor berichten die „Nachrichten aus der Chemie“.Wenn die Technoparty beginnt, fahren Daniel Allemann... [mehr]
- 22.11.2010 - Neue Schätzzahlen zum Welt-AIDS-Tag 2010
Deutschland: Hohe Zahl der HIV-Neuinfektionen
In Deutschland leben nach einer aktuellen Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 70.000 Menschen mit HIV oder AIDS. Diese Zahl steigt seit Jahren. Dank der wirksamen medikamentösen Behandlung sterben immer weniger Menschen mit einer HIV-Infektion (etwa 550 im Jahr 2010). Die Zahl der Neuinfektionen ist erheblich höher als die Zahl der Todesfälle. Im Jahr 2010 haben sich nach der aktuellen Schätzung 3.000 Menschen neu mit HIV infiziert, ähnlich viele wie in den Vorjahren. "Die nach wie vor... [mehr]
- 22.11.2010 - Neue Grippe: Wirtswechsel mit fatalen Folgen
Minimale Änderung, atemberaubende Wirkung
Minimale Änderung, atemberaubende Wirkung: Der Austausch eines einzigen Proteinbausteins genügt, damit das Schweinegrippe-Virus neue Zielzellen befällt und lebensbedrohliche Atemwegsbeschwerden auslösen kann. Das haben Wissenschaftler aus Marburg und London herausgefunden. Die abgewandelten Viren infizieren bevorzugt bewimperte Zellen in Lunge und Bronchien.Die „Neue Grippe“ weitete sich im vergangenen Jahr zu einer weltweiten Seuche aus, verursacht durch das Influenzavirus H1N1; erst vor kurzem... [mehr]
- 14.10.2010 - Beim Ausbau des Stromnetzes frühzeitig auf Fragen des Strahlenschutzes eingehen
Ausbau des Netzes mit den betroffenen Menschen planen
Der zügige Ausbau der Stromnetze ist die Voraussetzung für das ambitionierte Ziel der Bundesregierung, bis 2050 80 Prozent des Strombedarfs in Deutschland mit erneuerbarer Energie zu decken. Dabei müssen Fragen des Strahlenschutzes von Anfang an berücksichtigt werden. Das betonte der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, heute anlässlich der Veröffentlichung des Jahresberichtes der Behörde in Salzgitter. „Für eine moderne Energieversorgung ist es von zentraler Bedeutung,... [mehr]
- 20.08.2010 - Neue Hilfe bei chronischen Kopfschmerzen
Botulinumtoxin zeigt Wirkung bei Patienten mit chronischer Migräne
Nicht nur gegen Falten kommt es zum Einsatz, in höherer Dosierung kann das Bakteriengift „Botoliniumtoxin“ bei Patienten mit chronischer Migräne eine sehr effektive Vorbeugung darstellen. Diese neue Hoffnung für Betroffene nähren zwei Veröffentlichungen aus dem renommierten Wissenschaftsjournal „Cephalalgia“. Beide Veröffentlichungen zeigen anhand gut kontrollierter Studien, dass sowohl die monatlichen Tage mit Migräne als auch der Medikamenten-Übergebrauch durch Gabe von Botulinumtoxin durch Injektion... [mehr]
- 02.08.2010 - Empfehlungen der Ständigen Impfkommission aktualisiert
Empfehlung einer generellen Masern-Schutzimpfung für junge Erwachsene sowie die Empfehlung der Influenza-Schutzimpfung für alle Schwangeren
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert und im Epidemiologischen Bulletin 30/2010 veröffentlicht, sie sind auch auf den RKI-Impfseiten im Internet abrufbar. Die wesentlichsten Neuerungen sind die Empfehlung einer generellen Masern-Schutzimpfung für junge Erwachsene sowie die Empfehlung der Influenza-Schutzimpfung für alle Schwangeren. Bei den Impfempfehlungen für Röteln, Meningokokken, Tollwut und Cholera hat die Ständige Impfkommission... [mehr]
- 31.05.2010 - Ärzte und Krawatten: Ein hygienischer Widerspruch?
Die Bedeutung von Krawatten bei der Weiterverbreitung von nosokomialen Infektionen darf nicht unterschätzt werden
Kravatten implizieren bei Ärzten für Außenstehende Seriosität und eine Leitungsfunktion. Derweilen sind Krawatten unter hygienisch-mikrobiologischen Aspekten nichts weiter als Keimschleudern, die bei Patienten unter Umständen zu Hospitalinfektionen führen können. Die Bedeutung von Krawatten bei der Weiterverbreitung von nosokomialen Infektionen darf wie Untersuchungen der letzten Jahre belegen nicht unterschätzt werden.Krawatten werden in Kliniken, wenn überhaupt, nur von Chefärzten bzw. Leitenden... [mehr]
- 26.05.2010- Kopflausbefall: Lästiges und ansteckendes Übel
Problem für alleinerziehende, auf Kinderbetreuung angewiesene Berufstätige
Der Befall mit Kopfläusen (Pediculosis capitis) ist vermutlich so alt wie die Menschheit und betrifft seit jeher alle sozialen Schichten. Kopfläuse haben sich koevolutiv mit dem Menschen entwickelt und sich dabei auf den Menschen als Nahrungsquelle spezialisiert. Die Insekten passen in den Industrieländern heute nicht in das Bild von Sauberkeit und Hygiene, weswegen ein Befall daher zur Stigmatisierung führt. Auf der anderen Seite führt die Mobilität, worunter auch Flüchtlingsströme fallen, zu einem... [mehr]
- 06.05.2010 - Hundespulwurm lauert auf Kinderspielplätzen
Infektionsgefahr besonders für Kinder und Rollstuhlfahrer
Ein besonderes Ärgernis, nicht nur für Kommunen, sind Verschmutzungen durch Hundekot. Besonders ärgerlich sind jedoch "Hundehäufchen" auf Kinderspielplätzen und Gehwegen. Wenig bekannt ist jedoch, dass von diesen Verschmutzungen auch in Deutschland Infektionsgefahren ausgehen. Durch Hundekot können Eier des Hundespulwurms, Toxocara (T.) canis, übertragen werden und die Toxocariasis (synonym: viszerale und okuläre Larva migrans) verursachen.Die Erkrankung tritt weltweit auf und wird nicht selten ... [mehr]
- 19.04.2010 - Bayern: Weiterhin hohe Durchseuchung mit Fuchsbandwurm
Echinokokkose: Gefahr durch Füchse in Süddeutschland
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sind nach Untersuchungen in sieben Regierungsbezirken Bayerns durchschnittlich 29% der Füchse mit Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm) infiziert. In der Hochendemieregion, Schwäbische Alb, beträgt dieDurchseuchung der Fuchspopulation sogar 55%. Da die Fuchspopulation, nicht zuletzt bedingt durch die flächendeckende Tollwutimpfung der Tiere, in den letzten 10 Jahren um das Fünffache angestiegen ist, ist mit... [mehr]
- 14.04.2010 - Madenwürmer: Lästiges und hartnäckiges Übel
Leitsymptom ist analer Juckreiz
Die Enterobiasis (synonym: Oxyuriasis) ist die häufigste Parasitose der gemäßigten Zonen. Verursacht wird sie durch den zu den Nematoden gerechneten Madenwurm (Enterobius vermicularis). Oftmals entdecken die Patienten die weißlichen Würmer nach der Defäkation auf dem Stuhl in der Toilettenschüssel. Klinisch steht beim Patienten der Pruritus ani, der durch die in der Perianalregion abgelegten Eier verursacht wird, im Vordergrund.Der anale Juckreiz wird als äußerst störend empfunden, was wiederum ... [mehr]
- 30.03.2010 - Trichuriasis: häufiger Wurmbefall des Menschen
Häufig bei schlechten Hygienebedingungen in warmen Ländern
Bei der Trichuriasis handelt es sich um eine weltweit verbreitete Helminthose, die durch Trichuris trichiura (Peitschenwurm) verursacht wird. In warmen Gegenden mit schlechter Hygiene oder aber fehlenden Kläranlagen oder Fäkalienbeseitigung kommen Infektionen häufiger vor.Der Peitschenbandwurm ist ein Fadenwurm, der den Dickdarm besiedelt und sich dort mit seinem Vorderende in die Schleimhaut einbohrt. Die Länge der Würmer beträgt zwischen 35 bis 45 mm. Pro Tag produziert jeder Wurm bis zu 10.000... [mehr]
- 29.03.2010 - Exanthema subitum: häufige Infektion im Kleinkindesalter
Dreitagefieber: Keine gesicherte Rolle beim Chronischen Müdigkeitssyndrom
Das Exanthema subitum (synonym: Dreitagefieber, Roseola infantum, "Sixth Disease") ist eine weltweit vorkommende Virusinfektion des Säuglings- und Kleinkindesalter. Verursacht wird das Krankheitsbild durch das zu den Herpesviridae gehörende humanen Herpes-Virus- 6B(HHV-6B); eine Rolle von HHV-7 wird diskutiert. Das mit HHV-6B eng verwandte HHV-6A scheint beim Dreitagefierber keine Rolle zu spielen. Bei der HHV-6B Infektion handelt es sich um eine sehr häufige Erkrankung, so dass man von einer Durchseuchung... [mehr]
- 15.03.2010 - Windpocken: Doch ein unterschätztes Gesundheitsproblem?
Varizellen: Von der Indikationsimpfung zur generellen Impfung
Die Windpocken werden von einem Herpesvirus, dem Varizella-Zoster-Virus verursacht. Bei der endogenen Reaktivierung verursachen diese Viren das Krankheitsbild der Gürtelrose, den Herpes Zoster. Die Varizellen sind weltweit verbreitet und haben als Wirt nur den Menschen. Der Kontagionsindex der Varizellen leigt nahe bei 1,0, womit sie zu den infektiösesten Viren überhaupt zählen. Die Übertragung erfolgt zumeist aerogen, mit einer Inkubationszeit von 8 bis 28 Tagen. Die Erkrankung beginnt mit einem... [mehr]


