- 20.08.2010 - Neue Hilfe bei chronischen Kopfschmerzen
Botulinumtoxin zeigt Wirkung bei Patienten mit chronischer Migräne
Nicht nur gegen Falten kommt es zum Einsatz, in höherer Dosierung kann das Bakteriengift „Botoliniumtoxin“ bei Patienten mit chronischer Migräne eine sehr effektive Vorbeugung darstellen. Diese neue Hoffnung für Betroffene nähren zwei Veröffentlichungen aus dem renommierten Wissenschaftsjournal „Cephalalgia“. Beide Veröffentlichungen zeigen anhand gut kontrollierter Studien, dass sowohl die monatlichen Tage mit Migräne als auch der Medikamenten-Übergebrauch durch Gabe von Botulinumtoxin durch Injektion... [mehr]
- 02.08.2010 - Empfehlungen der Ständigen Impfkommission aktualisiert
Empfehlung einer generellen Masern-Schutzimpfung für junge Erwachsene sowie die Empfehlung der Influenza-Schutzimpfung für alle Schwangeren
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) hat ihre Impfempfehlungen aktualisiert und im Epidemiologischen Bulletin 30/2010 veröffentlicht, sie sind auch auf den RKI-Impfseiten im Internet abrufbar. Die wesentlichsten Neuerungen sind die Empfehlung einer generellen Masern-Schutzimpfung für junge Erwachsene sowie die Empfehlung der Influenza-Schutzimpfung für alle Schwangeren. Bei den Impfempfehlungen für Röteln, Meningokokken, Tollwut und Cholera hat die Ständige Impfkommission... [mehr]
- 31.05.2010 - Ärzte und Krawatten: Ein hygienischer Widerspruch?
Die Bedeutung von Krawatten bei der Weiterverbreitung von nosokomialen Infektionen darf nicht unterschätzt werden
Kravatten implizieren bei Ärzten für Außenstehende Seriosität und eine Leitungsfunktion. Derweilen sind Krawatten unter hygienisch-mikrobiologischen Aspekten nichts weiter als Keimschleudern, die bei Patienten unter Umständen zu Hospitalinfektionen führen können. Die Bedeutung von Krawatten bei der Weiterverbreitung von nosokomialen Infektionen darf wie Untersuchungen der letzten Jahre belegen nicht unterschätzt werden.Krawatten werden in Kliniken, wenn überhaupt, nur von Chefärzten bzw. Leitenden... [mehr]
- 26.05.2010- Kopflausbefall: Lästiges und ansteckendes Übel
Problem für alleinerziehende, auf Kinderbetreuung angewiesene Berufstätige
Der Befall mit Kopfläusen (Pediculosis capitis) ist vermutlich so alt wie die Menschheit und betrifft seit jeher alle sozialen Schichten. Kopfläuse haben sich koevolutiv mit dem Menschen entwickelt und sich dabei auf den Menschen als Nahrungsquelle spezialisiert. Die Insekten passen in den Industrieländern heute nicht in das Bild von Sauberkeit und Hygiene, weswegen ein Befall daher zur Stigmatisierung führt. Auf der anderen Seite führt die Mobilität, worunter auch Flüchtlingsströme fallen, zu einem... [mehr]
- 06.05.2010 - Hundespulwurm lauert auf Kinderspielplätzen
Infektionsgefahr besonders für Kinder und Rollstuhlfahrer
Ein besonderes Ärgernis, nicht nur für Kommunen, sind Verschmutzungen durch Hundekot. Besonders ärgerlich sind jedoch "Hundehäufchen" auf Kinderspielplätzen und Gehwegen. Wenig bekannt ist jedoch, dass von diesen Verschmutzungen auch in Deutschland Infektionsgefahren ausgehen. Durch Hundekot können Eier des Hundespulwurms, Toxocara (T.) canis, übertragen werden und die Toxocariasis (synonym: viszerale und okuläre Larva migrans) verursachen.Die Erkrankung tritt weltweit auf und wird nicht selten ... [mehr]
- 19.04.2010 - Bayern: Weiterhin hohe Durchseuchung mit Fuchsbandwurm
Echinokokkose: Gefahr durch Füchse in Süddeutschland
Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sind nach Untersuchungen in sieben Regierungsbezirken Bayerns durchschnittlich 29% der Füchse mit Echinococcus multilocularis (Fuchsbandwurm) infiziert. In der Hochendemieregion, Schwäbische Alb, beträgt dieDurchseuchung der Fuchspopulation sogar 55%. Da die Fuchspopulation, nicht zuletzt bedingt durch die flächendeckende Tollwutimpfung der Tiere, in den letzten 10 Jahren um das Fünffache angestiegen ist, ist mit... [mehr]
- 14.04.2010 - Madenwürmer: Lästiges und hartnäckiges Übel
Leitsymptom ist analer Juckreiz
Die Enterobiasis (synonym: Oxyuriasis) ist die häufigste Parasitose der gemäßigten Zonen. Verursacht wird sie durch den zu den Nematoden gerechneten Madenwurm (Enterobius vermicularis). Oftmals entdecken die Patienten die weißlichen Würmer nach der Defäkation auf dem Stuhl in der Toilettenschüssel. Klinisch steht beim Patienten der Pruritus ani, der durch die in der Perianalregion abgelegten Eier verursacht wird, im Vordergrund.Der anale Juckreiz wird als äußerst störend empfunden, was wiederum ... [mehr]
- 30.03.2010 - Trichuriasis: häufiger Wurmbefall des Menschen
Häufig bei schlechten Hygienebedingungen in warmen Ländern
Bei der Trichuriasis handelt es sich um eine weltweit verbreitete Helminthose, die durch Trichuris trichiura (Peitschenwurm) verursacht wird. In warmen Gegenden mit schlechter Hygiene oder aber fehlenden Kläranlagen oder Fäkalienbeseitigung kommen Infektionen häufiger vor.Der Peitschenbandwurm ist ein Fadenwurm, der den Dickdarm besiedelt und sich dort mit seinem Vorderende in die Schleimhaut einbohrt. Die Länge der Würmer beträgt zwischen 35 bis 45 mm. Pro Tag produziert jeder Wurm bis zu 10.000... [mehr]
- 29.03.2010 - Exanthema subitum: häufige Infektion im Kleinkindesalter
Dreitagefieber: Keine gesicherte Rolle beim Chronischen Müdigkeitssyndrom
Das Exanthema subitum (synonym: Dreitagefieber, Roseola infantum, "Sixth Disease") ist eine weltweit vorkommende Virusinfektion des Säuglings- und Kleinkindesalter. Verursacht wird das Krankheitsbild durch das zu den Herpesviridae gehörende humanen Herpes-Virus- 6B(HHV-6B); eine Rolle von HHV-7 wird diskutiert. Das mit HHV-6B eng verwandte HHV-6A scheint beim Dreitagefierber keine Rolle zu spielen. Bei der HHV-6B Infektion handelt es sich um eine sehr häufige Erkrankung, so dass man von einer Durchseuchung... [mehr]
- 15.03.2010 - Windpocken: Doch ein unterschätztes Gesundheitsproblem?
Varizellen: Von der Indikationsimpfung zur generellen Impfung
Die Windpocken werden von einem Herpesvirus, dem Varizella-Zoster-Virus verursacht. Bei der endogenen Reaktivierung verursachen diese Viren das Krankheitsbild der Gürtelrose, den Herpes Zoster. Die Varizellen sind weltweit verbreitet und haben als Wirt nur den Menschen. Der Kontagionsindex der Varizellen leigt nahe bei 1,0, womit sie zu den infektiösesten Viren überhaupt zählen. Die Übertragung erfolgt zumeist aerogen, mit einer Inkubationszeit von 8 bis 28 Tagen. Die Erkrankung beginnt mit einem... [mehr]
- 26.02.2010 - Kinderkrankheit Scharlach
Scharlach - gehäuftes Auftreten in den Wintermonaten
Scharlach, eine bakterielle Infektion, gilt als eine der klassischen Erkrankungen des Kindesalters. Verursacht wird Scharlach durch ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A, die zu den häufigsten bakteriellen Erregern von Infektionskrankheiten der oberen Atemwege gehören. Im Gegensatz zu anderen A-Streptokokken-Infektionen gilt Scharlach als eine Sonderform, da die Erkrankung durch einen Streptokokken-Typ verursacht wird, der ein erythrogenes Toxin zu bilden vermag.Übertragen wird Scharlach durch... [mehr]
- 14.12.2009 - Norovirus: häufiger Erreger von Gastroenteritiden
Hygienemanagement: Händeschütteln verboten!
Noroviren, früher auch als Norwalk-Viren bezeichnet, gelten heute neben Rotaviren als die häufigsten Verursacher von viralen Gastroenteritiden. Die Erreger werden den Caliciviridae zugeordnet. Noroviren sind weltweit verbreitet. Infektionen kommen in allen Altersgruppen vor. Typischerweise verursachen Noroviren Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen, wie Kindergärten, Schulen und Altersheimen. Auch in Krankenhäusern kommt es regelmäßig zu über mehrere Wochen andauernden Epidemien. Der Erreger zirkuliert... [mehr]
- 10.12.2009 - Hepatitis-C-Virusinfektion
Hepatitis C: Mit Zunahme infektionsbedingter Spätfolgen zu rechnen
Die Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) ist eine der häufigsten Ursachen der chronischen Hepatitis, Leberzirrhose und des hepatozellulären Karzinoms. HCV wurde 1989 als häufigster Erreger der posttransfusionellen und sporadischen Nicht-A-Nicht-B-Hepatitis identifiziert. Die verschiedenen Hepatitis C Viren bilden einen eigenen Genus in der Familie der Flaviviren. Basierend auf Sequenzhomologien lassen sich heute 6 Genotypen und mehrere Subtypen unterscheiden. Zwar konnte die genetische Organisation... [mehr]
- 04.12.2009 - Steigende Fallzahlen für Q-Fieber
Q-Fieber: Fokales Vorkommen typisch
Q-Fieber ist eine zoonotische, bakterielle Infektion, die in den letzten Jahren in Deutschland wiederholt Ausbrüche verursacht hat. Während im Jahr 2004 nur 117 Erkrankungen gemeldet wurden, waren es nach der aktuellen Infektionsstatistik des Robert Koch-Institus 2005 insgesamt 416 Fälle und 2007 noch 370 Fälle. Die Erhöhung der gemeldeten Nachweise von akuten Q-Fieber-Erkrankungen ist überwiegend auf einen einzelnen Ausbruch in Thüringen zurückzuführen, der mit einer sehr hohen Fallzahl einherging.... [mehr]
- 01.12.2009 - Taubenzüchter aufgepasst: Psittakose, eine seltene, durch Vögel übertragene Pneumonie
Psittakose weltweit verbreitet
Bei der Psittakose (synonym: Ornithose, Papageienkrankheit) handelt es sich um eine selten auftretende, bakterielle Infektion, die beim Menschen zu einer Pneumonie führt. Der Erreger der Psittakose (Ornithose) ist Chlamydia (C.) psittaci. Die Gattung Chlamydia umfasst drei humanpathogene Arten: Chlamydia trachomatis, Chlamydia pneumoniae und Chlamydia psittaci.Im Gegensatz zu anderen Bakterien vermehren sich Chlamydien nur intrazellulär in Wirtszellen. Chlamydien können selbst kein ATP synthetisieren,... [mehr]



