Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie sind in der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen (VDPC), dem Berufsverband der Plastischen Chirurgen organisiert. Dieser wird in Bayern vom Landesverband der VDPC in München vertreten.
Auf die Initiative von Dr. Caius Radu aus Nürnberg und Prof. Raymund Horch vom Universitätsklinikum Erlangen wurde am 10. November in Nürnberg von den nordbayerischen VDPC Mitgliedern die Sektion Nordbayern der VDPC gegründet, um im nördlichen Teil Bayerns den hohen Anforderungen an dieses Fachgebiet noch besser gerecht werden zu können.
Als Vorsitzender wurde Dr. Radu, niedergelassener Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie am St. Theresien-Krankenhaus in Nürnberg, gewählt. Zielsetzung der Sektion soll die Umsetzung der hohen Qualitätsansprüche der VDPC vor Ort sein. Dadurch soll Patienten in der Region die erforderliche Aufklärung, Sicherheit und Qualität in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie garantiert werden.
22.11.2004 - Plastische Chirurgie: Gründung der Sektion Nordbayern der Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen
Mehr Aufklärung, mehr Sicherheit und eine bessere Qualität in der Plastischen Chirurgie
Die Plastische Chirurgie befasst sich sowohl mit der Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes als auch mit der Wiederherstellung der Körperoberfläche nach Tumoroperationen oder Unfällen, aber auch mit der Schaffung normaler Formen und Funktionen bei angeborenen Fehlbildungen. Der ästhetische Aspekt spiele bei allen plastisch-chirurgischen Operationen eine Rolle, so Radu: "Form und Funktion sind immer zusammengehörig."
Jede plastisch-chirurgische Operation muss zu einem formal befriedigenden ästhetischen Resultat führen, erklärt Radu. Dies gelte auch für andere Bereiche der Plastischen Chirurgie, wie die Rekonstruktive-, Hand- oder die Verbrennungschirurgie.
Seit dem 1. August 2004 wurde nach dem Ländervorbild Bayern die Facharztbezeichnung "Plastische und Ästhetische Chirurgie" mit einer 6-jährigen Weiterbildung und mehreren hundert Pflichtoperationen eingeführt. Zum Schutz der Patienten soll dadurch sichergestellt werden, dass der Begriff "ästhetische Chirurgie" nicht mehr missbraucht wird.
Dagegen sind Berufsbezeichnungen wie "Schönheitschirurg" oder "kosmetischer Chirurg" ungeschützte Berufsbezeichnungen, welche von jedem Arzt geführt werden können und nichts über die fachliche Qualifikation aussagen.
© Medizinische Enzyklopädie 2010