Zum zweiten Mal organisiert Prof. Dr. Lars Steinsträßer vom RUB-Klinikum Bergmannsheil ein international besetztes Expertentreffen plastischer Chirurgen. Der leitende Arzt der Klinik für Plastische Chirurgie ist zugleich Präsident der europäischen Fachvereinigung „European Plastic Surgery Research Council“, die er 2009 begründet hat. In dieser Funktion wird er vom 26. bis zum 29. August 2010 gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Jan Jeroen Vranckx von der Katholischen Universität Leuven in Belgien zahlreiche internationale Spezialisten und Nachwuchsmediziner der plastischen Chirurgie in Hamburg begrüßen.
Das Spektrum des Kongresses umfasst die Grundlagenforschung angefangen von der Stammzelle bis zur Verbesserung der klinischen Versorgung. Thematisiert werden Innovationen in der Plastischen Chirurgie, wie beispielsweise die Möglichkeit der allogenen Gesichtstransplantation oder die Innovationen bei der Extremitäten- und Brustrekonstruktion. Dabei sein werden Spezialisten aus den USA, Kanada, Asien und Europa. „Renommierte Mediziner aus aller Welt treffen auf wissenshungrige Nachwuchskräfte aus Europa, um sich über die neuesten Fortschritte in der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie und die angrenzende Fachgebiete auszutauschen“, bringt Steinsträßer die Grundidee des Expertentreffens auf den Punkt. „Ziel ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Verbesserung der Netzwerkbildung in Europa und international, um translationale Forschungsideen in die Tat umsetzen zu können.“
Der Plastic Surgery Research Council (PSRC) wurde 1955 in den USA gegründet und repräsentiert die an Forschung interessierten plastischen Chirurgen der American Society of Plastic Surgery. Der European Plastic Surgery Research Council (EPSRC) wurde 2009 in Bochum gegründet und hat binnen kürzester Zeit einen Weltruf erlangt. Zudem wird der EPSRC von internationalen Fachgesellschaften unterstützt. Der European Plastic Surgery Research Council (EPSRC) hat sich zum Ziel gesetzt, die klinische und Grundlagenforschung sowie die Netzwerkbildung in der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie in Europa zu fördern. Die Hauptthemen sind evidenzbasierte Studien und translationale Forschung in sämtlichen Fachdisziplinen der plastischen und rekonstruktiven Chirurgie und benachbarter Fachgebiete. Hauptziel des EPSRC ist vor allem die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. „Unsere Tagungen sind deshalb auch bewusst anders angelegt als andere. Wir möchten eine intensive Interaktion der Nachwuchsforscher mit den etablierten Dinosauriern und Giganten der plastisch-chirurgischen Forschung in einem lockeren ungezwungenen Umfeld“, erklärt EPSRC-Präsident Lars Steinsträßer.
Veranstaltungsort ist das Containerschiff „MS Cap San Diego“ im Hamburger Hafen. Die Themen reichen von der Stammzelle bis zur Gesichtstransplantation.
26.08.2010 - Spitzentreffen für Plastische und Rekonstruktive Chirurgie
Von der Gliedmaßenrekonstruktion bis zur Gesichtsverpflanzung: Spezialisten-Tagung zum zweiten Mal im Hamburger Hafen
Die Plastische Chirurgie befasst sich sowohl mit der Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes als auch mit der Wiederherstellung der Körperoberfläche nach Tumoroperationen oder Unfällen, aber auch mit der Schaffung normaler Formen und Funktionen bei angeborenen Fehlbildungen. Der ästhetische Aspekt spiele bei allen plastisch-chirurgischen Operationen eine Rolle, so Radu: "Form und Funktion sind immer zusammengehörig."
Jede plastisch-chirurgische Operation muss zu einem formal befriedigenden ästhetischen Resultat führen, erklärt Radu. Dies gelte auch für andere Bereiche der Plastischen Chirurgie, wie die Rekonstruktive-, Hand- oder die Verbrennungschirurgie.
Seit dem 1. August 2004 wurde nach dem Ländervorbild Bayern die Facharztbezeichnung "Plastische und Ästhetische Chirurgie" mit einer 6-jährigen Weiterbildung und mehreren hundert Pflichtoperationen eingeführt. Zum Schutz der Patienten soll dadurch sichergestellt werden, dass der Begriff "ästhetische Chirurgie" nicht mehr missbraucht wird.
Dagegen sind Berufsbezeichnungen wie "Schönheitschirurg" oder "kosmetischer Chirurg" ungeschützte Berufsbezeichnungen, welche von jedem Arzt geführt werden können und nichts über die fachliche Qualifikation aussagen.
© Medizinische Enzyklopädie 2010